Diskussionsforum
  • 20.08.2013 11:43
    Zündi schreibt

    Was so alles geht ;-)

    Wir können ja hier mal eine Sammlung machen, was so alles geht bei den Anbietern. Also fang ich mal an:

    Telekom, Vodafone, o2, Netzclub: Freikarten kann man auf jeden noch so absurden Namen bestellen (z.B. Bitte-Bei XY-Einwerfen, Andie Bewohner, Donald Duck). Allerdings werden die Karten per Post zugestellt, sodas man dafür sorgen muss, das der Postbote den Brief einwerfen kann (z.B. Namensaufkleber auf den Briefkasten kleben, evtl hilft auch gar kein Name am Briefkasten - riskant). Personen, die jünger als 16 oder älter als 113 (vor dem 01.01.1900 geboren) sind, bekommen normalerweise keine Karte. Außerdem muss die Adresse in Deutschland existieren (Entenhausen geht nicht).

    Fonic/Lidl-Mobile: Hier kann man die SIM-Karte anonym im Laden kaufen und dann online registrieren. Innerhalb einer Stunde ist die Karte freigeschaltet und das Startguthaben drauf. Auch hier kann jeder absurde Name verwendet werden, allerdings schickt Fonic Willkommensbriefe raus. Sollte dieser Brief zurückgeschickt werden oder ahnungslose Leute bei Fonic anrufen ("ich hab da so einen seltsamen Brief von Ihnen bekommen"), wird die Karte für abgehende Verbindungen teilgesperrt, eingehende Verbindungen funktionieren aber weiterhin (scheinbar unbegrenzt lange).
    Übrigens: Ruft man bei einer bis dahin nicht gesperrten Karte die Fonic-Kundenhotline an (z.B. wegen eines Abrechnungsfehlers) und ist der registrierte Name offenkundig falsch, dann ist Fonic sehr kulant und lässt einem 14 Tage Zeit, einen Identitätsnachweis zu schicken. Danach wird die Karte allerdings vollgesperrt.

    Simyo: Zwar kann man auch Simyo-Karten auf falsche Daten registrieren, allerdings gibt es gleich 2 Hürden. 1. wird auch hier die Karte per Post zugeschickt und 2. muss man die SIM-Karte per Überweisung bezahlen. Offenkundig falsche Namen dürften daher nicht möglich sein, sondern nur Namen von Verwandten/Haustieren. Dadurch ist eine wirklich anonyme Nutzung nicht möglich, wohl aber das abgreifen des Bonus-Guthabens für geworbene Kunden. Simyo erlaubt nämlich keine Selbstwerbung, stört sich aber andererseits nicht daran, das Werber und der geworbene Verwandte ihre SIM-Karten vom gleichen Konto überweisen.

    K-Classic Mobil: Hier ist man noch wirklich frei bei der Namenswahl und kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die SIM-Karte kauft man einfach im Kaufland und kann sie online auf alles und jeden registrieren, ohne von irgendwelchen Briefen belästigt zu werden :-P.


    Wer weitere Anbieter und Tipps kennt, nur her damit.
  • 20.08.2013 12:32
    paeffgen antwortet auf Zündi
    Benutzer Zündi schrieb:
    > (...)
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    K-Classic Mobil: Hier ist man noch wirklich frei bei der
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    Namenswahl und kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die
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    SIM-Karte kauft man einfach im Kaufland und kann sie online auf
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    alles und jeden registrieren, ohne von irgendwelchen Briefen
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    belästigt zu werden :-P.
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    Ich meine, bei NettoKOM sei es genau so.

    Wie sieht es eigentlich rein rechtlich aus, wenn ich als Privatkmann eine SIM-Karte, die ich nicht mehr brauche, verkaufe? Es gibt da zwar bei einigen Anbietern "Inhaberwechselformulare" o.ä., aber ist das zwingend vorgeschrieben? Praktisch dürfte es den Anbieter eh wenig interessieren, woher das Geld kommt, solange es kommt.
    >
    > Wer weitere Anbieter und Tipps kennt, nur her damit.

    Bittesehr!
  • 20.08.2013 13:50
    Zündi antwortet auf paeffgen
    Benutzer paeffgen schrieb:
    > Benutzer Zündi schrieb:
    > > (...)
    > >
    K-Classic Mobil: Hier ist man noch wirklich frei bei der
    > >
    Namenswahl und kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Die
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    SIM-Karte kauft man einfach im Kaufland und kann sie online auf
    > >
    alles und jeden registrieren, ohne von irgendwelchen Briefen
    > >
    belästigt zu werden :-P.
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    > Ich meine, bei NettoKOM sei es genau so.
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    > Wie sieht es eigentlich rein rechtlich aus, wenn ich als
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    Privatkmann eine SIM-Karte, die ich nicht mehr brauche,
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    verkaufe? Es gibt da zwar bei einigen Anbietern
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    "Inhaberwechselformulare" o.ä., aber ist das zwingend
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    vorgeschrieben? Praktisch dürfte es den Anbieter eh wenig
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    interessieren, woher das Geld kommt, solange es kommt.
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    Den Anbietern ist es eigentlich auch egal, von wem das Geld kommt. Wenn die das aber mitbekommen, z.B. weil der neue Nutzer der SIM-Karte sich an den Kundenservice wendet wegen einer Ersatz-SIM-Karte o.ä., dann wird er wohl aufgefordert werden, seine Identität nachzuweisen (z.B. mit Ausweiskopie). Wenn du privat eine Karte verkaufst, die auf einen falschen Namen registriert ist, dürfte das rechtlich keine Bedeutung haben. Strafrechtlich definitiv nicht und zivilrechtlich auch nicht. Das schlimmste was passieren kann, ist das die Karte gesperrt und das Guthaben erstmal eingefroren wird. Theoretisch könnte der Anbieter wegen AGB-Verstoß auch fristlos kündigen, was aber wohl keiner macht. Aber selbst dann könnte man wohl echtes Guthaben (kein Bonusguthaben) zurückfordern, wenn man nachweisen kann, das man die Karte besitzt und das Geld aufgeladen hat.
    Die Umregistrierung müsste ohnehin der Käufer der Karte machen. Als Privatperson bist du auch nicht verpflichtet, die Daten des Käufers zu erheben.
    Was noch zu bedenken ist: Wenn die Karte auf deinen echten Namen registriert ist, dann kann es passieren, das du unangenehme Fragen beantworten musst, wenn der neue Besitzer Unsinn damit treibt. Als Beweis für z.B. eine Straftat reicht es aber nicht aus, das eine SIM-Karte auf eine bestimmte Person registriert ist, eben weil man die Karten ja auch auf ahnungslose Leute registrieren kann.
  • 20.08.2013 15:47
    Janmichael antwortet auf Zündi
    Das geht bei allen SIM-Karten, die man im Geschäft kaufen kann.
    Wichtig ist: Unter einer fiktiven Emailanschrift ( natürlich nicht vom heimischen PC aus, sondern von einem Internetcafe, welches man eher selten besucht ) sich mit einem glaubwürdigen Namen, mit glaubwürdiger Anschrift registrieren. Man muß natürlich darauf achten, daß das Handy nicht unter den eigenen Namen registriert wurde.
    Wenn dies getan wurde, ein halbes Jahr die SIM-Karte nicht benutzen und dann lostelefonieren. Am besten die SIM-Karte nicht im Wohnort kaufen, damit diese noch schwerer zu zu ordnen ist. Auch sollten die Daten des fiktiven Emailaccounts identisch sein mit den persönlichen Daten, die man beim Registrieren angibt.
  • 27.08.2013 23:16
    Ali.As antwortet auf Zündi
    Benutzer Zündi schrieb:
    > ... wohl aber das abgreifen des Bonus-Guthabens
    >
    für geworbene Kunden. Simyo erlaubt nämlich
    > keine Selbstwerbung ...

    Ja, das behauptet Simyo seit Jahr und Tag steif und fest,
    und auch ich habe mich davon lange Zeit ins Bockshorn jagen lassen.

    Dann habe ich aber mal festgestellt, daß das gar nicht stimmt! :-)
    (Aber "zur Sicherheit" bestelle ich trotzdem lieber für Freunde, Verwandte - oder mein "alter ego".) ;-)

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    Dieser Beitrag antwortet auf:
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