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Internet nicht mehr kostenlos


28.02.2001 11:59 - Gestartet von alexda
Klar dass das Internet in Zukunft irgendwie finanziert werden muss. Ob das nur über Warenbestellungen geht, ist schon fraglich. Mit dem Geld der Anleger am neuen Markt geht es jedenfalls nicht mehr.

Die Aufbereitung von Informationen kostet halt Geld, damit lässt sich aber auch Geld verdienen.

Es wird wohl dann einerseits Anbieter geben, die gute Infos für Geld bieten, andererseits aber auch Anbieter, die einen mit Werbung überhäufen und sich nur mäßige Infos leisten können.

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[1] comtom antwortet auf alexda
28.02.2001 13:20
Benutzer alexda schrieb:

Die Aufbereitung von Informationen kostet halt Geld, damit lässt sich aber auch Geld verdienen.

Nur: MSN & Co. müssen keine Zeitungen teuer drucken und vertreiben. Es reichen eine handvoll Webmaster, die *fertigaufbereitete* News ins Web stellen (müssen noch nicht mal Redakteure sein).
Wenn ich mir überlege, was hinter eine FAZ oder Bild (ja, das Lügenblatt) an Apparat steht...
Und wenn sieht, das es teilweise schon Blätter für umme sonst gibt... (dank Werbung), dann frag ich mich, wofür MSN & Co. eigentlich Geld haben wollen?!

Bei der kostenlosen eMail-Adresse sorgen die schließlich selbst dafür, das diese vollgespammt wird. Ein ISP könnte bei sowas Probleme kriegen!
Mal davon abgesehen, das Hotmail eh Schrott ist!
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[1.1] joneit antwortet auf comtom
28.02.2001 15:22
Benutzer comtom schrieb:

Nur: MSN & Co. müssen keine Zeitungen teuer drucken und vertreiben. Es reichen eine handvoll Webmaster, die *fertigaufbereitete* News ins Web stellen (müssen noch nicht mal Redakteure sein).
Wenn ich mir überlege, was hinter eine FAZ oder Bild (ja, das Lügenblatt) an Apparat steht...

Naja, mal langsam - wer ein erfolgreiches Portal anbieten will, muss Information und / oder Services bieten. Und dazu brauchst Du auf jeden Fall eine Redaktion - der Webmaster muss sich eher um den Server, die Skripte und die Datenbanken sorgen und hat damit sicher auch genug zu tun. Anders herum haben Printmedien eher den Vorteil, ein vorhandenes Redaktionssystem zu erweitern und für den Webauftritt zu verwenden (was trotzdem eine zusätzliche Internet Redaktion gerade bei grossen Auftritten erfordert).

Wichtig ist auf jeden Fall, dass ein guter Service Geld kostet - und wenn er das Geld auch wert ist, dann werden sich auch Nutzer finden, die dafür zahlen. Dabei muss die Finanzierung nicht unbedingt für die Webnutzung erfolgen - so bietet jetzt schon die FAZ für Abokunden zusätzliche Infos online - und die zahlen für das Abo. So kann man vielleicht auch neue Kunden gewinnen!

Welche Strategie aufgeht, ist eine andere Frage - auf jeden Fall wird es wohl auch in Zukunft kostenlos gute und wertvolle Information geben. Aber wer mehr will, der kann und wird auch dafür zahlen - auf welche Weise auch immer.

Tobias