Diskussionsforum
  • 31.05.2012 10:57
    getodavid schreibt

    Wo bleiben die Kommentare?

    Seit Stunden steht der Artikel online und immer hat sich noch keiner berufen gefühlt, den Pleitegeier über o2 Kreisen zu lassen. Stünde in der Überschrift E-Plus statt o2 wäre wohl längst der mobile Weltuntergang der Gangart "Ich habs Euch doch gesagt" x-fach gepostet worden. Jetzt ist es also doch Telefonica, denen allmählich die Luft ausgeht. Interessant wäre zu wissen, welchen Anteil an o2 man auf dem Markt plazieren möchte - die strategische Mehrheit wird man ja wohl vermutlich behalten wollen, alleine schon damit nicht irgendein unliebsamer Konkurrent zu groß zuschlägt.
  • 31.05.2012 11:21
    telefonlaie antwortet auf getodavid
    Benutzer getodavid schrieb:
    > Seit Stunden steht der Artikel online und immer hat sich noch
    >
    keiner berufen gefühlt, den Pleitegeier über o2 Kreisen zu
    >
    lassen.

    Also ein Unternehmen über dem der Pleitegeier kreist an die Börse zu bringen dürfte eine ziemlich doofe Idee sein und wenn überhaupt nur mit falschen Angaben gelingen.

    > Stünde in der Überschrift E-Plus statt o2 wäre wohl
    >
    längst der mobile Weltuntergang der Gangart "Ich habs Euch doch
    >
    gesagt" x-fach gepostet worden.

    Warum?
    > Jetzt ist es also doch
    >
    Telefonica, denen allmählich die Luft ausgeht.

    naja sie wollen sich auf jeden Fall Luft verschaffen, entweder für weniger Schuldendruck oder für weitere Konsolidierung


    > Interessant wäre
    >
    zu wissen, welchen Anteil an o2 man auf dem Markt plazieren
    >
    möchte - die strategische Mehrheit wird man ja wohl vermutlich
    >
    behalten wollen, alleine schon damit nicht irgendein
    >
    unliebsamer Konkurrent zu groß zuschlägt.

    Damit dürftest du absolut Recht haben:)
  • 31.05.2012 12:45
    lowe antwortet auf telefonlaie
    Ich bezweifle die Anzahl aktiver Sim-Karten bei O2.
    2008 habe ich jeweils eine Prepaid-Karte von Eplus und O2 gekauft und nie nachgeladen. Die Karte von Eplus wurde nach gut 13 Monaten gesperrt, die von O2 bis heute nicht.
    lowe
  • 31.05.2012 13:49
    Mobilfunk-Experte antwortet auf lowe
    Benutzer lowe schrieb:

    > Ich bezweifle die Anzahl aktiver Sim-Karten bei O2.

    Wo steht denn etwas von "aktiven SIM-Karten"?

    > 2008 habe ich jeweils eine Prepaid-Karte von Eplus
    >
    und O2 gekauft und nie nachgeladen. Die Karte von
    >
    Eplus wurde nach gut 13 Monaten gesperrt, die von
    >
    O2 bis heute nicht.

    Und wer sagt dir, dass deine o2-Karte noch in irgendeiner Statistik gezählt wird, die E-Plus-Karte dagegen nicht?

    Die im Artikel genannten 18,6 Millionen Teilnehmer stimmen immerhin mit den Zahlen der Bundesnetzagentur überein. Meines Wissens werden dabei generell nur Anschlüsse gezählt, die in den letzten drei Monaten auch genutzt wurden.
  • 31.05.2012 20:15
    mirdochegal antwortet auf getodavid
    Benutzer getodavid schrieb:
    > Seit Stunden steht der Artikel online und immer hat sich noch
    >
    keiner berufen gefühlt, den Pleitegeier über o2 Kreisen zu
    >
    lassen. Stünde in der Überschrift E-Plus statt o2 wäre wohl
    >
    längst der mobile Weltuntergang der Gangart "Ich habs Euch doch
    >
    gesagt" x-fach gepostet worden.

    Da ist was dran. Bei eplus wird gerne alles negativer beurteilt als bei O2.
  • 31.05.2012 22:50
    spaghettimonster antwortet auf mirdochegal
    Benutzer mirdochegal schrieb:
    > Bei eplus wird gerne alles negativer beurteilt
    >
    als bei O2.

    Ist es ja auch. Nur bringt E-Plus ihr Netz zum Pfandleiher (http://www.teltarif.de/e-plus-will-mobil... ), weil die Aktie wegen der Schulden einen Preis nahe 0 Euro und ein Börsengang keinen Sinn hätte. Milliardenschulden haben sie alle: Telekom, Vodafone, O2 und KPN (auch E-Plus). Der Unterschied ist, dass KPN der kleinste ist und sich damit am wenigsten Schulden erlauben kann. KPN und E-Plus haben aber hohe Schulden, für die entsprechend höhere Zinsen anfallen. Dieses Geld - wir reden über mehrere Milliarden jährlich - können andere Anbieter in die Netze investieren.

    So hat man halt ein antiquiertes Netz, in dem man den Umsatz gerade noch stabil hält und möglichst viele GSM-Minuten in Form von Billig-Flatrates verkauft. Siehe Yourfone. Nur wird das in Kürze nicht mehr funktionieren. Denn schon heute werden 40% des Umsatzes mit UMTS und LTE gemacht. Noch surfen nur 25% der Handynutzer mobil, es werden aber jedes Jahr 8% mehr. Und wenn E-Plus technisch Jahre hinterherhinkt, kann man sich denken, zu welchen Anbietern die gehen. Es wird also immer weniger Kunden geben, die sagen: "Für eine billige Voice-Flat verzichte ich auf ein schnelles Datennetz." Natürlich gibt es immer drei Forums-Sparfüchse, die wahrscheinlich auch mit der Postkutsche statt mit dem Auto in Urlaub fahren würden, wenn es nur 2 Euro billiger wäre, aber von ein paar prekären Exzentrikern kann kein Unternehmen leben. Der Hauptumsatz kommt vielmehr von Geschäftskunden. Und die wollen keine Sparpreise, sondern gute Netzqualität und Service, weil ihre Arbeitszeit anders als bei gelangweilten Forumsschreibern wertvoller ist als ein paar Euro Telefonersparnis.
  • 04.10.2012 19:36
    hans91 antwortet auf mirdochegal
    Benutzer mirdochegal schrieb:
    > Da ist was dran. Bei eplus wird gerne alles negativer beurteilt
    >
    als bei O2.

    Weil es einen einfach ärgert, mit welchen Methoden e-plus sein Geld macht. O2 investiert seit Jahren SEHR viel und hat trotzdem immer noch die wenigsten Kunden, deshalb würde ich die Lage von O2 immer schlechter beurteilen, wundert mich eh schon, dass sie den Ausbau nicht schon viel früher gestoppt haben. Mit der e-plus-Methode, 0 Qualität, und scheinbar billige Preise + sehr gute Promo verdient es sich halt viel besser. O2 muss einsehen, dass sie sich preislich viel deutlicher von den D-Netz-Betreibern distanzieren müssen. Und dafür halt auch mal den Ausbau schleifen lassen, was GSM angeht sind sie e-plus ja wohl unerreichbar voraus. Die neue Methode LTE nur geringer auszubauen halte ich für ziemlich sinnvoll, e-plus wird diesen Bereich nämlich fast komplett vernachlässigen und es ist sinnvoll sich preislich und ausbautechnisch somit in der Mitte zu platzieren.
  • 04.10.2012 19:58
    mirdochegal antwortet auf hans91
    Benutzer hans91 schrieb:
    > Weil es einen einfach ärgert, mit welchen Methoden e-plus sein
    >
    Geld macht. O2 investiert seit Jahren SEHR viel und hat
    >
    trotzdem immer noch die wenigsten Kunden

    O2 hatte eine große Netzausbauwelle, vermarktet als "Mehr Netz". Ist aber längst abgeschlossen. Wie die meisten kann ich es nur aus regionaler Sicht beurteilen: eplus war mit UMTS deutlich schlechter aufgestellt als O2, hat jetzt aber wieder aufgeholt.

    Was man aus dem Börsengang jetzt erkennt ist doch leider, dass die deutschen Kunden jetzt für noch mehr Gewinn sorgen sollen.

    Mit persönlich sind sowohl eplus als auch O2 sympatischer als Vodafone. Trotzdem hat Vodafone viel mehr Kunden, da gibt es eben keine Gerechtigkeit.
  • 31.05.2012 22:09
    spaghettimonster antwortet auf getodavid
    Benutzer getodavid schrieb:
    > die strategische Mehrheit wird man ja wohl vermutlich
    >
    behalten wollen, alleine schon damit nicht irgendein
    >
    unliebsamer Konkurrent zu groß zuschlägt.

    Eher nicht, sonst sehen sie ja noch weniger Geld und können den Börsengang gleich abblasen, wenn sie nur 3 Aktien verkaufen wollen. Da diverse Beschlüsse auf der Hauptversammlung eine 75%-Mehrheit brauchen, reichen 25% zum Mitbestimmen/Blockieren. Und die muss Telefonica rausrücken, weil man sonst nicht zum Handel zugelassen wird.

    Vor dem Kauf durch Konkurrenten schützen schon die Kartellbehörden.
  • 31.05.2012 22:18
    einmal geändert am 31.05.2012 22:18
    skizzik antwortet auf spaghettimonster
    Theoretisch ist das richtig. Allerdings dürfte es SEHR teuer
    werden, einen Anteil von 25 % aus Streubesitz einzusammeln,
    wenn z.B. nur 40 % der Anteile plaziert werden. Ab einem Anteil
    von 3 % muss der "Anschleicher" eine Ad-hoc Meldung herausgeben,
    und danach noch einige weitere Male.

  • 31.05.2012 23:25
    spaghettimonster antwortet auf skizzik
    Benutzer skizzik schrieb:
    > Theoretisch ist das richtig. Allerdings dürfte es SEHR teuer
    >
    werden, einen Anteil von 25 % aus Streubesitz einzusammeln,

    Wenn gegen die Aktionäre gehandelt wird, dann werden die auch ohne expliziten Zusammenschluss entsprechend abstimmen. Ob Groß- oder Kleininvestor, am Ende wollen alle dasselbe: Geld.
  • 01.06.2012 13:54
    getodavid antwortet auf spaghettimonster
    Benutzer spaghettimonster schrieb:

    > Eher nicht, sonst sehen sie ja noch weniger Geld und können den
    >
    Börsengang gleich abblasen, wenn sie nur 3 Aktien verkaufen
    >
    wollen. Da diverse Beschlüsse auf der Hauptversammlung eine
    >
    75%-Mehrheit brauchen, reichen 25% zum Mitbestimmen/Blockieren.

    Einen Anteil von 25% + 1 Aktie NENNT man strategische Mehrheit. Hab ich irgendwo vermutet, dass Telefonica nur 3 Aktien verkaufen wird?

    > Vor dem Kauf durch Konkurrenten schützen schon die
    >
    Kartellbehörden.

    Ich habe nirgendwo "deutsche" Konkurrenten geschrieben. Ein bißchen globaler denken, Telefonica ist das nämlich. Die Kartellbehörden rücken nur auf den Plan, wenn der Kauf durch einen der drei anderen deutschen Mobilfunkbetreiber erfolgen würden - bei einem Kauf etwa durch China Mobile oder einem sonstigen globalen Player der bislang auf dem deutschen Markt nicht wirklich tätig ist würde dass Kartellrecht nicht greifen - aber auch das dürfte nicht zwingend im Interesse der Telefonica sein.