Diskussionsforum
  • 15.11.2011 12:49
    Telly schreibt

    Anekdote Wählscheibe

    Bei uns in der Nähe gibt es einen Imbiss, der ist älter als ich. Dort hängt noch ein Wand-Wählscheiben-Telefon mit Gebührenzähler an der Wand.

    Neulich fragte ein ca. 16-jähriger, ob er mal telefonieren dürfe. Er durfte und dann wollte er wählen und fragte: "Wie geht das denn?"... ;-)

    Daran sieht man, wie alt man ist. ;-)

    Telly
  • 15.11.2011 13:56
    koelli antwortet auf Telly
    Das Tastentelefon hatte damals ja auch keinen Sinn:
    Denn durch das Impulswahlverfahren war die Wählgeschwindigkeit genauso langsam, wie wenn man per Drehscheibe gewählt hätte.
    Und ne Wahlwiederholung hatte das Teil auch nicht.
  • 15.11.2011 16:19
    einmal geändert am 15.11.2011 16:23
    Telly antwortet auf koelli
    > Ich hab das
    >
    Gefühl, hier im Forum ist die Fachkompetenz bei einigen doch
    >
    regelmäßig deutlich höher, als in vielen Artikeln.

    Wo steht denn im Artikel etwas Widersprüchliches zudem, was in diesem Thread angemerkt wurde? Man kanns mit der Kritik auch übertreiben...

    Telly

    Edit: Achso. Du hattest vorher das hier schon geschrieben:

    http://www.teltarif.de/forum/s44355/4-1.html

    Also was die Erfinder angeht, hört man sehr oft Verschiedenes. Ich blicke da auch nicht mehr durch. Interessiert mich aber auch nicht sonderlich :P
  • 15.11.2011 19:28
    koelli antwortet auf Telly
    Ich kann mich nur erinnern, dass es in amerikanischen Filmen schon längst Telefone mit Tastatur zu sehen gab, als hier noch Wählscheiben üblich waren.
    Und diese US-Telefone hatten auch schon die Vanity-Tastatur, bei der jeder Zifferntaste Buchstaben zugeordnet waren.
    Das hat sich ja in Europa kaum durchgesetzt.
    In den USA gibts z.B. Angaben wie etwa 1-800-Amazon (fiktives Beispiel).
    Aber da in Deutschland solche Tastaturen nur bei Handys zu 100% verfügbar sind, haben die Firmen wohl Angst, dass die Leute teuer vom Handy solche Vanity-Nummern anrufen.
  • 16.11.2011 00:51
    niknuk antwortet auf koelli
    Benutzer koelli schrieb:

    > Das Tastentelefon hatte damals ja auch keinen Sinn:
    >
    Denn durch das Impulswahlverfahren war die Wählgeschwindigkeit
    >
    genauso langsam, wie wenn man per Drehscheibe gewählt hätte.

    Das war nicht der Punkt. Auch ich habe für meinen ersten Telefonanschluss ein Tastentelefon bestellt. Der Grund war nicht nur das schönere Design gegenüber den damals angebotenen Standard-Wahlscheiben-Apparaten (FeTAp 61, igitt), sondern auch die Möglichkeit, einhändig wählen zu können. Mit einem Wählscheiben-Telefon ging das nämlich nicht immer, denn wenn das nicht fest genug stand, hat es sich sich beim Wählen mitgedreht. Das fand ich ziemlich nervig.

    Meinen ersten Telefonanschluss bekam ich 1981. Da waren Tastentelefone schon einigermaßen etabliert. Aber auch 5 Jahre früher hätte ich nichts anderes als ein Tastentelefon bestellt. Ich kann die Leute nicht verstehen, die einem Wählscheibentelefon den Vorzug gegeben haben. Vielleicht lag es ja auch am Preis. 3 DM monatlich wollte vermutlich nicht jeder für "überflüssigen Schnickschnack" wie verbesserte Ergonomie und schöneres Design ausgeben.

    Tasten sind jedenfalls auch ergonomisch gesehen eine viel bessere Lösung, um eine Ziffernfolge zu wählen, als eine Wählscheibe. Genau genommen war und ist diese Lösung sogar für mehrere Jahrzehnte gut. Wie vorteilhaft die Wahl per Tastatur ist, merkt man auch daran, dass selbst das modernste und luxuriöseste Touchscreen-Smartphone nach wie vor eine (virtuelle) Tastatur zum Wählen besitzt (gibt es eigentlich eine Wählscheiben-App? Und wenn ja, wer zieht die wirklich einer Zifferntastatur vor?). Eine noch ergonomischere Lösung gibt es erst seit Einführung der Sprachwahl, die aber nicht jedes Telefon bietet und die auch gravierende Nachteile haben kann. Beispielsweise kann man eine Rufnummer mit Tasten viel diskreter wählen als per Spracheingabe.

    Gruß

    niknuk
  • 16.11.2011 06:52
    koelli antwortet auf niknuk
    Benutzer niknuk schrieb:
    > (gibt es eigentlich
    >
    eine Wählscheiben-App? Und wenn ja, wer zieht die wirklich
    >
    einer Zifferntastatur vor?).

    Zumindest Samsung wirbt mit der Swybe Texteingabe, bei der man SMS nicht durch Anklicken jedes einzelnen Buchstabens schreibt, sondern man fährt mit dem Finger von Buchstabe zu Buchstabe, ohne ihn vom Touchsreen zu nehmen.
    Halte ich allerdings für eine langsamere Schreibmethode.
  • 16.11.2011 08:13
    niveaulos antwortet auf koelli
    > Zumindest Samsung wirbt mit der Swybe Texteingabe, bei der man
    >
    SMS nicht durch Anklicken jedes einzelnen Buchstabens schreibt,
    >
    sondern man fährt mit dem Finger von Buchstabe zu Buchstabe,
    >
    ohne ihn vom Touchsreen zu nehmen.
    > Halte ich allerdings für eine langsamere Schreibmethode.

    a) Swype, nicht swybe

    b) das hat nichts primär mit SMS zu tun sondern ist einfach die Touchscreen-Tastatur des Gerätes für jedwede Eingaben. Alternativ zum "ziehen" lassen sich natürlich die Tasten einfach auch nur drücken wie auf einer beliebigen Tastatur ohne Swype. Und ausehen tut sie auch identisch.

    a) was hat das mit eine Wählscheibe oder deren Prinzip zu tun?? Bei eine Wählscheie geh es um ein technisches Verfahren bei dem es nötig ist jeweils die komplette Schleifspur fü eine Ziffer abzufahren. Das wäre nur mit Swype vergleichbar wenn z.B. zum Erzeugen des Buchstaben F zunächst alle Buchstaben von A bis E überfahren werden müssten. Was natürlich nicht der Fall ist.

    b) nein, es ist nicht langsamer - im Gegenteil. Im Grunde unterscheidet es sich nicht davon, die Buchstaben zu tippen. Nur dass man nicht mehr zwischen jedem Buchstaben den Finger hochheben und für den nächsten Buchstaben wieder absetzen muss. Was logischerweise Zeit kostet.
  • 16.11.2011 22:21
    koelli antwortet auf niveaulos
    Benutzer niveaulos schrieb:

    > was hat das mit eine Wählscheibe oder deren Prinzip zu tun??
    >
    b) nein, es ist nicht langsamer - im Gegenteil. Im Grunde
    >
    unterscheidet es sich nicht davon, die Buchstaben zu tippen.
    >
    Nur dass man nicht mehr zwischen jedem Buchstaben den Finger
    >
    hochheben und für den nächsten Buchstaben wieder absetzen muss.
    >
    Was logischerweise Zeit kostet.

    SMS zu schreiben geht ja wohl deutlich schneller, wenn man jeden Buchstaben kurz antippt.
    Soll man dagegen die Buchstaben einzeln mit dem Finger anfahren, ohne ihn vom Touchscreen zu nehmen, dann geht das doch viel langsamer.
    Schließlich muss man jeden Buchstaben genau anvisieren und genau dort mit dem Finger stehenbleiben.
    Hinzu kommt die Macht der Gewohnheit und so nimmt man sicher automatisch immer wieder den Finger hoch.
  • 16.11.2011 07:11
    Telly antwortet auf niknuk
    > Ich kann die Leute nicht verstehen, die einem
    >
    Wählscheibentelefon den Vorzug gegeben haben. Vielleicht lag es
    >
    ja auch am Preis. 3 DM monatlich wollte vermutlich nicht jeder
    >
    für "überflüssigen Schnickschnack" wie verbesserte Ergonomie
    >
    und schöneres Design ausgeben.

    1977 bekamen meine Eltern ihren ersten Anschluss und die dreistellige Rufnummer führe ich heute weiter. ;-)

    Die monatliche Grundgebühr fürs Festnetz (mit "kostenlosem" Standardtelefon betrug eigentlich schon immer um die 27 DM, was ja auch schon viel Geld war.

    > (gibt es eigentlich
    >
    eine Wählscheiben-App? Und wenn ja, wer zieht die wirklich
    >
    einer Zifferntastatur vor?).

    Ja gibts. Steht auch im Beitrag:

    > Wählscheibe reloaded - per App

    > Übrigens: Wer beim Anblick des Wählscheibentelefons nostalgische Gefühle bekommt, kann diese auf Wunsch per App befriedigen. So sind im Android Market sowie bei iTunes entsprechende Wählscheiben-Apps zum Preis von 50 Cent beziehungsweise 79 Cent verfügbar.

    Sicher wird dies niemand auf Dauer vorziehen, aber es ist schon ein schöner Gag. Es gibt ja auch Klingeltöne, die einfach nur wie früher klingeln.

    Telly
  • 17.11.2011 12:44
    helmut-wk antwortet auf koelli
    Wählgeschwindigkeit
    Benutzer koelli schrieb:
    > Das Tastentelefon hatte damals ja auch keinen Sinn:
    >
    Denn durch das Impulswahlverfahren war die Wählgeschwindigkeit
    >
    genauso langsam, wie wenn man per Drehscheibe gewählt hätte.
    >
    Jein. Mensch konnte schon schneller wählen, nur dann durfte mensch warten und hören, wie die virtuelle Wählscheibe die eingegeben Ziffern per IWV verschickte ...

    Immerhin wurde so minimal Zeit gespart, weil die Zeit zwischen zwei Ziffern minimal war, unabhängig von der Geschwindigkeit des Eintippens bzw. Drehens.

    > Und ne Wahlwiederholung hatte das Teil auch nicht.
    >
    Ich glaub, die hatte sogar schon mein letztes Tel. mit Drehscheibe ... das war aber auch in den 80-ern.