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Recycling


17.06.2012 11:17 - Gestartet von Boarder111
Hier ist ganz klar der Gesetzgeber gefordert schnell eine sinnvolle Lösung zu finden. Dies geht nicht über Pfand, sondern über eine klare Regelung der Altgeräterücknahme. Denn das ist das Problem an der Geschicht.
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[1] mirdochegal antwortet auf Boarder111
17.06.2012 13:12
Benutzer Boarder111 schrieb:
Hier ist ganz klar der Gesetzgeber gefordert schnell eine sinnvolle Lösung zu finden. Dies geht nicht über Pfand, sondern über eine klare Regelung der Altgeräterücknahme. Denn das ist das Problem an der Geschicht.

Halbwegs verantwortungsbewusste Menschen wissen auch heute schon, dass man ein altes Handy (ebenso wie z.B. andere Elektrogeräte, Medikamente, Giftstoffe) nicht einfach in die Mülltonne donnert, sondern getrennt der Weiterverwertung zuführt.

Gibt es überhaupt verlässliche Schätzungen, wie viele Handys im Müll landen?
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[1.1] koelli antwortet auf mirdochegal
17.06.2012 13:50
Benutzer mirdochegal schrieb:
Halbwegs verantwortungsbewusste Menschen wissen auch heute schon, dass man ein altes Handy nicht einfach in die Mülltonne donnert

Nur leider gibt es nicht sehr viele "halbwegs verantwortungsbewusste Menschen"!

Anders kann ich es mir nicht erklären, dass in unserem Mietshaus Plastikmüll, Dosen, Glas und Papier auch immer wieder in der normalen Mülltonne landen... Dabei steht direkt daneben die gelbe Tonne für Verpackungen. Aber dann müsste man sich ja die Mühe machen, und Verpackungen extra sammeln. Das ist ja auch soooo schwer...
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[1.1.1] blubbla antwortet auf koelli
18.06.2012 09:05
Anders kann ich es mir nicht erklären, dass in unserem Mietshaus Plastikmüll, Dosen, Glas und Papier auch immer wieder in der normalen Mülltonne landen... Dabei steht direkt daneben die gelbe Tonne für Verpackungen. Aber dann müsste man sich ja die Mühe machen, und Verpackungen extra sammeln. Das ist ja auch soooo schwer...

kann ich leider bestätigen. bei uns genauso. ein gelber container, ein blauer für papier und sechs restmüll container. der gelbe und blaue sind meistens nur halb gefüllt am tag der abholung und die anderen 6 bis hoch zum rand. und nicht gerade selten entsorgen die leute dann ihren ungetrennten müll auch gerne in der gelben und blauen weil sie nicht einen tag noch warten können bis die anderen 6 tonnen wieder leer sind.
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[1.1.2] ippel antwortet auf koelli
18.06.2012 11:12
Benutzer koelli schrieb:
Anders kann ich es mir nicht erklären, dass in unserem Mietshaus Plastikmüll, Dosen, Glas und Papier auch immer wieder in der normalen Mülltonne landen...

Also auch ich trenne ausschließlich Papier - und das hauptsächlich aufgrund des Volumens. In unserer Kommune erfolgt die Sammlung des DSD über die Gelben Säcke. Und ich habe ganz bestimmt keine Lust, mir drei Wochen lang Gelbe Säcke in den Keller zu stellen. Wo Gelbe Tonnen verwendet werden, mag die Situation eine andere sein.

Darüber hinaus: Der größte Teil des Inhalts eines Gelben Sacks besteht wohl aus Kunststoffen. Restmüll wird in Deutschland verbrannt. Aufgrund der gesunkenen Restmüllmengen und des stetig sinkenden Brennwerts, müssen die Verbrennungsanlagen ständig Gas oder Öl in die Brennkammer einleiten, um die für die Verbrennung nötigen Temperaturen zu halten. Das kostet Geld und Rohstoffe.

Plastikmüll dagegen hat nahezu denselben Brennwert wie frisches Öl. Jedes Kilogramm Plastikmüll spart also fast einen Liter öl. Auf diese Weise läßt sich Plastikmüll hervorragend recyclen. Erst findet der Kunststoff als Verpackung seinen Einsatzzweck und dann noch einmal als Brennstoff.

Ich wäre also schön blöd, würde ich Plastikmüll in den Gelben Sack tun, solange in meiner Restmülltonne noch Platz ist.
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[1.1.2.1] spunk_ antwortet auf ippel
18.06.2012 13:15
Benutzer ippel schrieb:

Ich wäre also schön blöd, würde ich Plastikmüll in den Gelben Sack tun, solange in meiner Restmülltonne noch Platz ist.

im gegenteil:
Gelber sack ist kostenfrei - die Restmülltonne wird nach Gewicht abgerechnet.


der Kunde ist also schön blöd nicht alles was geht in den Sack zu stopfen.
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[1.1.2.1.1] ippel antwortet auf spunk_
18.06.2012 13:17
Benutzer spunk_ schrieb:
der Kunde ist also schön blöd nicht alles was geht in den Sack zu stopfen.

Bei uns wird sie nach Volumen, also pro bestellter Tonne, abgerechnet.
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[1.1.2.1.1.1] getodavid antwortet auf ippel
18.06.2012 14:26
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer spunk_ schrieb:
der Kunde ist also schön blöd nicht alles was geht in den Sack zu stopfen.

Bei uns wird sie nach Volumen, also pro bestellter Tonne, abgerechnet.

Der Restmüll ja, der Gelbe Sack nicht. Die Entsorgung für den gelben Sack/gelbe Tonne wird mit einer Entsorgungspauschale auf Verpackungen die du bereits beim Kauf der verpackten Produkte im Supermarkt bezahlst beglichen. Nicht hinterher an die Entsorgungsbetriebe. Bzw. konkreter: Eigentlich ist der Hersteller der Ware verpflichtet, die Verpackung zurückzunehmen. Um das nicht im Laden machen zu müssen zahlt er pro Verpackung an das DSD, dass dann wiederum Entsorgungsunternehmen beauftragt die Verpackungen gesammelt bei den Konsumenten zu Hause abzuholen. Die Entsorgung ist aber durch den Hersteller bezahlt worden - und der holt sich das Geld natürlich über den Produktpreis beim Kunden.

Und gerade deswegen meint er eben "schön blöd" wenn man den Grünen-Punkt-Müll in die graue Tonne stopft, deren Abfuhr nach Volumen vom Privathaushalt selbst bezahlt wird statt in den Gelben Sack für den man bereits bezahlt hat. Stopf alles was darf da rein, dann ist in deiner grauen Tonne mehr Platz, du kannst dir eine kleinere bestellen und sparst somit. Oder du stopfst dort weiterhin die Grüne-Punkt-Verpackungen rein und bezahlst dann für deren Entsorgung doppelt. Einmal beim Kauf der Produkte und einmal an Abfuhrvolumen in der Grauen Tonne.

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[1.1.2.1.1.1.1] koelli antwortet auf getodavid
18.06.2012 14:30
Benutzer getodavid schrieb:
Die Entsorgung für den gelben Sack/gelbe Tonne wird mit einer Entsorgungspauschale auf Verpackungen die du bereits beim Kauf der verpackten Produkte im Supermarkt bezahlst beglichen.

Nur landen in der gelben Tonne auch Sachen ohne grünem Punkt drauf. Einige Firmen (wie dm) weigern sich nämlich, für den grünen Punkt zu bezahlen. Deshalb werfe ich deren Verpackungen aber trotzdem dort rein.
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[1.1.2.1.1.1.2] ippel antwortet auf getodavid
18.06.2012 15:18
Benutzer getodavid schrieb:
Oder du stopfst dort weiterhin die Grüne-Punkt-Verpackungen rein und bezahlst dann für deren Entsorgung doppelt. Einmal beim Kauf der Produkte und einmal an Abfuhrvolumen in der Grauen Tonne.

Das gilt erst einmal nur, wenn ich eine Tonne einsparen könnte. Das ist bei uns nicht der Fall.

Zweitens bleiben die Gesamtkosten gleich. Weniger Gelber Sack, weniger Kosten beim Recyclen, weniger Kosten für die Unternehmen, weniger Kosten für den Kunden. Dafür eben etwas mehr Kosten beim Restmüll - abzüglich Brennstoff, der eingespart wird.
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[1.1.2.2] koelli antwortet auf ippel
18.06.2012 13:50
Benutzer ippel schrieb:
Der größte Teil des Inhalts eines Gelben Sacks besteht wohl aus Kunststoffen. Restmüll wird in Deutschland verbrannt. Aufgrund der gesunkenen Restmüllmengen und des stetig sinkenden Brennwerts, müssen die Verbrennungsanlagen ständig Gas oder Öl in die Brennkammer einleiten, um die für die Verbrennung nötigen Temperaturen zu halten. Das kostet Geld und Rohstoffe.

Daran sieht man also, wie katastrophal Müllverbrennungsanlagen sind!

Plastikmüll dagegen hat nahezu denselben Brennwert wie frisches Öl. Jedes Kilogramm Plastikmüll spart also fast einen Liter öl. Auf diese Weise läßt sich Plastikmüll hervorragend recyclen.

Recyceln? Wenn ich Plastik verbrenne, statt zu recyclen, nur um Öl für die Müllverbrennungsanlage zu sparen, dass läuft doch ganz eindeutig etwas falsch!
Wie kann man Müllverbrennungsanlagen so dimensionieren, dass man Rohstoffe zum Betrieb einfach so verheizt, statt sinnvoll zu recyceln?
Wenn eine Verbrennungsanlage nicht ausgelastet ist, soll man sie schließen.
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[1.1.2.2.1] getodavid antwortet auf koelli
18.06.2012 14:16
Benutzer koelli schrieb:

Wie kann man Müllverbrennungsanlagen so dimensionieren, dass man Rohstoffe zum Betrieb einfach so verheizt, statt sinnvoll zu recyceln?
Wenn eine Verbrennungsanlage nicht ausgelastet ist, soll man sie schließen.

Wieso soll sie nicht ausgelastet sein nur weil der Heizwert des Restmülls zu niedrig ist, um ohne Zusatzbrennstoffe eine Befeuerung am Leben zu erhalten? Das hat doch mit der Auslastung nichts zu tun, nur mit der Energieeffizienz. Eben WEIL wir heute alles recyclen was recyclebar ist und irgendeinen Wert besitzt verbleibt nur noch minderwertiger Restmüll der von alleine nicht mehr ausreichend brennt. Das kann noch so viel sein und die Anlage ausgelastet bis überlastet sein - das Zeug brennt nunmal einfach nicht wenn alle wertigen und energiehaltigen Stoffe daraus zuvor entfernt und dem Recycling zugeführt wurden. Was soll deiner geschätzen Meinung nach also mit dem nicht recyclebarem Restmüll mit geringem Brennwert dann bitte künftig sonst geschehen? Wieder wie früher ab auf die Deponie und unter der Erde begraben?
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[1.1.2.2.1.1] koelli antwortet auf getodavid
18.06.2012 14:27
Benutzer getodavid schrieb:
Eben WEIL wir heute alles recyclen was recyclebar ist und irgendeinen Wert besitzt verbleibt nur noch minderwertiger Restmüll der von alleine nicht mehr ausreichend brennt.

Dann sind Müllverbrennungsanlagen eben der falsche Weg.
Es ist sowieso mehr als fragwürdig, zwar die Mülldeponie zu entlasten, dafür aber haufenweise Verbrennungsabgase zu produzieren.

Was soll deiner geschätzen Meinung nach also mit dem nicht recyclebarem Restmüll mit geringem Brennwert dann bitte künftig sonst geschehen? Wieder wie früher ab auf die Deponie und unter der Erde begraben?

Was auf der Deponie landet (und das kann ja nicht mehr viel sein, wenn deiner Meinung nach das Meiste recycelt wird), verursacht keine Verbrennungsabgase.
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[1.1.2.2.1.1.1] getodavid antwortet auf koelli
18.06.2012 15:22
Benutzer koelli schrieb:
Was auf der Deponie landet (und das kann ja nicht mehr viel sein, wenn deiner Meinung nach das Meiste recycelt wird), verursacht keine Verbrennungsabgase.

Dieser Restmüll enthält in der Regel Giftstoffe und Stoffe die im Laufe der Zeit Gifte absondern können - von Babywindeln über Hygieneartikeln bis zu Zigarettenkippen etwa. Die Verbrennung wird gerade deshalb gewählt, weil der Großteil dieser Gifte bei den dortigen hohen Temperaturen zerstört und der Rest in der Regel über die Filteranlagen der Verbrennung aussortiert und somit zumindest erheblich minimiert wird. Bei Deponielagerung besteht grundsätzlich die Gefahr, dass diese Gifte in die Umgebung (insbesondere ins Grundwasser) abgegeben werden können. Zwar werden Deponien entsprechend abgedichtet, die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt aber klar dass das in den seltensten Fällen einwandfrei und auf Dauer problemlos funktioniert.
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[1.1.2.2.1.1.2] RE: Recycling ... und Realität in Deutschland
helltwin antwortet auf koelli
23.06.2012 12:53
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer getodavid schrieb:
Eben WEIL wir heute alles recyclen was recyclebar ist und irgendeinen Wert besitzt verbleibt nur noch minderwertiger Restmüll der von alleine nicht mehr ausreichend brennt.

Dann sind Müllverbrennungsanlagen eben der falsche Weg. Es ist sowieso mehr als fragwürdig, zwar die Mülldeponie zu entlasten, dafür aber haufenweise Verbrennungsabgase zu produzieren.

Was soll deiner geschätzen Meinung nach also mit dem nicht recyclebarem Restmüll mit geringem Brennwert dann bitte künftig sonst geschehen? Wieder wie früher ab auf die Deponie und unter der Erde begraben?

Was auf der Deponie landet (und das kann ja nicht mehr viel sein, wenn deiner Meinung nach das Meiste recycelt wird), verursacht keine Verbrennungsabgase.



So, jetzt nach den Recycling-Theorien aus den (natürlich Hochglanz!-) Prospekten der Verwerter also die Realität in Deutschland:

Der über DSD (eine Gelddruckmaschine für die beteiligten Unternehmen) eingesammelte Müll wird grob in gut und weniger gut recyclebar getrennt. Bedeutet in erster Linie metallische und nicht-metallsche Bestandteile. Metallische Bestandteile werden meist wiederverwertet, nicht-metallische gehen in die ... ja, wohin? ... Richtig: Müllverbrennung.

Die schön schwammig formulierten gesetzlichen Grundlagen in Deutschland machens möglich, daß dies in vielen Fällen auch als Recycling deklariert werden darf und wird! Das hilft, die gesetzlich vorgegebene Recycling-Quote zu (über-)erfüllen.

Unterschied von grünen-Punkt-Müll zum Restmüll: Beim Restmüll muß die Anlieferung bei der Müllvebrennung meist (noch) bezahlt werden, weil der durchschnittliche Heizwert zu gering ist. Für grünen-Punkt-Müll gibt es kräftig Geld (inzwischen im sehr guten dreistelligen Euro-Betrag pro Tonne), weil Plastik saugut brennt. Und das zusätzlich zu dem, was DSD (an dem die großen Entsorger alle beteiligt sind) für die Entsorgung bezahlt.

Soviel zum Thema "aus dem alten Joghurtbecher wird wieder ein neuer"...

Ausnahmen, die wirklich recycelt werden, sind teilweise nur sehr sortenreine Sammlungen (z.B. Einweg-Getränkeflaschen).

Ach ja, Müll, der übrigbleibt, aus "wirtschaftlichen Gründen" (i.d.R. NICHT aus technischen Gründen(!)) nicht recycelt wird oder wo die Kapazitäten zum Trennen einfach nicht reichen, wird natürlich nicht verbuddelt. Er wird, viel einfacher, auf einen Berg geschüttet, denn natürlich gibt es die Deponieberge überall in Deutschland und es werden ständig neue angelegt.

Kurz zusammengefaßt: Es gehr nicht um Umwelt, Ressourcen, Emissionen oder sonst irgendwas. Es geht einzig um GELD. Entsorgungsunternehmen ging es schon immer gut und wird es bis auf weiteres gut gehen.

Glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede, ich arbeite inzwischen lange genug bei einer Entsorgungsbude. Und: in unseren Image-Broschüren steht natürlich auch drin, was und wieviel wir für die Umwelt tun, wieviel CO2 wir sparen und was das alles kostet. Irgendwie müssen die Gebühren ja gerechtfertigt sein.

Gruß, Carsten
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[1.1.2.2.2] ippel antwortet auf koelli
18.06.2012 15:14
Benutzer koelli schrieb:
Daran sieht man also, wie katastrophal Müllverbrennungsanlagen sind!

Die sind sogar sehr gut: Liefern Energie, können riesige Mengen verarbeiten und kein Müll muß mehr verbuddelt werden.

Recyceln?

Ja, die Rohstoffe werden mehrfach verwendet.

Wie kann man Müllverbrennungsanlagen so dimensionieren, dass man Rohstoffe zum Betrieb einfach so verheizt, statt sinnvoll zu recyceln?

Das Müllaufkommen ist schwankend. Dank des deutschen Fetisch Mülltrennung kommt man leider ohne "Zufütterung" nicht aus. Die Alternative wäre das Verbuddeln in der Landschaft, was gesetzlich nicht mehr zulässig ist (und wahrscheinlich in einem dichtbesiedelten Land wie Dtl. auch nicht wirklich sinnvoll ist).

Wenn eine Verbrennungsanlage nicht ausgelastet ist, soll man sie schließen.

Eine einmal gebaute Anlage kann man nicht ohne Millionen- oder gar Milliardenverluste einfach schließen. Und es gibt keine wirkliche Alternative für den Restmüll - jedenfalls nicht in Deutschland.
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[2] koelli antwortet auf Boarder111
17.06.2012 13:48
Benutzer Boarder111 schrieb:
Hier ist ganz klar der Gesetzgeber gefordert schnell eine sinnvolle Lösung zu finden.

Guter Witz!
Der Gesetzgeber hat es ja bis heute nicht mal geschafft, die Geschäfte zu verpflichten, alte Energiesparlampen zurückzunehmen!
Wieso existiert diese Pflicht für Batterien, aber nicht für Sparlampen und auch nicht für Elektroartikel?
Wer fährt denn schon extra wegen einem kaputten Toaster zum Recyclinghof?
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[2.1] spunk_ antwortet auf koelli
17.06.2012 14:25
Benutzer koelli schrieb:

Wer fährt denn schon extra wegen einem kaputten Toaster zum Recyclinghof?

hängt sicher vom örtlichen Unternehmen/Verwaltung ab. oft wird das mindestens einmal jährlich auf Anforderung auch abgeholt.

getrentn ist Elektro, Sonder- (also Lacke und Gifte und so Firlefanz) und Sperrmüll und ganz gerne Gartenabfall.
der ist sogar wertvoll.

wenn ein Mobiltelefon so wertvoll ist: was gibt es dafür beim Entsorger?
wenn der Preis ähnlich wie bei nem Katalysator ist wird die Rücknahemhöhe schnell sinnvoll steigen.
aber wozu sollte man Wertstoffe verschenken?

ich täte nie auf die Idee kommen einen Katalysator zu verschenken.


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[2.1.1] Telly antwortet auf spunk_
17.06.2012 14:30
wenn ein Mobiltelefon so wertvoll ist: was gibt es dafür beim Entsorger?

Real gab vor Wochen 5 Euro. Da ich da aber sehr selten bin, weiß ich nicht, ob das eine Aktion war oder Dauereinrichtung.

Telly
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[2.1.1.1] spunk_ antwortet auf Telly
17.06.2012 14:37
Benutzer Telly schrieb:

Real gab vor Wochen 5 Euro. Da ich da aber sehr selten bin, weiß ich nicht, ob das eine Aktion war oder Dauereinrichtung.

das ist mal gut.

denn dieese bescheuerten Aktionen bei irgendwelchen Handybuden sind bescheuert.
das Gerät muss sich noch einschalten lassen: was bei einem tiefentladenen Akku nie geht.
wenn die Müll wollen sollen die auch Müll akzeptieren.
aber die wollen abzocken und den Apparat weiter verscheuern.

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[2.1.1.2] ippel antwortet auf Telly
18.06.2012 11:16
Benutzer Telly schrieb:
Real gab vor Wochen 5 Euro. Da ich da aber sehr selten bin, weiß ich nicht, ob das eine Aktion war oder Dauereinrichtung.

Ja, wunderbar. Damit ist das Problem dann wohl erledigt.
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[2.1.1.2.1] Telly antwortet auf ippel
18.06.2012 11:45
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer Telly schrieb:
Real gab vor Wochen 5 Euro. Da ich da aber sehr selten bin, weiß ich nicht, ob das eine Aktion war oder Dauereinrichtung.


Ja, wunderbar. Damit ist das Problem dann wohl erledigt.

Wenn es eine Dauereinrichtung ist, ja. Zeigte es uns doch, dass hier jemand ist, der 5 Euro dafür bezahlt. Das diese Geräte dann keiner Verwertung zugeführt werden, kann ich dabei nicht annehmen.

Wie gesagt - nur dann, wenn es keine Werbeaktion war. Was ich gesehen hatte war aber, dass dies für jedes Gerät gilt ohne dass ich ein neues kaufen musste.

Telly
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[2.1.2] Robophone antwortet auf spunk_
17.06.2012 17:34
Benutzer spunk_ schrieb:
Benutzer koelli schrieb:

Wer fährt denn schon extra wegen einem kaputten Toaster zum Recyclinghof?

hängt sicher vom örtlichen Unternehmen/Verwaltung ab. oft wird das mindestens einmal jährlich auf Anforderung auch abgeholt.

getrentn ist Elektro, Sonder- (also Lacke und Gifte und so Firlefanz) und Sperrmüll und ganz gerne Gartenabfall.
der ist sogar wertvoll.

wenn ein Mobiltelefon so wertvoll ist: was gibt es dafür beim Entsorger?
wenn der Preis ähnlich wie bei nem Katalysator ist wird die Rücknahemhöhe schnell sinnvoll steigen.
aber wozu sollte man Wertstoffe verschenken?

ich täte nie auf die Idee kommen einen Katalysator zu verschenken.



Vor einem Monat hatten wir dieses Thema schon diskutiert. Ja die Edelmetalle und Seltenen Erden in einem Handy sind schon wertvoll und die Recyclingfirmen sind schon auf diese Metalle heiss drauf und möchten diese möglichst günstig von den Menschen bekommen.

Die klugen Verbraucher, die sich darüber Gedanken gemacht hatten und nachgerechnet hatten, sind der Meinung, dass die Firmen, die recyclen eine goldene Nase daran verdienen können, wenn sie genug solcher Schrotthandys bekommen.

Es gibt statistische Angaben, wieviel ein Handy im Schnitt an Gold, Silber, Palladium, Kupfer, seltenen Erden hat.

Er hat 0,002 gramm Gold, 0.09 gramm Silber, 0.0002 gramm Palladium, 0,8 gramm Kupfer usw.

Über Seltene Erden weiss ich nicht, denke aber, dass die auch bis 0,2-0,5 gramm pro Handy vorhanden sind.


Und jetzt rechnen sie mal! Wenn man 50.000 solcher Schrotthandys recycelt, gewinnt man 1 Tonne! reines Gold auf kosten der Verbraucher. Und 1 Unze kostet ca. 1500 US$. Da hat man bei 1 Kilo 48.000 US$ -Steuern und bei 1 Tonne= 48.000.000 US $ -Steuern.

Das ist der Sinn der Geschichte. Natürlich wollen die in erster Linie Edelmetalle bekommen.

Die anderen Firmen möchten die Handys weiterverkaufen und nur am Wiederverkauf was verdienen, da sie selbst nicht recycleln können und daran nichts verdienen können.


Es lohnt sich also meistens für Otto-normalos nicht. Es sei denn, man hat viele billige Handys, die man kostenlos gewonnen oder geschenkt bekommen hat. Dann hat man schönes Dazuverdienst.

Alles andere ist Verlustgeschäft, besonders bei alten Handys , die bis 800-1000 gramm Gewicht haben und besonders viele Edelmetalle inkl ausziehbare Antenne für guten E+-Empfang besitzen und mehr als 5 Euro wert sind.

30 Euro mindestens sollte man für diese geben, da die Handys einen höheren Wert wegen Zusatzfutures haben, die in den heutigen Handys fehlen.

Und Katalisator sollte man wegen Platin einschmelzen und die Platin als Hortungmetall in heutigen Krisenzeiten aufbewahren.

Den Aluminium und Eisen kann man bei Schrotthändlern eintauschen, aber der Gewinn ist mickrig-3 bis 5 Euro pro 20 Kilo Eisen oder Aluminium. Ein hartes Geschäft. Platin und Palladium sind wesentlich angenehmer und gewinnträchtiger bei Recycling und Wiederverkauf.
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[2.1.2.1] Telly antwortet auf Robophone
17.06.2012 19:25

einmal geändert am 17.06.2012 19:34
Also ich zweifele jetzt mal nicht Deine genannten Variablen an. Aber alleine die Rechnung ist falsch:

Es gibt statistische Angaben, wieviel ein Handy im Schnitt an Gold, Silber, Palladium, Kupfer, seltenen Erden hat.

Er hat 0,002 gramm Gold

Und jetzt rechnen sie mal! Wenn man 50.000 solcher Schrotthandys recycelt, gewinnt man 1 Tonne! reines Gold auf kosten der Verbraucher.

0,002 gramm x 50.000 Handys = 100 gramm und nicht 1 Tonne!

sondern ein zehntausenstel Tonne! (1 Tonne = 1.000 kg = 1.000.000 gramm; /100 g)

Und 1 Unze kostet ca. 1500 US$. Da hat man bei 1 Kilo 48.000 US$ -Steuern und bei 1 Tonne= 48.000.000 US $ -Steuern.

48.000.000 US$ / 10.000 = 4.800 US$ / 50.000 Handys = rund 10 US-Cent je Handy.

Wir können auch noch anders rechnen:

48.000.000 US$ / 50.000 Handys = 960 US$ je Handy reiner Goldanteil?????

Telly
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[2.1.2.2] paul-G antwortet auf Robophone
17.07.2012 21:16
das Recycling von handys ist in deutschalnd glaube ich tatsächlich schon recht fortschrittlich. Aber die Seltenen Erden in anderen Geräten werden noch ohne anschauen entsorgt. Eine sehr interessante arbeit dazu hab ich hier gelesen: http://www.diplom.de/Qualitatives-quantitatives-Sekundaerrohstoffpotential-Seltenen-Erden-LCD-Fernsehern/18311.html

da geht es um die Seltenen Erden in LCD-Fernsehern. Da scheint auch einiges drin zu sein
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[2.1.3] ippel antwortet auf spunk_
18.06.2012 11:16
Benutzer spunk_ schrieb:
wenn ein Mobiltelefon so wertvoll ist: was gibt es dafür beim Entsorger?
wenn der Preis ähnlich wie bei nem Katalysator ist wird die Rücknahemhöhe schnell sinnvoll steigen.
aber wozu sollte man Wertstoffe verschenken?

So ist es! Das nennt man Marktwirtschaft. Meine Eltern beispielsweise sammeln Papier und andere Wertstoffe und verkaufen sie an Wertstoffaufkäufer. Es gibt marktübliche Preise pro Kilogramm, die auch ständig schwanken - wie das eben so üblich ist.

Wären die Rohstoffe im Handy so wertvoll, daß sich eine Wiederverwertung wirtschaftlich lohnen würde, könnte man überall seine Handys zu einem angemessenen Preis verkaufen. Ganz offenbar ist das aber nicht der Fall.

Da aber Mülltrennung bei Deutschen dank jahrelanger Indoktrinierung geradezu orgastische Züge hat, sind Sachargumente wohl eh irrelevant.
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[2.2] ippel antwortet auf koelli
18.06.2012 11:18
Benutzer koelli schrieb:
Wer fährt denn schon extra wegen einem kaputten Toaster zum Recyclinghof?

Warum sollte ich? Ein Toaster besteht aus Plastik und Metall. Der paßt wunderbar in den Restmüll. Dort werfe ich ihn auch hinein.
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[2.2.1] koelli antwortet auf ippel
18.06.2012 13:45
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
Wer fährt denn schon extra wegen einem kaputten Toaster zum Recyclinghof?

Warum sollte ich? Ein Toaster besteht aus Plastik und Metall. Der paßt wunderbar in den Restmüll. Dort werfe ich ihn auch hinein.

Weil Elektrschrott eben NICHT in den Hausmüll soll!
Das dumme ist eben nur, dass die Regierung den Händlern keine Rücknahmeverpflichtung auferlegt, so wie es bei Batterien seit Jahren üblich ist.
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[2.2.1.1] ippel antwortet auf koelli
18.06.2012 15:09
Benutzer koelli schrieb:
Weil Elektrschrott eben NICHT in den Hausmüll soll!

Was ist denn das für ein "Argument"?
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[2.2.1.1.1] koelli antwortet auf ippel
18.06.2012 22:16
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
Weil Elektrschrott eben NICHT in den Hausmüll soll!

Was ist denn das für ein "Argument"?
Das ist kein Argument, es ist gesetzlich verboten, Elektroschrott im Hausmüll zu entsorgen
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[2.2.1.1.1.1] ippel antwortet auf koelli
19.06.2012 17:09
Benutzer koelli schrieb:
Das ist kein Argument, es ist gesetzlich verboten, Elektroschrott im Hausmüll zu entsorgen

Ja und? Und wenn im Gesetz stände, der Mund ist viereckig, dann ist das eben auch so, oder was? Deutsche schalten das Gehirn aus, wenn der Staat es sagt, oder was soll das heißen?
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[2.2.1.1.1.1.1] koelli antwortet auf ippel
19.06.2012 18:26
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
Das ist kein Argument, es ist gesetzlich verboten, Elektroschrott im Hausmüll zu entsorgen

Ja und? Und wenn im Gesetz stände, der Mund ist viereckig, dann ist das eben auch so, oder was? Deutsche schalten das Gehirn aus, wenn der Staat es sagt, oder was soll das heißen?

Auch ohne das Gesetz des Staates sollte einem klar sein, dass in Elektrogeräten wertvolle Rohstoffe stecken, die man recyceln kann!
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[2.2.1.1.1.1.1.1] ippel antwortet auf koelli
19.06.2012 20:46
Benutzer koelli schrieb:
Auch ohne das Gesetz des Staates sollte einem klar sein, dass in Elektrogeräten wertvolle Rohstoffe stecken, die man recyceln kann!

Wenn diese Rohstoffe so wertvoll wären, würde es Tausende von Firmen geben, die mir Geld für meine alten Geräte zahlen. Gibt es aber nicht. Ergo: Sie sind nicht so wertvoll, daß sich eine Wiederverwertung lohnt.
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[2.2.1.1.1.1.1.1.1] koelli antwortet auf ippel
19.06.2012 21:21
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
Auch ohne das Gesetz des Staates sollte einem klar sein, dass in Elektrogeräten wertvolle Rohstoffe stecken, die man recyceln kann!

Wenn diese Rohstoffe so wertvoll wären, würde es Tausende von Firmen geben, die mir Geld für meine alten Geräte zahlen. Gibt es aber nicht. Ergo: Sie sind nicht so wertvoll, daß sich eine Wiederverwertung lohnt.

Es muss sich ja nicht immer alles finanziell lohnen. Ist es nicht genauso wichtig, dass es sich aus Sicht der Umwelt lohnt?
Zum Glück gibt es wenigstens kommunale Sammelstellen, die nicht auf Profit aus sind, sondern den Elektroschrott einfach so sammeln und dem Recycling zuführen.
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[2.2.1.1.1.1.1.1.1.1] ippel antwortet auf koelli
20.06.2012 05:23
Benutzer koelli schrieb:
Es muss sich ja nicht immer alles finanziell lohnen.

Es wird ständig von "wertvollen" Rohstoffen oder "Wertstoffen" geredet. Das ist aber schlicht falsch - jedenfalls für die Dinge, die in einem Haushalt anfallen.

Ist es nicht genauso wichtig, dass es sich aus Sicht der Umwelt lohnt?

Das wäre der nächste Punkt, der zu hinterfragen ist. Wie definiere ich denn den Vorteil für die Umwelt? Weniger Giftstoffe? Ja, das wäre ein durchaus gutes Argument. Aber ist das wirklich der Fall? Und bei welchen Rohstoffen ist es das?

Zum Glück gibt es wenigstens kommunale Sammelstellen, die nicht auf Profit aus sind, sondern den Elektroschrott einfach so sammeln und dem Recycling zuführen.

Kein Kunststück. Werden solche Sammelstellen doch durch die unter Gewaltandrohung eingetriebenen Gelder der Steuerzahler finanziert. Und fremdes Geld gibt sich bekanntlich immer am besten aus.
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[2.2.1.1.1.1.1.1.1.1.1] helltwin antwortet auf ippel
23.06.2012 13:23
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
Es muss sich ja nicht immer alles finanziell lohnen.

Es wird ständig von "wertvollen" Rohstoffen oder "Wertstoffen" geredet. Das ist aber schlicht falsch - jedenfalls für die Dinge, die in einem Haushalt anfallen.

Ist es nicht genauso wichtig, dass es sich aus Sicht der Umwelt lohnt?

Das wäre der nächste Punkt, der zu hinterfragen ist. Wie definiere ich denn den Vorteil für die Umwelt? Weniger Giftstoffe? Ja, das wäre ein durchaus gutes Argument. Aber ist das wirklich der Fall? Und bei welchen Rohstoffen ist es das?

Zum Glück gibt es wenigstens kommunale Sammelstellen, die nicht auf Profit aus sind, sondern den Elektroschrott einfach so sammeln und dem Recycling zuführen.


?!? Und was machen die dann damit? Selbst auseinanderbauen?

Natürlich nicht. Bei den (allermeisten) kommunalen Sammelstellen stehen selbstverständlich Container der großen Entsorger (oder ihrer Tochter- oder sonstwie eng verbadelten Unternehmen). Und was tun die damit? Richtig. Was sich mit geringem finanziellem Aufwand recyclen läßt (in erster Linie Schrott): verkaufen. (Kunststoff-)Gehäuse: (je nach Sorte) verbrennen oder deponieren. Platinen: Im Normalfall (noch?) nach Afrika oder Asien verscheuern. Was die damit machen, weiß der Himmel.

Gruß, Carsten




Kein Kunststück. Werden solche Sammelstellen doch durch die unter Gewaltandrohung eingetriebenen Gelder der Steuerzahler finanziert. Und fremdes Geld gibt sich bekanntlich immer am
besten aus.
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[2.2.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] koelli antwortet auf helltwin
23.06.2012 15:48
Benutzer helltwin schrieb:
Was sich mit geringem finanziellem Aufwand recyclen läßt (in erster Linie Schrott): verkaufen. (Kunststoff-)Gehäuse: (je nach Sorte) verbrennen oder deponieren.

Wenn Kunststoffe angeblich nicht recycelt werden: Woher stammen dann bitte Plastik-Einkaufstüten aus 100% Recycling-Kunststoff?

Und: Geh mal zu Lidl. Da steht groß und fett, dass der Anteil von recyceltem Kunststoff für ihre Einweg-Plastik-Flaschen in den letzten Jahren von 30% auf nun 50% gesteigert wurde!
Also besteht jede bei Lidl gekaufte Getränkeflasche zur Hälfte aus Altplastik.
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[…2.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] ippel antwortet auf koelli
23.06.2012 15:58
Benutzer koelli schrieb:
Wenn Kunststoffe angeblich nicht recycelt werden: Woher stammen dann bitte Plastik-Einkaufstüten aus 100% Recycling-Kunststoff?

Natürlich werden Kunststoffe (auch) recycelt. Aber das ist ja überhaupt nicht der Punkt. Relevant ist, ob es ökonomisch sinnvoll ist.

Führt die Verwendung von Recyclingkunststoffen in den von dir genannten Flaschen zu niedrigeren oder wenigstens nicht höheren Kosten für die Flaschen? Falls ja, dann ist der Einsatz von recycelten Kunststoffen sicher sinnvoll. Und dann werden das die Hersteller auch gerne tun.

Man kann ja Wertstoffe (wie sie so schön heißen) auch selbst bei kommerziellen Aufkäufern abgeben. Da bekommt man dann Geld für sein Altpapier, weniger Geld für Pappe, ne Menge Geld für Metalle und absolut kein Geld für Kunststoffe und Elektrogeräte. Warum wohl?
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[…1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] koelli antwortet auf ippel
23.06.2012 16:13
Benutzer ippel schrieb:
Natürlich werden Kunststoffe (auch) recycelt. Aber das ist ja überhaupt nicht der Punkt.

Doch, das ist der Punkt, da hier behauptet wurde, Kunststoffe, die im "Grünen Punkt"-Container landen, würden nur verbrannt oder deponiert.

Relevant ist, ob es ökonomisch sinnvoll ist.

Natürlich, es zählt immer nur die Ökonomie, aber nie die Ökologie...

Führt die Verwendung von Recyclingkunststoffen in den von dir genannten Flaschen zu niedrigeren oder wenigstens nicht höheren Kosten für die Flaschen?

Ja. Der Flaschenpreis ist nicht gestiegen.
Warum sollte er auch? Schließlich werden ja 50% weniger Frischware benötigt. Und durch das Einwegpfand sammelt Lidl an seinen Automaten ja selber den benötigten Altkunststoff ein.
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[…1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1] ippel antwortet auf koelli
23.06.2012 16:19
Benutzer koelli schrieb:

Ja. Der Flaschenpreis ist nicht gestiegen.

Was daran liegen könnte, daß die anderen Rohstoffpreise gesunken sind oder das Lidl quersubventioniert oder günstigere Zuliefere gefunden hat oder es als Werbekosten verbucht oder oder oder natürlich der Recyclingkunststoff günstiger ist. Allerdings ist er qualitativ minderwertiger. Deshalb sind seinem Einsatz Grenzen gesetzt.

Warum sollte er auch? Schließlich werden ja 50% weniger Frischware benötigt.

Dafür muß unreine Altware kostenintensiv recycelt werden.

Und durch das Einwegpfand sammelt Lidl an seinen Automaten ja selber den benötigten Altkunststoff ein.

Was ebenfalls wieder eine Menge Geld kostet.
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[…1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.2] helltwin antwortet auf koelli
23.06.2012 19:12
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer ippel schrieb:
Natürlich werden Kunststoffe (auch) recycelt. Aber das ist ja überhaupt nicht der Punkt.

Doch, das ist der Punkt, da hier behauptet wurde, Kunststoffe, die im "Grünen Punkt"-Container landen, würden nur verbrannt oder deponiert.

Schon wieder nicht richtig gelesen...DSD-Müll aus dem Container wird natürlich nicht deponiert, sondern (zu einem erheblichen Anteil) thermisch verwertet. DSD-Müll ist zum deponieren zu schade. Außerdem wäre DAS verboten.


höheren
Kosten für die Flaschen?

Ja. Der Flaschenpreis ist nicht gestiegen.
Warum sollte er auch? Schließlich werden ja 50% weniger Frischware benötigt. Und durch das Einwegpfand sammelt Lidl an seinen Automaten ja selber den benötigten Altkunststoff ein.

...und durch die nicht zurückgebrachten Flaschen überhaupt erst das Geld, um sich solche Späße wie Wasser, das zu dem Preis eigentlich nicht anbietbar ist, überhaupt leisten zu können. Aber das wäre ein anderer Thread.


Gruß, Carsten
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[…2.1.1.1.1.1.1.1.1.1.1.2] helltwin antwortet auf koelli
23.06.2012 19:02
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer helltwin schrieb:
Was sich mit geringem finanziellem Aufwand recyclen läßt (in erster Linie Schrott): verkaufen. (Kunststoff-)Gehäuse: (je nach Sorte) verbrennen oder deponieren.

Wenn Kunststoffe angeblich nicht recycelt werden: Woher stammen dann bitte Plastik-Einkaufstüten aus 100% Recycling-Kunststoff?


...mein Posting nicht richtig gelesen... Natürlich werden Kunststoffe recycelt, wenn sie (in Ausnahmefällen) sortenrein erfaßt worden sind. Beispiel hierfür waren Einwag-Getränkeflaschen. Oder eine weitgehend sortenreine Erfassung in Industriebetrieben. Aber DSD-Haushaltssammlungen werden außerhalb von Pilotprojekten (von denen es immer viele schöne Pressefotos gibt) natürlich nicht zu neuen Plastiktüten gemacht.

Und: Geh mal zu Lidl. Da steht groß und fett, dass der Anteil von recyceltem Kunststoff für ihre Einweg-Plastik-Flaschen in den letzten Jahren von 30% auf nun 50% gesteigert wurde! Also besteht jede bei Lidl gekaufte Getränkeflasche zur Hälfte aus Altplastik.

S.o. Abgesehen davon ist eine Zahl mit einem %-Zeichen dahinter eine statistische Angabe. Und da versteht der Urheber der Statistik möglicherweise doch etwas anderes unter der Zahl, als Du lesen möchtest.

Gruß, Carsten
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[2.2.1.1.1.1.1.1.1.2] spunk_ antwortet auf koelli
20.06.2012 09:07
Benutzer koelli schrieb:

Es muss sich ja nicht immer alles finanziell lohnen. Ist es

und eben das zeigt, dass die Stoffe darin eben nicht wertvoll sind.

es lohnt sich nichtmal für die Firmen die versuchen diese weiterzuverwerten.

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[2.2.2] mirdochegal antwortet auf ippel
18.06.2012 15:59
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
Wer fährt denn schon extra wegen einem kaputten Toaster zum Recyclinghof?

Warum sollte ich? Ein Toaster besteht aus Plastik und Metall. Der paßt wunderbar in den Restmüll. Dort werfe ich ihn auch hinein.

Aufheben und Sammeln bis es sich lohnt zum Sammelplatz zu fahren. Oder auf den Sperrmülltermin warten. In der Restmülltonne wird dein Toaster nicht weiterverwertet sondern auf die Deponie gekippt oder verbrannt.
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[2.2.2.1] ippel antwortet auf mirdochegal
18.06.2012 17:16
Benutzer mirdochegal schrieb:
In der Restmülltonne wird dein Toaster nicht weiterverwertet sondern auf die Deponie gekippt oder verbrannt.

Wäre es wirtschaftlich sinnvoll, ihn wiederzuverwerten, gäbe es Tausende von Unternehmen, die mir Geld für meinen alten Toaster anbieten würden. Die gibt es nicht. Es ist also wirtschaftlicher Schwachsinn(lies: teurer) ihn wiederzuverwerten als ihn denn energetisch zu verwerten (lies: zu verbrennen).
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[2.2.2.1.1] koelli antwortet auf ippel
18.06.2012 22:21
Benutzer ippel schrieb:
Wäre es wirtschaftlich sinnvoll, ihn wiederzuverwerten, gäbe es Tausende von Unternehmen, die mir Geld für meinen alten Toaster anbieten würden. Die gibt es nicht. Es ist also wirtschaftlicher Schwachsinn

Wenn ich das schon lese!
Man darf doch nicht alles auf der Welt nur aus wirtschaftlicher Sicht betrachten!
Es geht darum, durch das sammeln und recyceln von Elektroschrott die Umweltbelastung zu verringern!
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[2.2.2.1.1.1] ippel antwortet auf koelli
19.06.2012 17:11
Benutzer koelli schrieb:
Es geht darum, durch das sammeln und recyceln von Elektroschrott die Umweltbelastung zu verringern!

Aha. Und wie genau verschmutzt mein Toaster in der Müllverbrennung die Umwelt?

Das Plastik erhöht den Brennwert des Mülls und spart somit Rohöl (bzw. Gas). Und das Metall im Toaster wandert unverändert in die Schlacke. Dort wird es ausgesondert und wiederverwertet.
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[2.2.2.1.1.1.1] koelli antwortet auf ippel
19.06.2012 18:27
Benutzer ippel schrieb:
Benutzer koelli schrieb:
Es geht darum, durch das sammeln und recyceln von Elektroschrott die Umweltbelastung zu verringern!

Aha. Und wie genau verschmutzt mein Toaster in der Müllverbrennung die Umwelt?

Zum Beispiel entstehen bei der Verbrennung von PVC hochgiftige Stoffe. Und jedes Stromkabel besteht aus PVC.
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[2.2.2.1.1.1.1.1] ippel antwortet auf koelli
19.06.2012 20:45
Benutzer koelli schrieb:
Zum Beispiel entstehen bei der Verbrennung von PVC hochgiftige Stoffe.

Und wie viele dieser hochgiftigen Stoffe verläßt bitte die Müllverbrennungsanlage in eine andere Richtung als in die Endlagerung? Und wie viel entsteht überhaupt? Die hohen Temperaturen in der Müllverbrennungsanlage verhindern nämlich gerade die Entstehung von Dioxinen (die hochgiftigen Stoffe, die aus PVC entstehen KÖNNEN).

Übrigens ist es absolut legal, jeden erdenklichen Gegensatz aus PVC (selbst meterweise Kabel) in den Restmüll zu werfen. Nur wenn sich das Gebilde zu einem Gerät formt, ist es gesetzlich untersagt.


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[2.2.2.1.1.2] Robophone antwortet auf koelli
20.06.2012 00:32
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer ippel schrieb:
Wäre es wirtschaftlich sinnvoll, ihn wiederzuverwerten, gäbe es Tausende von Unternehmen, die mir Geld für meinen alten Toaster anbieten würden. Die gibt es nicht. Es ist also wirtschaftlicher Schwachsinn

Wenn ich das schon lese!
Man darf doch nicht alles auf der Welt nur aus wirtschaftlicher Sicht betrachten!
Es geht darum, durch das sammeln und recyceln von Elektroschrott die Umweltbelastung zu verringern!



Das Recycling-Thema ist sehr kompliziert. Hier werden Begriffe und logische Schlussfolgerungen einfach verdreht und in einem Topf geworfen.

Die Rohstoffwiedergewinnung lohnt sich nur bei Edelmetallen und teilweise halbedlen Metallen. Zu halbedlen Metallen gehören Kupfer, Nikel,Wolfram, Chrom, Molibdän etc. und eine Reihe Seltenen Erden, die nicht radioaktiv sind (sogennante Lantanoide), die sehr gute Eigenschaften in der Elektronik(Kopfhörer) und als Zusatzmetalle in den Legierungen die Wiederstandsfäigkeit der Legierungen verbessern und viele vorteilhafte Eigenschaften besitzen.

Wie der Name schon sagt, sind sie sehr selten in der Erdkruste.

Deshalb ist der Preis relativ hoch. Natürlich unter dem Goldpreis und Platinpreis, aber deutlich über dem Kupferpreis.

Diese Metalle wiederzugewinnen lohnt sich schon. Nur man muss riessige Berge an Metallschrott haben, um diese in grossen Mengen wiederzugewinnen.

Und genau hier liegt der Hund vergraben. Hat man wenig qualitativen Schrott, lohnt es sich nicht, da Kosten der Wiedergewinnung höher werden, als der Wert der gewonnenen Edelmetalle.

Die Menge(Masse) entscheidet über Vorteilhaftigkeit oder Unvorteilhaftigkeit des Deals.

Bei Eisen und Aluminium sieh das ganze ganz anders aus.

Die Welt hat zuviel Eisen, aber wenig Gold. Aluminium ist dazwischen- wertvoller als Eisen ist aber nur dann greinnträchtig, wenn man Billionnen Tonnen Aluminium wiedergewinnen und weiterverkaufen kann.

Dazu kommt noch, dass recycleltes Metall "schlechter" ist als vom Erz gerade wiedergewonnenes Metall, da seine Struktur durch Pulverisierung schlechter wird.

Kurzer Fazit: Bei unedlen Metallen, wie Eisen und Aluminium sollten Billionen Tonnen verschmolzen werden, um gutes geld zu verdienen.

Bei edlen Metallen reichen einige Tonnen, um gutes geld zu verdienen.

Deswegen kann es keine Tausende Firmen geben, weil sie keine ausreichende Menge an qualitativen Schrott naturgemäss erhalten bzw billig abkaufen können.

Es geht physisch nicht!

Nur einige wenige erhalten diesen Schrott von z.B US-Militärs(ausgediente US-Uboote, Flugzeuge, Panzer, Gewähre und Munition) und bekommen viel Geld für die Wiedereinschmelzung und teilweise auch für die Herstellung neuer Produkte aus diesem gepanzertem Stahl.

Das Argument mit der Umweltschonung ist ein Schwachsinn!

Bei der Wiederverwertung wird nie die Umwelt geschohnt. Es werden CO2 und CO in grossen Mengen in die Umwelt freigesetzt und auch einige Verbindungen, die sogar radioaktiv sind. Es ist also Quatsch, wenn man mit Umweltschonung argumentiert.

Man könnte höchstens erklären, dass die Welterzbaugebiete für Eisen, Aluminium, Kupfer, seltene Erden weniger stark abgebaut würden, falls man mehr von diesen Metallen wiedergewinnen würde.

Aber auch das ist realitätsfern.

Die Erzbergbaugebiete werden weiterhin ausgebeutet, um Profite zu erzielen, anheimische Bevökerung mit Arbeit zu versorgen und Bedürfnisse der Weltindustrie an Eisen, Aluminium, Kupfer etc. einschliesslich Seltenen Erden zu befriedigen.

Deshalb gilt ihre Aussage zur Unvorteilhaftigkeit des Recyclings hauptsächlich nut für Eisen, weil man zuviel davon hat und Eisen relativ billig ist, da er rostet.

Und Rost ist ein Zeichen der Minderwertigkeit.