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Fusion sofort!


25.01.2012 13:52 - Gestartet von Telly
einmal geändert am 25.01.2012 13:57
Sofort fusionieren und KEINE Basisstationen abbauen. Bei uns ist es so, dass sehr oft o2 verfügbar ist. Allerdings gibt es auch Stellen, wo o2 versagt und E-Plus vorhanden ist.

Ich würde es begrüßen.

Aber natürlich bleibt das zunächst nur ein Wunschgedanke.

Ein gegenseitiges National Roaming würde aber auch schon beiden Seiten helfen. So hätte E-Plus mehr nutzbare Frequenzen im Bereich 900 MHz und 800 MHz und o2 mehr 2100 MHz.

Telly
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[1] niveaulos antwortet auf Telly
25.01.2012 15:23
Benutzer Telly schrieb:
Sofort fusionieren und KEINE Basisstationen abbauen. Bei uns ist es so, dass sehr oft o2 verfügbar ist. Allerdings gibt es auch Stellen, wo o2 versagt und E-Plus vorhanden ist.

Ich würde es begrüßen.

Und was ist daran wünschenswert? Gerade die Konkurrenz zwischen E+ und o2 um die Kunden war es, die in den letzten Jahren überhaupt für nennenswerte Bewegungen nach unten in den Tarifen gesorgt hat - die beiden großen haben da schon seit gefühlt zehn Jahren freiwillig nichts mehr bewegt. Ein mit den beiden auf gemeinsamer Höhe arbeitende Eplus+02-Einheit würde den Preiswettbewerb endgültig nur zum erlahmen bringen und die Situation zementieren. Das ist das letzte, was wünschenswert ist.

Deutschland hat auch heute sowieso schon, gemessen auf die Einwohnerzahl, so ziemlich die geringste Anzahl an Netzbetreibern in ganz Europa. Dass sich Hutchinson/Quam und Mobilcom trotz zunächst versuchtem Markteinstieg letztlich zurückgezogen haben war ohnehin schon ein schwerer Schlag für den Wettbewerb, die damals geplante Situation dass D eigentlich heute 6 Netzbetreiber haben sollte wäre genau die richtige gewesen. Das wir heute nur 4 haben war sowieso schon nicht gerade das, was politisch gewollt war und sinnvoll gewesen wäre. (Frankreich z.B. hat vor nicht langer Zeit noch einen 5ten Nachzügler lizensiert)

Aber natürlich bleibt das zunächst nur ein Wunschgedanke.

Ein gegenseitiges National Roaming würde aber auch schon beiden Seiten helfen. So hätte E-Plus mehr nutzbare Frequenzen im Bereich 900 MHz und 800 MHz und o2 mehr 2100 MHz.

Telly

Das hingegen wäre u.U. und bei klaren Vorgaben der Regulierungsbehörde hinsichtlich wettbewerblicher Unabhängigkeit der beiden ein Weg den man skizzieren könnte. Im Zweifel vielleicht sogar noch einen Schritt weiter: Eine gemeinsame, unabhängige Netzgesellschaft während Vermarktung und alles andere weiterhin völlig unabhängig bleiben - quasi zwei große MMVNO im selben Netz. Aber auch das wäre zumindest schon kritisch.
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[1.1] RE: Fusion sofort! - 6 Mobilfunker sind da
teleflash antwortet auf niveaulos
27.01.2012 08:31

3x geändert, zuletzt am 27.01.2012 08:34
Benutzer niveaulos schrieb:
Benutzer Telly schrieb:

Deutschland hat auch heute sowieso schon, gemessen auf die Einwohnerzahl, so ziemlich die geringste Anzahl an Netzbetreibern in ganz Europa. Dass sich Hutchinson/Quam und Mobilcom trotz zunächst versuchtem Markteinstieg letztlich zurückgezogen haben war ohnehin schon ein schwerer Schlag für den Wettbewerb, die damals geplante Situation dass D eigentlich heute 6 Netzbetreiber haben sollte wäre genau die richtige gewesen. Das wir heute nur 4 haben war sowieso schon nicht gerade das, was politisch gewollt war und sinnvoll gewesen wäre. (Frankreich z.B. hat vor nicht langer Zeit noch einen 5ten Nachzügler lizensiert) Im Zweifel vielleicht sogar noch einen Schritt weiter: Eine gemeinsame, unabhängige Netzgesellschaft während Vermarktung und alles andere weiterhin völlig unabhängig bleiben - quasi zwei große MMVNO im selben Netz.

Hallo Deutschland hat sogar 7 Mobilfunkanbieter mit "eigenem" Nummernraum:

Telekom
Vodafone
E+
Telefonica o2
Vistream (MVNO im E+ Netz)
Ring (MVNO im E+ Netz)
Lycamobile (MVNO im Vodafone Netz)

Quelle: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1931/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/RegulierungTelekommunikation/Nummernverwaltung/UebersichtNummernraum/UerbersichtNrnRaum_node.html

Diese Mobilfunker haben ein eigenes HLR, teilweise eigene Roamingabkommen und vor allem eigene Netzübergänge. Ein MVNO hat nur keine eigene Masten und muss somit die Luftschnittstelle bezahlen.

Und dann gibt es noch eine Handvoll MVNE in den einzelnen Netzen.
Darunter bzw. anstelle von MVNE gibt es dann die Serviceprovider (teilweise auch virtuelle Serviceprovider)

Toll wäre es, wenn einer mal die komplette Übersicht ausarbeiten würde.

MNO - Mobil Networt Operator (Komplett eigenes Netz inkl. Funkmasten): Telekom, Vodafone, E+ und Telefonica o2

MVNO - Mobil Virtual Network Operator (Nutzt nur die Luftschnittstelle und hat komplett eigene Technik für Routing, G10, Portierung, Billing, ...): VIstream, Ring und Lycamobile

MVNE - Mobil Virtual Network Enabler (Hilft einem SP bzw. VSP ein Mobilfunknetz zu nutzen. Stellt Schnittstellen zum MNO bzw. MVNO zur Verfügung)

SP - Serviceprovider - Hat kein eigenes Netz und macht kein eigenes Routing. Hat aber einen direkten Vertrag mit MNO oder MVNO. Kann aber auf Vorprodukten der MNO und MVNO eigene Produkte und Preise generieren. Desweiteren hat ein Serviceprovider einen eigenen Kundenstamm und kann den in dem Netz schalten, wo er möchte. Z.B.: Drillisch, Mobilkom-Debitel, und weitere

VSP - Virtuelle Serviceprovider - Wie ein Serviceprovider, hat jedoch keinen Vertrag mit einem MVO bzw. MVNO, sondern meist mit einem MVNE. Somit hat er keine eigenen Kunden wie ein Serviceprovider, sondern sein Endkunde hat meist den direkten Endkundenvertrag mit dem MVNE bzw. MVNO. Vorteil, er weis in welchem Netz er ist. Der VSP macht teilweise eigene Tarife, die Kundenabrechnung, Kundenakquise und Kundenbetreuung.

Dann gibt es noch die vielen einzelnen Brands der MNO, MVNO und SP. Und das sind die Sachen, die Sie als Endkunden immer hören und sehen. Aber da stehen meist immer irgendwelche der wenigen großen Anbieter dahinter.

Grüsse Sascha
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[2] CBS antwortet auf Telly
25.01.2012 19:30
Benutzer Telly schrieb:
Sofort fusionieren und KEINE Basisstationen abbauen. Bei uns ist es so, dass sehr oft o2 verfügbar ist. Allerdings gibt es auch Stellen, wo o2 versagt und E-Plus vorhanden ist.

Derselbe Gedankengang. Die eine oder andere Basisstation wird man entbehren können, aber solche Lücken könnte man durch die eben verteilten Basisstationen (bei uns ist E+ und O2 kaum auf demselben Mast) schließen.

Ein gegenseitiges National Roaming würde aber auch schon beiden Seiten helfen. So hätte E-Plus mehr nutzbare Frequenzen im Bereich 900 MHz und 800 MHz und o2 mehr 2100 MHz.

Das wiederum wäre in Grenzgebieten sehr nachteilig, da hier oftmals die automatische Netzwahl ausgestellt wird, um eben nicht aus Versehen im Nachbarland eingebucht zu werden. Ohne automatische Netzwahl funktioniert das National Roaming aber eben nicht automatisch und wird so zur lästigen manuellen Umbucherei. War schon zu T-Mobile National Roaming Zeiten so.
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[2.1] Telly antwortet auf CBS
26.01.2012 00:38
Ein gegenseitiges National Roaming würde aber auch schon beiden Seiten helfen. So hätte E-Plus mehr nutzbare Frequenzen im Bereich 900 MHz und 800 MHz und o2 mehr 2100 MHz.

Das wiederum wäre in Grenzgebieten sehr nachteilig, da hier oftmals die automatische Netzwahl ausgestellt wird, um eben nicht aus Versehen im Nachbarland eingebucht zu werden. Ohne automatische Netzwahl funktioniert das National Roaming aber eben nicht automatisch und wird so zur lästigen manuellen Umbucherei. War schon zu T-Mobile National Roaming Zeiten so.

Wer bis dato in einem der beiden Netze manuell eingebucht war, kann das doch weiterhin sein und nur bei Bedarf ggf. umswitchen. Da kommt doch nur eine Möglichkeit hinzu. Nachteilig kann ich das also nicht finden.

Telly
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[2.1.1] zink antwortet auf Telly
26.01.2012 06:46
Hi!
Ich meine es sollten mind. vier Mobilfunknetz Betreiber sein, sonst stockt ganze Sache.
Nationales Roaming: ok
Ich warte immer noch ein ein gescheites Handy, welches zwei SIM-Karten benutzen kann und dort individuell einzustellen ist.
Das wäre mal etwas: telefonieren, smsen, surfen in einer Art wie "Quasi-Call-by-call"
Zinker
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[2.1.1.1] mattes007 antwortet auf zink
26.01.2012 09:29
Benutzer zink schrieb:
Ich meine es sollten mind. vier Mobilfunknetz Betreiber sein, sonst stockt ganze Sache.

Ich sehe die Problematik nicht, denn der Markt wird es richten. O2 und E-Plus stellen momentan keine ernsthafte Konkurrenz zu den D-Netzen dar, weil sie im Datenbereich keine Stabilität bieten und im Telefoniebereich immer noch einen schlechten Ruf genießen...vor allem in Gebäuden. Daher verlassen sich Firmen auf die D-Netze. Kommt jemand günstig an ein D-Netz-Vertrag (z.B. Rahmenvertrag), sorgt er dafür, dass das Umfeld auch D-Netze hat.

Sollte sich E-Plus und O2 zusammentun und ein Netz nutzen, fallen die Kosten für Personal weg, die Netzkapazitäten steigen, Werbung/Marketing wird günstiger, die Kundenzahl schließt mit den D-Netzen auf, Filialen in teuren Einkaufspasagen können wegfallen...das Image bleibt aber erst Mal die nächsten 3-5Jahren (bis auch alles organisiert ist)...und dann kann O2/E-Plus im Business-Bereich punkten,Netzteste gewinnen und das Image verbessern.

Die D-Netze müssten mehr investieren, um Ihr Image vom besten Netz und "D-Netz-Qualität" aufrecht zu erhalten.

Warten wir einfach ab.

Telefonica hat momentan kein Geld...meines Wissens sieht es bei KPN ähnlich aus.

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[3] mirdochegal antwortet auf Telly
26.01.2012 09:31
Benutzer Telly schrieb:
Sofort fusionieren und KEINE Basisstationen abbauen. Bei uns ist es so, dass sehr oft o2 verfügbar ist. Allerdings gibt es auch Stellen, wo o2 versagt und E-Plus vorhanden ist.

Ich würde es begrüßen.

Dann kannst du gleich zu TM oder VF wechseln. Ein fusioniertes E+O2 wäre mittelfristig nichts anderes und der Wettbewerb würde verringert werden. Für die Kunden gäbe hauptsächlich Nachteile und alle Basisstationen würden ebenfalls nicht erhalten bleiben.