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Entertain


24.04.2013 11:35 - Gestartet von KaiserFranz
Moin,

ich verstehe nicht ganz, warum die Telekom den technischen Unterschied zwischen Entertain-Traffic und dem 'normalen' Traffic nicht besser kommuniziert.

Entertain wird innerhalb des Telekom-Netzwerks über eine eigene Serverstruktur weiterverbreitet, bis in die Hauptvermittlungen hinein. Dort erst werden die Datenströme quasi vervielfältigt und auf der letzten Meile übertragen. Das heißt, der meiste Traffic findet auf der letzten Meile statt.

"Normaler" Internet-Traffic ist für jeden User individuell, muss ganz oben bei irgendeinem Internet-Gateway abgegriffen werden und dann 1:1 bis zum Benutzer durchgereicht werden. Für diesen Traffic muss auch die Telekom sicherlich volumenbasiert bezahlen.

Ich finde es völlig logisch, dass der netzinterne Verkehr ausgenommen wird. Aber das ist wohl eine Minderheitsmeinung...

KF
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[1] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf KaiserFranz
24.04.2013 11:47
Benutzer KaiserFranz schrieb:
Entertain wird innerhalb des Telekom-Netzwerks über eine eigene Serverstruktur weiterverbreitet, bis in die Hauptvermittlungen hinein. Dort erst werden die Datenströme quasi vervielfältigt und auf der letzten Meile übertragen. Das heißt, der meiste Traffic findet auf der letzten Meile statt.

Richtig!

"Normaler" Internet-Traffic ist für jeden User individuell, muss ganz oben bei irgendeinem Internet-Gateway abgegriffen werden und dann 1:1 bis zum Benutzer durchgereicht werden. Für diesen Traffic muss auch die Telekom sicherlich volumenbasiert bezahlen.

Darum halte ich die Unterscheidung bei Entertain auch für statthaft. Bei der Debatte um die Netzneutralität darf man sich bei der Beurteilung nicht nur mit dem öberflächlichen Anschein begnügen. Die dahinterstehende Technik hinter jedem Dienst muss betrachtet werden. Entertain ist schon rein technisch ein ganz anderes Angebot als irgendein Streamingdienst aus dem Netz. Es ergibt keinen Sinn Gleichheit in der Ungleichheit zu fordern.

Ich finde es völlig logisch, dass der netzinterne Verkehr ausgenommen wird. Aber das ist wohl eine Minderheitsmeinung...

+ 1
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[1.1] koelli antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
24.04.2013 12:11
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:

Darum halte ich die Unterscheidung bei Entertain auch für statthaft.

Statthaft wäre es, wenn wirklich nur die Entertain-TV-Daten nicht zählen würden.
Aber Entertain-Kunden werden ja generell von der Drossel ausgenommen. Also auch deren normale Internet-Daten!
Wieso? Die Downloads der Entertain-Kunden verursachen doch den selben Traffic wie die Downloads von Call&Surf-Kunden!
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[1.1.1] skycab antwortet auf koelli
24.04.2013 12:17

einmal geändert am 24.04.2013 12:19
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:

Darum halte ich die Unterscheidung bei Entertain auch für statthaft.

Statthaft wäre es, wenn wirklich nur die Entertain-TV-Daten nicht zählen würden.
Aber Entertain-Kunden werden ja generell von der Drossel ausgenommen. Also auch deren normale Internet-Daten! Wieso? Die Downloads der Entertain-Kunden verursachen doch den selben Traffic wie die Downloads von Call&Surf-Kunden!

Ja, und hast du ein Problem damit???
Wäre es dir lieber wenn keiner von der Drossel ausgenommen wäre? So ein Käse. Triple Play mit VDSL bietet nun immerhin die letzte Mäglichkeit einen ungedrosselten Anschluss zu bekommen.
Gleichmacherei dregg!!! Es ist eben nicht das gleiche, ob man Entertain (premium) bucht, oder einen popligen DSL16-Anschluss (budget). Daher auch unterschiedliche Regelungen...
Was ist daran so schwer zu begreifen?
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[1.1.1.1] koelli antwortet auf skycab
24.04.2013 12:29
Benutzer skycab schrieb:

Ja, und hast du ein Problem damit???

Ja!
Denn der einzige Grund, warum der Entertain-Anschluss komplett von der Drossel ausgenommen wird, ist der, dass die Telekom den Kunden den teuersten Tarif verkaufen will.
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[1.1.1.1.1] skycab antwortet auf koelli
24.04.2013 12:33
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer skycab schrieb:

Ja, und hast du ein Problem damit???

Ja!
Denn der einzige Grund, warum der Entertain-Anschluss komplett von der Drossel ausgenommen wird, ist der, dass die Telekom den Kunden den teuersten Tarif verkaufen will.

Finde ich vollkommen ok. Hautpsache schmarotzenden Raubkopierern, die auf meine Kosten die Leitungen blockieren, wird das Handwerk gelegt.
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[1.1.1.1.1.1] koelli antwortet auf skycab
24.04.2013 12:37
Benutzer skycab schrieb:
Finde ich vollkommen ok. Hautpsache schmarotzenden Raubkopierern, die auf meine Kosten die Leitungen blockieren, wird das Handwerk gelegt.

Als ob Netzüberlastung der wahre Grund wäre.
Ich hab bis heute nicht einmal einen Stau auf der Datenautobahn bemerkt.
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[1.1.2] maniacintosh antwortet auf koelli
24.04.2013 12:24
Benutzer koelli schrieb:
Aber Entertain-Kunden werden ja generell von der Drossel ausgenommen. Also auch deren normale Internet-Daten! Wieso? Die Downloads der Entertain-Kunden verursachen doch den selben Traffic wie die Downloads von Call&Surf-Kunden!

Ich denke nicht, dass dies künftig bei den ab 2. Mai gültigen Tarifen noch so sein wird. Bei den Fiber-Tarifen steht die Drossel glaube ich sogar heute schon auch bei Entertain in den Verträgen. Umgesetzt wird sie bisher natürlich nicht, genauso wie bei Call&Surf VDSL. Bei Call&Surf VDSL ist letztlich auch die Bandbreite auf die gedrosselt wird (6MBit/s) noch irgendwie vertretbar, da wenigstens ein sinnvoll nutzbarer Internet-Anschluss übrig bleibt. 384 kBit/s sind im Jahr 2013 (und erst recht im Jahr 2016) einfach nur lächerlich. Ehrlicher wäre da nach Erreichen der Grenze einfach ganz abzuschalten bis man weiteres Volumen nachbucht. Das macht man natürlich nicht, sonst könnte man das Ganze nicht mehr als Flatrate verkaufen.
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[1.1.3] javalexG antwortet auf koelli
24.04.2013 13:00
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:

Darum halte ich die Unterscheidung bei Entertain auch für statthaft.

Statthaft wäre es, wenn wirklich nur die Entertain-TV-Daten nicht zählen würden.
Aber Entertain-Kunden werden ja generell von der Drossel ausgenommen. Also auch deren normale Internet-Daten!

Wo steht das??
Es steht nur, dass die TV-Daten nicht angerechnet werden. Die "normalen" Internet-Daten werden auch bei "Call&Surf Entertain"-Anschlüssen sehr wohl mitgezählt und dann gedrosselt.
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[2] Mobilfunk-Experte antwortet auf KaiserFranz
24.04.2013 12:41
Benutzer KaiserFranz schrieb:

Entertain wird innerhalb des Telekom-Netzwerks über eine eigene Serverstruktur weiterverbreitet, bis in die Hauptvermittlungen hinein. Dort erst werden die Datenströme quasi vervielfältigt und auf der letzten Meile übertragen. Das heißt, der meiste Traffic findet auf der letzten Meile statt.

Sagen wir mal, Live-Fernsehen wird per Multicast verbreitet, sodass die Signale jedes Kanals immer nur einmal auf dieselbe Strecke geschickt werden. Das ist durchaus ein großer Vorteil, funktioniert aber nur für Live-Programme, nicht jedoch für Video-on-Demand-Dienste.

"Normaler" Internet-Traffic ist für jeden User individuell, muss ganz oben bei irgendeinem Internet-Gateway abgegriffen werden und dann 1:1 bis zum Benutzer durchgereicht werden. Für diesen Traffic muss auch die Telekom sicherlich volumenbasiert bezahlen.

Die Telekom ist selbst Tier-1-Betreiber, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie in nennenswertem Umfang für IP-Verkehr mit anderen Netzen bezahlt. Im Gegenteil: Kleinere Netzbetreiber zahlen an die Telekom für den Transit, nicht umgekehrt. (Bezahlt wird dabei pauschal für die verfügbare Bandbreite, nicht nach Volumen.)

Ich finde es völlig logisch, dass der netzinterne Verkehr ausgenommen wird.

So logisch finde ich das nicht. Schließlich braucht der "netzinterne" Verkehr weitestgehend dieselben Kapazitäten im Telekom-Backbone-Netz.
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[2.1] KaiserFranz antwortet auf Mobilfunk-Experte
24.04.2013 12:54

einmal geändert am 24.04.2013 12:54
Benutzer Mobilfunk-Experte schrieb:

Das ist durchaus ein großer Vorteil, funktioniert aber nur für Live-Programme, nicht jedoch für Video-on-Demand-Dienste.

Bei mir persönlich liegt der Nutzungsanteil Live-TV vs. Videoload bei ca. 99,5 : 0,5. Es würde mich wundern, wenn das beim Durchschnitt der Entertain-Kunden großartig anders wäre.

KF
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[2.1.1] Mobilfunk-Experte antwortet auf KaiserFranz
24.04.2013 13:02
Benutzer KaiserFranz schrieb:

Benutzer Mobilfunk-Experte schrieb:

Das ist durchaus ein großer Vorteil, funktioniert aber nur für Live-Programme, nicht jedoch für Video-on-Demand-Dienste.

Bei mir persönlich liegt der Nutzungsanteil
Live-TV vs. Videoload bei ca. 99,5 : 0,5. Es
würde mich wundern, wenn das beim Durchschnitt der Entertain-Kunden großartig anders wäre.

Die 0,5% verursachen aber "normalen" Datenverkehr und konkurrieren mit "externen" Video-on-Demand-Diensten.