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Verständnisfrage zu Vectoring


11.06.2014 23:38 - Gestartet von bholmer
In meinem Wohngebiet wurde in den letzten 3 Monaten intensiv VDSL ausgebaut.

Es wurden überall nebeneinander ein Kasten der Telekom aufgestellt und direkt daneben ein Kasten von EWETel. Beide sollen per Glasfaser angeschlossen sein.
Beide Anbieter gehen gerade in die Vermarktung.
Zur Zeit kann ich mir also aussuchen, bei welchem Anbieter ich VDSL beantrage.
Mein derzeitiger Provider Easybell über Telefonica Hardware in der Vermittlungsstelle dürfte da wohl außen vor sein.

Die Telekom hat in ihrer Ausbaukarte das Wohngebiet als Ausbaugebiet für 100 MBit/s ausgewiesen.
EWETel hüllt sich da in Schweigen.

Wenn nun die Kabel in der Erde als Bündel die Straße entlang gehen und die Telekom schaltet um auf Vectoring. Was passiert dann mit den EWETel-VDSL-Signalen, wenn z.B. ich bei der Telekom bin und mein Nachbar ist bei EWE? Kann EWE dann überhaupt noch technisch Vectoring anbieten?
Stören die EWE-Tel VDSL-Signale das Vectoringkonzept der Telekom?

Muss ich mir vorstellen dass das Kabel aus meinem Haus (Erdkabel mit 2 Doppeladern) getrennt vom Kabel meines Nachbarn zum Kabelverzweiger geht und dann entweder im Telekomkasten eingesteckt wird under eben imm EWETel-Kasten? Oder werden die Kabel von mir und die von meinem Nachbarn vorher noch gebündelt? In diesem Fall würden ja die Signale der beiden Anbieter bunt durcheinander laufen, wie jetzt auch bei DSL, wo die Kupferadern alle in der Vermittlungsstelle auflaufen.

Wie sieht das bei Mehrfamilienhäusern aus? Wenn da z.B. 40 Doppeladern vom Kabelverzweiger in einem Kabel ins Haus kommen, dann hat man doch auch die Signale der beiden Anbieter wild gemischt, je nachdem wer bei wem Kunde ist.