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Unfaßbar


04.02.2013 13:41 - Gestartet von ippel
Heute las ich in einer Onlinezeitung diesen Kommentar zur Meldung, der es absolut treffend beschreibt, wie ich finde:

"Da nicht gewählte Komissare für ihr aus Steuermitteln gewährtes Jahreseinkommen ja chronisch unterbelastet sind, hätte ich noch weitere Vorschläge: Einheitliche Socken, das würde den Ersatz von Socken deutlich vereinfachen. Einheitliche Autos, das spart Milliardensummen bei Reparaturkosten und Ersatzteilen. Einheitliche Religionen, was das an Kosten für die ganzen unterschiedlichen Gotteshäusern spart. Eine einheitliche Partei, was das an Wahlkosten spart. Oh, noch ein letzter Vorschlag: Keine Komissare, die ungewählt und ungefragt sich in das Leben fremder Menschen einmischen. Das würde nicht nur Milliarden sparen, sondern auch die Freiheit sichern."
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[1] Aladan antwortet auf ippel
04.02.2013 17:10
Nur hat das mit dem Thema einfach mal überhaupt nichts zu tun.

Der einheitliche Standard der Ladegeräte hat sich Gott sei dank bis auf eine Ausnahme bereits durchgesetzt und jeder mittelmäßig Intelligente Mensch sollte einsehen können, dass es keinen Sinn macht, jedes Elektrogerät mit unterschiedlichen Anschlüssen auszustatten.

Es sammeln sich nur immer mehr und mehr Ladegeräte an, die kein Mensch benötigt.

Es ist damit eher unfaßbar, dass es Leute gibt, die so etwas nicht gutheißen können, da jede Umweltschonung unterstützt werden sollte.
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[1.1] ippel antwortet auf Aladan
04.02.2013 20:51
Benutzer Aladan schrieb:
Es ist damit eher unfaßbar, dass es Leute gibt, die so etwas nicht gutheißen können, da jede Umweltschonung unterstützt werden sollte.

Ob ich viele individuelle Ladegeräte mag oder einheitliche, ist allein meine Sache. Das geht niemanden außer mir etwas. Ich kann durch meine Kaufentscheidung ganz wunderbar das machen, was ich für richtig halte. Und das gilt ebenso für einen jeden anderen Menschen.

Was ich als unfaßbar bezeichne, ist die Unverfrorenheit, mit der nichtgewählte Bonzen glauben, sich in das Leben anderer Menschen einmischen zu können. Und da stimme ich dem Kommentarschreiber ausdrücklich zu. Deshalb ist sein Kommentar auch so passend.
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[1.2] Ed antwortet auf Aladan
10.03.2013 17:09
Selbst wenn einem die UImwelt egal ist sollte man doch froh sein wenn man nur noch ein Ladegerät braucht statt jedes Mal aus einem Zoo das richtige rauszusuchen.

Und manchmal gibt es Fortschritt nur durch Zwang, schade das man Apple nicht rannimmt.
In letzter Zeit habe ich festgestellt da sman auch unterwegs gute Chancen hat jemanden mit MicroUSB Ladegerät zu treffen.
Nicht wie früher wo man dann gesagt bekam "ne den dünnen Nokia habe ich nicht, nur den alten dicken" oder "ein Motorola hätte ich, passt aber wohl nicht".
Wobei ich MicroUSB popelig finde, MiniUSB war irgendwie besser zu stecken. Und verdrehsicher sind sie leider beide nicht.
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[1.2.1] ippel antwortet auf Ed
10.03.2013 17:14
Benutzer Ed schrieb:
Selbst wenn einem die UImwelt egal ist sollte man doch froh sein wenn man nur noch ein Ladegerät braucht statt jedes Mal aus einem Zoo das richtige rauszusuchen.

Natürlich bin ich darüber froh. Das war aber nicht der Punkt.

Und manchmal gibt es Fortschritt nur durch Zwang,

Absoluter Quatsch. Fortschritt kann es niemals mit Zwang geben.

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[1.2.1.1] Ed antwortet auf ippel
10.03.2013 17:31
Benutzer ippel schrieb:

Und manchmal gibt es Fortschritt nur durch Zwang,

Absoluter Quatsch. Fortschritt kann es niemals mit Zwang geben.

Natürlich gibt es so Fortschritt. Was meinst Du wieviel Urlaub Du hättest wenn nicht der Gesetzgeber das BUrlG erlassen hätte oder wei es mit dem Kündigungsschutz ohne BGB aussähe?
Geradse wir Deutschen haben enorm von Normen profitiert, das Wunderwerk heisst DIN und wurde fast komplett in die EN oder ISO übernommen.
Natürlich will jeder Hersteller seinen Stecker als Standard sehen, entweder weil er an Patenten verdienen will oder weil er hat ein tolles "kauf wieder bei mir weil Du hast ja schon soooo viel Zubehör (z.B. Apple Dock)".
Da braucht es jemanden der klare Vorgaben im Interesse aller macht.
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[2] upplands antwortet auf ippel
04.02.2013 17:51
Unfassbar, was manche Leute zu meckern haben!

Die Vielfalt von Ladegeräten ist in der Tat ein Ärgernis für viele Verbraucher. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder Laptop-Hersteller unterschiedliche Stecker für Ethernet-Kabel oder USB-Kabel verwenden würde? Oder jeder Schraubenhersteller beliebige Durchmesser und Gewindesteigungen von Metallschrauben und Muttern erfinden würde (von konstanten Abstufungen z. B. bei metrischen Gewinden abgesehen)? Standardisierung ist keine Innovationshemmnis sondern ganz klar innovationsfördernd und belebt die Konkurrenz zwischen Herstellern von Geräten und Herstellern von Zubehör.

Es muss gelten: Soviel Standardisierung wie möglich und nur soviel Unterschiedlichkeit wie tatsächlich nötig, um unterschiedliche Anforderungen zu ermöglichen. Zum Beispiel mag es angebracht sein, zwei oder drei verschiedene Größen von Ladegeräten (bzw. -steckern) für mobile Geräte (Handys, Tablets, Digitalkameras, GPS-Empfänger, etc.) zu standardisieren, weil vielleicht Handys kleinere Ladebuchsen haben sollen als etwas größere mobile Geräte oder weil unterschiedliche Leistungsaufnahme oder variierende Stromstärke verschiedener Geräte unterschiedliche "Leistungsklassen" (bin kein Elektrotechniker) erfordern.

Wo ist denn der Nachteil für die Verbraucher, wenn Ladegeräte standardisiert werden? Es mag manch andere Beschlüsse der EU-Kommission geben, die man diskutieren kann. Aber diese Initiative begrüße ich sehr! Ich verspreche mir durch den separaten Verkauf von Ladegeräten keine Senkung von Verkaufspreisen mobiler Geräte, da die Herstellungskosten für Ladegeräte bestimmt einen Euro unterschreiten. Aber es wird dadurch auch nicht teurer werden, wenn man nur noch ein oder zwei verschiedene Ladegeräte für alle mobilen Geräte benötigt. Man bräuchte viel weniger Ladegeräte in den Urlaub mitnehmen und es würde jede Menge Elektromüll vermieden.

Dieses meiner Meinung nach typisch deutsche Gemecker über alles Neue, ohne erst mal darüber nachzudenken, habe ich echt satt.

upplands


Benutzer ippel schrieb:
Heute las ich in einer Onlinezeitung diesen Kommentar zur Meldung, der es absolut treffend beschreibt, wie ich finde:

"Da nicht gewählte Komissare für ihr aus Steuermitteln gewährtes Jahreseinkommen ja chronisch unterbelastet sind, hätte ich noch weitere Vorschläge: Einheitliche Socken, das würde den Ersatz von Socken deutlich vereinfachen. Einheitliche Autos, das spart Milliardensummen bei Reparaturkosten und Ersatzteilen. Einheitliche Religionen, was das an Kosten für die ganzen unterschiedlichen Gotteshäusern spart. Eine einheitliche Partei, was das an Wahlkosten spart. Oh, noch ein letzter Vorschlag: Keine Komissare, die ungewählt und ungefragt sich in das Leben fremder Menschen einmischen. Das würde nicht
nur Milliarden sparen, sondern auch die Freiheit sichern."
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[2.1] Boarder111 antwortet auf upplands
04.02.2013 18:30

einmal geändert am 04.02.2013 18:32
Der einzige Nachteil ist, das ein bestimmter Hersteller keine Horrorpreise mehr für Zubehör verlangen kann. Und wenn die Anschlüsse standardisiert wären, dann wird wohl kaum noch in Zukunft bei jedem Handy eine Lade-oder Datenkabel beiliegen.
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[2.2] ippel antwortet auf upplands
04.02.2013 20:56
Benutzer upplands schrieb:
Wo ist denn der Nachteil für die Verbraucher, wenn Ladegeräte standardisiert werden?

Nun, erstens gibt es dann eben keine Innovationen mehr. Genauso gut könnten nichtgewählte Bonzen uns auch vorschreiben, welches Auto wir zu fahren haben (natürlich nur einheitliche) und was für Kleidung wir zu tragen haben (ebenso).

Sie wollten uns ja bereits vorschreiben, wie wir unsere Wohnungen zu beleuchten haben und haben es tatsächlich geschafft, daß man Glühlampen heute schmuggeln muß. Realsatire in Reinstform.

Zweitens geht es Bonzen nichts an, was ich oder du oder irgend jemand anderes kauft oder nicht kauft, welche Anschlüsse ich mag und welche Steckerformen ich bevorzuge. Nicht das geringste geht das einen Politiker etwas an. Einen niemals gewählten erst recht nicht.

Wenn ich gerne einen dreizehneckigen LAN-Stecker verwenden möchte und deshalb entsprechende Angebote kaufe, ist das allein meine Sache. Wenn jemand anderes dann doch lieber auf RJ45-Formate zurückgreift, ist das ebenso allein seine Sache. Mich geht das nichts an.

Es ist dabei auch vollkommen egal, ob eine Entscheidung eines Bonzen im Einzelfall tatsächlich von Vorteil ist. Er hat nciht über mein Leben zu entscheiden. Punkt.