Diskussionsforum
  • 18.05.2013 11:12
    niknuk schreibt

    Jaja, der Herr Rösler

    Wenn er die Versprechen der Provider ins Visier nehmen möchte, dann sollte er sich erst einmal schlau machen, was die Provider überhaupt versprechen. Sonst blamiert er sich nämlich.

    Versprochen wird das, was im Vertrag steht. Und in den Verträgen der meisten DSL-Provider stehen nur garantierte Mindestbandbreiten drin. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Maximalbandbreite nur unter günstigen Umständen erreicht und daher nicht verbindlich zugesagt wird.

    Die garantierten Mindestbandbreiten sind deutlich niedriger als die Maximalbandbreiten. Beispiele für DSL 16000 von verschiedenen Anbietern:

    Telekom: mind. 6.304 kbit/s
    Vodafone: mind. 6.145 kbit/s
    1&1: mind. 8.000 kbit/s (50% der Maximalbandbreite)
    Telefonica/O2: mind. 5.000 kbit/s

    Solange die betreffenden DSL-16000-Anschlüsse diese Bandbreiten erreichen, wurde kein Versprechen gebrochen. Und zumindest mir ist kein DSL-Anschluss bekannt, der nicht mindestens die Bandbreite liefert, die lt. Kleingedrucktem zugesagt wird bzw. mit dem Kunden vereinbart wurde. Mir sind allerdings viele DSL-Nutzer bekannt, die gar nicht wissen, was sie eigentlich vereinbart haben, weil sie das Kleingedruckte nicht gelesen haben ("wer liest denn schon das Kleingedruckte? Versteh ich sowieso nicht.")

    Bei einigen Anbietern dürfen diese Mindestwerte sogar unterschritten werden, wenn die zugesagte Mindestbandbreite technisch nicht realisiert werden kann. Allerdings geht das nicht ohne Einverständnis des Kunden. Gibt der Kunde sein Einverständnis, darf der Provider weniger liefern und verhält sich trotzdem vertragstreu. Er bricht also auch in diesem Fall kein Versprechen.

    Gruß

    niknuk