Diskussionsforum
Menü

Keine Chance


31.07.2013 16:07 - Gestartet von skycab
4x geändert, zuletzt am 31.07.2013 16:25
Es ist davon auszugehen, dass Amazon sich vorher selbst rechtlich beraten lassen hat.

Dass das Thema schnell in der Presse auftaucht, ist auch absehbar gewesen.
Von daher halte ich es auch für wenig aussichtsreich sich mal mit den in diesem Artikel aufgeführten Argumenten am Amazon zu wenden. Die kennen diese Argumente sicher ziemlich gut.

Ich denke nicht, dass da jetzt fallweise wieder Konten freigeschaltet werden. Viel mehr wird es eine konzentrierte Aktion sein, dass Amazon ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Neuanmeldung gestatet, oder eben auch nicht.

Dass nicht gewarnt wurde bevor man die Konten schließt, muss eigentlich den Grund haben, dass dies als verzichtbar angesehen wird.

Tatsächlich gibt es schon länger Berichte darüber, dass Amazon Warnungen verschickt. Ich vermute mal, dass diese regelmäßig auch nicht den gewünschten Effekt hatten, also dass der Kunde sein Verhalten geändert hat.

Klassische Versandhändler haben ja bereits vor langer Zeit ähnliche Aktionen durchgeführt. Retouren sind nunmal ein extremer Kostenfaktor im Versandhandel und die Retourenrate zu drücken hat daher seit jeher höchste Priorität.

Ich glaube das ganze wird dem Image von Amazon kaum schaden. Eher im Gegenteil. Amazon gilt als hochgradig verbraucherfreundlich und ist für seinen Service berühmt (Lieferung in 1-2 Tagen, problemlose Abwicklung von Retouren). Die meisten Leute schicken nur (fast) nie etwas zurück. Sie beruhigt nur zu wissen, dass sie es könnten.
Wenn jetzt medienwirksam Konten wegen Missbrauchs dieses Serviceangebots gesperrt werden, wird es in der Wahrnehmung der anderen Kunden eher als Genugtuung gesehen, dass solche Schmarotzer ausgesondert werden.
Menü
[1] cdg antwortet auf skycab
31.07.2013 16:26

einmal geändert am 31.07.2013 16:27
ich würde auch sagen, das Amazon da gut dar steht, denn es gibt keinen Verkaufszwang. Ein Vertrag bedarf immer noch beiderseitiger Willenserklärungen. Wenn von Seiten Amazons kein Wille mehr da ist, bestimmten Leuten etwas zu verkaufen, so ist das deren Entscheidung.

Und ich finde den Schritt auch richtig und gut.
Wie oft habe ich in Foren (z.B. Bereich Handy) gelesen, das sich jemand ein Gerät holt, es "testet" und dann geht es wieder zurück.

Dieses Verhalten wurden dann von den meisten Forenteilnehmern verurteilt, trotzdem gibt es noch genug Leute die so etwas machen.

Da ich generell die Möglichkeit gut finde zurücksenden zu können, wenn es denn wirklich einmal etwas Anderes gab, als man sich vorgestellt hat (habe ich einmal bei einem Monitor gemacht) möchte ich nicht, dass solche schwarzen Schafe diese Möglichkeit verbauen, weil der Gesetzgeber ev. die 14 Tage Rücksendung überdenkt.

Menü
[1.1] mohlis antwortet auf cdg
31.07.2013 16:35
Benutzer cdg schrieb:
ich würde auch sagen, das Amazon da gut dar steht, denn es gibt keinen Verkaufszwang. Ein Vertrag bedarf immer noch beiderseitiger Willenserklärungen. Wenn von Seiten Amazons kein Wille mehr da ist, bestimmten Leuten etwas zu verkaufen, so ist das deren Entscheidung.

Und ich finde den Schritt auch richtig und gut. Wie oft habe ich in Foren (z.B. Bereich Handy) gelesen, das sich jemand ein Gerät holt, es "testet" und dann geht es wieder zurück.

Dieses Verhalten wurden dann von den meisten Forenteilnehmern verurteilt, trotzdem gibt es noch genug Leute die so etwas machen.

Da ich generell die Möglichkeit gut finde zurücksenden zu können, wenn es denn wirklich einmal etwas Anderes gab, als man sich vorgestellt hat (habe ich einmal bei einem Monitor gemacht) möchte ich nicht, dass solche schwarzen Schafe diese Möglichkeit verbauen, weil der Gesetzgeber ev. die 14 Tage Rücksendung überdenkt.


Absolut korrekt, Ich bin seit 1999 Kunden bei Amazon und habe seitdem locker für 10.000 EUR Ware bestellt und nur 1x etwas zurück gesendet (einen WLAN Stick von AVM weg zu geringer Leistung für 35 EUR).

Ich finde es eine Frechheit, dass manche sich 5-8 Kameras bestellen und diese dann "testen" und dann wieder zurücksenden (zu lesen auf golem.de) oder irgendwelche Bengels, denen langweilig ist und sie der Meinung sind, jetzt als Hardware-Tester auf Youtube eigene channels laufen zu lassen und dort die neuesten Smartphones mit unboxing und "test" forführen zu müssen. Anschließed geht die Ware natürlich wieder zurück an Amazon. Was soll der Mist ? Dass das Amazon sehr viel Geld koster interessiert die Leute natürlich nicht.
Menü
[1.1.1] Testperson antwortet auf mohlis
31.07.2013 16:59
Ich glaube, dass Amazon diese Aktion startet, zum einen, um teure Kunden loswzuwerden (verständlich, denn wir zahlen alle die Zeche für teure Retouren). Zum anderen ist das aber auch ein Warnschuss, den andere Kunden sehr wohl hören. Man sollte es eben nicht übertreiben. Ich vermute, dass die Zahl der Rücksendungen bei Amazon in nächster Zeit spürbar zurückgehen wird.
Menü
[1.1.1.1] Lukasarts antwortet auf Testperson
31.07.2013 17:55
Benutzer Testperson schrieb:
Ich glaube, dass Amazon diese Aktion startet, zum einen, um teure Kunden loswzuwerden (verständlich, denn wir zahlen alle die Zeche für teure Retouren). Zum anderen ist das aber auch ein Warnschuss, den andere Kunden sehr wohl hören. Man sollte es eben nicht übertreiben. Ich vermute, dass die Zahl der Rücksendungen bei Amazon in nächster Zeit spürbar zurückgehen wird.

Ich sehe das entschieden anders - ich glaube es geht hier um tatsächlichen Mißbrauch - nicht um "teure" Kunden loszuwerden.

Wenn sich jemand 5+ Kamers, Handy, was auch immer bestellt - um diese zu testen - und das mehrmals - dann wird die Retoure aus meiner sicht mißbraucht. Ich bin schon viele Jahre bei Amazon Kunde - und hatte wohl weniger als 1 Retoure pro Jahr. Das ganze bei 30-50 Bestellungen pro Jahr. Vielleicht informiere ich mich vorher genauer als andere Kunden über das Produkt was ich kaufen möchte - aber wie viele Retouren hat denn der Normalverbraucher?

Selbst wenn ich das für den Kunden gut rechne - wie viel Prozent Rücksendungen sind denn noch gerechtfertigt? 10, 20, 30, 50?

Der ehrliche Kunde wird mit Sicherheit nicht von Amazon bestraft. Und zu denen zähle ich mich einfach mal. Auch im Bekanntenkreis komme ich so auf diesen Schnitt
Menü
[1.1.1.1.1] skycab antwortet auf Lukasarts
31.07.2013 19:44
Benutzer Lukasarts schrieb:


Der ehrliche Kunde wird mit Sicherheit nicht von Amazon bestraft. Und zu denen zähle ich mich einfach mal. Auch im Bekanntenkreis komme ich so auf diesen Schnitt

Hoffen wir, dass das so ist.
Bisher ist schließlich kaum etwas bekannt über die Kriterien für die Kontoschließung. Daher ist alles Spekulation. Auch die Annahme, dass sich das alles nur gegen irgendeine Personengruppe richtet zu der ein ehrlicher Kunde und schon gar nicht man selbst sich hinzuzählt.
Menü
[1.1.1.1.2] danieljackson3485 antwortet auf Lukasarts
31.07.2013 22:33
Benutzer Lukasarts schrieb:
Benutzer Testperson schrieb:
Ich glaube, dass Amazon diese Aktion startet, zum einen, um teure Kunden loswzuwerden (verständlich, denn wir zahlen alle die Zeche für teure Retouren). Zum anderen ist das aber auch ein Warnschuss, den andere Kunden sehr wohl hören. Man sollte es eben nicht übertreiben. Ich vermute, dass die Zahl der Rücksendungen bei Amazon in nächster Zeit spürbar zurückgehen wird.

Ich sehe das entschieden anders - ich glaube es geht hier um tatsächlichen Mißbrauch - nicht um "teure" Kunden loszuwerden.

Wenn sich jemand 5+ Kamers, Handy, was auch immer bestellt - um diese zu testen - und das mehrmals - dann wird die Retoure aus meiner sicht mißbraucht. Ich bin schon viele Jahre bei Amazon Kunde - und hatte wohl weniger als 1 Retoure pro Jahr. Das ganze bei 30-50 Bestellungen pro Jahr. Vielleicht informiere ich mich vorher genauer als andere Kunden über das Produkt was ich kaufen möchte - aber wie viele Retouren hat denn der Normalverbraucher?

Selbst wenn ich das für den Kunden gut rechne - wie viel Prozent Rücksendungen sind denn noch gerechtfertigt? 10, 20, 30, 50?

Der ehrliche Kunde wird mit Sicherheit nicht von Amazon bestraft. Und zu denen zähle ich mich einfach mal. Auch im Bekanntenkreis komme ich so auf diesen Schnitt

genau so siehts aus, wer von allem kauft um zu testen und dann womöglich nichts behält muss sich nicht wundern, denn neben den anfallenden porto wird durch den Warehousedeal auch noch weniger eingenommen!

es behaupte das NIEMAND dort gekündigt wird der dort "normal" bestellt und 1-2 retouren im jahr hat, denn die gibt es imemr mal, grade wenn man weihnachten oder geburtstage hat (doppelte geschenke), aber die wird es auch nciht treffen!

aber sich hinstellen und zu behaupten man wurde "grundlos" gekündigt ist leicht, da amazon ja "stillschweigen" darüber legt.
Menü
[1.1.2] garfield antwortet auf mohlis
31.07.2013 23:34
Benutzer mohlis schrieb:

Ich finde es eine Frechheit, dass manche sich 5-8 Kameras bestellen und diese dann "testen" und dann wieder zurücksenden (zu lesen auf golem.de) oder irgendwelche Bengels, denen langweilig ist und sie der Meinung sind, jetzt als Hardware-Tester auf Youtube eigene channels laufen zu lassen und dort die neuesten Smartphones mit unboxing und "test" forführen zu müssen. Anschließed geht die Ware natürlich wieder zurück an Amazon. Was soll der Mist ? Dass das Amazon sehr viel Geld koster interessiert die Leute natürlich nicht.

Ihr habt ja alle recht. Aber eine vorherige Warnung sollte doch wohl drin sein. So fair könnte Amazon schon sein (ja, auch wenn die "Tester" selber nicht so fair mit Amazon sind). Schließlich kostet so eine sicher automatisch generierbare Email nichts und Amazon behält einen Kunden, der sich in Zukunft hoffentlich "am Riemen reißt" und nur noch "sauber" einkauft.

PS:
Nein, ich habe noch nie etwas zurückgesendet.
Menü
[1.1.2.1] skycab antwortet auf garfield
01.08.2013 07:49
Benutzer garfield schrieb:

Ihr habt ja alle recht. Aber eine vorherige Warnung sollte doch wohl drin sein. So fair könnte Amazon schon sein (ja, auch wenn die "Tester" selber nicht so fair mit Amazon sind). Schließlich kostet so eine sicher automatisch generierbare Email nichts und Amazon behält einen Kunden, der sich in Zukunft hoffentlich "am Riemen reißt" und nur noch "sauber" einkauft.

PS:
Nein, ich habe noch nie etwas zurückgesendet.

Verwearnungen, temporäre und permanente Kontosperrungen passieren schon seit einer ganzen Weile. In diversen Foren gab es schon länger Berichte darüber und es wurden auch die entsprechenden Mails gepostet.

Nur jetzt wird es der breiten Öffentlichkeit bekannt.

Ich vermute man hat Verwarnungen nicht zuletzt auch wegen der rechtlichen Situation gemieden.
Denn solche Verwarnungen können so verstanden werden als würde Druck auf den Verbraucher ausgeübt sein gesetzlich verankertes Widerrufsrecht nicht zu nutzen.
Verwarnungen dieser Art wurden vor vielen Jahren von klassischen Versandhäusern an ihre Kunden verschickt. Das wurde damals vom Verbraucherschutz aufgenommen und soweit ich mich entsinnne kam es bei den Gerichten nicht ganz so gut an.
Menü
[1.1.2.1.1] derwesa antwortet auf skycab
01.08.2013 08:03
Es wird allerdings auch von Stornierungen im Artikel gesprochen. Hat also nichts mit testen zu tun...
Menü
[1.1.2.1.2] garfield antwortet auf skycab
01.08.2013 08:29
Benutzer skycab schrieb:
Verwearnungen, temporäre und permanente Kontosperrungen passieren schon seit einer ganzen Weile.

Nun im Beitrag steht es anders:
"Eine Vorwarnung erhalten die Betroffenen nicht."


Ich vermute man hat Verwarnungen nicht zuletzt auch wegen der rechtlichen Situation gemieden.
Denn solche Verwarnungen können so verstanden werden als würde Druck auf den Verbraucher ausgeübt sein gesetzlich verankertes Widerrufsrecht nicht zu nutzen.

Das kann ich nachvollziehen. Die Vorwarnung könnte aber auch entsprechend rechtsfest formuliert werden, mit Hinweis auf die Häufung der Rücksendungen und dass es sich Amazon vorbehält, "Kaufangebote" dieses Kunden für eine gewisse Zeit nicht "anzunehmen", denn das dürfen sie ja. Auch der Vertragspartner Amazon darf sich aussuchen, an wen er verkauft. Ich denke, das käme "wasserdicht" rüber.
Menü
[1.1.2.1.2.1] skycab antwortet auf garfield
01.08.2013 08:47
Benutzer garfield schrieb:
Benutzer skycab schrieb:
Verwearnungen, temporäre und permanente Kontosperrungen passieren schon seit einer ganzen Weile.

Nun im Beitrag steht es anders:
"Eine Vorwarnung erhalten die Betroffenen nicht."

Ich schrieb ja, die Aktion von Amazon ist von langer Hand geplant. Früher gab es auch Verwarnugnen, siehe auch Berichte hier:
https://sellercentral.amazon.de/forums/thread.jspa?messageID=1059884
Menü
[1.1.2.1.2.1.1] garfield antwortet auf skycab
01.08.2013 14:24
Benutzer skycab schrieb:
Nun im Beitrag steht es anders: "Eine Vorwarnung erhalten die Betroffenen nicht."

Ich schrieb ja, die Aktion von Amazon ist von langer Hand geplant. Früher gab es auch Verwarnugnen, siehe auch Berichte hier:
https://sellercentral.amazon.de/forums/thread.jspa?messageID=1059884

Und noch früher hatten wir einen Kaiser ;-)
Menü
[1.1.2.1.2.1.1.1] skycab antwortet auf garfield
01.08.2013 14:36
Benutzer garfield schrieb:
Benutzer skycab schrieb:
Nun im Beitrag steht es anders: "Eine Vorwarnung erhalten die Betroffenen nicht."

Ich schrieb ja, die Aktion von Amazon ist von langer Hand geplant. Früher gab es auch Verwarnugnen, siehe auch Berichte hier:
https://sellercentral.amazon.de/forums/thread.jspa?messageID=1059884

Und noch früher hatten wir einen Kaiser ;-)

Die Forenbeiträge sind von Juni. Sperrungen/Verwarnungen fidnen seit ca. 1 Jahr in Deutschland, und vorher schon in anderen Ländern statt.
Menü
[1.1.2.1.2.1.1.1.1] garfield antwortet auf skycab
02.08.2013 12:04
Benutzer skycab schrieb:
Und noch früher hatten wir einen Kaiser ;-)

Die Forenbeiträge sind von Juni. Sperrungen/Verwarnungen fidnen seit ca. 1 Jahr in Deutschland, und vorher schon in anderen Ländern statt.

Ich bezog mich auf den Artikel. Und nach dem gibt es JETZT KEINE Vorwarnungen von Amazon (mehr).
Menü
[1.1.2.1.2.1.1.1.1.1] skycab antwortet auf garfield
02.08.2013 13:06
Benutzer garfield schrieb:
Benutzer skycab schrieb:
Und noch früher hatten wir einen Kaiser ;-)

Die Forenbeiträge sind von Juni. Sperrungen/Verwarnungen fidnen seit ca. 1 Jahr in Deutschland, und vorher schon in anderen Ländern statt.

Ich bezog mich auf den Artikel. Und nach dem gibt es JETZT KEINE Vorwarnungen von Amazon (mehr).

Richtig. Ich wollte nur ergänzen was im Artikel fehlt. Nämlich der interessante Umstand, dass Amazon schon mit verschiedenen Formen dieser Nachrichten experimentiert hat. Das reichte von einfacher Verwarnung über Bewährungsprobe ("..wir werden Ihr Verhalten in den nächsten 12 Monaten beobachten...") bis hin zu Komplettrauswurf.
Somit wurde systematisch diese Vorgehensweise ausgewählt.
Menü
[1.1.2.1.2.1.1.1.1.1.1] garfield antwortet auf skycab
03.08.2013 12:00
Benutzer skycab schrieb:
Richtig. Ich wollte nur ergänzen was im Artikel fehlt. Nämlich der interessante Umstand, dass Amazon schon mit verschiedenen Formen dieser Nachrichten experimentiert hat. Das reichte von einfacher Verwarnung über Bewährungsprobe ("..wir werden Ihr Verhalten in den nächsten 12 Monaten beobachten...") bis hin zu Komplettrauswurf.
Somit wurde systematisch diese Vorgehensweise ausgewählt.

Mit anderen Worten, nun sind Amazons "Experimente" beim Komplettrauswurf angelangt. Wie gesagt, können sie ja machen, aber ich fände die Laborvorstufe zum Experiment namens Vorwarnung fairer.
Menü
[2] ganz normales Geschäftsgebahren
wischmob antwortet auf skycab
01.08.2013 08:36
In der Presse wird das Ganze wieder dramatisch dargestellt (klar ist ja Sommerloch). Es ist doch ganz normal, dass sich Unternehmen von Kunden trennen, die bestimmte Möglichkeiten, hier das Rücksenden von Ware, über Gebühr ausnutzen.

Das macht die Versicherungsbranche, die Telekommunikationsbranche und viele weitere Unternehmen auch und das ist auch gut so. Weil am Ende die Zeche von denjenigen bezahlt werden muss, die eben nicht das Rücksenderecht über Gebühr in Anspruch nehmen.

Jeder kann sicher sein, dass Amazon nicht so blöd ist und nur die Anzahl der Retouren zählt um einen Kunden zu kündigen. Die werden die Laufzeit der Kundenbeziehung, die Art und Anzahl der georderten Ware und nicht zuletzt die Umsätze genau analysieren, bevor sie einen Kunden rauswerfen.
Menü
[2.1] skycab antwortet auf wischmob
01.08.2013 08:50
Benutzer wischmob schrieb:

Das macht die Versicherungsbranche, die Telekommunikationsbranche und viele weitere Unternehmen auch und das ist auch gut so. Weil am Ende die Zeche von denjenigen bezahlt werden muss, die eben nicht das Rücksenderecht über Gebühr in Anspruch nehmen.

Der kleine, aber wichtige Unterschied ist folgender. In den Bedingungen der Versicherer und TK-Anbieter steht genau drin, wann gekündigt werden darf.

Es stellt sich ja auch aus Kundensicht die Frage: Würde man überhaupt bei Amazon bestellen, wenn man wüsste, dass jederzeit das Konto gesperrt werden kann?
Menü
[2.1.1] wischmob antwortet auf skycab
01.08.2013 08:59
Benutzer skycab schrieb:
Der kleine, aber wichtige Unterschied ist folgender. In den Bedingungen der Versicherer und TK-Anbieter steht genau drin, wann gekündigt werden darf.

Das ist richtig, aber sicherlich nicht einfach zu lösen, denn erstens gibt es eh keine wasserdichten AGB und zweitens ist die Regel, nach der Amazon Kunden kündigt sicherlich nicht so einfach allgemeinverständlich zu formulieren. Auch wird Amazon kein Interesse an einer starren Regel haben.

Benutzer skycab schrieb:
Es stellt sich ja auch aus Kundensicht die Frage: Würde man überhaupt bei Amazon bestellen, wenn man wüsste, dass jederzeit das Konto gesperrt werden kann?

Das bleibt ja jedem selbst überlassen.
Menü
[2.1.1.1] wolfbln antwortet auf wischmob
01.08.2013 09:41

3x geändert, zuletzt am 01.08.2013 09:50
Der Fall zeigt das ganze Dilemma von Amazon und ist eben nicht wie jedes andere Unternehmen.

Zum Einen spielt die offizielle Firmenpoltik ein erweitertes Rückgaberecht vor: Die Fristen sind verlängert und Amazon nimmt auch z.B. ebooks zurück. Zum Anderen wird man, wenn man diese Rechte in Gebrauch nimmt, möglicherweise gekündigt.

Zweifelsohne haben sich "Kunden" eine ebook-Sammlung zugelegt, indem sie die Bücher nach Kopie auf den Kindle wieder retourniert haben. Wenn das verstärkt der Fall ist, sollte man bei Amazon das Rückgaberecht für diesen Fall einschränken, was durchaus möglich ist. Möglicherweise sogar kundenspezifisch. Die rechtlichen Grundlagen, elektronische Medien von der Rückgabe auszuschließen gibt es ja bekanntlich. Wenn man es nicht allgemein machen möchte, dann schickt man halt eine "Warnung" an die betreffenden Kunden und schränkt ggf. für diese das Rückgaberecht ein.

Die mögliche Kündigung stellt viele nun auf Grund der Marktmacht des Konzerns vor Probleme. Der Kindle ist ohne Amazon-Account für Durchschnitts-User nicht mehr zu bestücken und damit wertlos. Natürlich gibt es andere Quellen für Kindl-ebooks im Graumarkt und über Calibre sind auch epub-Dateien konvertierbar. Nur kommt man schnell in rechtliche Grauzonen und die Handhabung wird für viele "Leser" zu kompliziert.

Für mich ein weiteres Beispiel, wie man sich durch den Erwerb eines Produkts (ähnlich z.B. Apple) einem Konzern ausliefert, der auf ein eigenes proprietäres Format setzt und damit die Kunden abhängig von seinem Gutdünken macht. Daher würde ich immer offene Formate (z.B. Android ggü. iOS oder epub ggü. mobi) vorziehen, wenn sie auch nicht so "trendy" sind.
Menü
[2.1.1.1.1] Transrapid antwortet auf wolfbln
01.08.2013 10:18
Es heißt "Gebaren"!

Menü
[2.1.1.1.1.1] garfield antwortet auf Transrapid
01.08.2013 14:29
wolfbln schrieb:
ganz normales Geschäftsgebahren

Benutzer Transrapid schrieb: Es heißt "Gebaren"!

Von der Wiege bis zum Barren ;-)
Menü
[2.1.2] fanlog antwortet auf skycab
01.08.2013 14:08
Benutzer skycab schrieb:

Der kleine, aber wichtige Unterschied ist folgender. In den Bedingungen der Versicherer und TK-Anbieter steht genau drin, wann gekündigt werden darf.

Es stellt sich ja auch aus Kundensicht die Frage: Würde man überhaupt bei Amazon bestellen, wenn man wüsste, dass jederzeit das Konto gesperrt werden kann?

Ist es nicht selbstverständlich, dass ein Händler irgendwann einmal keine Lust mehr hat, wenn man überwiegend die Ware retour gehen läßt? Sowas muss doch nicht in den AGB stehen.

Ich unterstelle, dass es sich Amazon gut überlegt hat, warum sie keine Warnung vorab aussprechen. Interessieren würde es mich aber schon warum nicht.
Menü
[2.1.3] Christian_Wien antwortet auf skycab
01.08.2013 22:07
Benutzer skycab schrieb:


Der kleine, aber wichtige Unterschied ist folgender. In den Bedingungen der Versicherer und TK-Anbieter steht genau drin, wann gekündigt werden darf.


Du hast aber prinzipiell in einer freien Marktwirtschaft - bis auf ganz wenige Ausnahmen - keinen Kontrahierungszwang, wo dich ein Unternehmen als Kunde nehmen muß.
Versicherungen können dich lt. Vertragsbedingungen jedenfalls nach einem Schaden kündigen.
So lange du keine Schäden hast und vertragsgemäß deine Prämien zahlst, bist du sicher ein guter Kunde und kein Anlaß für eine Kündigung.
Wenn sich bei dir allerdings die Schäden häufen und dabei vielleicht sogar der begründete Verdacht entsteht, daß dabei dem Zufall nachgeholfen worden sein könnte und du für die Versicherung zu einem dauerhaften Defizit geworden bist, sieht die Sache natürlich anders aus.



Es stellt sich ja auch aus Kundensicht die Frage: Würde man überhaupt bei Amazon bestellen, wenn man wüsste, dass jederzeit das Konto gesperrt werden kann?

Prinzipiell muß dir als Kunde bewußt sein, daß du gekündigt werden kannst, wenn du für den Unternehmer dauerhaft und extrem unrentabel geworden bist und dies über einen längeren Zeitraum so bleibt bzw. sich vielleicht sogar verstärkt.
Schließlich nimmst du für dich umgekehrt auch das Recht in Anspruch, für dich schlechte oder zu teuer gewordene Verträge zu kündigen und zu einem billigeren/besseren Anbieter zu wechseln.
Fairneß kann langfristig immer nur für beide Seiten gelten.

Menü
[2.1.3.1] skycab antwortet auf Christian_Wien
02.08.2013 10:25
Benutzer Christian_Wien schrieb:
Prinzipiell muß dir als Kunde bewußt sein, daß du gekündigt werden kannst, wenn du für den Unternehmer dauerhaft und extrem unrentabel geworden bist und dies über einen längeren Zeitraum so bleibt bzw. sich vielleicht sogar verstärkt.

Das ist eine bloße Annahme. Gerade Berichte von Betroffenen, denen der Account gesperrt wurde, zeichnen ein anderes Bild.
Es sind eben nicht nur Hurensöhne, die sich haufenweise Ware bestellen ohne diese behalten zu wollen. Es sind im Gegenteil auch Leute, die viel bestellen und logischerweise etwas mehr zurückschicken als jemand der weniger bestellt. Es schreibt jemand er hätte in den letzten 24 Moanten für über 10.000 Euro bestellt und 20 Bestellungen retourniert, hauptsächlich unbenutzte Dildos und High Heels. Trotzdem wurde sein Account gespeert. Das ist doch nicht gerecht.
Trotzdem wird das Konto geschlossen. Es bleiben Kindles zurück für die keine neuen Inhalte mehr erworben werden können, etc.


Schließlich nimmst du für dich umgekehrt auch das Recht in Anspruch, für dich schlechte oder zu teuer gewordene Verträge zu kündigen und zu einem billigeren/besseren Anbieter zu wechseln.

Fairneß kann langfristig immer nur für beide Seiten gelten.

GEnau. Und Amazon hat ja schon eindrucksvoll bewiesen wie wichtig ihnen fair sein ist. Beispiel: Unwürdige Behandlung der Saisonarbeiter
Menü
[2.1.3.1.1] Christian_Wien antwortet auf skycab
02.08.2013 11:36
Benutzer skycab schrieb:


Das ist eine bloße Annahme. Gerade Berichte von Betroffenen, denen der Account gesperrt wurde, zeichnen ein anderes Bild. Es sind eben nicht nur Hurensöhne, die sich haufenweise Ware bestellen ohne diese behalten zu wollen. Es sind im Gegenteil auch Leute, die viel bestellen und logischerweise etwas mehr zurückschicken als jemand der weniger bestellt. Es schreibt jemand er hätte in den letzten 24 Moanten für über 10.000 Euro bestellt und 20 Bestellungen retourniert, hauptsächlich unbenutzte Dildos und High Heels. Trotzdem wurde sein Account gespeert. ...


Du läßt aber offen, ob die Betroffenen tatsächlich ehrlich ihr Verhalten geschildert haben.
Da werden wohl sehr viele - natürlich in ihrem Sinne - sehr beschönigend formuliert haben.
Außerdem ist klar, daß Kunden, die zwar viel bestellen - allersings im Sinne von "viel" als Menge gleicher/gleichartiger Artikel in verschiedenen Größen, Farben etc. und dann davon "eh ein Stück behalten", dafür aber 10 zurückschicken, klarerweise - jedenfalls längerfristig - KEINE guten Kunden sind.
Das mag früher mal im herkömmlichen Versandhandel à la Quelle & Co üblich und akzeptabel gewesen sein - allerdings eben zu fast immer deutlich gegenüber dem normalen Handel teureren Preisen, weil eben dadurch diese exzessive Rücksendepraxis und die mitunter auch schlechte Zahlungsmoral von Kunden einkalkuliert worden ist.
Ein solches Geschäftsmodell ist aber heute überholt und (die alten) Quelle & Cos sind daher längst Geschichte.

Außerdem sind viele Artikel nach einer Rücksendung de facto unverkäuflich, wie z.B. die (angeblich) "unbenutzten Dildos", wenn sie nicht mehr in der verschweißten Originalverpackung sind.





GEnau. Und Amazon hat ja schon eindrucksvoll bewiesen wie wichtig ihnen fair sein ist. Beispiel: Unwürdige Behandlung der Saisonarbeiter

So leid mir die Amazon-Angestellten etc. auch tun und obwohl es sarkastisch/zynisch klingen mag:
Unwürdige Behandlung und schlechte Bezahlung sind heute so gut wie überall (inbesondere im Handel und Transportbereich) salonfähig geworden.
Mirarbeiter sind in sehr vielen Unternehmen - im Gegensatz zu Managern - heutzutage bloß ein Kostenfaktor, der minimiert werden muß, weil es anderswo billigere Gehälter gibt, während Managergehälter hingegen selbstverständlich nach oben "angepaßt" werden müssen, weil eben "in USA Manager ein Vielfaches" verdienen.
Die Unterschiede sind da oft nur graduell und der Kunde hat nur die Wahl zwischen schwarzen, dunkelgrauen oder scheinheiligen und noch nicht enttarnten "weißen" Schafen.
Der böse Konsument, der alles möglichst billig haben will, wird dafür an den Pranger gestellt, während im Hintergrund das Handlungs- und Geschäftsprinzip von Managern, Produkte und Leistungen in der ganzen Welt möglichst billig erzeugen zu lassen bzw. einzukaufen und dabei gezielt Arbeitsrecht, Umweltschutz, Auflagen etc. zu umgehen und dafür die billigen Produkte hier zu "marktüblichen" (=teuren) Preisen mit saftigem Gewinn zu verkaufen und dadurch Boni für das "gute Wirtschaften" zu kassieren, akzeptiert und toleriert wird.
Da müßte die Politik für eine Verschärfung und noch viel mehr die Kontrolle und strenge Sanktionierung von Fehlverhalten bzw. Verstößen sorgen.
So lange aber Verstöße locker aus der Portokasse bezahlt werden können und die (Groß-)Unternehmen bzw. internationalen Konzerne die Arbeitnehmer, Aufsichtsbehörden und Politiker in den einzelnen Ländern gegeneinander ausspielen können und durch geschickte, aber legale Gestaltungsmöglichkeiten so gut wie keine Steuern zahlen, dafür aber hier Verluste geltend machen und Subventionen abgreifen können, wird sich an dieser Situation aber sicher nichts verbessern.
Menü
[2.1.3.1.2] J.Malberg1 antwortet auf skycab
04.08.2013 09:26

GEnau. Und Amazon hat ja schon eindrucksvoll bewiesen wie wichtig ihnen fair sein ist. Beispiel: Unwürdige Behandlung der Saisonarbeiter

Gerade zu diesem Thema wird extrem viel geheuchelt. Die Leute bestellen geiz-ist-geil beim billigsten Anbieter. Dass d1er billigste Anbieter nicht die höchsten Löhne zahlt dürfte jeden klar sein.

Menü
[2.1.3.1.2.1] skycab antwortet auf J.Malberg1
05.08.2013 08:20
Benutzer J.Malberg1 schrieb:

GEnau. Und Amazon hat ja schon eindrucksvoll bewiesen wie wichtig ihnen fair sein ist. Beispiel: Unwürdige Behandlung der Saisonarbeiter

Gerade zu diesem Thema wird extrem viel geheuchelt. Die Leute bestellen geiz-ist-geil beim billigsten Anbieter. Dass d1er billigste Anbieter nicht die höchsten Löhne zahlt dürfte jeden klar sein.

So einfach ist es leider nicht. Amazon ist mitnichten der günstigste Anbieter. Umso verwunderlicher ist es doch, dass gerade Amazon so Schlagzeilen macht.