Diskussionsforum
  • 17.05.2013 16:21
    darcduck schreibt

    Die Telekom investiert falsch

    Immer toll zu hören wieviel die Telekom investieren will. Blöd nur, das die Telekom lieber in altbackene Technik investiert, statt in Glasfaser.

    Bei uns wird ein Baugebiet erschlossen, rundrum ist VDSL verfügbar, d.h. eine Glasfaserinfrastruktur liegt schon in der Nähe und Trotzdem verbuddelt die Telekom ... Kupferleitungen.

    Muss ich das verstehen? Nein. Muss ich das hinnehmen? Ja.

    Trotzdem tun mir die Aktionäre leid, die glauben die Telekom macht irgendwas richtig.

    Was ist so schwer daran ein Kupfer- und ein Glasfaserkabel in die Erde zu legen? Was ist so schwer daran auf die Kunden zu hören? Ich habe die Bauherrenhotline extra darauf hingewiesen bitte gleich Glasfaser mit zu verlegen (auch wenn erstmal Kupfer zum Einsatz kommt) - Antwort: Nö machen wir nicht, sie können sich ja ein Leerrohr auf ihrem Grundstück verlegen, damit wird dann nicht nochmal alles aufbuddeln müssen.

    Wie teuer sind doch gleich Tiefbauarbeiten? Und was kostet dagegen das Glasfaserkabel? Da sind Welten dazwischen.

    Ich kann nur hoffen der Telekom wird das passive Netz bald weggenommen und an die Energie-Netzbetreiber verkauft. Die Telekom betreibt ggf. die aktive Technik weiter.

    Damit wäre es aber möglich alle wichtigen Medien durch einen Netzbetreiber verlegen und betreiben zu lassen (Wasser, Strom, Gas, Breitband). Und das sollte wann immer möglich ein lokales Unternehmen sein, da dieses die neuralgischen Punkte viel besser kennt als ein deutschlandweit agierendes.
  • 17.05.2013 21:04
    blubbla antwortet auf darcduck
    > Was ist so schwer daran ein Kupfer- und ein Glasfaserkabel in
    >
    die Erde zu legen?

    ganz simple: unnötige kosten wenn die glasfaserleitung nicht betrieben wird.

    > Was ist so schwer daran auf die Kunden zu hören?

    wenn hier bei uns das nächste mal die bundesstraße erneuert wird, kann ich auch sagen das sie diese bitte auf 4 spuren erweitern. da hört der staat aber auch nicht auf mich...

    > Ich habe die Bauherrenhotline extra darauf hingewiesen
    >
    bitte gleich Glasfaser mit zu verlegen (auch wenn erstmal
    >
    Kupfer zum Einsatz kommt)

    wolltest du die glasfaser bezahlen? dann hätten sie es ja grundsätzlich machen können. wolltest du sie kostenfrei haben? dann hätte ich auch abgelehnt :)

    > - Antwort: Nö machen wir nicht, sie
    >
    können sich ja ein Leerrohr auf ihrem Grundstück verlegen,
    >
    damit wird dann nicht nochmal alles aufbuddeln müssen.
    >
    > Wie teuer sind doch gleich Tiefbauarbeiten? Und was kostet
    >
    dagegen das Glasfaserkabel? Da sind Welten dazwischen.

    also nehme ich an hast du den rat der telekom befolgt und hast ein weiteres leerrohr verlegen lassen. gut gemacht. dann kann die telekom ja glasfaser einlegen sobald euer ort versorgt wird. vorher macht es ja einfach keinen sinn.

    > Ich kann nur hoffen der Telekom wird das passive Netz bald
    >
    weggenommen und an die Energie-Netzbetreiber verkauft. Die
    >
    Telekom betreibt ggf. die aktive Technik weiter.

    kann man nicht machen. denn dann müssten allen anbietern die netze entzogen werden. und das klappt nicht. und warum einer privatfirma etwas wegnehmen und es einer anderen privatfirma geben? bringt nicht. dem staat geben klappt auch nicht, wird von der eu abgelehnt.

    > Damit wäre es aber möglich alle wichtigen Medien durch einen
    >
    Netzbetreiber verlegen und betreiben zu lassen (Wasser, Strom,
    >
    Gas, Breitband). Und das sollte wann immer möglich ein lokales
    >
    Unternehmen sein, da dieses die neuralgischen Punkte viel
    >
    besser kennt als ein deutschlandweit agierendes.

    dann hätten wir aber inselmonopole was widerrum nicht erwünscht ist.

    wie man es dreht und wendet, alle lösungen sind nicht ideal.
    aber du hast dir doch sicherlich von allen anderen anbietern (kabel, vodafone, 1&1...) doch sicherlich auch ein angebot eingeholt eine glasfaser zu legen, oder?
  • 18.05.2013 03:16
    tosho antwortet auf darcduck
    Benutzer darcduck schrieb:
    > Immer toll zu hören wieviel die Telekom investieren will. Blöd
    >
    nur, das die Telekom lieber in altbackene Technik investiert,
    >
    statt in Glasfaser.

    Aus Sicht der Telekom macht das wahrscheinlich sogar Sinn. Anstatt teure neue Technik einzusetzen betreiben sie lieber Vectoring auf ihren antiken Kabeln und können damit auch noch die Konkurrenz aussperren. Klingt doch gut (natürlich nicht für uns)

    Das ist ganz ähnlich wie mit "unseren" Politikern. Die machen ihren Job schon ziemlich gut; nur eben nicht für uns. Dass sie einen entsprechenden Eid geschworen haben ficht sie dabei nicht an.

    > Trotzdem tun mir die Aktionäre leid, die glauben die Telekom
    >
    macht irgendwas richtig.

    Für die Telekom kann das kurzfristig schon günstiger sein. Wer denkt heutzutage schon noch an Morgen?

    > Ich kann nur hoffen der Telekom wird das passive Netz bald
    >
    weggenommen und an die Energie-Netzbetreiber verkauft. Die
    >
    Telekom betreibt ggf. die aktive Technik weiter.

    Oh ja, die Energiebetreiber stehen natürlich voll auf unserer Seite :)

    Mir persönlich reicht's eigentlich schon, wenn sie mich (mit staatlichem Segen) beim Strom, beim Gas, beim Sprit und demnächst auch beim Wasser ausplündern. Ich glaube, wenn sie auch noch die Datennetze bekommen arbeite wir bald nur noch für die.

    > Damit wäre es aber möglich alle wichtigen Medien durch einen
    >
    Netzbetreiber verlegen und betreiben zu lassen (Wasser, Strom,
    >
    Gas, Breitband). Und das sollte wann immer möglich ein lokales
    >
    Unternehmen sein, da dieses die neuralgischen Punkte viel
    >
    besser kennt als ein deutschlandweit agierendes.

    Lokale Unternehmen gibt's zwar (aka. Stadtwerke), aber die werden ja zunehmend von de EU-Kommisaren entmachtet (z.B. gerade wieder beim Wasser).
    Unser (halb)lokaler Energieversorger, EWE investiert beim Telefon auch nur dort, wo sich's lohnt, sind nicht billiger als die Telekom und haben kein call by call für Handy- und Auslandsgesräche. Das ist noch schlechter als die Telekom.
    Wenn überhaupt, dann höchstens die Stadtwerke. Da würden die anfallenden Gewinne wenigstens noch die prekäre Finanzsituation der Städte und Gemeinden verbessern, aber... siehe oben :(

  • 18.05.2013 05:20
    hansel_meier antwortet auf tosho
    Benutzer tosho schrieb:
    > Lokale Unternehmen gibt's zwar (aka. Stadtwerke), aber die
    >
    werden ja zunehmend von de EU-Kommisaren entmachtet (z.B.
    >
    gerade wieder beim Wasser).

    Ich kann's echt nicht mehr hören. Der Plan der EU sieht vor, den Kommunen die Entscheidungsfreiheit zu geben, auf Wunsch die Wasserversorgung europaweit auszuschreiben. Will die Kommune das nicht, kann sie es lassen. Möchte sie es jedoch, muß sie europaweit ausschreiben und nicht nur dem Klüngel von nebenan den Zuschlag erteilen.