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Äpfel mit Birnen vergleichen


04.06.2013 20:28 - Gestartet von krassDigger
einmal geändert am 04.06.2013 20:30
Man kann ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Entertain ist ein Multicast-Streamingangebot das abseits vom öffentlichen Internet in einem separaten Netz mit privaten IP-Adressen geführt wird. Das lässt sich ja auch separat bestellen, sogar ganz ohne Internetzugang und ist als Ersatz für Kabelfernsehen gedacht.
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[1] RE: Äpfel mit Birnen gemischt
IMHO antwortet auf krassDigger
05.06.2013 08:45

einmal geändert am 05.06.2013 08:45
Benutzer krassDigger schrieb:
Man kann ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Entertain ist ein Multicast-Streamingangebot das...

Einige Telekomsprecher haben aber auch schon versucht, Videoload als zu T-Entertain gehörig und dadurch dem Streaming-Extrakontingent unterliegend aus dem 75GB-Kontingent herrausrechnen zu wollen.
Und VideoOnDemand ist kein Multicast sondern ein internettypische individuelle Downloadleistung.
Und schon hat jemand Äpfel unter die Birnen gemischt und versucht den ganzen Haufen als "sind ja keine Äpfel drin" an der Netzneutralitätsprüfung vorbeizumogeln.
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[2] demutnixgut antwortet auf krassDigger
27.11.2013 21:34
Der Begriff Netzneutralität ist unabhängig von etwaigen Unterschieden in der Technik und auch der organisatorischen Umsetzung ! Es zählt nur die Netzanbindung nicht die Art der verwendeten Technik(en).

Nehmen wir mal das Beispiel des Kabelfernsehens und dort das Programm von ARD und ZDF:
Beide werden sowohl analog, digital UND auch als IP basierter Stream übertragen.
Wenn nun ein Kabelanbieter den Internetanschluss drosselt, die analoge und digitale TV Übertragung aber nicht dann diskriminiert er das IP Streaming von ARD und ZDF gegen das eingespeiste analoge und digitale Signal (für das die Kabelprovider ja auch Einspeiseentgelte haben wollen).
Außerdem gibt es ja auch preiswertere, reine Internetangebote der Kabelprovider und die Idee der Netzneutralität fordert ja gerade, dass der Kunde selbst entscheiden können soll, über welchen "Kanal" er die Information erhält, die er wünscht. Man hätte also auch hier einen klaren Verstoß gegen die Netzneutralität, obwohl die konkurrierenden Übertragungsarten gravierend unterschiedlich sind.

Das zu Grunde liegende Problem ist halt immer das gleiche: Per Internet können die Nutzer praktisch alles für lau oder sehr wenig Geld erhalten, was über die alten Verbreitungswege erheblich teurer ist (TV, Telefon, Audio-/Videoangebote, etc.).

Wozu eigentlich noch "klassisches" Kabelfernsehen oder eben Entertain, wenn ich alles, was es da gibt (und noch viel, viel mehr) per Internet streamen kann, und das auch noch meist umsonst oder sehr viel billiger ?

Und DAS ist dann auch der Grund für die ganze Drosselei (und NICHT irgendwelche Überlastungen von Leitungen oder schmarotzende "Poweruser". Das ist alles purer Blödsinn):

Man will die schönen, hohen Einnahmen (Kabel-TV, Telefonie, Entertain) nicht an das "All you can eat" System Internet verlieren und deshalb macht man einen auf Wegelagerer und erhebt "Wegezölle".