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Schnarch...


23.03.2013 23:58 - Gestartet von niknuk
Das Stichwort "geplante Obsoleszenz" sorgt nicht erst seit dieser Woche für Aufsehen, sondern seit fast 100 Jahren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Phoebuskartell

Es gibt auch Mittel und Wege, wie sich die Verbraucher dagegen wehren können: man sollte von einem Hersteller, dessen Produkte häufig früher als erwartet kaputtgehen, konsequent nichts mehr kaufen. Gleichzeitig sollte man auch andere potentielle Kunden im Bekanntenkreis vorwarnen. Dann geht der Schuss nämlich nach hinten los. Geplante Obsoleszenz sorgt dann nicht für steigende Profite, sondern für sinkende. Möglicherweise zwingt das die Hersteller zum Umdenken.

Gruß

niknuk
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[1] Labout antwortet auf niknuk
24.03.2013 01:08
Benutzer niknuk schrieb:
Das Stichwort "geplante Obsoleszenz" sorgt nicht erst seit dieser Woche für Aufsehen, sondern seit fast 100 Jahren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Phoebuskartell

Genau so sieht es aus :-)
Es gab vor Jahrzehnten schon die Gewissheit, das bei einem Autokauf
bspw - je nach Hersteller unterschiedlich - nach einigen Jahren bestimmte Teile, sogar Blechteile aus der Karosserie, gezielt für den Endverbraucher als auch für externe Werkstätten gekauft werden konnten. Hier hat man als Hersteller schon mit Auslieferung der Neuwagen gewusst, was in einigen Jahren für das Modell benötigt wurde und entsprechende Lagervorkehrungen getroffen.
Warum soll dies also bei Waren, gerade weil durch die Neuzyklen dies eben verdeckt wird, anders sein als in der Vergangenheit, zumal die Hersteller ja auch aus diesen Erfahrungen lernen.
Jetzt also laut schreien und dies anprangern gefährdet schlicht und ergreifend tausende von Arbeitsplätzen weltweit.

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[1.1] Robophone antwortet auf Labout
24.03.2013 03:05
Benutzer Labout schrieb:
Benutzer niknuk schrieb:
Das Stichwort "geplante Obsoleszenz" sorgt nicht erst seit dieser Woche für Aufsehen, sondern seit fast 100 Jahren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Phoebuskartell

Genau so sieht es aus :-)
Es gab vor Jahrzehnten schon die Gewissheit, das bei einem Autokauf bspw - je nach Hersteller unterschiedlich - nach einigen Jahren bestimmte Teile, sogar Blechteile aus der Karosserie, gezielt für den Endverbraucher als auch für externe Werkstätten gekauft werden konnten. Hier hat man als Hersteller schon mit Auslieferung der Neuwagen gewusst, was in einigen Jahren für das Modell benötigt wurde und entsprechende Lagervorkehrungen getroffen.

Bei rennomierten Autobauern ist es nicht der Fall. Muss etwa bei Violvo oder Audi irgendetwas nach 2-3 Jahren ausgetauscht werden?

Nur Öl und eventuell abgefahrene Reifen.Sonst gar nicht. Wer solche Autos kauft, die schnell zugrundegehen ist schlecht informiert und kauft Schrott und wird sich später ärgern, dass er das Geld zum Katze geworfen hatte.

Bei Autos sollte man entweder Japaner kaufen, wenn man junger Autofahrer ist, oder Audi, Volvo, VW,bald werden Elektrocars mit 300 PS und 1000 km Reichweite mit Superakkus von besten Herstellern gebaut. Bei einem solchen Superakku reicht 5 bis 10 Minuten für eine Aufladung und die Ladung reicht für 1000 km Reichweite. Das wird eine Revolution in Sachen Ökologie und Tankkosten sein gegenüber dem sauteueren Benzin.

Die Ölindustrie lässt grüssen. Dessen Zeiten sind bald vorbei. Wird eine Nischenindustrie für die chemische Industrie bleiben.Die Autoindustrie wird sich von Ölanhängigkeit befreien.

Hoffe, dass die Autobauer klug genug sind, wenigstens bei Elektroautos keine Billigteileschummelei zu betreiben.

Warum soll dies also bei Waren, gerade weil durch die Neuzyklen dies eben verdeckt wird, anders sein als in der Vergangenheit, zumal die Hersteller ja auch aus diesen Erfahrungen lernen.

Wenn die Hersteller den Humbuck weiterhin betreiben werden, bleibt uns Kunden keinen anderen Weg, als solche Produkte und Waren zu ignorieren und diesen Produzenten durch Kaufboykott zu Verlusten verleiten, die den Produzenten zwingen werden die Schummelei abzustellen.

Ist doch logisch, dass wenn ein ausländisches Unternehmen qualitativ herstellt und den gleiche Preis für sein Produkt verlangen wird, wie ein einheimisches Unternehmen, der die Schummelei mag, dann wird der einheimische boykottiert, bis er am Rande der Existenz steht und unfreiwillig aufgrund des öffentlichen Druckes seine Produktionsweise ändert.

Es ist also naiv zu glauben, dass die schwarzen Schaffen freiwillig was Gutes dem Konsumenten tun werden.

Jetzt also laut schreien und dies anprangern gefährdet schlicht und ergreifend tausende von Arbeitsplätzen weltweit.

Hier sind wir einer ganz konträrer Meinung.

Einem normalen Bürger sollte die Gefährdung der Arbeitsplätze irgendwo in China oder Thailand etc. völlig wurscht sein.

Man sollte einzig und allein über die Gefährdung der Arbeitsplätze in Deutschland nachdenken, weil statt qualitativ im eigenen Lande alles von Elektronik bis Elektrotechnik herszustellen, wird alles nac China verlagert.

Und dort absichtlich in miserabler Qualität hergestellt und billig nach Deutschland reimportiert.

Und da frage ich mich, wo ist der wirtschaftliche und volkswirtschaftliche Sinn dieser asiatischen minderwertigen roduktionsweise, wenn wir im eigenem Lande nur Schrott konsumieren.

Deshalb ist es sinnvoller nicht die Gefährdung chinesischer Produktion zu befüchrchten, sondern die Gefährdung der deutschen Produktion anzuprangern.

Wir sollten endlich eine Reindustrialisierung des Vaterlandes vorantreiben und wieder hochwertige Industrieguter herstellen, die lange halten und die chinesische Waren auf diese Weise verdrängen.

Alles andere sind Hirngespinste, die die EU-Krise in keinster Weise retten würden.

Jetzt werden in einer Woche noch 10 Milliarden Euro an Zypern verpulvert, die keine Arbeitsplätze in Deutschland schaffen werden.Und alles umsonst, da Zypern ganz gewiss aus der Eu austreten werde.

Das sollte man führchten und nicht die chinesische Produktionsabbau!
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[1.1.1] ippel antwortet auf Robophone
24.03.2013 07:16
Benutzer Robophone schrieb:
bald werden Elektrocars mit 300 PS und 1000 km Reichweite mit Superakkus von besten Herstellern gebaut. Bei einem solchen Superakku reicht 5 bis 10 Minuten für eine Aufladung und die Ladung reicht für 1000 km Reichweite. Das wird eine Revolution in Sachen Ökologie und Tankkosten sein gegenüber dem sauteueren Benzin.

Wow, du bekommst den Nobelpreis? Gratulation. Toll, daß du etwas erfunden hast, was bisher noch niemand konnte. Gell.

Aber kehren wir mal wieder zur Realität zurück. In meiner Stadt gibt es ein Angebot für mietbare Elektrokleinwagen. Im Stadtverkehr haben sie gewaltige 150 km Reichweite.

Nun, das würde im Stadtverkehr durchaus reichen. Das tut es aber nur, an milden Frühlings- und Herbsttagen. Denn im Winter heizen geht nicht. Oder es geht, wenn man nur 5 km fahren will. Und im Sommer die Klimaanlage geht auch, wenn man nur 10 km fahren muß.

Aber macht ja nichts, Hauptsache unsere Regierung nimmt den Bürgern mit Gewalt ihr Eigentum und gibt es dann an solche tollen Projekte.
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[1.1.2] SoloSeven antwortet auf Robophone
24.03.2013 08:08

2x geändert, zuletzt am 24.03.2013 09:41
Benutzer Robophone schrieb:
Wir sollten endlich eine Reindustrialisierung des Vaterlandes vorantreiben und wieder hochwertige Industrieguter herstellen, die lange halten und die chinesische Waren auf diese Weise verdrängen.


Das hätten "wir" bereits vor langer Zeit ins Auge fassen sollen.
Was eigentlich völlig normal sein sollte, wurde durch den Zuzug von Millionen Menschen aus bildungsfernen Schichten verhindert.
Wenn die letzten Deutschen der geburtenstarken Jahrgänge mit demnächst 75 Jahren in Rente gegangen sind, wird es hier dunkel.
Nur mit Gangsterrap und Sozialprojekten kann keine Gesellschaft konkurrenzfähig sein.

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[1.1.3] Telly antwortet auf Robophone
24.03.2013 12:43
Bei Autos sollte man entweder Japaner kaufen, wenn man junger Autofahrer ist, oder Audi, Volvo, VW,bald werden Elektrocars mit 300 PS und 1000 km Reichweite mit Superakkus von besten Herstellern gebaut. Bei einem solchen Superakku reicht 5 bis 10 Minuten für eine Aufladung und die Ladung reicht für 1000 km Reichweite.

Quelle: Robotraum

Deshalb ist es sinnvoller nicht die Gefährdung chinesischer Produktion zu befüchrchten, sondern die Gefährdung der deutschen Produktion anzuprangern.

Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass "Made in Germany" bedeute, es sei auch hier produziert. Unser VW Jetta ist ganz offiziell "Made in Mexico". Unser Golf ist offiziell "Made in Germany" - ABER die Einbauteile stammen trotzdem aus aller Welt.

Die "deutsche Produktion" gibt es doch heute nur noch bestenfalls in kleinen Handwerksbetrieben, die irgendwelche Nischenprodukte herstellen.

Wir sollten endlich eine Reindustrialisierung des Vaterlandes vorantreiben und wieder hochwertige Industrieguter herstellen, die lange halten und die chinesische Waren auf diese Weise verdrängen.

Dafür bin ich auch. Nur fehlt den Produzenten das Vertrauen in die eigenen Produkte. Solche Produkte können am Markt nämlich nur bestehen, wenn die Garantiezeiten entsprechend lang sind.

Bei 2 jähriger Gewährleistung kauft die Masse keine hochpreisigen Produkte mehr. Und das sind die Hersteller selbst schuld.

Telly
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[2] arndt1972 antwortet auf niknuk
24.03.2013 08:01
Gute Idee! Fangen wir doch beim iPhone an. Kaufen wir keine mehr und warnen die Nachbarn. Wann schätzt du ist Apple pleite? !
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[3] Orikalkos antwortet auf niknuk
24.03.2013 09:00
Das ist doch im Grunde schon lange bekannt, diese Praxis.

Letztlich ist es auch kein Wunder. Es wird heute fast alles mit Maschinen hergestellt.

Diese müssen ausgelastest werden, weil die Maschinen viel Geld kosten, besonders dann, wenn Sie stillstehen. Also laufen die Maschinen nahezu ununterbrochen und Produzieren Waren.

Leider wird so viel produziert, die in keiner Weise der Tatsächlichen Nachfrage entspricht.

1000000 Pro Einheit werden Produziert, für 500000 besteht aber nur Tatsächliche Nachfrage von Endkunden. Was macht man also damit wenn es auch Weltweit keine nachfrage gibt für die restlichen 500000.

Richtig man baut Fehler ein damit sie ein mit dem Leben nicht zu vereinbarenden Tod erleiden. Damit man die 5000000 überproduzieren als Ersatz oder Kulanzgeräte fungieren können.

Das dies kein Hersteller gerne eingesteht oder gerne dementiert ist verständlich. An den Tatsachen und der Logischen Folgen ändert das defacto nix.