Diskussionsforum
  • 13.06.2013 09:48
    niknuk schreibt

    ...Störungen bei Internetzugang und Telefonie...

    Jaja. VoIP halt.

    Mit echtem Festnetz hätten die Betroffenen trotz Internetstörung wenigstens noch telefonieren können. Aber echtes Festnetz gibt's nicht beim Wiederverkäufer. Dafür muss man schon direkt zum Netzbetreiber gehen. Und gerade Vodafone ist einer der wenigen Netzbetreiber, bei denen man noch echtes ISDN bekommt, und das noch nicht einmal nennenswert teurer als ein vergleichbarer Anschluss von 1&1.

    Gruß

    niknuk
  • 13.06.2013 10:08
    sushiverweigerer antwortet auf niknuk
    Benutzer niknuk schrieb:
    > Jaja. VoIP halt.
    >
    > Mit echtem Festnetz hätten die Betroffenen trotz
    >
    Internetstörung wenigstens noch telefonieren können. Aber
    >
    echtes Festnetz gibt's nicht beim Wiederverkäufer.

    Bei der Telekom bald auch nicht mehr ;-).


  • 13.06.2013 10:30
    niknuk antwortet auf sushiverweigerer
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:

    > Benutzer niknuk schrieb:

    > > Mit echtem Festnetz hätten die Betroffenen trotz
    > >
    Internetstörung wenigstens noch telefonieren können. Aber
    > >
    echtes Festnetz gibt's nicht beim Wiederverkäufer.
    >
    > Bei der Telekom bald auch nicht mehr ;-).

    "Bald" gab es schon bei mehreren Anbietern kein echtes Festnetz mehr. Auch Vodafone wollte echtes Festnetz schon mal aus der Vermarktung nehmen, was aber nicht geklappt hat. Auch der aktuelle Versuch der Telekom, bis 2018 auf NGN umzusteigen, ist nicht ihr erster. Alle vorangegangenen Versuche sind gescheitert, man musste den NGN-Zwang bei Anschluss-Neubestellungen wieder aufheben. Aktuell versucht die Telekom, mit vorgeschobenen technischen Begründungen den Leuten NGN aufs Auge zu drücken ("Schnelleres DSL gibt's nur mit All-IP, konventionell geht nur DSL light"). Das ist einfach lachhaft, denn eine Leitung, die für schnelles DSL taugt, eignet sich genausogut für einen konventionellen Anschluss wie eine "langsame" Leitung. Auch die nötige konventionelle Vermittlungstechnik ist noch fast überall verfügbar. Vermittlungsstellen, in denen tatsächlich keine konventionelle Vermittlungstechnik mehr installiert ist, kann man an einer Hand abzählen.

    Da die für NGN erforderliche Infrastruktur noch nicht flächendeckend vorhanden ist (und das m. E. auch bis 2018 noch nicht sein wird), rechne ich damit, dass es auch nach 2018 noch echte Festnetzanschlüsse geben wird, auch bei der Telekom. Und wenn eines Tages tatsächlich der letzte konventionelle Anschluss abgeschaltet wird, dann wird Wackel-DSL auch kein Thema mehr sein, weil dann niemand mehr auf die verwegene Idee kommt, über einen ungeschirmten Kupferdraht eine VoIP-taugliche Breitbandverbindung herstellen zu wollen. Statt des Provisoriums DSL kommt Glasfaser oder eine andere breitbandtaugliche Technik zum Einsatz. Dann ist auch gegen NGN nichts mehr einzuwenden, wenngleich die aktuelle Störung vermutlich auch bei Glasfaser-Anschlüssen aufgetreten wäre.

    Gruß

    niknuk
  • 13.06.2013 10:35
    lss-online antwortet auf niknuk
    Benutzer niknuk schrieb:
    > Jaja. VoIP halt.
    >
    > Mit echtem Festnetz hätten die Betroffenen trotz
    >
    Internetstörung wenigstens noch telefonieren können.

    Ich war auch von der 1und1 Störung betroffen (Stadt Siegen).
    Jetzt läuft es schon wieder nach ca. 3 Stunden Ausfall.
    Ich habe heute morgen einfach vorübergehend meinen 1und1
    Surfstick in die Fritzbox gesteckt und habe darüber weiter gesuft.
    Einen Tag pro Monat habe ich da sowieso frei :-)

    Auf der anderen Seite kann auch die konventionelle Technik ausfallen.
    Vor ein paar Wochen erst ging bei bekannten der Anschluss nicht und der war
    ISDN.

    Und vor ein paar Monaten gab es bei der Telekom in unserer Stadt einen Brand in einem
    Schaltschrank. Das Ergebnis war das fast die komplette Region Südwestfahlen von der
    Außenwelt abgeschnitten war. Nicht mal mehr die Feuerwehr und Polizei hatten Telefon
    und das teilweise für Tage. Allgemeine Einschränkungen gab es Wochenlang!

    Mein VoIP Anschluss war dabei aber nur für 1-2 Stunden unterbrochen. Während dieser Zeit
    gingen alle Anrufe automatisch auf mein Handy (das kann man bei 1und1 so einstellen).
    Telefonieren konnte ich auch durchgehend über mein Handy (im Gegensatz zu Telekom
    Kunden, bei denen wahr auch das Handy tot).

    Das zeigt deutlich, ausfallen kann jede Technik! und selbst die Telekom verfügt über
    keine Redundanz. Es wahr nicht möglich teile des Telefonverkehrs über andere Knotenpunkte
    zu leiten. Selbst lebenswichtige Anschlüsse (Feuerwehr, Polizei) wahren nicht zuverlässiger
    verfügbar!

    Eine höhere Sicherheit telefonieren zu können wahr damals nur dadurch möglich das man
    persönlich noch ein Handy bei einem anderen Anbieter hatte. Am schlimmsten betroffen
    waren die Unternehmen die mit Handy und Telefon voll auf die Telekom gesetzt hatten.
  • 13.06.2013 10:52
    niknuk antwortet auf lss-online
    Benutzer lss-online schrieb:

    > Auf der anderen Seite kann auch die konventionelle Technik
    >
    ausfallen.

    Natürlich, aber das passiert viel seltener. Der Grund dafür ist einfach: zum VoIPen muss sich der Client (z. B. Fritzbox) mit dem SIP-Server des Providers verbinden. Dazu ist eine komplette Breitband-Infrastruktur mit Modems, DSLAMs, Switches, Routern, DNS-Servern und anderen Netzwerkkomponenten nötig. Da der SIP-Server der Vermittlungsstelle bei konventionellen Anschlüssen entspricht, kann man die Breitbandverbindung dorthin mit der "letzten Meile" vergleichen. Das eigentliche Telefonnetz liegt erst hinter dem SIP-Server.

    Bei konventionellen Anschlüssen besteht die "letzte Meile" dagegen im einfachsten Fall (Analoganschluss) aus einem Stück Draht. Auch bei ISDN wird es nicht wesentlich komplizierter. Es werden zwar Wandler benötigt und digitale Signale übertragen, die dabei verwendeten Frequenzen liegen aber im Gegensatz zu DSL-Signalen noch in einem Bereich, den eine Kupferdoppelader relativ problemlos übertragen kann. Folge: es kommt seltener zu Störungen als bei DSL (dem Schwachpunkt eines Breitbandanschlusses).

    Natürlich liegt hinter konventionellen Vermittlungsstellen ebenfalls ein sehr aufwendiges digitales Telefonnetz, das in seiner Komplexität mit einem VoIP-Netz vergleichbar ist und demzufolge auch genauso häufig kaputtgehen kann. Weil aber das schwächste Glied, nämlich die "letzte Meile", bei VoIP technisch viel anspruchsvoller ist als bei konventionellen Anschlüssen, fällt dieses Glied bei VoIP eben häufiger aus als bei konventionellen Anschlüssen. Es ist einfach belegbare Tatsache, dass DSL-Anschlüsse (und damit auch VoIP-Anschlüsse) deutlich häufiger gestört sind als analoge oder ISDN-Anschlüsse. Ausnahmen wie die von dir genannten bestätigen die Regel.

    Gruß

    niknuk
  • 13.06.2013 11:11
    lss-online antwortet auf niknuk

    > Es ist einfach belegbare
    >
    Tatsache, dass DSL-Anschlüsse (und damit auch VoIP-Anschlüsse)
    >
    deutlich häufiger gestört sind als analoge oder
    >
    ISDN-Anschlüsse. Ausnahmen wie die von dir genannten bestätigen
    >
    die Regel.

    Das müsste man dann mal statistisch vergleichen. Aber das ist auch nicht wirklich so wichtig. Wollte nur mal aufzeigen das auch die hochgelobte konventionelle Technik nicht immer hält was sie verspricht. Letztendlich zeigt meine Erfahrung das ein VoIP Anschluss auch eine ausreichende Ausfallsicherheit hat und bei mir persönlich kann ich nicht sagen das mein Anschluss öfter gestört währe als bei Leuten mit Analog oder ISDN. Da sind mir persönlich Intelligente Einstellmöglichkeiten für Telefonie (wie die automatische Handy- Umleitung) wichtiger. Hier ist gerade 1und1 vorbildlich. Es ist ja auch so das mittlerweile jeder noch ein Handy hat. Telefonieren kann man auch damit.
    Bei allen Geschrei wie schlecht doch Billiganbieter wie 1und1 sind. Ich kann mich über 1und1 nicht beschweren und ich bin schon seit bestimmt 8 Jahren bei denen, (den Support habe ich auch schon gebraucht :-) ) die sind besser als ihr Ruf.
  • 13.06.2013 13:03
    einmal geändert am 13.06.2013 13:06
    bundy.2002 antwortet auf lss-online
    Hallo,
    die Möglichkeit bei ausfall der fritzbox bzw. des Viop Anschlusses ist eine tolle Sache, ich hatte vor einigen Tagen auch Leitungsausfall und bei mir geht bei einer Störung auch alle anrufe auf mein Handy. Habe anschluß bei der EWE.
    Bundy
  • 13.06.2013 11:56
    dereinehalt antwortet auf niknuk
    Habe mit meinem VoIP-1&1-Anschluss deutlich weniger Probleme und Störungen als viele Kunden der Telekom, von denen ich immer wieder Beschwerden höre.

    Was theoretisch sein kann, interessiert mich nicht.

    VoIP war in der Anfangszeit echt anfällig, läuft aber mittlerweile in etwa genauso zuverlässig wie normale Telefonanschlüsse.

    Bei der Telekom muss man erstmal lernen, dass man einem Kunden keine Papierrechnung mehr schicken muss, wenn er keinen Anschluss mehr hat. Die haben erstmal ganz andere Probleme zu lösen....
  • 13.06.2013 12:43
    einmal geändert am 13.06.2013 12:44
    Herr Doktor antwortet auf lss-online
    Benutzer lss-online schrieb:
    > Benutzer niknuk schrieb:



    > Mein VoIP Anschluss war dabei aber nur für 1-2 Stunden
    >
    unterbrochen. Während dieser Zeit
    >
    gingen alle Anrufe automatisch auf mein Handy (das kann man bei
    >
    1und1 so einstellen).

    Das geht bei meinem IP-Anschluß bei der Telekom auch.

    > Telefonieren konnte ich auch durchgehend über mein Handy (im
    >
    Gegensatz zu Telekom
    >
    Kunden, bei denen wahr auch das Handy tot).

    Auch das geht bei der Telekom bei meinem IP-Anschluß, ich lasse die Anrufe zu simquadrat weiterleiten, dass ist sogar kostenlos.
  • 13.06.2013 13:08
    koelli antwortet auf niknuk
    Benutzer niknuk schrieb:
    > Jaja. VoIP halt.
    >
    > Mit echtem Festnetz hätten die Betroffenen trotz
    >
    Internetstörung wenigstens noch telefonieren können.

    Ganz ehrlich: Ich telefoniere seit bestimmt 10 Jahren über VoPI und hatte noch nie einen Ausfall. Jedenfalls hab ich nie einen bemerkt, als ich zu Hause war.
    Die Ausfallrate dürfte also genau so niedrig sein, wie beim konventionellen Festnetz.
  • 13.06.2013 13:25
    niknuk antwortet auf koelli
    Benutzer koelli schrieb:

    > Die Ausfallrate dürfte also genau so niedrig sein, wie beim
    >
    konventionellen Festnetz.

    Wenn du nur wenige Ausfälle bemerkst, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht stattfanden ;-)

    Suche dir einfach mal alle Berichte über VoIP- und DSL-Störungen (letztere wirken sich auch auf VoIP-Verbindungen aus) zusammen und anschließend Berichte über Ausfälle von konventionellen Telefonanschlüssen. Zwar wirst du zu beiden Anschlussarten Berichte finden, aber die über gestörte VoIP- und DSL-Anschlüsse dürften erheblich zahlreicher sein. Alleine die Berichte über Sync-Probleme an DSL-Anschlüssen füllen dicke Wälzer. Es gab auch schon Fälle, in denen ein flächendeckender VoIP-Ausfall bei 1&1 durch den Ausfall der Denic-Nameserver verursacht wurde. Konventionelle Anschlüsse brauchen keine Nameserver, jedenfalls nicht für die Verbindung zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle. Und was nicht da ist, kann auch nicht kaputtgehen.

    Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung mit meinem eigenen und den Anschlüssen vieler Bekannter (davon habe ich viele, denn ich bin sozusagen die IT-Feuerwehr für eine ganze Reihe von Leuten) sagen, dass zwar sowohl VoIP- als auch konventionelle Anschlüsse ausfallen können. Die Ausfälle sind aber bei VoIP um mindestens den Faktor 10 häufiger als bei konventionellem Festnetz. Häufigste Fehlerursache: irgendeine DSL-Störung. Auch meine Fritzbox produziert mehr oder weniger unregelmäßige Resyncs. Nix beunruhigendes, meist wurde nur die ansonsten stabile Verbindung durch ein Störsignal beeinträchtigt. Jeder einzelne Resync hätte eine VoIP-Verbindung unterbrochen. Einen auf der gleichen Leitung geschalteten konventionellen Anschluss lassen DSL-Resyncs jedoch kalt.

    Gruß

    niknuk
  • 13.06.2013 13:32
    spunk_ antwortet auf niknuk
    Benutzer niknuk schrieb:

    > konventionellen Telefonanschlüssen. Zwar wirst du zu beiden
    >
    Anschlussarten Berichte finden, aber die über gestörte VoIP-
    >
    und DSL-Anschlüsse dürften erheblich zahlreicher sein.

    wer also wirklich auf Nummer sicher gehen möchte muss zwangsweise auf Mobilfunk setzen und hoffen, dass die Funkzelle nicht absäuft bei Hochwasser.
    (und natürlich mangels elektr. Versorgung eine Lademöglichkeit haben fürs Mobiltelefon)

    denn ohne Stromversorgung funktioniert kein Ladegerät.

    > von Leuten) sagen, dass zwar sowohl VoIP- als auch
    >
    konventionelle Anschlüsse ausfallen können. Die Ausfälle sind

    und nicht vergessen: auch Mobilfunk fällt gelegentlich aus.

    für den Informationsempfang geht dann nur noch Radio (zwingend batterien als Vorrat haben) und als Kontakt zur Aussenwelt eben Amateurfunk oder CB-Funk mit gutem Verstärker.

    > beeinträchtigt. Jeder einzelne Resync hätte eine
    >
    VoIP-Verbindung unterbrochen. Einen auf der gleichen Leitung
    >
    geschalteten konventionellen Anschluss lassen DSL-Resyncs
    >
    jedoch kalt.

    dafür ist eben die konventionelle leitungsvermittelte Verbinung am aussterben. künftig werden alle Verbindungen paketvermittelt werden.

  • 13.06.2013 23:23
    Wiewaldi antwortet auf spunk_
    Nummer sicher bei Mobilfunk.....Schau mal ins Vodafön Kundenforum oder die zahlreichen Beiträge auf deren Facebook- Seite zu diesem Thema....
  • 13.06.2013 13:21
    spunk_ antwortet auf niknuk
    Benutzer niknuk schrieb:

    > Mit echtem Festnetz hätten die Betroffenen trotz
    >
    Internetstörung wenigstens noch telefonieren können. Aber

    wenn Leitung kaputt (oder Vermittlungsstelle abgesoffen) dann auch nicht. dann geht zumindest solange der Akku geladen werden kann nur Mobilfunk (und der nur solange bevorzugte Verbindungen wie etwa für Polizei oder derartiges nicht die eigene Verbindung blockieren)

    aber bei abgesoffener Wohnung ist ne bestehende Netzverbindung das geringste aller Übel.

    da kann dann die Vermittlungsstelle auch solange abgesoffen bleiben.

    > echtes Festnetz gibt's nicht beim Wiederverkäufer. Dafür muss

    ist das sicher?
    und vor allem: wie lange wird es herkömmliche Leitungsverbindung überhaupt och geben? denn künftig werden wohl alle Verbindungen paketvermittelt werden.

    > ISDN bekommt, und das noch nicht einmal nennenswert teurer als
    >
    ein vergleichbarer Anschluss von 1&1.

    naja inkl. der Vergünstigungen sind derzeit eben 15EUR/Monat (Bestandkunden wenn Vertrag statt um 1 Jahr dann um 2 jahre verlängert wird)
  • 13.06.2013 19:14
    Fred_EM antwortet auf niknuk
    Analog und ISDN ... keine Existenzberechtigung mehr

    Die verursachen unverhältnismäßig hohe Kosten.
    Wir wollen alle mehr und besser, das geht mit Analog und ISDN nicht wirklich.

    VoIP ist kosteneffizient und genauso zuverlässig
    plus besserer Sprachqualität.
    (Zumindest innerhalb des Telekom-Netzes kann ich das bestätigen.)

    http://www.avm.de/de/Service/FRITZ_Tools/hd_telefonie.html

  • 13.06.2013 23:21
    niknuk antwortet auf Fred_EM
    Benutzer Fred_EM schrieb:

    > VoIP ist kosteneffizient und genauso zuverlässig
    >
    plus besserer Sprachqualität.

    In der Theorie ja, in der Praxis nein. Speziell die Zuverlässigkeit lässt sehr zu wünschen übrig. Das Funktionieren von VoIP ist von einer funktionierenden Breitbandverbindung abhängig, und die ist zumindest solange äußerst wackelig, so lange sie über eine ungeschirmte Kupferdoppelader läuft. In meinem Bekanntenkreis fallen VoIP-Anschlüsse u. a. deswegen alle naselang aus, konventionelle Anschlüsse dagegen so gut wie nie. Meine eigenen konventionellen Anschlüsse (analog und ISDN von verschiedenen Anbietern) sind in 30 Jahren vielleicht ein- oder zweimal ausgefallen. Wirklich jeder Inhaber eines VoIP-Anschlusses in meinem Bekanntenkreis berichtet mir von ähnlich hohen Ausfallzahlen seines Anschlusses, allerdings nicht in 30 Jahren, sondern pro Jahr. Viele klagen über noch häufigere Ausfälle oder zumindest Störungen.

    Wollte man dieses Problem beseitigen, müsste man flächendeckend Glasfaser verlegen. Dann aber wäre die Infrastruktur deutlich teurer als die für konventionelle Telefonanschlüsse.

    > (Zumindest innerhalb des Telekom-Netzes kann ich das
    >
    bestätigen.)

    Du hattest noch nie ISDN mit richtig guten Endgeräten, richtig?

    > http://www.avm.de/de/Service/FRITZ_Tools/hd_telefonie.html

    Kenn ich. Konnte ich nur noch nie nutzen, weil es vom Anschluss des Gesprächspartners nicht unterstützt wurde.

    Gruß

    niknuk
  • 13.06.2013 23:44
    marius1977 antwortet auf niknuk
    Und wie schätzt Du die VoIP Stabilität bei Kabelanbietern ein?
    Da gibts kein "wackliges" DSL.

    Bin seit knapp 2 Jahren Kunde von Kabel BW und hatte bis dato nur einen kurzen Ausfall: nachts zwischen 3 und 4 :-)

    Und schöne 50 MBit down wo bei DSL nur 6 MBit überhaupt realisierbar sind, juhu ;-)
  • 14.06.2013 08:35
    niknuk antwortet auf marius1977
    Benutzer marius1977 schrieb:

    > Und wie schätzt Du die VoIP Stabilität bei Kabelanbietern ein?
    >
    Da gibts kein "wackliges" DSL.

    Auf jeden Fall besser als bei VoIP über DSL, denn Koaxkabel ist breitbandtauglich. Außerdem läuft die Telefonie zumindest bei "analogen" Kabelanschlüssen nicht über SIP, sondern über H.323. Dieses Protokoll ist für Telefonie besser geeignet als SIP. Hat man allerdings einen "ISDN"-Anschluss mit 2 Sprachkanälen und mehreren Rufnummern, telefoniert man auch bei Kabel-VoIP über SIP.

    Die bessere Leitung bei Kabelanschlüssen beseitigt schon mal einen wesentlichen Schwachpunkt von NGN via DSL. Trotzdem steckt noch mehr und noch komplexere Technik hinter der Verbindung zwischen Teilnehmer und Vermittlungsstelle ("letzte Meile") als bei herkömmlicher Telefonie. Und wo mehr Technik ist, kann auch mehr Technik ausfallen. In der Praxis laufen Kabelanschlüsse aber doch recht stabil.

    > Und schöne 50 MBit down wo bei DSL nur 6 MBit überhaupt
    >
    realisierbar sind, juhu ;-)

    Kabel-Internet hat aber auch Nachteile. Allerdings sind manche davon nicht technisch bedingt, sondern durch die Provider künstlich eingeschränkt. Beispielsweise bekommt man nicht so viele Rufnummern wie bei ISDN. Auch die von manchen Kabelanbietern angebotene IPv6-Lösung (DS Lite) hat so ihre Tücken. Wer an seinem Anschluss einen Server betreibt (und sei es nur die Fernwartungs-Oberfläche seiner Fritzbox), hat damit zu kämpfen. Weiteres Ärgernis sind die in ihren Funktionen beschnittenen Kabel-Fritzboxen, bei denen z. B. die Einrichtung von VoIP-Accounts von Fremdanbietern nicht möglich ist. Konventionelle Anschlüsse bieten jedenfalls mehr Flexibilität. Dafür aber weniger Bandbreite, wobei die Bandbreite bei DSL aber weniger auslastungsabhängig ist als bei Kabel-Internet.

    Gruß

    niknuk