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Erfahrung mit Outdoor-Navi von Garmin


19.08.2012 15:31 - Gestartet von thd1
Gern möchte ich diesen interessanten Beitrag um meine Erfahrungen mit einem Outdoor-Navi von Garmin ergänzen. Das Venture Cx habe ich vor ca. 6 Jahren angeschafft, damals waren dafür 400 Euro fällig. Die heute erhältlichen Nachfolgemodelle sind deutlich preiswerter. Kartenmaterial muss(te) extra gekauft werden, für ganz Europa (City Navigator Europe NT) kamen da noch einmal 100,00 Euro dazu. OpenStreetView befand sich damals noch in den Anfängen.

Das Gerät mit Farbdisplay ist sehr robust, auch nach mehrjähriger Nutzung sind bis auf die verblassende Beschriftung fast keine Gebrauchsspuren zu sehen. Auch gegen leichten bis mäßigen Regen ist es unempflindlich, bei stärkerem Regen habe ich es dann doch immer eingepackt (und meist auch die Fahrt unterbrochen). Die separat erhältliche Fahrradhalterung (ca. 15 Euro) passt perfekt, musste aber nach ca. 3 Jahren wegen Abnutzung ausgetauscht werden. Immerhin gab es die aber noch, obwohl das Gerät schon nicht mehr erhältlich war.

Die auf dem Gerät aufgespielte Navigationssoftware ist für die Kfz-Navigation programmiert. Zwar kann man auf "Fahrrad" umschalten, das führt aber nur dazu, dass man nicht über Autobahnen geleitet wird. Das von mir immer noch genutzte Kartenmaterial aus dem Jahre 2006 enthält keine fahrradspezifischen Informationen. Daher ist eine Navigationsführung allein mit dem Gerät nicht sinnvoll möglich. Zwar kann man angeben, dass man Fernstraßen vermeiden möchte, das führt aber dazu, dass man teilweise riesige Umwege fährt oder über Feldwege geleitet wird. Es gibt auch spezielle Outdoorkarten zu kaufen, die sind mir aber ehrlich gesagt zu teuer und ermöglichen auch keine Point-to-Point-Navigation auf dem Gerät.

Mit der zusammen mit dem Kartenmaterial gelieferten Software kann man vor der Tour am PC eine Tour planen und Wegpunkte setzen. Erforderlich ist aber wegen des Fehlens der fahrradspezifischen Karteninformation eine ergänzende Fahrradkarte auf Papier. Das ist recht aufwändig und ich mache das eigentlich fast nie.

Meist nutze ich für die Routenplanung eine normale Fahrradkarte auf Papier und binde das Garmin-Navi ergänzend ein, in dem ich am Navi unterwegs etwa 20 bis 30 km entfernte Zwischenziele eingebe. Da trifft die Garmin-Software dann meist die von mir gedachte Route und man vermeidet, an jeder Kreuzung oder Abzweigung einen Blick auf die Karte werfen zu müssen. Das funktioniert ziemlich gut und ich möchte diese Möglichkeit wirklich nicht mehr missen. Außerdem kann man - wenn man Lust hat - auch mal quer durch den Wald fahren und weiß immer genau, in welcher Richtung man unterwegs und wie weit das nächste angepeilte Dorf noch entfernt ist.

Ideal ist das Gerät im Stadtverkehr, zum Beispiel um am Abend schnell das Hotel oder die Pension zu finden, in der man die Übernachtung gebucht hat. Die Routenführung funktioniert wie bei einem Kfz-Navi nur ohne Sprachausgabe. Statt dessen gibt es unauffällige, aber auch im Stadtverkehr gut höhrbare Beep-Töne, die auf ein erforderliches Abbiegen aufmerksam machen. Die Navigationsführung ist genau und eindeutig.

Die Stromversorgung funktioniert über zwei normale AA-Akkus, die voll geladen etwa drei volle Tage durchhalten.