Diskussionsforum
  • 20.07.2013 11:15
    ger1294 schreibt

    Leider kommt beim Endkunden nix an.

    Trotz inzwischen stark gesunkenem Mobilfunk-Interconnect kommt beim Endkunden leider wenig davon an.
    Alle Festnetzbetreiber verlangen weiterhin zwischen 17 und 25 Cent pro Minute bei 60/60 Taktung. (Während der IC gerade mal rund 2 Cent brutto bei 1/1 Taktung kostet).
    Im Mobilfunkbereich geht kaum ein Anbieter unter 9 oder gar 19 Cent in Fremdnetze. ALlnet Flats kosten immer noch ein Vermögen im Vergleich zu anderen Ländern.

    Warum gibt es bei uns keine Preise wie in Österreich ?
    dort: 1000 Minuten in alle Netze, 1000 MB & 1000 SMS für 8,80 € mtl. bei uns zahlt man für vergleichbare Leistung mindestens 20 €, bei besseren Netzbetreibern ist man gleich über 30 € (wo man in A dann auch schon ab 15 € fündig wird).
  • 20.07.2013 14:45
    ger1294 antwortet auf krassDigger
    Benutzer krassDigger schrieb:
    > Ein Klick, schon ist billig:

    Ganz so leicht ist es nicht. das meiste ist Prepaid, in der Handhabung also umständlich. Nützt dir außerdem nichts, wenn immer mehr Provider wie O2, M-Net(neue Anschlüsse) die Endgeräte vorschreiben und die Einrichtung zusätzlicher VoIP-Provider gleichzeitig darin verhindern. (Stichwort: Firmwarebeschnittene FritzBoxen) .

    Bestandskunden bietet Easybell die 3,9 Cent übrigens nicht an, sondern verrechnet weiterhin 9,9 Cent. Ich müsste also einen zweiten Account aufmachen nur für Mobilgespräche, da die Auslandsgespräche über den neuen Tarif wiederum viel zu teuer sind.
  • 21.07.2013 11:47
    bholmer antwortet auf ger1294
    Benutzer ger1294 schrieb:
    >
    >
    > Bestandskunden bietet Easybell die 3,9 Cent übrigens nicht an,
    >
    sondern verrechnet weiterhin 9,9 Cent. Ich müsste also einen
    >
    zweiten Account aufmachen nur für Mobilgespräche, da die
    >
    Auslandsgespräche über den neuen Tarif wiederum viel zu teuer
    >
    sind.

    Stimmt leider.
    Aber einfach 2. Vertrag bei Easybell abschließen, geht auch Postpaid, Rufnummer des Bestandskundenvertrags übermitteln lassen, 2. VoIP in die Fritzbox und die Wahlregel für Mobilfunk auf den zweiten Vertrag einstellen. Außer dass man 2 Rechnungen bekommt, fällt es nicht mehr auf. Keine Anschlussgebühr, keine monatliche Grundgebühr. Die 3,9 Cent sind erstmal garantiert bis Ende des Jahres. Bisher sind die Konditionen aber immer verlängert worden. Und die 1 Cent/min ins Festnetz hat Easybell schon seit Jahren unverändert.
    Und mit der zusätzlichen Festnetznummer, die bei 010010 dabei ist kann man dann noch irgendwas machen.

    Das einzige was mich bisher daran hindert ganz zu Easybell zu wechseln ist die Tatsache, dass die weiterhin keine 0900er Anrufe routen und meine Telefonanlage daher keine Festnetz-SMS über Materna/Annyway mehr schicken könnte.
  • 20.07.2013 12:14
    einmal geändert am 20.07.2013 12:15
    tatort antwortet auf ger1294
    Benutzer ger1294 schrieb:

    > Warum gibt es bei uns keine Preise wie in Österreich ?
    >
    dort: 1000 Minuten in alle Netze, 1000 MB & 1000 SMS für 8,80
    >
    € mtl. bei uns zahlt man für vergleichbare Leistung mindestens
    >
    20 €, bei besseren Netzbetreibern ist man gleich über 30 € (wo
    >
    man in A dann auch schon ab 15 € fündig wird).

    Wo gibt es das in Österreich? Ich finde dort solche Angebote eigentlich nie.

    In Deutschland werden die Minutenpreise kaum noch sinken. Man muss sich selbst über Allnet- Flats oder Minutenpakete optimieren. Und für einen Wenig- Telefonierer ist es vollkommen egal, ob er für eine Minute 9 Cent oder 6 Cent bezahlt. Wegen 1,50 EUR im Monat (bei 50 Minuten Nutzung) wechselt meiner Ansicht nach niemand den Anbieter. Von daher macht auch für die Telefonunternehmen eine Preissenkung gar keinen Sinn. Bei Laufzeitverträgen mit Netzflats oder Minutenpaketen war doch der Trend in den vergangen Jahren eher gegenläufig: der Preis für zusätzliche Minuten wurde oft von 19 auf 29 Cent erhöht.

  • 20.07.2013 14:53
    ger1294 antwortet auf tatort
    Benutzer tatort schrieb:
    >
    > Wo gibt es das in Österreich? Ich finde dort solche Angebote
    >
    eigentlich nie.
    Yessss von Hofer, 8,80 EUR, 1000 MB, 1000 Minuten, 1000 SMS.
    Um 10-12 € mtl. gibt es ähnliche Angebote weiterer Netzbetreiber in Österreich.
    >
    > In Deutschland werden die Minutenpreise kaum noch sinken. Man
    >
    muss sich selbst über Allnet- Flats oder Minutenpakete
    >
    optimieren.
    Allnet Flats bieten die Festnetzbetreiber nicht an, Minutenpakete gibt es ebenfalls nicht fürs Festnetz.
    Mir geht es v.a. um die Sache, dass vom Festnetz zu Mobil nahezu ausnahmslos weiterhin 19-25 Cent pro Minute verlangt werden obwohl der Interconnect von über 10 Cent auf jetzt 2 Cent gesunken ist, das ist m.E. Wucher. Und es machen alle mit: Vodafone (die sogar in ihr eigenes Netz gar keinen IC zahlen), Telekom (dito), O2 dsl, 1&1, M-net, etc....
    Es werden dann wenn überhaupt, "großzügige" Optionen angeboten, wie 4,99 € monatlich für eine Preissenkung von 19,9 auf 9,9 Cent zu zahlen, was auch nicht wirklich prickelnd ist.

    Und für einen Wenig- Telefonierer ist es vollkommen
    > egal, ob er für eine Minute 9 Cent oder 6 Cent bezahlt. Wegen
    >
    1,50 EUR im Monat (bei 50 Minuten Nutzung) wechselt meiner
    >
    Ansicht nach niemand den Anbieter.
    Das ist richtig, aber es gibt eben auch viele selbständige oder kleine Unternehmer (gerade Handwerker, Pflegedienste, etc.) die ein hohes Aufkommen vom Festnetz zum Handy haben, für diese bringen die großgepriesenen IC-Senkungen seit Jahren nichts, da die Minutenpreise nicht sinken.

    Von daher macht auch für die
    > Telefonunternehmen eine Preissenkung gar keinen Sinn. Bei
    >
    Laufzeitverträgen mit Netzflats oder Minutenpaketen war doch
    >
    der Trend in den vergangen Jahren eher gegenläufig: der Preis
    >
    für zusätzliche Minuten wurde oft von 19 auf 29 Cent erhöht.

    Eine Preissenkung für die Festnetzunternehmen macht auf jeden Fall Sinn. Nehmen wir an, mein Festnetzprovider M-net würde den Preis vom Festnetz aufs Handy von derzeit 19,9 Cent auf 7 Cent senken, so würde ich alle Gespräche vom Festnetz zu Mobil sowie derzeit auch von Mobil zu Mobil (über Call Through) führen und er würde rund 5 Cent pro Minute daran verdienen.
    Jetzt führe ich die Gespräche über Easybell oder vermeide sie ganz und er verdient 0 Cent pro Minute.
    Dann ist da das Problem,dass immer schwieriger erkennbar ist, in welchem Netz eine Rufnummer überhaupt geschaltet ist, da Portierungen oder Zersplitterungen (Subprovider) existieren. 1&1 bietet z.B. netzinterne Gespräche kostenlos an, kann mir aber zu einer Rufnummer nicht die Auskunft geben, ob sie bei ihnen geschaltet ist oder nicht.... soviel dazu. D.h. erst nach Führen eines u.u. kostenpflichtigen Gesprächs (für teure 29 Cent/Minute) und Abwarten der 1.Rechnung weiß ich das. Da 1&1 auch beliebige Nummern mit Vodafone Vorwahl vergibt, also nicht wie bei einigen anderen Providern bestimmte Blöcke vorzugsweise verwendet werden, ist es an der Nummer absolut nicht erkennbar.
  • 20.07.2013 15:48
    Wiewaldi antwortet auf tatort
    Benutzer tatort schrieb:
    > Benutzer ger1294 schrieb:
    >
    > > Warum gibt es bei uns keine Preise wie in Österreich ?
    > >
    dort: 1000 Minuten in alle Netze, 1000 MB & 1000 SMS für 8,80
    > > € mtl.
    > Wo gibt es das in Österreich? Ich finde dort solche Angebote
    >
    eigentlich nie.
    >
    Geht in Österreich sogar noch billiger als 8,80: 3Single.
    Alles drin um 7 Euro. http://www.drei.at/webshop/prepareSelectionTarifDetail.do?tarifId=ATS0081&snId=C74645
  • 20.07.2013 17:06
    tatort antwortet auf Wiewaldi
    Benutzer Wiewaldi schrieb:
    > Benutzer tatort schrieb:
    > > Benutzer ger1294 schrieb:
    > >
    > > > Warum gibt es bei uns keine Preise wie in Österreich ?
    > > >
    dort: 1000 Minuten in alle Netze, 1000 MB & 1000 SMS für 8,80
    > > >
    € mtl.
    > > Wo gibt es das in Österreich? Ich finde dort solche Angebote
    > >
    eigentlich nie.
    > >
    > Geht in Österreich sogar noch billiger als 8,80: 3Single.
    >
    Alles drin um 7 Euro.
    > http://www.drei.at/webshop/prepareSelectionTarifDetail.do?tarifId=ATS0081&snId=C74645


    "Zzgl. 20 Euro Servicepauschale pro Jahr und 49 Euro Aktivierungsentgelt. Kündigungsfrist: 12 Wochen zum Ende jedes Kalendermonats"
    So etwas würde doch hier zu einem riesigen Getöse führen...
  • 22.07.2013 08:45
    mikiscom antwortet auf ger1294
    Benutzer ger1294 schrieb:
    > Alle Festnetzbetreiber verlangen weiterhin zwischen 17 und 25
    >
    Cent pro Minute bei 60/60 Taktung.

    Nun ja, ganz so extrem sind se nun auch nicht. Easybell will bloß 9,8 Cent pro Minute vom Festnetz aufs Handy. Das ist doch schon human.

    > Im Mobilfunkbereich geht kaum ein Anbieter unter 9 oder gar 19
    >
    Cent in Fremdnetze. ALlnet Flats kosten immer noch ein Vermögen
    >
    im Vergleich zu anderen Ländern.

    Direkt ja, indirekt kannst Du aber bei voller Ausschöpfung für 10 Euro 200 Minuten in alle Netze tratschen = 5 Cent pro Minute. Darin ebenfalls enthalten sind 200 SMSe (ebenfalls 5 Cent pro SMS) und 200 MB ungedrosselte Daten.
    Insgesamt also schon mehr als günstig. Selbst wenn Du nur telefonieren würdest, wärst Du mit 5 Cent schon günstiger als die üblichen 9 Cent.

    > Warum gibt es bei uns keine Preise wie in Österreich ?
    >
    dort: 1000 Minuten in alle Netze, 1000 MB & 1000 SMS für 8,80
    > € mtl.

    Gut zugegeben, von solchen Preisen können wir hier nur träumen. Aber hier ist die Fläche auch größer und die Anbieter müssen mehr Türme aufstellen, wenn auch vermutlich mehr Kunden.
  • 07.04.2014 18:27
    montaxx antwortet auf mikiscom

    > > Warum gibt es bei uns keine Preise wie in Österreich ?
    > >
    dort: 1000 Minuten in alle Netze, 1000 MB & 1000 SMS für 8,80
    > >
    € mtl.
    >
    > Gut zugegeben, von solchen Preisen können wir hier nur träumen.
    >
    Aber hier ist die Fläche auch größer und die Anbieter müssen
    >
    mehr Türme aufstellen, wenn auch vermutlich mehr Kunden.
    Du sagst es ja indirekt selbst:Österreich hat prozentual mehr und schwierigeres Gebirge als Deutschland,das viele ebene,leicht zu bearbeitende Flächen hat und deshalb günstiger mit Türmen zu versorgen ist.Der größeren Anzahl von notwenigen Sendetürmen in D steht außerdem auch eine vielfach höhere Anzahl an Kunden hierzulande gegenüber.Dennoch funken die Österreicher billiger.Haben wohl niedrigere Gewinnmargen.Immerhin eines musste man hier heute nicht lesen:Vor Jahren,als ich das Thema hier schon einmal angesprochen hatte,bekam ich eine ebenso schnippische wie unwissende Reaktion zu lesen:Da behauptete einer allen Ernstes,die Österreicher könnten so billig telefonieren,weil durch die deutschen Touristen das Telefonieren dort quersubventioniert würde :-)
  • 07.04.2014 22:19
    peanutsger antwortet auf montaxx
    Benutzer montaxx schrieb:
    > Dennoch funken die Österreicher billiger.Haben wohl niedrigere
    >
    Gewinnmargen

    Das kann sein, muß aber nicht.

    Man müßte mal eine Analyse der Aufwendungen bei den Mobilfunkbetreibern vornehmen, um solch eine Behauptung aufstellen zu können.

    Ein Unternehmer kann eine Leistung trotz identischer Gewinnmarge anbieten, wenn er bei geringeren Umsätzen adäqut niedrigere Kosten hat.

    Ein Grund, weshalb ein Unternehmen höhere Umsätze erwirtschaften müsste als ein anderes, um auf die gleiche Marge zu kommen, können u.a. höhere Steuern oder andere Abgaben (z.B. Lohnnebenkosten, Gebühren für die Nutzung öffentlicher Flächen, etc) sein.

    Beispiel:
    In Deutschland wurden 2000 für die UMTS-Lizenzen 50 Mrd Euro kassiert., was rd 600€/Einwohner entspricht. In Österreich lagen die Kosten pro Einwohner hingegen bei nur 100€!!
    Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Versteigerung_der_UMTS-Lizenzen_in_Deutschland

    Sicherlich könnte man sich hier noch austoben und diverse andere Vergleiche anstellen, aber dazu fehlt mir die Zeit.

    Ich wollte nur zeigen, dass die obige Annahme der niedrigeren Marge östereichischer Mobilfunkanbieter eben überhaupt nicht stimmen muß ...