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Ist das ein Witz?


19.08.2013 11:19 - Gestartet von ippel
Zitat: "Gewöhnlich soll die Zentralbank in Währungs­systemen für Preis­stabilität sorgen, aber die gibt es in der Bitcoin-Welt eben nicht."

Ich habe selten so gelacht. Dem Wert von Bitcoins liegt eine begrenzte und bekannte Zahl von Bitcoins zugrunde. Das ist der Inbegriff von Stabilität, genau wie bei echtem Geld (Edelmetalle).

Papiergeld ist nicht nur beliebig vermehrbar, FED und EZB haben seit 2008 mehrere Billionen Euro bzw. Dollar einfach (virtuell) gedruckt.

Der Staat hat seinen zentralbanken ein Monopol auf das Drucken von Geld gegeben. Das ist das Gegenteil von Stabilität.

War also dieser Satz im Artikel ironisch oder sarkastisch gemeint? Dass dies jemand ernst meint, kann ich mir bei einem Journalisten nicht vorstellen. Denn dann wäre der Beruf hoffnungslos verfehlt.
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[1] rainbow antwortet auf ippel
13.12.2013 21:49
Benutzer ippel schrieb:
> Zitat: "Gewöhnlich soll die Zentralbank in Währungs­systemen
> für Preis­stabilität sorgen, aber die gibt es in der
> Bitcoin-Welt eben nicht."
>
> Ich habe selten so gelacht. Dem Wert von Bitcoins liegt eine
> begrenzte und bekannte Zahl von Bitcoins zugrunde. Das ist der
> Inbegriff von Stabilität, genau wie bei echtem Geld
> (Edelmetalle).
>
> Papiergeld ist nicht nur beliebig vermehrbar, FED und EZB haben
> seit 2008 mehrere Billionen Euro bzw. Dollar einfach (virtuell)
> gedruckt.
>
> Der Staat hat seinen zentralbanken ein Monopol auf das Drucken
> von Geld gegeben. Das ist das Gegenteil von Stabilität.
>
> War also dieser Satz im Artikel ironisch oder sarkastisch
> gemeint? Dass dies jemand ernst meint, kann ich mir bei einem
> Journalisten nicht vorstellen. Denn dann wäre der Beruf
> hoffnungslos verfehlt.

Der Journalist hat m.E. geschickt formuliert. Die Zentralbank SOLL für Preisstabilität sorgen. Aber tut sie es auch? ;-)
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[2] mikiscom antwortet auf ippel
23.04.2014 08:04
Benutzer ippel schrieb:

War also dieser Satz im Artikel ironisch oder sarkastisch gemeint? Dass dies jemand ernst meint, kann ich mir bei einem Journalisten nicht vorstellen. Denn dann wäre der Beruf hoffnungslos verfehlt.

Ich würde da mal an den biblischen Satz "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein" erinnern. Gerade die Banken sind es doch, die die Bürger und ahnungslose Kommunen mit ihren Finanzspekulationen in die Krise gestürzt haben. Die sollen jetzt mal schön ihre Fr...sse halten.

Ob die Bitcoins nun ideal sind, steht auf einem anderen Blatt. Aber ich bin "beratungsresistent" gegenüber allen Mitarbeitern jeglicher Kreditinstitute. Die glauben echt noch, ich würde es begrüßen wenn sie mich umfassend "beraten". Die sollen mir lediglich meine gezielten Fragen beantworten sowie von mir gewählten Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Fertig. Und nicht mich von vorne bis hinten ausfragen um mir dann das für mich "ideale" Produkt empfehlen zu können. (Wo dann die für sie größte Provision bei rausspringt.)
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[2.1] blumenwiese antwortet auf mikiscom
23.04.2014 18:06
Benutzer mikiscom schrieb:
Gerade die Banken sind es doch, die die Bürger und ahnungslose Kommunen mit ihren Finanzspekulationen in die Krise gestürzt haben. Die sollen jetzt mal schön ihre Fr...sse halten.

Eine Kommune ist nicht ahnungslos. Die verantwortlichen Politiker hatten ja genug Selbstvertrauen, anderer Leute Geld (das der Bürger) in hochkomplexe Finanzinstrumente zu stecken. Das ist nicht Ahnungslosigkeit, das ist in meinen Augen bereits Betrug - seitens der Politiker.

Und wer sich als Bürger tatsächlich falsch beraten fühlt und dabei eventuell viel Geld verloren hat, der kann und sollte dies gerichtlich überprüfen lassen.

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[2.1.1] mikiscom antwortet auf blumenwiese
24.04.2014 07:27
Benutzer blumenwiese schrieb:

Eine Kommune ist nicht ahnungslos. Die verantwortlichen Politiker hatten ja genug Selbstvertrauen, anderer Leute Geld (das der Bürger) in hochkomplexe Finanzinstrumente zu stecken. Das ist nicht Ahnungslosigkeit, das ist in meinen Augen bereits Betrug - seitens der Politiker.

Ich glaube die Politiker hatten zum größten Teil keine Ahnung. Aber nach dem Motto "Ist ja nicht mein persönliches Geld" haben die dann einfach zugestimmt, wenn ein Krawattenträger alles schön und sicher geredet hat. Wer will den schon als einziger unter 100 der erste sein, der "nicht mit mir" ruft? Und dann auch noch eine plausible Begründung? Angeblich ist laut dem Bankvertreter doch alles so sicher. Wer da nicht mit Wissen des Vertreters seine Argumente entkräften kann, nur mit sowas wie "ich traue der Sache nicht, da muss es einen Haken geben" dürfte in Politikerkreisen nicht viel Anhänger finden. Erst recht noch, da es nicht um ihr persönliches Geld geht.


Und wer sich als Bürger tatsächlich falsch beraten fühlt und dabei eventuell viel Geld verloren hat, der kann und sollte dies gerichtlich überprüfen lassen.

Wenn das so einfach wäre, gäbe es doch schon zig Meldungen wo Leute ihre Bank verklagt hätten. Von ein paar habe ich zwar gehört, aber es waren sicher mehr Opfer, die die Gier gepackt hatte.