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Breitbandige Basisstationen


18.01.2013 19:21 - Gestartet von Telly
97 Prozent des UMTS-Netzes auf HSPA+ aufgerüstet und mehr als die Hälfte der Basisstationen per Breitband angeschlossen.

Die breitbandige Anbindung der Basisstationen soll bis Mitte des Jahres zu fast 100 Prozent abgeschlossen sein

Wie werden denn an den Basisstationen ohne "breitbandige Anbindung" die Daten dann abgeführt? ISDN? ^^

Telly
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[1] hotte antwortet auf Telly
18.01.2013 20:53
Benutzer Telly schrieb:
Wie werden denn an den Basisstationen ohne "breitbandige Anbindung" die Daten dann abgeführt? ISDN? ^^

Telly
Nein, kein isdn. Das geht über Richtfunk und da werden jeder Station feste/starre Bandbreiten zu gewiesen. Dieses werden als E1, E2 ... Bezeichnet und es sind immer feste 2MBit.
Mein Sender (in 15566) hier ist mit 32MBit über Richtfunk angebunden an einen andren Sender der an einem Ring von Richtfunk hängt. Von dort geht es einen Sender weiter den Ring, hier geht es dann per Glasfaser weiter. Also ist bei mir 2 Sender weiter Glasfaser.
Dann hängt an den 32MBit noch ein Sender und E4 ist dann auf den UMTS Schrank geschaltet. Das sind dann 8MBit. Der GSM Teil ist dann mit 2 oder 4MBit angeschlossen.
Jetzt wird full-IP geschaltet. Dann ist es wie dein Rechner am Router hängt. Da gehts wohl mit so 19,? MBit los als Kleinstes. Und dann nicht mehr starr sondern flexibel.
Gruß Christian
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[1.1] Telly antwortet auf hotte
18.01.2013 20:59
Das geht über Richtfunk und da werden jeder Station feste/starre Bandbreiten zu gewiesen.

Danke! Also wenn nicht direkt an Breitband angeschlossen, dann über Funk soweit, bis dann ans Breitband gehen kann.

Und mit "fest und starr" ist wohl gemeint, dass wenn z. B. 4 Basisstationen über Funk an Breitband angeschlossen sind, dann kann keine Basisstation 100% des Breitbandes nutzen - selbst dann nicht, wenn in den anderen 3 Basisstationen keine Nutzung stattfindet. Sondern die eine genutzte Basisstation kann nur 25% des Breitbandes nutzen.

Habe ich das so richtig verstanden?

Telly
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[1.1.1] hotte antwortet auf Telly
18.01.2013 23:23
Benutzer Telly schrieb:

Und mit "fest und starr" ist wohl gemeint, dass wenn z. B. 4 Basisstationen über Funk an Breitband angeschlossen sind, dann kann keine Basisstation 100% des Breitbandes nutzen - selbst dann nicht, wenn in den anderen 3 Basisstationen keine Nutzung stattfindet. Sondern die eine genutzte Basisstation kann nur 25% des Breitbandes nutzen.

Habe ich das so richtig verstanden?

Telly
Ja, das hast du so richtig verstanden. Das ändert sich dann aber mit full-IP. Dann kann man die auch höheren Daten flexibler verteilen.
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[1.2] marius1977 antwortet auf hotte
19.01.2013 13:14
Interessant! Ist es eigentlich tatsächlich so dass die Telekom-Sender nahezu fast 100% per Glasfaser angebunden sind? Ich sehe da nämlich nie Richtfunk.
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[1.2.1] CIA_MAN antwortet auf marius1977
19.01.2013 14:09
Benutzer marius1977 schrieb:
Interessant! Ist es eigentlich tatsächlich so dass die Telekom-Sender nahezu fast 100% per Glasfaser angebunden sind? Ich sehe da nämlich nie Richtfunk.

Nope... die sind auch u.a. per Kupferkabel/Richtfunk angeschlossen... wer hat dir denn das erzählt?! :)

Es soll immer mehr kommen... das stimmt... ;)
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[1.2.1.1] marius1977 antwortet auf CIA_MAN
19.01.2013 14:24
Benutzer CIA_MAN schrieb:
Benutzer marius1977 schrieb:
Interessant! Ist es eigentlich tatsächlich so dass die Telekom-Sender nahezu fast 100% per Glasfaser angebunden sind? Ich sehe da nämlich nie Richtfunk.

Nope... die sind auch u.a. per Kupferkabel/Richtfunk angeschlossen... wer hat dir denn das erzählt?! :)

Es soll immer mehr kommen... das stimmt... ;)
Egal welche Sende man von Telekom sieht haben die grundsätzlich, zumindest in meiner
Gegend, keine Richtfunkschüsseln.
Ein Telekom-Techniker hat mir erzählt, dass die alten GSM schon fast immer über E1-Standleitungen
angebunden waren und hier im Ort wurde zu ner UMTS-Anlage extra Glasfaser verlegt und
alles ausgebuddelt.
M.E binden die anderen Carrier eher ihre BTS per Richtfunk an.

Dann spräche ja die Festverkabelung schon für eine technisch stabilere und performantere
Technik bei Telekom? Daher auch Platz 1 im Connect Netztest?!
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[1.2.1.1.1] DenSch antwortet auf marius1977
19.01.2013 15:46
Die Telekom hats ja auch einfach. Überall liegt ja schon irgendwo nen Kabel in der Erde rum was denen gehört.
Da muss man einfach nur anschließen (vereinfacht) und gut.


Die andern drei haben das nicht. (Bis auf Vodafone die ehemaligen Arcor drähte an den Bahnanalgen).
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[1.2.1.1.1.1] Telly antwortet auf DenSch
19.01.2013 15:53
Die Telekom hats ja auch einfach. Überall liegt ja schon irgendwo nen Kabel in der Erde rum was denen gehört. Da muss man einfach nur anschließen (vereinfacht) und gut.

So stimmt das ja nicht. Sonst könnte ja auch jeder Haushalt T-DSL bekommen. Nach 5 km Kupferkabel kommt eben nichts mehr "hinten" an - egal, wieviel man "vorne" reinsteckt.

Und auch die Basisstationen sind nicht immer weniger als 5 km vom Breitband entfernt.

Telly
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[1.2.1.1.1.1.1] marius1977 antwortet auf Telly
19.01.2013 18:56
Benutzer Telly schrieb:

So stimmt das ja nicht. Sonst könnte ja auch jeder Haushalt T-DSL bekommen. Nach 5 km Kupferkabel kommt eben nichts mehr "hinten" an - egal, wieviel man "vorne" reinsteckt.

Und auch die Basisstationen sind nicht immer weniger als 5 km vom Breitband entfernt.

Telly
Es handelt sich um E1-Leitungen, also 2Mbit Primärmultiplexanschlüsse.
Die haben nicht das Reichweitenproblem wie DSL, werden aber nur für
Geschäftskunden genutzt. Diese kann man dann entsprechend bündeln zu n x 2MBit.
Meines Wissens nach aber nur GSM, bei UMTS verlegen die dann oft recht
audwändig Glasfaser. So wie bei uns im Ort. Da gabs bisher kein Glasfaser.

Und das Gemeine: die BTS ist fett angebunden, allerdings will Telekom keine
Outdoor-DSLAMs aufstellen :(
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[1.2.1.1.1.1.1.1] Telly antwortet auf marius1977
19.01.2013 18:58
Es handelt sich um E1-Leitungen, also 2Mbit
Primärmultiplexanschlüsse. Die haben nicht das Reichweitenproblem wie DSL

Kannst Du das einem Laien wie mir näher erklären?

Telly
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[1.2.1.1.1.1.1.1.1] marius1977 antwortet auf Telly
19.01.2013 19:18
Benutzer Telly schrieb:
Es handelt sich um E1-Leitungen, also 2Mbit Primärmultiplexanschlüsse.
Die haben nicht das Reichweitenproblem wie DSL

Kannst Du das einem Laien wie mir näher erklären?

Telly
Sorry, so tief bin ich nicht im Detail: hier der Wiki-Eintrag:

http://de.wikipedia.org/wiki/Standleitung

Es gibt in DE E1 und E3

Wenn Du als Firma nen Primärmultiplexanschluss bestellst (mit Durchwahl) dann hat dieser
30 Sprachkanäle, von der Technik eine E1-Leitung.
Und hier gab es nie das Reichweitenproblem.

Evtl gibt's ja noch andere Leser die das besser erkläre können
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[1.2.1.1.1.1.1.1.1.1] darcduck antwortet auf marius1977
21.02.2013 15:43
Benutzer marius1977 schrieb:
Benutzer Telly schrieb:
Die haben nicht das Reichweitenproblem wie DSL
Kannst Du das einem Laien wie mir näher erklären?
>
Sorry, so tief bin ich nicht im Detail: hier der Wiki-Eintrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Standleitung
...
Evtl gibt's ja noch andere Leser die das besser erkläre können
Wissen tu ich es auch nicht genau, aber mit dem was unter Primärmultiplexanschluss zu finden ist und etwas technischem Wissen lässt sich die folgende Erklärung ableiten:

Statt einer Kupferdoppelader werden 2 verwendet und bei längeren Entfernungen regeneratoren eingesetzt oder eben Glasfaser.

Bei 2 Doppeladern braucht man also schonmal nur das halbe Spektrum (bei guter Schirmung).

ADSL bietet ja neben dem Telefonanschluss auf kurzen Entfernungen 1MBit Upstream und 16 MBit Downstream. Verwendet man wie bei Annex-J die Frequenzen des Telefonanschlusses auch für den Upstream so verdoppelt sich etwas der Upstream, also 2 MBit. Damit gehen auf kurzer Entfernung 18 MBit durch eine Doppelader.

Der Primärmultiplexanschluss muss nun 4 MBit (2 up und 2 down) über 2 doppeladern übertragen, d.h. 2 Mbit auf einer Doppelader, braucht also nur 1/9 der Kapazität. Damit kann man problemlos nur die niedrigen Frequenzen nutzen, die auch über mehrere Kilometer Entfernung noch funktionieren. Gepaart mit der technischen Möglichkeit der Signalaufbereitung unterwegs, lässt sich so wohl tatsächlich auch eine 10km lange Strecke ohne Glasfaser überwinden.
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[1.2.1.1.1.2] Leiter Kundenverarsche³ antwortet auf DenSch
21.02.2013 16:09
Benutzer DenSch schrieb:
Die andern drei haben das nicht. (Bis auf Vodafone die ehemaligen Arcor drähte an den Bahnanalgen).

Stimmt zwar nicht ganz, aber ich finde es ja toll, dass hier der Punkt Festverkabelung bzw. Festnetzanbindung der Mobilfunk-Basisstationen zur Zu- und Abführung vor dem Hintergrund des stetig ansteigenden Datentraffics mal aufgegriffen wird. Das Thema wird von Krethi und Blehti nämlich regelmäßig unterschätzt.
Allein schon wegen deutlich höheren Latenzen und wegen Problemen bei atmosphärischen Störungen ist der Richtfunkt nur eine schlechte Notlösung.

Ein gutes Festnetz ist heutzutage elementar für einen guten Mobilfunk. Und das ist mit ein entscheidender Grund, warum die Telekom die Nase in jeder mobilfunktechnischen Hinsicht ganz weit vorn hat. Statt das eigene Festnetz und Backbone zu verschmähen, zu verkleinern oder gänzlich verrotten zu lassen, sollte sich Vodafone stattdessen lieber redlich darum bemühen dieses zu erweitern. Vodafone ist einer der wenigen Konzerne die vielerorts eine eigene VDSL-Infrastruktur auf die Beine stellen können...

Was das Festnetz anbelangt liegt schon seit Jahren ein fetter Schinken auf dem Tresen, den seltsamerweise keiner anrührt - Versatel. Die haben verdammt viele Festnetzkilometer bundesweit und wären für Vodafone eine perfekte Ergänzung. Anstatt sich auf eine verdammt teure Kabel Deutschland Übernahme einzuschiessen, sollte man vielleicht mal darüber nachdenken, ob nicht Versatel und oder auch kleinere Gesellschaften wie Plusnet (QSC) das langfristig lohnendere Investment ist. Jede Investition in ein Festnetz kommt heutzutage dem Mobilfunk zu gute. Je mehr eigene Kapazitäten man vor, desto weniger muss mann von der Konkurrenz für die Anbindung der eigenen Masten anmieten.

Versatel lohnt. Egal ob für Telefonica, Vodafone oder gar E-Plus. Aber die Hirnis von E-Plus müssen sich ja inzwischen sogar selbsterwählt ihre eigenen Ex-Masten zurückmieten... So wird das langsfristig nichts. Eine ordentliche eigene Infrastruktur tut heutzutage dringend Not. Die DTAG hat's begriffen und macht alles richtig. Wann kommt der Rest der Telcobande endlich auch auf den rettenden Trichter?
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[1.2.1.1.1.2.1] RainerGra_2010 antwortet auf Leiter Kundenverarsche³
21.02.2013 17:01
Benutzer Leiter Kundenverarsche³ schrieb:
Versatel lohnt. Egal ob für Telefonica, Vodafone oder gar E-Plus. Aber die Hirnis von E-Plus müssen sich ja inzwischen sogar selbsterwählt ihre eigenen Ex-Masten zurückmieten... So wird das langsfristig nichts. Eine ordentliche eigene Infrastruktur tut heutzutage dringend Not. Die DTAG hat's begriffen und macht alles richtig. Wann kommt der Rest der Telcobande endlich auch auf den rettenden Trichter?

Aha, du hast also den Stein der Weisen gefunden, aber alle anderen sind zu blöd.

Du weißt genau, welche Maßnahmen sich wie rechnen, kennst die Vertragsdetails, die kurz-, mittel- und langfristigen betriebswirtschaftlichen Berechnungen, die Einflüsse auf Cashflow, Auswirkungen auf Ergebnisse, die strategischen Planungen usw. usw. - solltest du zu Geld machen dieses Wissen.

Wenn dem nicht so ist: Nur weil du die Hintergründe nicht kennst und deshalb Entscheidungen nicht verstehen kannst, steht es dir m.E. nicht unbedingt zu, die Leute, die sich tagtäglich damit beschäftigen und den Markt und die Möglichkeiten genau kennen, indirekt dumm (weil sie die Chance "Versatel" nicht nutzen) oder gar "Hirnis" zu nennen. Klar, manches erscheint einem Außenstehenden ohne Detail- und Hintergrundkenntnisse unverständlich, aber darum muss es noch längst nicht falsch sein. Es gibt übrigens durchaus angesehene Analysten in der Telco-Branche, die sehr wohl Vorteile darin sehen, Sendemasten zu verkaufen und zurück zu mieten. Kommt halt auf die Parameter an.

Rainer
BASE Botschafter

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[1.2.1.1.1.2.1.1] Kevin7289 antwortet auf RainerGra_2010
21.02.2013 17:19
E-Plus hat doch mit Versatel Verträge geschlossen damit die Funkanlagen entsprechend angebunden werden können, das wurde doch sogar auf Teltarif berichtet. Telefonica betreibt auch ein sehr großes Backbone Netz in Deutschland (ca. 40.000 km) und hat mit der Telekom Verträge geschlossen, sodass von 2000 Knotenpunkte der Datentraffic der angeschlossenen Funkanlagen über das Glasfasernetz der Telekom ins Core Netz von o2 weitergeleitet wird.
Meines wissen nach bindet die Telekom alle Sendeanlagen möglichst mit Glasfaser an, aber nur da wo es realisierbar ist. Aber Vodafone scheint mir eigentlich komplett auf Richtfunk zu setzen, da ich immer die großen Richtfunkknoten an den Funkmasten sehe. hier wäre mal ein sehr großer Richtfunkknoten von Vodafone http://de.wikipedia.org/wiki/Vodafone-Funkturm_Stuttgart-Vaihingen
obwohl ich denke dass Vodafone die Sendeanlagen auch per Kabel anbinden könnte. Als angeblicher Premiumanbieter wäre das doch angebracht, die Sendeanlagen mit einer sehr niedrigen Ausfallzeiten und hoher Leistung über Glasfaser anzubinden