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TELMEX está contigo


01.06.2012 12:16 - Gestartet von DerSiedler
Ja, ein wenig Bewegung im gesättigten deutschen Markt wäre nett. Aber scheinbar haben alle 4 Provider ein gutes Auskommen und preislich tut sich schon eine Weile nicht mehr viel. Nicht dass hier gleich die Stimmen laut werden, dass ich alles für lau will, aber wie auf dem FEstnetzmarkt müssten die Mobilfunkpreise inbesondere bei Festverträgen sinken. Wenn man mit einen Prepaid-Anbieter günstiger telefoniert und surft, als mit einem 2-Jahres-Vertrag, dann stimmt etwas nicht.


Benutzer base station schrieb:
Slim steigt bei KPN ein, eine gute Nachricht.

In Lateinamerika hat Slim mit seinen Marken TELMEX Internacional und Claro ein gut ausgebautes Kabel-Internet und ist in vielen Ländern Marktführer vor der spanischen Telefónica mit Movistar.

Wenn er KPN übernimmt dann wird hoffentlich ins e+ Netz investiert.

Die Deutsche Telekom versenkt Milliarden in Griechenland und den USA. Sonst gibt es die Telekom in den Americas nicht. Vodafone ist in Lateinamerika nicht weit verbreitet.

Aber einer aus der 3ten Welt, einem Schwellenland, rollt den europäischen Markt auf. Das passt auch sonst ins Gesamtbild.

Europa und tschüß
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[1] hrgajek antwortet auf DerSiedler
01.06.2012 13:05
Hallo,

glaubt hier jemand im Ernst, der Einstieg der Mexikaner bringt uns das Mobilfunkparadies?

- Flatrates in alle Netze für 10 Euro und Handys umsonst dazu?

Ich sage Dir, was passieren wird:

Die Kunden von E-Plus werden ins o2 Netz gequetscht, eine Handvoll Sender umgeschaltet und die Hotline von E-Plus darf künftig für E-Plus und o2 telefonieren ohne Personalaufstockung, wer bei der falschen Firma arbeitet, hat dann halt Pech gehabt.

Die Arbeitsbedingungen werden weiter verschärft und die internen Kosten gesenkt, gesenkt, gesenkt.
Dafür darf die Technik am Endanschlag und drüber hinaus laufen, darf alles nichts kosten oder die Server ziehen gleich nach Südamerika um.

Oder man verlagert Arbeitsplätze nach Südamerika, wo die Löhne vermutlich günstiger als hier sind. Wir lachen heute über ein
Callcenter in Kairo, morgen über eines in Mexiko? (Die hotline von Simyo Spanien "telefoniert" heute schon dort)

Warum muß E-Plus denn verkaufen? Weil die ewige Preissenkerei vielleicht doch nicht so rentabel ist, wie wir das gerne hätten?

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[1.1] timeändmore antwortet auf hrgajek
01.06.2012 14:04
Benutzer hrgajek schrieb:
Ich sage Dir, was passieren wird: Die Kunden von E-Plus werden ins o2 Netz gequetscht, eine Handvoll Sender umgeschaltet und die Hotline von E-Plus darf künftig für E-Plus und o2 telefonieren ohne Personalaufstockung, wer bei der falschen Firma arbeitet, hat dann halt Pech gehabt.
Die Arbeitsbedingungen werden weiter verschärft und die internen Kosten gesenkt, gesenkt, gesenkt.
Dafür darf die Technik am Endanschlag und drüber hinaus laufen, darf alles nichts kosten oder die Server ziehen gleich nach Südamerika um.
Warum muß E-Plus denn verkaufen? Weil die ewige Preissenkerei vielleicht doch nicht so rentabel ist, wie wir das gerne hätten?

Man, man, man, was Du alles weißt. Faszinierend. Und vor allem: Nirgendwo steht, dass Eplus verkauft werden MUSS. Da steht, dass jemand versucht, bei KPN mehr Macht zu übernehmen. Mit welchem Ziel der Herr Milliardär das alles macht, weiß bei KPN ja auch niemand.
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[1.2] spaghettimonster antwortet auf hrgajek
01.06.2012 16:20
Benutzer hrgajek schrieb:
Die Kunden von E-Plus werden ins o2 Netz gequetscht, eine Handvoll Sender umgeschaltet und die Hotline von E-Plus darf künftig für E-Plus und o2 telefonieren.

Mal schauen. E-Plus hat gezeigt, dass sich die Kunden ein zu grottiges Netz nicht bieten lassen oder nur gegen gefährlich hohen Preisabschlag. Aus Anbietersicht dürfte es vernünftiger weil rentabler sein, zahlungskräftige Kundenschichten wie Geschäftskunden anzuvisieren - die dafür allerdings auch was sehen wollen. Das dürfte auch durchsetzbar sein, weil sich zum einen selbst eine schwache Telefonica am Kapitalmarkt noch leichter refinanzieren kann als eine starke KPN und zum anderen der Preisdruck von E-Plus wegfällt.

Aber es scheint ja noch nicht sicher, ob Telefonica überhaupt das Geld aufbringt. Vorausgesetzt, BNetzA und BKartA machen ihr nicht schon einen Strich durch die Rechnung - sowohl das Kartellrecht als auch die Mobilfunklizenzen würden das hergeben.
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[1.2.1] mirdochegal antwortet auf spaghettimonster
01.06.2012 17:42
Benutzer spaghettimonster schrieb:
Mal schauen. E-Plus hat gezeigt, dass sich die Kunden ein zu grottiges Netz nicht bieten lassen

Es gibt jetzt verschiedenklassige Anbieter mit verschiedenen Preisniveaus. Was soll daran schlecht sein?

hohen Preisabschlag. Aus Anbietersicht dürfte es vernünftiger weil rentabler sein, zahlungskräftige Kundenschichten wie Geschäftskunden anzuvisieren - die dafür allerdings auch was sehen wollen.

Ich glaube nicht, dass die Lösung im Business darin liegt, dass jeder zu einer Art Apple wird und schon läuft überall der Laden.

Aber es scheint ja noch nicht sicher, ob Telefonica überhaupt das Geld aufbringt.

Telefonica will ja Geld haben und keins ausgeben. Dass die sich noch mehr verschulden um eplus zu kaufen, ist vermutlich unwahrscheinlich. Aber jemand anderes könnte seine Finger im Spiel haben.
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[1.3] mirdochegal antwortet auf hrgajek
01.06.2012 17:35
Benutzer hrgajek schrieb:
Die Kunden von E-Plus werden ins o2 Netz gequetscht, eine Handvoll Sender umgeschaltet und die Hotline von E-Plus darf künftig für E-Plus und o2 telefonieren ohne Personalaufstockung, wer bei der falschen Firma arbeitet, hat dann halt Pech gehabt.

So sehe ich das auch. Hoffnungen, dass Synergieeffekte den Kunden zu Gute kommen dürften verfehlt sein. Für den Wettbewerb im Sinne der Kunden wäre es das beste, wenn es bei den vier vorhandenen Anbietern bliebe.
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[1.3.1] alexander-kraus antwortet auf mirdochegal
01.06.2012 20:00
Benutzer mirdochegal schrieb:
Benutzer hrgajek schrieb:
Die Kunden von E-Plus werden ins o2 Netz gequetscht, eine Handvoll Sender umgeschaltet und die Hotline von E-Plus darf künftig für E-Plus und o2 telefonieren ohne Personalaufstockung, wer bei der falschen Firma arbeitet, hat dann halt Pech gehabt.

So sehe ich das auch. Hoffnungen, dass Synergieeffekte den Kunden zu Gute kommen dürften verfehlt sein. Für den Wettbewerb im Sinne der Kunden wäre es das beste, wenn es bei den vier vorhandenen Anbietern bliebe.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Kartellbehörden die Reduzierung auf nur noch 3 Netzbetreiber erlauben würde.

Wo wir mittelfristig landen werden, zeigt ja die EPlus Markt "Yourphone" mit sagenhaften 20 EUR Monatsbeitrag, und "alles drin". - Ok 25 EUR und dann auch incl SMS Flat.

Eine Reduzierung auf 3 Netzbetriber würde das Preisgefüge mittelfristig wieder ansteigen lassen. - Telekom und Vodafone schauen sich das "Eplus Spielchen" mit ihrer Marke "Yourphone" an, und reagieren mit Sicherheit darauf, wenn sie sich dazu genötigt fühlen! - Oder glaubt ihr im Ernst die beäugen sich nicht gegenseitig, die Netzbetreiber....

In der Schweiz gibt es beispielsweise auch nur 3 Netzbetrieber (Sewisscom, Orange und Sunrise), und auch dort tobt ein gnadenloser Preis-Wettbewerb, und über Provider kann man für 3 Rappen pro Minute nach Europa telefonieren.... - Ich glaube aber nicht, dass sich das Modell 1:1 auf Deutschland übertragen ließe.

3 Netzbetreiber würde wahrscheinlich bedeuten:

- massiver Personalabbau vor allem in den Callcentern
- Rückgabe von (UMTS)-Lizenzen, um keinen Vorteil der anderen Anbieter gegenüber zu haben
- mittelfristig wieder steigende Preise um 20 bis 30 %.

Und wo ist da der Vorteil für den verbraucher? - Ich kann keinen Vorteil finden.
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[1.3.1.1] mirdochegal antwortet auf alexander-kraus
01.06.2012 22:07
Benutzer alexander-kraus schrieb:

In der Schweiz gibt es beispielsweise auch nur 3 Netzbetrieber (Sewisscom, Orange und Sunrise), und auch dort tobt ein gnadenloser Preis-Wettbewerb, und über Provider kann man für 3 Rappen pro Minute nach Europa telefonieren.... - Ich glaube aber nicht, dass sich das Modell 1:1 auf Deutschland übertragen ließe.

Sicherlich nicht. Aber 3 Netzbetreiber wäre für ein Land wie Deutschland schon arm. Oder andersrum gesagt: Ein Traum für die Anbieter.
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[1.3.1.1.1] danci199 antwortet auf mirdochegal
03.06.2012 01:17
Sicherlich nicht. Aber 3 Netzbetreiber wäre für ein Land wie
Deutschland schon arm. Oder andersrum gesagt: Ein Traum für die Anbieter.

Das mag sein wobei in österreich es mal 5 anbietr gab (3AT,T-Mobile At, A1,orange,telering) alle eigene netze irgendwann wurde telering dann von tmobile uebernommen-das war glaub
-2008 nicht sicher- und heut0sme die österreich bekommen die minuten immernoch so hinterergeschmießen
bsp: bei telering ( tmobile) netz
1000min
1000sms
1000Mb für 8 euro
das heißt troz der übernahme saumäßig günstig -die netze laut connect besser wie bei uns- und jetzt wird orange vielleicht aucg nocc duch 3 übernohmen .
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[2] mirdochegal antwortet auf DerSiedler
01.06.2012 22:05
Benutzer base station schrieb:
Benutzer DerSiedler schrieb:
Ja, ein wenig Bewegung im gesättigten deutschen Markt wäre

Der deutsche Markt hat hohen Wettbewerbsdruck und ist margenschwach.

Und darum hat selbst eplus im 1. Quartal 2012 eine EBITDA Marge von 38% erreicht. Davon können die meisten Branchen nur träumen.
Nur mal vergleichsweise: Der Metro Konzern macht eine entsprechende Marge von ca. 5%.
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[2.1] koelli antwortet auf mirdochegal
02.06.2012 13:35
Benutzer base station schrieb:
Die Multimarkenstrategie die e+ fährt ist auch mehr was für bildunsgferne Schichten.

Wie bitte?
Wer also eine SIM-Karte von ALDI-Talk kauft, ist ein bildungsschwacher Hartz-4-Empfänger oder was willst du damit sagen???
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[2.1.1] mirdochegal antwortet auf koelli
02.06.2012 14:55
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer base station schrieb:
Die Multimarkenstrategie die e+ fährt ist auch mehr was für bildunsgferne Schichten.

Wie bitte?
Wer also eine SIM-Karte von ALDI-Talk kauft, ist ein bildungsschwacher Hartz-4-Empfänger oder was willst du damit sagen???

Die Chancen, dass diese "bildungsfernen" Schichten sich einen gepflegten Vodafone Vertrag aufschwatzen lassen dürften nicht schlechter sein (vielleicht sogar besser), als dass sie sparsam zu Simyo o.ä. gehen.
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[2.2] mirdochegal antwortet auf mirdochegal
02.06.2012 15:02
Benutzer base station schrieb:
Im e+ Netz fehlen Investitionen. Die haben ein grottenschlechtes Datenfunk Netz und mit LTE haben die noch gar nix auf die Reihe gebracht. Dabei geben die selbst zu, daß die Zukunft im Datenfunk liegt. Nur da kann es noch Wachstum und profit geben.

Allerdings wird auch bei eplus 3G weiter ausgebaut, ist nicht so, dass da Stillstand wäre. Schlechter als bei den beiden großen ist es da sicher aber auch schlechter als bei O2? Glaube ich eher nicht.
Es bleibt jedenfalls dabei: Für den Wettbewerb auf dem Markt wäre ein Zusammenschluss schlecht.
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[2.2.1] koelli antwortet auf mirdochegal
02.06.2012 16:08
Benutzer mirdochegal schrieb:
Allerdings wird auch bei eplus 3G weiter ausgebaut, ist nicht so, dass da Stillstand wäre.

Dass man am Land ausbaut, verstehe ich.
Aber es ist schon befremdlich, dass es selbst im Jahr 2012 mitten im Herzen Kölns noch Flecken gibt, bei denen das Handy von 3G auf Edge umschaltet...
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[2.2.2] spaghettimonster antwortet auf mirdochegal
02.06.2012 23:26

7x geändert, zuletzt am 03.06.2012 00:39
Benutzer mirdochegal schrieb:
Allerdings wird auch bei eplus 3G weiter ausgebaut

Dann mal Fakten auf den Tisch:

- 2009 hatte E-Plus laut Jahresabschluss 6.000 UMTS-BTS inkl. Repeater. In dem Jahr sagte Dirks der WELT: "Die meisten Mobilfunknutzer benötigen gar keine schnelle Datenverbindung."

- 2010 hatte E-Plus 6.600 UMTS-BTS inkl. Repeater. In dem Jahr sagte Dirks: "Bis 2012 haben wir das beste Datennetz".

- 2011 hatte E-Plus 7.600 UMTS-BTS inkl. Repeater. Übrigens von 19.000 GSM-BTS, d.h. nur 4 von 10 BTS waren UMTS-fähig. In dem Jahr sprach E-Plus vom "größten Netzausbau aller Zeiten". Laut BNetzA sind das 70% Bevölkerungs- und 23% Flächenabdeckung (diese UMTS-Abdeckung hatte T-Mobile laut BNetzA 2004).

- 2011 hatte O2 nach eigenen Angaben 13.000 UMTS-BTS.

Würde E-Plus im letzten Tempo weiterbauen und O2 würde warten, würde E-Plus O2 ca. 2017 einholen. Und das nur mit der UMTS-Abdeckung, nicht automatisch in der Geschwindigkeit. Es bringt nämlich nichts, wenn ich zwar eine UMTS-fähige BTS hinstelle, sie aber an eine DSL2000-Leitung anschließe, weil mir eine Glasfaseranbindung zu teuer ist, oder sie mit Richtfunk auf noch weitere BTS verteile, damit ich die nicht anbinden muss.

Wie schnell der "größte Netzausbau aller Zeiten" wirklich ist, zeigt auch, dass lt. BNetzA 2011 insgesamt 5.800 UMTS-BTS neu gebaut wurden. E-Plus erreicht also in Sachen Ausbaugeschwindigkeit nicht mal den Durchschnitt. Genau genommen erreicht E-Plus nicht mal sich selbst, wenn man ausrechnet, dass sie vom UMTS-Start 2004 bis 2009 6.000 BTS hingestellt hat und demnach nach Adam Riese schon damals pro Jahr mehr als die jetzigen 1.000 BTS pro Jahr gebaut haben muss. Die UMTS-Ausbaugeschwindigkeit muss also - wenn E-Plus keine falschen Zahlen in den Jahresabschluss geschrieben oder der BNetzA gemeldet hat - tatsächlich gefallen sein.
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[2.2.2.1] mirdochegal antwortet auf spaghettimonster
03.06.2012 13:22
Benutzer spaghettimonster schrieb:

Wie schnell der "größte Netzausbau aller Zeiten" wirklich ist, zeigt auch, dass lt. BNetzA 2011 insgesamt 5.800 UMTS-BTS neu gebaut wurden. E-Plus erreicht also in Sachen Ausbaugeschwindigkeit nicht mal den Durchschnitt. Genau genommen ...

Ich hatte gesagt, dass weiter ausgebaut wird. Sonst nichts.
Kann es (wie wahrscheinlich die meisten) nur aus regionaler Sicht beobachten und da ist eplus jetzt, im Gegensatz zu vor zwei Jahren, mit O2 ungefähr gleich auf. Während bei O2 in diesem Zeitraum nichts mehr passiert ist.
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[2.2.2.1.1] alexander-kraus antwortet auf mirdochegal
03.06.2012 13:40
Benutzer mirdochegal schrieb:
Benutzer spaghettimonster schrieb:

Wie schnell der "größte Netzausbau aller Zeiten" wirklich ist, zeigt auch, dass lt. BNetzA 2011 insgesamt 5.800 UMTS-BTS neu gebaut wurden. E-Plus erreicht also in Sachen Ausbaugeschwindigkeit nicht mal den Durchschnitt. Genau genommen ...

Ich hatte gesagt, dass weiter ausgebaut wird. Sonst nichts. Kann es (wie wahrscheinlich die meisten) nur aus regionaler Sicht beobachten und da ist eplus jetzt, im Gegensatz zu vor zwei Jahren, mit O2 ungefähr gleich auf. Während bei O2 in diesem Zeitraum nichts mehr passiert ist.
Das können die meisten User von uns nur regional betrachten. - Ich kann auch sagen, dass das UMTS Netz von Eplus und O2 auf der ICE Stfrecke Basel-Freiburg grottig ist. - Auf nochmal 50% der Strecke habe ich UMTS Empfang mit meinem Stick....
Das Gute daran ist: - Wenn ich die Nase voll von O2 habe, dann komme ich innerhalb von 4 Wochen aus meinen beiden Verträgen für O2O und meinen O2-Surfstick raus...
Eplus hatte ich vorher, das war eine noch größere Katastrophe.
Meine Ansprüche sind dabei eigentlich nicht sonderlich hoch. - Ich will eigentluch abends auf der Heimfahrt vom arbeiten nur meine Emails checken, und auf 4-5 Internetseiten schauen, was so läuft. - Dazu braucht keine 3 oder 7 Mbit, aber mit GPRS ist es eine Qual.
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[2.3] Solon antwortet auf mirdochegal
02.06.2012 15:02
Benutzer base station schrieb:


Die Multimarkenstrategie die e+ fährt ist auch mehr was für bildunsgferne Schichten.

>

isch verdtehe dainen kommenthar nischt. Bei dainer rechtschraibung zaischensezung unt sprachlischem außdruk muesteßt du doch dann ain glueender anhengerder mulltimarken strattegy von ellus sain.
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[2.4] alexander-kraus antwortet auf mirdochegal
02.06.2012 16:33

einmal geändert am 02.06.2012 16:33
Benutzer base station schrieb:
Benutzer mirdochegal schrieb:
Benutzer base station schrieb:

Der deutsche Markt hat hohen Wettbewerbsdruck und ist margenschwach.

Und darum hat selbst eplus im 1. Quartal 2012 eine EBITDA Marge von 38% erreicht. Davon können die meisten Branchen nur träumen.
Nur mal vergleichsweise: Der Metro Konzern macht eine entsprechende Marge von ca. 5%.

Im e+ Netz fehlen Investitionen. Die haben ein grottenschlechtes Datenfunk Netz und mit LTE haben die noch gar nix auf die Reihe gebracht. Dabei geben die selbst zu, daß die Zukunft im Datenfunk liegt. Nur da kann es noch Wachstum und profit geben.

Die EBITDA-Marge ist leicht gefallen aber e+ verdient pro Kunde immer weniger, vor allem in der entscheidenden Kundengruppe, der Kunden mit Laufzeitverträgen.

EBITDA ist der profit vor Zinsen und Abschreibungen. E+ hat sein Netz teilweise outgesourced und erhebliche Schulden.

Die Multimarkenstrategie die e+ fährt ist auch mehr was für bildunsgferne Schichten.

http://eplus-gruppe.de/e-plus-gruppe-setzt-im-ersten-quartal-2012-erfolge-aus-2011-fort/

Die einzige Überlebenschance für e+ ist wenn ein kapitalstarker investor, wie z.B. América Móvil des Carlos Slim einsteigt.

Die Frage ist nur, ob Carlos Slim auch investieren will, oder ob er nur noch "Dollarzeichen" im Kopf hat, und das Kapital aus E+ absaugt. - Wenn das passiert, dann ist E+ wirklich am Ende. - Das Netz hat E+ schon an ZTE ausgesourced, und mietet sich quasi sei eigenes Netz wieder zurück. - Das hat zwar kurzfristig ein bischen Geld gebracht, aber ob es langfristig hilft, das glaube ich nicht.
Und ich muss leider Zustimmen: - Das Datennetz von Eplus ist grottig. - Einzig und alleine mit Offerten a la "Yourphone", die mit "Knallerpreisen" Kunden locken, kann sich Eplus im Moment noch retten. - Es gibt aber gottseidank auch immer mehr Provider, die (gegen Aufpreis) keine 24 Monate Vertragslaufzeit mehr Vorschreiben. - Selbst die EPlus Markt Yourphone bietet das an. - Und ich will ehrlich sein:
Vom Preis alleine Betrachtet sind 30 EUR (20 EUR GG + 5 EUR SMS Flat und 5 EUR Aufpreis, wenn man nur 3 Monate Vertragslaufzeit eingehen will) ein HAMMERPREIS. - Allerdings nur dann, wenn Eplus auch in der Lage ist, dem Kunden auch die Leistung die er haben will zu der Zeit an dem Ort, wo er die Leistung abrufen will, auch zur Verfügung stellen kann.

Sinkende Einkünfte pro Kunde sorgen für weniger Kapital im Ausbau und der Entwicklung. - Heute freuen wir uns über gute Preise, und übermorgen ärgern wir uns über ein schlechtes Mobilfunknetz, weil nichts ausgebaut und erneuert wurde.

Ich bin o2o Kunde, ich könnte innerhalb von 4 Wochen wechseln, incl Rufnummernmitnahme und dem ganzen Firlefanz. - Nur traue ich dem Braten nicht.

Vielleicht ist der Vergleich ein bischen weit hergeholt: - Aber Eplus und Schlecker haben jeder auf seine Weise erschreckende Gemeinsamkeiten.
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[2.4.1] mirdochegal antwortet auf alexander-kraus
02.06.2012 16:56
Benutzer alexander-kraus schrieb:
Vielleicht ist der Vergleich ein bischen weit hergeholt: - Aber Eplus und Schlecker haben jeder auf seine Weise erschreckende Gemeinsamkeiten.

Bevor hier falsche Ideen aufkommen: eplus macht eine ganz ähnliche Marge wie Vodafone und wirft unterm Strich jedes Quartal Millionengewinne ab.
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[2.5] spaghettimonster antwortet auf mirdochegal
02.06.2012 20:10

2x geändert, zuletzt am 02.06.2012 20:16
Benutzer base station schrieb:
Die EBITDA-Marge ist leicht gefallen aber e+ verdient pro Kunde immer weniger, vor allem in der entscheidenden Kundengruppe, der Kunden mit Laufzeitverträgen.

Zudem stottert E-Plus von ihren in absoluten Zahlen und gegenüber den Mitbewerbern geringen Einnahmen seit Jahren ihre Milliardenschulden bei KPN ab, unter anderem für die UMTS-Lizenzen. Es beginnt ein Teufelskreis "für das schlechte Netz zahl ich weniger <-> von dem Geld kann ich dir kein leistungsfähiges Netz bauen".

Die Mitbewerber schieben zwar auch Schuldenberge vor sich her, können sie sich wegen ihrer Konzerngröße aber erlauben und leisten. KPN (wohlgemerkt sogar die Mutter) musste teilweise 7% Zinsen zahlen. Der Laden zahlt derzeit allein über 1 Mrd. Zinsen jährlich, das ist mehr als das Land Hessen.
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[2.5.1] spaghettimonster antwortet auf spaghettimonster
03.06.2012 03:47
Benutzer base station schrieb:
Dann vergleich mal die Kursentwicklung und Schulden von América Móvil und Telefónica. Dann kannst Du Dir ausrechnen wer e+ übernimmt.

Da ist was dran, aber seit wann interessiert die Spanier, ob sie sich was leisten können oder nicht. Dann hätte Telefonica 2010 auch Hansenet (1 Mrd.) und BrasilCel (8 Mrd.) nicht übernehmen dürfen. Wenn sie es nicht macht, besteht die "Gefahr", dass AM E-Plus zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten hochrüstet. Bisher ist ja die Rollenverteilung ganz bequem: Dirks schwätzt, O2 verdient. Wenn sie E-Plus kauft, kann sie das Netz als Altmetall verkaufen und ihre Preise anziehen.
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[2.5.1.1] alexander-kraus antwortet auf spaghettimonster
03.06.2012 12:29
Benutzer spaghettimonster schrieb:
Benutzer base station schrieb:
Dann vergleich mal die Kursentwicklung und Schulden von América Móvil und Telefónica. Dann kannst Du Dir ausrechnen wer e+ übernimmt.

Da ist was dran, aber seit wann interessiert die Spanier, ob sie sich was leisten können oder nicht. Dann hätte Telefonica 2010 auch Hansenet (1 Mrd.) und BrasilCel (8 Mrd.) nicht übernehmen dürfen. Wenn sie es nicht macht, besteht die "Gefahr", dass AM E-Plus zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten hochrüstet. Bisher ist ja die Rollenverteilung ganz bequem: Dirks schwätzt, O2 verdient. Wenn sie E-Plus kauft, kann sie das Netz als Altmetall verkaufen und ihre Preise anziehen.
Ich dachte Eplus hat sein Netz schon an ZTE verkauft, und ist nur noch "Mieter im eigenen Netz".
Der "Neu-Eigentümer" von Eplus kann das Netz also gar nciht verkaufen. :-)
Wobei die Schrottpreise für Metalle gerade recht hoch sind....
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[2.5.1.2] peter de valk antwortet auf spaghettimonster
09.06.2012 11:49
Für Menschen, die der niederländischen Sprache mächtig sind, gibt's hier einen interessanten Hintergrundbericht:

http://fd.nl/beleggen/582335-1206/kpn-verliest-greep-op-eigen-toekomst?visited=true