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Wozu?


03.11.2012 17:02 - Gestartet von Thunderbyte
Es gibt Paypal bei eBay. Wozu an einem bewährten Konzept etwas ändern?
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[1] Nobert T antwortet auf Thunderbyte
03.11.2012 17:31
Benutzer Thunderbyte schrieb:
Es gibt Paypal bei eBay. Wozu an einem bewährten Konzept etwas ändern?

Die Frage ist nicht Ernst gemeint oder? Der logische Verstand sagt es einem doch- es geht wie immer um Kohle, Geld, Moneten, Zaster, Macht etc.
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[1.1] pandoras antwortet auf Nobert T
03.11.2012 18:26

einmal geändert am 03.11.2012 18:26
damit der Verkäufer nicht nur die ständig steigenden Ebay-Gebühren zahlen darf, sondern nochmal was für das Bezahlen aus der Tasche gezogen bekommen.

In diesem Sinne herzlichen Dank an die lieben BaFin-Mitarbeiter, die es zumindest verzögert haben!!!!
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[1.1.1] ippel antwortet auf pandoras
03.11.2012 19:25
Benutzer pandoras schrieb:
In diesem Sinne herzlichen Dank an die lieben BaFin-Mitarbeiter, die es zumindest verzögert haben!!!!

Also ich bedanke mich bestimmt nicht beim Staat für etwas, was ihn nichts angeht bzw. angehen sollte.

Ich persönlich lehne das Ebay-Bezahlsystem ab. Argumente, die dagegen sprechen, sind Legion. Die brauch ich hier sicher nicht wiederholen.

Nur wenn mir ein Anbieter einer Versteigerungs- und Verkaufsplattform nicht gefällt, dann nutze ich eben sein Angebot nicht. Es gibt genügend Alternativen. Notfalls mache ich selbst eine auf. Ebay ist weder ein Grundrecht noch hat irgend jemand einen Anspruch darauf, daß Ebay ihn auf seine Plattform läßt. Es ist allein die Angelegenheit von Ebay, die Regeln festzulegen. Wem das nicht gefällt, sucht sich einen anderen Anbieter. Da Ebay von den gebühren seiner Kunden lebt, wird Ebay sich dreimal überlegen, was es tut, wenn Kunden abwandern. Die Aktionäre (Eigentümer) werden das gar nicht lustig finden.

Den Staat brauche und will ich dabei nun wirklich nicht. Ich bin erwachsen.
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[1.1.1.1] paresc antwortet auf ippel
03.11.2012 20:54

einmal geändert am 03.11.2012 20:54
Benutzer ippel schrieb:
Nur wenn mir ein Anbieter einer Versteigerungs- und Verkaufsplattform nicht gefällt, dann nutze ich eben sein Angebot nicht. Es gibt genügend Alternativen. Notfalls mache ich selbst eine auf. Ebay ist weder ein Grundrecht noch hat irgend jemand einen Anspruch darauf, daß Ebay ihn auf seine Plattform läßt. Es ist allein die Angelegenheit von Ebay, die Regeln festzulegen. Wem das nicht gefällt, sucht sich einen anderen Anbieter. Da Ebay von den gebühren seiner Kunden lebt, wird Ebay sich dreimal überlegen, was es tut, wenn Kunden abwandern. Die Aktionäre (Eigentümer) werden das gar nicht lustig finden.

Den Staat brauche und will ich dabei nun wirklich nicht. Ich bin erwachsen.
So einfach isses nicht.

Was ist eBay denn?
Im wesentlichen eine Plattform, um (Privat)Kunden zum gewerblichen Verkäufer zu bringen. Die privaten Verkäufer sind mittlerweile eher unwichtig.
Das selbe ist Amazon Marketplace.

Wir haben also gerade einmal 2 Anbieter dieser Dienstleistung. Alle anderen sind unwichtig, da sie wesentlich weniger Umsätze vermitteln.
Das ist also ein Duopol. Beide Anbieter nutzen diese Marktmacht, um den Kunden ihr Bezahlsystem aufzuzwingen, an dem sie nochmal was verdienen.

Amazon macht das jetzt schon, eBay eigentlich auch. Denn das neue Modell ist nicht viel anders wie das alte: das neue System zwingt dem Kunden ein Bezahlsystem auf, und das jetzige ebenfalls, wenn sie mit PayPal ein sicheres System nutzen möchten.
Andere Systeme wie PayPal gibt es zwar auch, die Verkäufer können es aber nicht so einfach wie bei PayPal einbinden.
Als Verkäufer muss man nur die Option PayPal auswählen, die Mailadresse eingeben und fertig. Andere Bezahlsysteme werden umständlich über "siehe Artikelbeschreibung" eingebunden, die Bezahlung startet man manuell, statt das der Käufer einfach PayPal auswählt, sich einloggt und bestätigt.

Das neue Bezahlsystem ist fast genauso wie das alte (abgesehen von den 7 Tagen usw.), nur das es den Kunden statt der Überweisung aufgezwungen wird - gemeinsam mit den Gebühren -, und es von eBay statt PayPal vom Konto abgebucht wird. Das ist zwar sicherer und besser, es herrscht aber kein Wettbewerb zwischen verschiedenen Bezahlsystemen.
Das wird dann verkauft als eine Neuerung, die den Kunden einen zusätzlichen Nutzen schafft.
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[1.1.1.1.1] ippel antwortet auf paresc
03.11.2012 21:27
Benutzer paresc schrieb:
So einfach isses nicht.

Doch, ist es. Ebay hat einen hohen Marktanteil, weil seine Dienstleistungen in der Vergangenheit regen Zuspruch gefunden haben, weil sie weit besser waren, als die der Konkurrenz. Auch das einfache Bezahlsystem (Paypal) hat dazu beigetragen.

Sollte jetzt Ebay schlechter werden, wandern die Kunden eben zu anderen Anbietern ab oder es gründen sich neue. Das geht gerade im Internet notfalls sogar über Nacht. man denke nur daran, wie Facebook entstanden ist.

Und wenn mir Amazon nicht zusagt, kaufe ich eben wo anders ein oder biete wo anders an. Als Kunde kaufe ich bei Amazon sehr gerne ein, weil die Preise meist im unteren Mittelfeld sind und der Service bekanntermaßen gut ist. Sollte sich dies zukünftig ändern, bin ich genauso schnell auch wieder wo anders.

Es ist tatsächlich so einfach. und das ist so schön daran.
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[1.1.1.1.1.1] Überflüssig
ToWo antwortet auf ippel
04.11.2012 11:17
Dieses neue Bezahlsystem (vor allem, wenn es zwangsweise eingeführt werden sollte) ist genauso überflüssig wie Paypal.
Ich bezahle per Überweisung, färdsch!
Meinen Paypal-Account habe ich schon vor Jahren gekündigt, da ich, wenn es ein Problem gibt, mich nicht auch noch mit Paypal und deren absolut undurchsichtigen Geschäftsbedingungen rumärgen will/muss. Das wird dann zwischen dem Verkäufer und mir direkt geklärt.
Bisher habe ich bei Problemen mein Geld immer wieder bekommen............

Grüße
ToWo
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[1.1.1.1.1.1.1] ippel antwortet auf ToWo
04.11.2012 11:42
Das kannst du natürlich tun. Ich als Käufer bevorzuge dagegen ausdrücklich Anbieter, die mir eine Paypal-Zahlung ermöglichen.

Ich muß ja nicht bei dir kaufen und du nicht an mich verkaufen.
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[1.1.1.1.1.1.1.1] ToWo antwortet auf ippel
04.11.2012 13:30

einmal geändert am 04.11.2012 13:33
Hi,

geeeenau! ;-)
Ich mache es halt umgekehrt.
Wurde bisher immer positiv aufgenommen.
Nicht-PayPal-Zahlung spart den Verkäufer auch noch Gebühren.

Grüße
ToWo
PS: Als ich noch PayPal hatte, hatte ich 2 Mal Trödel. Einmal habe ich "dank" Paypal gar nichts zurückbekommen und einmal habe ich nach gaaanz viel Aufwand (Faxen, beweisbar zurückschicken und solcher Aufwand) mein Geld wiederbekommen, allerdings ohne den (auch finanziellen) Aufwand, den ich hatte, zu berücksichtigen. Da ist mir der direkte Weg lieber.....
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[1.1.1.1.1.1.2] Christian_Wien antwortet auf ToWo
04.11.2012 22:59
Benutzer ToWo schrieb:


Ich bezahle per Überweisung, färdsch!

Das ist sicher eine Möglichkeit, allerdings hast du dabei keine Möglichkeit, das Geld zurückzuholen, wenn z.B. die Lieferung nicht erfolgt.
In einem solchen Fall mußt du dich mit dem Verkäufer streiten und hoffen, daß er ehrlich genug (und nicht insolvent) ist, dir das Geld freiwillig zurückzuüberweisen.

Da wäre - wenn du schon nicht PayPal verwenden willst und der Verkäufer dies anbietet - die Zahlung per Kreditkarte die bessere Alternative.
Da kannst du bei Nichtlieferung problemlos reklamieren und der Verkäufer muß beweisen, daß er an dich ( möglichst Rechnungsadresse der Karte) geliefert hat.
Kann er das nicht, bekommt er einen Chargeback und du dein Geld wieder.


Meinen Paypal-Account habe ich schon vor Jahren gekündigt, da ich, wenn es ein Problem gibt, mich nicht auch noch mit Paypal und deren absolut undurchsichtigen Geschäftsbedingungen rumärgen will/muss.

PayPal kann durchaus nicht ganz einfach sein.
Ich verwende es seit Jahren als Kunde und hatte bisher 2 Verkäufer, welche nicht geliefert haben und auch auf mehrere Rückfragen nicht reagiert haben.
Da hat mit PayPal das Geld anstandslos rückerstattet.

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[1.1.1.1.1.1.2.1] ToWo antwortet auf Christian_Wien
05.11.2012 06:59
Hi,

Benutzer Christian_Wien schrieb:
Das ist sicher eine Möglichkeit, allerdings hast du dabei keine Möglichkeit, das Geld zurückzuholen, wenn z.B. die Lieferung nicht erfolgt.
Das ist korrekt, aber ich sehe mir die Verkäufer vorher, so weit es geht, genau an. ;-)

In einem solchen Fall mußt du dich mit dem Verkäufer streiten und hoffen, daß er ehrlich genug (und nicht insolvent) ist, dir das Geld freiwillig zurückzuüberweisen.
Wenn nicht freiwillig, dann eben über einen Anwalt. Ich habe so eine Sache schonmal bis zum Vollstreckungsbescheid durchgezogen.
Hat den Delinquenten einen Haufen Holz gekostet.

Da wäre - wenn du schon nicht PayPal verwenden willst und der Verkäufer dies anbietet - die Zahlung per Kreditkarte die bessere Alternative.
Kostet auch Gebühren und wird von Privatleuten nicht angeboten.

Da kannst du bei Nichtlieferung problemlos reklamieren und der Verkäufer muß beweisen, daß er an dich ( möglichst Rechnungsadresse der Karte) geliefert hat.
Kann er das nicht, bekommt er einen Chargeback und du dein Geld wieder.
Nichtlieferung ist das Einfachste, defekte Ware ist der Knackpunkt. "Spiele" sowas mal mit PayPal durch, dann verlierst Du den Glauben! Nach 2 solcher Aktionen habe ich damals meinen Account gekündigt.

PayPal kann durchaus nicht ganz einfach sein.
Der Konjunktiv ist Klasse! LOL

Ich verwende es seit Jahren als Kunde und hatte bisher 2 Verkäufer, welche nicht geliefert haben und auch auf mehrere Rückfragen nicht reagiert haben.
Da hat mit PayPal das Geld anstandslos rückerstattet.
Wie geschrieben, Nichtlieferung ist easy; defekte Ware ist ein Riesen-Problem.

Aber es soll halt jeder nach seiner Facon glücklich werden......

Grüße
ToWo
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[1.1.1.2] Mueller003 antwortet auf ippel
04.11.2012 22:02
Benutzer ippel schrieb:

Also ich bedanke mich bestimmt nicht beim Staat für etwas, was ihn nichts angeht bzw. angehen sollte.

Was ist das für ein seltsames Verständnis von Staat? Der Staat ist nichts externes, der Staat sind wir selbst. Und uns selbst geht es natürlich etwas an, wie Großkonzerne mit uns umgehen.

Es ist allein die Angelegenheit von Ebay, die Regeln festzulegen.

Gerade, damit Großkonzerne nicht über Ihre Marktmacht ihre Bedingungen durchdrücken können, verabschieden wir als Staat Gesetze und Verordnungen. Als Einzelpersonen sind wir gegen Konzerne machtlos, als Staatsbürger können wir dagegen Regeln verabschieden, die eingehalten werden müssen. Nur als Staatsbürger können wir Datenschutzregeln durchsetzen, können marktdominierende Kartelle verhindern, können Regeln für die Finanzwirtschaft aufstellen.

Daß hier die von uns (als Staat) aufgestellten Regeln für die Durchführung von Finanzleistungen verhindert haben, daß Ebay mit Kundengeldern nach Gutdünken verfährt, ist sehr zu begrüßen. Noch besser wäre es, wenn Ebay aufgrund seiner Marktdominanz ähnlich reguliert würde wie die marktdominierenden deutschen Infrastukturbetreiber (z.B. die Stromnetzbetreiber) von der Bundesnetzagentur.
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[1.1.1.2.1] ippel antwortet auf Mueller003
05.11.2012 04:55
Benutzer Mueller003 schrieb:
Was ist das für ein seltsames Verständnis von Staat? Der Staat ist nichts externes, der Staat sind wir selbst.

Dann formulier ich es anders: Weder dich noch mich noch meinen Nachbarn noch die Putzfrau meines Chefs geht es etwas an, welches Bezahlsystem Ebay anbietet. Entweder man nutzt es oder man läßt es.

Gerade, damit Großkonzerne nicht über Ihre Marktmacht ihre Bedingungen durchdrücken können, verabschieden wir als Staat Gesetze und Verordnungen.

Noch mal: Wenn dir oder mir nicht gefällt, was Ebay tut, dann nutzen du oder ich eben andere Plattformen, lassen es ganz sein oder machen selbst eine auf. Wenn mir die Brötchenpreise meines Bäckers nicht zusagen, kaufe ich eben wo anders ein.

Daß hier die von uns (als Staat) aufgestellten Regeln für die Durchführung von Finanzleistungen verhindert haben, daß Ebay mit Kundengeldern nach Gutdünken verfährt, ist sehr zu begrüßen.

Ebay kann mit Kundengeldern nach Gutdünken verfahren. Denn mir sagt Ebay, bevor ich einen Vertrag mit Ebay abschließe, sehr genau, was der Inhalt und die Bedingungen dieses Vertrages sind. Gefällt mir das nicht, verkaufe ich eben nichts bei Ebay sondern wähle einen anderen Partner. Gib mir €1.000, bekommst nen Bonbon dafür. machst du's? Nein? Schade! Oder doch? Dann beschwer dich hinterher auch nicht beim Staat. Ich habe dir genau gesagt, was du für dein Geld bekommst.

Noch besser wäre es, wenn Ebay aufgrund seiner Marktdominanz ähnlich reguliert würde wie die marktdominierenden deutschen Infrastukturbetreiber (z.B. die Stromnetzbetreiber) von der Bundesnetzagentur.

Aber sonst tickt alles noch richtig, oder? Meine Fresse noch mal: Wenn's dir nicht gefällt, nutze es nicht oder geh zur Konkurrenz. Aber schreib nicht anderen Leuten vor, was sie zu tun oder zu lassen haben. Ich zumindest habe genug mit meinem Leben zu tun und muß mich nicht ständig darum kümmern, daß mein Nachbar auch ja so lebt, wie ich es will.
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[1.1.1.2.1.1] ToWo antwortet auf ippel
05.11.2012 07:02
Hi,

Benutzer ippel schrieb:
Dann formulier ich es anders: Weder dich noch mich noch meinen Nachbarn noch die Putzfrau meines Chefs geht es etwas an, welches Bezahlsystem Ebay anbietet. Entweder man nutzt es oder man läßt es.
Das Problem ist, wenn dieses Bezahlsystem "zwangsweise" eingeführt und keine Alternative zugelassen wird.
Gut, man kann dann einfach (wobei das alles andere als einfach ist) ebay meiden, aber da isses dann die "Marktmacht", die zum Tragen kommt. Und deshalb isses gut, wenn denen auf die Finger geschaut/geklopft wird.

Grüße
ToWo
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[1.1.1.2.1.1.1] ippel antwortet auf ToWo
05.11.2012 07:05
Benutzer ToWo schrieb:
Das Problem ist, wenn dieses Bezahlsystem "zwangsweise" eingeführt und keine Alternative zugelassen wird.

Du hast eine Alternative: Nutz Ebay nicht sondern einen anderen Anbieter oder gründ selbst einen.

Gut, man kann dann einfach (wobei das alles andere als einfach ist) ebay meiden, aber da isses dann die "Marktmacht", die zum Tragen kommt.

Ohne Kunden hat Ebay keine Marktmacht. Wenn genügend Menschen Ebay meiden, weil ihnen etwas nicht gefällt, dann geht Ebay denselben Weg wie AOL. Der Kunde ist es, der Anbietern "auf die Finger schaut".
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[1.1.1.2.1.2] Mueller003 antwortet auf ippel
05.11.2012 20:41
Benutzer ippel schrieb:

Gerade, damit Großkonzerne nicht über Ihre Marktmacht ihre Bedingungen durchdrücken können, verabschieden wir als Staat Gesetze und Verordnungen.

Noch mal: Wenn dir oder mir nicht gefällt, was Ebay tut, dann nutzen du oder ich eben andere Plattformen, lassen es ganz sein oder machen selbst eine auf. Wenn mir die Brötchenpreise meines Bäckers nicht zusagen, kaufe ich eben wo anders ein.

Hat es in Bereichen, wo ein einziger oder wo einige wenige Anbieter den Markt beherrschen, schon mal etwas gebracht, als Kunde zu einem anderern Anbieter zu gehen? Konnte ich als Mobilfunkkunde zu einem anderen Anbieter gehen, wenn mir die Roaming-Aufschläge meines Anbieter zu hoch waren? Nein, es musste erst die Bundesnetzagentur einschreiten und Maximalpreise für Sprache, Daten und SMS innerhalb Europas festlegen.

Daß hier die von uns (als Staat) aufgestellten Regeln für die Durchführung von Finanzleistungen verhindert haben, daß Ebay mit Kundengeldern nach Gutdünken verfährt, ist sehr zu begrüßen.

Ebay kann mit Kundengeldern nach Gutdünken verfahren. Denn mir sagt Ebay, bevor ich einen Vertrag mit Ebay abschließe, sehr genau, was der Inhalt und die Bedingungen dieses Vertrages sind. Gefällt mir das nicht, verkaufe ich eben nichts bei Ebay sondern wähle einen anderen Partner.

Dann nenne doch mal eine wirklich ernstzunehmende Alternative zu Ebay.

Gib mir €1.000, bekommst nen Bonbon dafür. machst du's? Nein? Schade! Oder doch? Dann beschwer dich hinterher auch nicht beim Staat. Ich habe dir genau gesagt, was du für dein Geld bekommst.

Wenn Du mit Marketing und Werbung sowie allmählicher Preissteigerung es geschafft hättest, erst alle anderen Bonbonverkäufer vom Markt zu verdrängen und jetzt niemand mehr da wäre, der überhaupt noch verfleichbare Bonbons anbietet, dann wäre das sehr wohl ein Fall für das lenkende Einschreiten des Staates.

Noch besser wäre es, wenn Ebay aufgrund seiner Marktdominanz ähnlich reguliert würde wie die marktdominierenden deutschen Infrastukturbetreiber (z.B. die Stromnetzbetreiber) von der Bundesnetzagentur.

Aber sonst tickt alles noch richtig, oder? Meine Fresse noch mal: Wenn's dir nicht gefällt, nutze es nicht oder geh zur Konkurrenz. Aber schreib nicht anderen Leuten vor, was sie zu tun oder zu lassen haben. Ich zumindest habe genug mit meinem Leben zu tun und muß mich nicht ständig darum kümmern, daß mein Nachbar auch ja so lebt, wie ich es will.

Hier klingt aber jemand extrem getroffen. Argumentierst Du genauso aggressiv auch gegen die Straßenverkehrsordnung (die vorschreibt, wie ich wo zu gehen oder zu fahren habe), gegen die Informationspflichten im Arzeimittelrecht (die vorschreibt, was ich auf Packungen und Beipackzettel zu drucken habe), gegen Bebauungspläne (die vorschreibt, mit welchen Grenzabständen, welchen Höhen und Dachformen ich bauen darf), und gegen viele weitere Vorschriften, die unsere Entscheidungsvielfalt einschränken?

Dabei geht es überhaupt nicht darum, jemandem eine Lebensweise vorzuschreiben. Sondern es geht darum, daß der einzelne Bürger nur in der Gemeinschaft (also als Staat) in der Lage ist, gegen mächtige Konzerne zu bestehen. Nicht umsonst gibt es eine Bundesnetzagentur nicht nur für physikalische Netze wie Eisenbahn und Fernmeldeleitungen, sondern auch für das Postwesen. Nicht ohne Grund habe wir eine Kartellgesetzgebung, die große Machtkonzentrationen von Unternehmen verhindern soll. Nur international klappt das noch nicht richtig.
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[1.1.1.2.1.2.1] ippel antwortet auf Mueller003
05.11.2012 21:08
Benutzer Mueller003 schrieb:
Konnte ich als Mobilfunkkunde zu einem anderen Anbieter gehen, wenn mir die Roaming-Aufschläge meines Anbieter zu hoch waren?

Natürlich, es gibt Tausende von Anbietern und Tarifen. Manche speziell für das Ausland andere nicht, manche mit Pauschalen oder Kontigenten usw.

Übrigens: Standardprodukte, insbesondere aus dem Molkereibereich, kosten bei allen Discountern dasselbe. Warum wohl? Schlicht und ergreifend, weil die Einkaufspreise stark weltmarktabhängig und für alle gleich sein.

Wenn du jedoch glaubst, dies sei nicht richtig, steht es dir frei, selbst ein unternehmen zu gründen und zu zeigen, daß alle sich irrten und du rehct hattest. Als kleines Dankeschön wirst du dann auch noch Millionär.

Dann nenne doch mal eine wirklich ernstzunehmende Alternative zu Ebay.

Es gibt viele Auktionsplattformen oder Seiten, bei denen ich als Händler verkaufen kann. Bisher waren die Händler und die Kunden (die darüber letztlich entscheiden) wohl mit den beiden größten (Amazon und Ebay) so rundum zufrieden, daß niemand die Veranlassung sah, nach einer Alternative zu schauen - jedenfalls kaum jemand. Nur weil du oder ich etwas für zu teuer, zu schlecht oder sonst etwas halten, bedeutet dies noch lange nicht, daß dies der Markt auch so sieht. Letztlich bestimmen die Kunden darüber und nicht du oder ich.

Wenn Du mit Marketing und Werbung sowie allmählicher Preissteigerung es geschafft hättest, erst alle anderen Bonbonverkäufer vom Markt zu verdrängen und jetzt niemand mehr da wäre, der überhaupt noch verfleichbare Bonbons anbietet, dann wäre das sehr wohl ein Fall für das lenkende Einschreiten des Staates.

Da aber Bonbons jeder ohne Probleme herstellen kann, wird es genügend Anbieter geben, die die Bonbons für weniger als €1.000 anbieten, sondern die Kunden das wollen und mit der Qualität der Bonbons auch zufrieden sind.

Hier klingt aber jemand extrem getroffen.

In der Tat. Mir geht es gehörig auf den Senkel, wenn sich andere Menschen - statt sich um ihr eigenes Leben zu kümmern - ständig in das Leben anderer Menschen einmischen wollen.

Argumentierst Du genauso aggressiv auch gegen die Straßenverkehrsordnung (die vorschreibt, wie ich wo zu gehen oder zu fahren habe)

Wenn ich 100 in einer Fußgängerzone fahre, gefährde ich auf akute, direkte und tatsächliche Weise Menschenleben. Wenn ich bei rot über die Ampel fahre tue ich das auch, weil sich andere auf ihr grün verlassen.

, gegen die Informationspflichten im Arzeimittelrecht (die vorschreibt, was ich auf Packungen und Beipackzettel zu drucken habe)

Auch das sehe ich durchaus kritisch, ja. Würdest du ein Medikament kaufen, welches einen Beipackzettel nur in Chinesisch enthält? Falls ja, ist das deine Sache und es geht mich (und andere) nichts an. Falls nein, warum tust du es nicht und wofür brauchst du dafür den Staat? Aber auch hier gibt es wenigstens noch einen direkten Bezug zur Gefährdung von Leben.

gegen Bebauungspläne (die vorschreibt, mit welchen Grenzabständen, welchen Höhen und Dachformen ich bauen darf)

Sofern jemand nicht das Eigentum anderer beschädigt, sollte er auf seinem eigenen Grund und Boden tun und lassen können, was er will. Es ist nicht mein Eigentum oder deins. Weder mir noch dir gehört es. Und solange das Handeln des Nachbarn nicht mein oder dien Eigentum beschädigt, geht es mich nichts an, wie sein haus aussieht, welche Farbe es hat, ob er ein Gewerbe darin betreibt und wie oft er mit seiner Frau schläft.

Dabei geht es überhaupt nicht darum, jemandem eine Lebensweise
vorzuschreiben. Sondern es geht darum, daß
der einzelne Bürger
nur in der Gemeinschaft (also als Staat)
in der Lage ist, gegen mächtige Konzerne zu bestehen.

Schwachsinn. Kein unternehmen bietet etwas an, was der Kunde nicht will. Purer Selbsterhaltungstrieb (auch Gier genannt). Wenn der Bäcker gegenüber das Brötchen für €100 anbietet, brauche ich dazu keinen Wucher-Paragraphen. Ich kaufe es nicht. Schlicht und ergreifend. Und spätestens drei Wochen später, wird der Bäcker seine Brötchen nicht mehr für diesen Preis anbieten, weil er entweder pleite ist oder die Preise gesenkt hat. Finden sich jedoch genügend Käufer für seine teuren Brötchen, geht mich das nichts an.

Nicht umsonst gibt es eine Bundesnetzagentur nicht nur für physikalische Netze wie Eisenbahn und Fernmeldeleitungen, sondern auch für das Postwesen. Nicht ohne Grund habe wir eine Kartellgesetzgebung, die große Machtkonzentrationen von Unternehmen verhindern soll. Nur international klappt das noch nicht richtig.

Umsonst schon, aber nicht ohne Grund. Gesetze gibt es niemals grundlos. Fast immer ist die Allmachtsphantasie der Politiker im Spiel, es besser zu wissen als diejenigen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen. Politiker wollen und brauchen Macht. Ein mensch, der selbst über sein Leben entscheidet und ein Staat, der sich nur um den Rahmen kümmert, in welchem der Mensch frei leben kann, ist den allermeisten Politikern ein Graus. Denn dann hätten sie keine Macht mehr.
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[1.1.1.2.1.2.1.1] ippel antwortet auf ippel
06.11.2012 04:54
Benutzer base station schrieb:
Deine Vorstellungen sind die eines linken Anarchisten

Ich schrieb ganz bewußt, was ich als Aufgabe des Staates sehe.

Ansonsten mußte ich eben laut lachen. Erst vor zwei Tagen wurde ich als N*a*z*i und dann als rechter Nationalist beschimpft, als ich mich an anderer Stelle ganz genauso geäußert habe.

Ich muß dann immer unwillkürlich an George Orwell denken. Da war bekanntlich Krieg Frieden und Frieden Krieg. Offenbar ist Sklaverei heute Freiheit und Freiheit Sklaverei.

Traurig zu sehen, was politische Indoktrination aus Menschen machen kann. Dabei ist es nicht neu. Schon die Israeliten wollten damals nach ihrer Befreiung durch Mose lieber wieder in die Sklaverei zurück als ein freies aber beschwerliches Leben auf ihrem Weg nach Kanaan zu führen.
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[1.1.1.2.1.2.1.1.1] ippel antwortet auf ippel
08.11.2012 05:32
Benutzer base station schrieb:
Was Du nicht verstehst ist, daß ohne Antitrust und -Kartellegesetze und deren Durchsetzung durch den Staat, sich Monopole, Kartelle, Gilden oder Zünfte oder sonstige Verschwörungen gegen die Allgemeinheit bilden würden. Die würden dann alles tun um die Marktgesetze auszusetzen und ihre eigenen Spielregeln durchzusetzen.

Ohne die Einmischung der Politik, hätte keine Vereinigung jemals die macht, Marktgesetze außer Kraft zu setzen. Das kann und tut nur und allein der Staat. Im freien Markt gibt es kein Monopol oder Kartell (ausgenommen natürliche), die längere Zeit Bestand hätten. Es gibt immer wieder neue Marktteilnehmer, die mehr Umsatz und Gewinn möchte und schon allein deshalb außerhalb des Kartells stehen.

Nur der Staat bildet Monopole von Dauer. Vor allem verteidigt er sie mit Gewalt. Beispiele dafür gibt es ja genügend.
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[1.1.1.2.1.2.1.1.1.1] ippel antwortet auf ippel
09.11.2012 04:50
Benutzer base station schrieb:

Danke, daß Du bestätigst, daß ich Dich
richtige einschätze.

Solche utopischen Vorstellung, wie Du sie
hast, sind bei Linken
üblich.

Ach ist das süß, jetzt wurde ich schon als N*a*z*i, Zionist, Antisemit und Kommunist bezeichnet. Linke verweigern sich der Realität und lassen sich. Braunen wir roten Sozialisten ist übrigens eines gleich: Sie hassen die Freiheit des Menschen und lieben die Macht des Staates. Soviel zu deiner Einschätzung.

Genau wie Du, Du glaubt das beim Versuch Anarchismus zu haben,
Marktwirtschaft automatisch eintritt.

Linke/Kommunisten glauben nicht an Anarchie! Sie wollen den allmächtigen Staat. Und mit Marktwirtschaft haben sie gar nichts am Hut.

Jeder Markteilnehmer versucht die Marktregeln zu seinen Gunsten auszusetzen, indem er sich mit anderen zusammenschließt. Ein Kartell bildet, Anbieter die nicht mit dem Kartell kooperieren ausschaltet und den Markteintritt neuer Anbieter verhindert.

Ohne die Hilfe des Staates kann dies aber kein Marktteilnehmer tun. Und kein Marktteilnehmer handelt selbstlos. Jeder will für sich das beste. Da dies alle tun - Anbieter wie Kunden - ergibt sich ein Gleichgewicht.

Wo Du sinngemäß meintest, es würde gar nix ausmachen wenn MicroSoft den browser Markt beherrschen würde, denn jeder könnte ja immer einen alternativen browser einsetzen.

Und genauso ist es!
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[1.1.1.2.1.2.1.1.1.1.1] ippel antwortet auf ippel
10.11.2012 06:01
Benutzer base station schrieb:
Und mit Marktwirtschaft haben sie gar nichts am Hut.

Genau wie Du.

ROFL. OK, jetzt krieg ich wieder Luft und beende das hier. Genau hier bei Teltarif wurde mir vor nicht mal drei Tagen vorgworfen, ich sei ein so böser Mensch, weil ich eine radikale Marktwirtschaft propagieren würde. Und das sei ja so unsozial.

Ich schlage vor, du wechselst den Beruf und wirst Hellseher. Offenbar kennst du Mitmenschen, die du nicht einmal getroffen hast, ja schon ganz automatisch in- und auswendig. Ach muß das schön sein, so ein einfaches Menschenbild zu haben.