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29.04.2013 11:02 - Gestartet von Alexander-Kraus
Was kosten denn 1 TB Traffic im Internet 2,3,4 EURo?

Wenn die Telekom mal mit ihrem Tarifmodell für den Zubchbaren Traffic ums Eck käme, könnten wir den ganzen Spass "zu Ende denken".
Wenn für "Lieschen Müller" der DSL Tarif 5 EUR billiger wird, und nur der "Heavy User" 5 EUR mehr bezahlen soll, dann würde sich die Telekom ja ins eigene Fleisch schneiden. - Also wird "Lieschen Müller" weiterhin das heutige Entgelt bezahlen müssen, und der Heavy User wird nochmal ein paar Euro druafsatteln müssen.
Der Netzausbau, der damit finanziert werden soll, wird trotzdem nicht bei mir bstattfinden, sondern dort, wo man heute sowieso schon 100 Mbit aus einer Leitung des Kabelnetzbetreibers bekommen kann....

Was ist denn jetzt mit Congstar? - Nach den mir vorliegenden Informationen wird Congstar keine Volumengrenze einführen, und das obwohl Congstar meiner Information nach eine 100%ige Tochter der Drosselkom ist.

Ich wohne in einem Gebiet, wo ich zur Telekom im Festnetzbereich keine Alternative habe.
Kabel-BW will nicht ausbauen (stand von heute morgen gibt es keinerlei Ausbaupläne), also werde ich weiterhin auf die (antiquierte) Technik der Telekom bauen müssen.
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[1] skycab antwortet auf Alexander-Kraus
29.04.2013 11:19
Benutzer Alexander-Kraus schrieb:
Was kosten denn 1 TB Traffic im Internet 2,3,4 EURo?

Es geht nicht um die Kosten für den Traffic im Internet. Aufgrund ihrer Situierung als 1st-Level-Provider mit dem Netz sollte das für die Telekom nicht problematisch sein.

Wenn die Telekom mal mit ihrem Tarifmodell für den Zubchbaren Traffic ums Eck käme, könnten wir den ganzen Spass "zu Ende denken".
Wenn für "Lieschen Müller" der DSL Tarif 5 EUR billiger wird, und nur der "Heavy User" 5 EUR mehr bezahlen soll, dann würde sich die Telekom ja ins eigene Fleisch schneiden. - Also wird "Lieschen Müller" weiterhin das heutige Entgelt bezahlen müssen, und der Heavy User wird nochmal ein paar Euro druafsatteln müssen.

Da die Exzesse von 4% der Nutzer derzeit auf alle Kunden umgelegt werden müssen, sollte für die unersättlichen "Poweruser" der Preis um einiges mehr als 5 Euro ansteigen. Ich denke ungehemmtes Surfen wird eher einenen Aufschlag von mindestens 100% kosten, falls es überhaupt noch angeboten wird.

Der Netzausbau, der damit finanziert werden soll, wird trotzdem nicht bei mir bstattfinden, sondern dort, wo man heute sowieso schon 100 Mbit aus einer Leitung des Kabelnetzbetreibers bekommen kann....

Ja, das bleibt abzuwarten. Tatsächlich gibt es ja DSL16k-Gebiete wo man aufgrund mangelnder Kapazität nicht die gekaufte Bandbreite nutzen kann. Außerdem gibt es Ecken mit weit langsameren anschklüssen.

Was ist denn jetzt mit Congstar? - Nach den mir vorliegenden Informationen wird Congstar keine Volumengrenze einführen, und das obwohl Congstar meiner Information nach eine 100%ige Tochter der Drosselkom ist.

Die nutzen aber wohle inen anderen Backbone, von QSC.

Ich wohne in einem Gebiet, wo ich zur Telekom im Festnetzbereich keine Alternative habe.
Kabel-BW will nicht ausbauen (stand von heute morgen gibt es keinerlei Ausbaupläne), also werde ich weiterhin auf die (antiquierte) Technik der Telekom bauen müssen.

Tja, bleibt wie gesagt abzuwarten. Immerhin ist die böse Telekom immer noch das einzige Unternehmen dass Infrastruktur auf dem Land anbietet. Die tollen innovativen Alternativanbieter bauen vor allem attraktive Stadtlagen aus und täuschen die Leute mit unhaltbaren Leistungsversprechen.
Wer glaubt schon wirklich dass dauerhaft 100MBit für 19,90EUR, oder auch 39,90€ angeboten werden können und davon dann ein Netzausbau finanzierbar ist!?
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[1.1] Mobilfunk-Experte antwortet auf skycab
29.04.2013 11:41
Benutzer skycab schrieb:

Da die Exzesse von 4% der Nutzer derzeit auf alle Kunden umgelegt werden müssen, sollte für die unersättlichen "Poweruser" der Preis um
einiges mehr als 5 Euro ansteigen. Ich denke ungehemmtes Surfen wird eher einenen Aufschlag von mindestens 100% kosten, falls es überhaupt noch angeboten wird.

Das "ungehemmte Surfen" kann höchstens im Backbone-Netz (hinter dem DSLAM) Mehrkosten verursachen, und da scheinen mir selbst 5 Euro arg hoch gegriffen.

Immerhin ist die böse Telekom immer noch das einzige Unternehmen dass Infrastruktur auf dem Land anbietet.

Das mag zwar sein, hat aber eher wenig mit den Backbone-Kapazitäten zu tun.

Die tollen innovativen Alternativanbieter bauen vor allem attraktive Stadtlagen aus und täuschen die Leute mit unhaltbaren Leistungsversprechen. Wer glaubt schon wirklich dass dauerhaft 100MBit für 19,90EUR, oder auch 39,90€ angeboten werden können und davon dann ein Netzausbau finanzierbar ist!?

Die allermeisten Kosten beim Netzausbau fallen auf der "letzten Meile" an. Die muss aber aus anderen Gründen ausgebaut werden, nämlich um immer mehr und immer breitbandigere Teilnehmeranschlüsse zu realisieren. Ob heutige Nutzer über ihren bestehenden Anschluss sparsam oder ungehemmt surfen, spielt für diesen Teil des Netzes dagegen keine Rolle.
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[1.1.1] skycab antwortet auf Mobilfunk-Experte
29.04.2013 12:18

3x geändert, zuletzt am 29.04.2013 12:21
Benutzer Mobilfunk-Experte schrieb:


Das "ungehemmte Surfen" kann höchstens im Backbone-Netz (hinter dem DSLAM) Mehrkosten verursachen, und da scheinen mir selbst 5 Euro arg hoch gegriffen.

Wichtig ist anuzerkennen wie kommt das Volumen zustande kommt?
Volumen = Genutzte Bandbreite x Zeit
Damit mehr Bandbreite zur gleichen Zeit zur Verfügung stehtn und somit möglichst Leute gleichzeitig surfen können, muss defintiv auch "vor dem DSLAM" oder direkt am DSLAM angesetzt werden.
Traffic auf dem Backbone ist günstig und Kapazitätsengpässe sind zunächst nicht zu erwarten.
Beispiel: Das vielfach auftretende Phänomen, dass eine einstig wunderbar leistungsfähige DSL16k Leitung nach und nach immer langsamer wird, nachdem mehr Anschlüsse in der Umgebung geschaltet werden. Dies geht soweit dass die Anzahl der Anschlüsse begrenzt ist. Aus diesem Grund können vor allem in ländlichen Gebieten z.B. vielfach auch heute nicht mal DSL1k-Anschlüsse geschaltet werden.


Das mag zwar sein, hat aber eher wenig mit den Backbone-Kapazitäten zu tun.

Backbone-Kapazitäten sind hier weitgehend irrelevant, s.o.


Die allermeisten Kosten beim Netzausbau fallen auf der "letzten Meile" an. Die muss aber aus anderen Gründen ausgebaut werden, nämlich um immer mehr und immer breitbandigere Teilnehmeranschlüsse zu realisieren.

Richtig. Schnellere Anschlüsse verursachen potentiell mehr Volumen, s.o.

Ob heutige Nutzer über
ihren bestehenden Anschluss sparsam oder ungehemmt surfen, spielt für diesen Teil des Netzes dagegen keine Rolle.

Fehlannahme, s.o.
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[1.1.1.1] Mobilfunk-Experte antwortet auf skycab
29.04.2013 12:46
Benutzer skycab schrieb:

Benutzer Mobilfunk-Experte schrieb:

Das "ungehemmte Surfen" kann höchstens im Backbone- Netz (hinter dem DSLAM) Mehrkosten verursachen, und da scheinen mir selbst 5 Euro arg hoch gegriffen.

Wichtig ist anuzerkennen wie kommt das Volumen zustande kommt?
Volumen = Genutzte Bandbreite x Zeit

Mathematisch ist das natürlich korrekt. Relevant wird das aber erst, wenn die verfügbare Bandbreite zum begrenzenden Faktor für das genutzte Datenvolumen wird.

Damit mehr Bandbreite zur gleichen Zeit zur Verfügung stehtn und somit möglichst Leute gleichzeitig surfen können, muss defintiv auch "vor dem DSLAM" oder direkt am DSLAM angesetzt werden.

Eigentlich nicht, denn bis zum DSLAM hat ja jeder Kunde die Bandbreite seines Anschlusses für sich allein. Solange dem einzelnen Kunden diese verfügbare Bandbreite ausreicht, muss "vor dem DSLAM" nichts ausgebaut werden. Möchte ein Kunde dagegen einen schnelleren Anschluss haben, dann ist es auch heute schon üblich und akzeptiert, dass für einen leistungsfähigeren Anschluss auch mehr gezahlt wird.

Traffic auf dem Backbone ist günstig und Kapazitätsengpässe sind zunächst nicht zu erwarten.

Eben.

Beispiel: Das vielfach auftretende Phänomen, dass eine einstig wunderbar leistungsfähige DSL16k Leitung nach und nach immer langsamer wird, nachdem mehr Anschlüsse in der Umgebung geschaltet werden. Dies geht soweit dass die Anzahl der Anschlüsse begrenzt ist. Aus diesem Grund können vor allem in ländlichen Gebieten z.B. vielfach auch heute nicht mal DSL1k-Anschlüsse geschaltet werden.

Das hat aber nichts mit dem Datenvolumen zu tun. Dieser Effekt tritt schon durch interferierende DSL-Signale auf und ist unabhängig davon, ob die Kunden ihre Anschlüsse sehr wenig oder bis zum Anschlag nutzen.

Ob heutige Nutzer über ihren bestehenden Anschluss sparsam oder ungehemmt surfen, spielt für diesen Teil des Netzes dagegen keine Rolle.

Fehlannahme, s.o.

Wieso sollte man bitte an der letzten Meile irgendetwas ausbauen müssen, weil ein Nutzer mit demselben Anschluss doppelt so viele Daten überträgt?