Diskussionsforum
  • 17.03.2012 23:52
    einmal geändert am 17.03.2012 23:53
    sabeck schreibt

    Klare Ansage

    Ich werde unter den gegebenen Bedingungen NIEMALS eBooks kaufen. Die Bedingungen, die die Verlage diktieren, sind einfach indiskutabel. Ich möchte ein Buch verleihen, ausleihen, verkaufen, verschenken und auch (foto-)kopieren können. Mit Papierbüchern geht das. Wenn ich ein Buch kaufe, möchte ich darüber frei verfügen können. Mit einem Buch aus Papier geht das, bei einem eBook nicht. Ich möchte ein Buch anonym und ohne Wasserzeichen kaufen können, ich möchte ein Buch überall mit hin nehmen können.
    Außerdem - Bei aller technischer Begeisterung: Ein Buch aus Papier braucht keinen Strom, man kann es überall lesen, und das auch noch in 10, 20 oder 100 Jahren. eBooks sind aus meiner Sicht eine technische Spielerei, die angesichts des paranoiden Verhaltens der Rechteinhaber gegenüber ihren Kunden für mich eine Totgeburt ist. Oder anders ausgedrückt: Ich lass mich von dieser Industrie nicht an der Nase herumführen. Ebensowenig wie von der Musik-, Film- oder Softwareindustrie. Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Aber wir erleben ja gerade bei ACTA & Co., wie die Lobbyarbeit der Content Industrie beim Gesetzgeber aussieht, und dass Nutzerinteressen da überhaupt nicht auf dem Programm stehen. Solch einer Industrie, die mich als Nutzer im Grunde gar nicht ernst nimmt und mich nur als rechtlose Melkkuh betrachtet, bekommt von mir keinen Euro! Nicht einen!
  • 18.03.2012 10:25
    ElaHü antwortet auf sabeck
    Es ist dein gutes Recht, unter den gegebenen Bedingungen keine Ebooks zu kaufen.
    Benutzer sabeck schrieb:
    > Außerdem - Bei aller technischer Begeisterung: Ein Buch aus
    >
    Papier braucht keinen Strom, man kann es überall lesen

    Der Stromverbrauch eines e-Ink- EBook- Readers ist sehr gering. Eine Akkuladung reicht für mehrere Wochen. Bäume zur Herstellung von Büchern müssen nicht abgeholzt werden. EBook- Reader sind umwelt- und klimafreundlich.
    http://www.oeko.de/aktuelles/presse/pressemitteilungen/dok/1251.php

    Ich liebe meinen Reader und Ebooks trotzdem. Ich muss keine Bücher mehr weggeben, weil die Reagle überquellen. Ein neue Buch kann ich spontan kaufen auch sonntags oder nachts und muss dafür nicht aus dem haus gehen. Mein Reader ist dünner und leichter als ein Teaschenbuch. Ich kann hunderte von Büchern mit in en Urlaub nehmen ohne dass der Koffer platzt.
  • 20.12.2012 01:08
    sabeck antwortet auf ElaHü
    Benutzer ElaHü schrieb:
    >
    >
    > Der Stromverbrauch eines e-Ink- EBook- Readers ist sehr gering.
    > Eine Akkuladung reicht für mehrere Wochen.

    Stell Dir vor: Ein Buch aus Papier benötigt GAR KEINEN Strom!

    > Bäume zur
    >
    Herstellung von Büchern müssen nicht abgeholzt werden. EBook-
    >
    Reader sind umwelt- und klimafreundlich.

    Ebook-Reader sollen klimafreundlich sein? Und was ist mit den Schwermetallen, die in so einem Gerät drinstecken? Oder in einem Akku? Also, Du kannst mir vieles erzählen, aber eher glaub ich an den Weihnachtsmann, als dass die Dinger umwelt- und klimafreundlicher sein sollen als Papier.
    Papier ist ein nachwachsender Rohstoff. Außerdem kann es recyclet und aus Altpapier neues Papier hergestellt werden.

    Und nur mal so nebenbei: Bei einem normalen Buch gibt es nicht mal DRM. Und das ist ein unschlagbarer Vorteil des Papier-Buches.

    Es steht Dir frei, solch einen Reader zu kaufen. Das kannst Du halten, wie Du möchtest. Aber verschone ist mit solchen merkwürdigen Märchen.

  • 29.08.2014 14:40
    arndt1972 antwortet auf sabeck
    > > Der Stromverbrauch eines e-Ink- EBook- Readers ist sehr gering.
    > >
    Eine Akkuladung reicht für mehrere Wochen.
    >
    > Stell Dir vor: Ein Buch aus Papier benötigt GAR KEINEN Strom!
    >
    Ich glaube hier ging es mehr um die Herstellung...

    > > Bäume zur
    > >
    Herstellung von Büchern müssen nicht abgeholzt werden. EBook-
    > >
    Reader sind umwelt- und klimafreundlich.
    >
    > Ebook-Reader sollen klimafreundlich sein? Und was ist mit den
    >
    Schwermetallen, die in so einem Gerät drinstecken? Oder in
    >
    einem Akku? Also, Du kannst mir vieles erzählen, aber eher
    >
    glaub ich an den Weihnachtsmann, als dass die Dinger umwelt-
    >
    und klimafreundlicher sein sollen als Papier.

    Also unterm Strich mit absoluter Sicherheit! Überleg einfach mal wie viel Energie und Resourcen benötigt werden um ein Buch herzustellen. Nun nimm das mal x (je nachdem wie viele Bücher man mit dem Ebook-Reader liest) und dann vergleiche mal. Ich denke da liegen Welten daziwschen!!!!!! Und zwar zugunsten des Readers...

    > Papier ist ein nachwachsender Rohstoff. Außerdem kann es
    >
    recyclet und aus Altpapier neues Papier hergestellt werden.
    >
    Auch das benötigt wieder alles Strom etc. ...

  • 18.03.2012 20:17
    5x geändert, zuletzt am 18.03.2012 20:28
    wolfbln antwortet auf sabeck
    Benutzer sabeck schrieb:
    > Ich werde unter den gegebenen Bedingungen NIEMALS eBooks
    >
    kaufen. Die Bedingungen, die die Verlage diktieren, sind
    >
    einfach indiskutabel.

    Da hast Du sicher recht. Habe ich mir auch immer gesagt.
    Darum macht diese Industrie die gleichen Fehler wie die Musikindustrie anno dazumal mit dem Ergebnis, dass sie insgesamt geschrumpft ist und immer weniger für Musik zahlen wollen.

    Denn der Artikel von teltarif ist ja in voreilenden Gehorsam geschrieben worden. Die Entscheidung epub (Sony, Kobo usw.) oder mobi (nur Amazon/Kindle) ist auch nicht mehr so schlimm. Es gibt inzwischen legale Software (Calibre), die die jeweiligen Dateien umwandelt, auch in pdf - völlig legal, soweit sie nicht geschützt sind.

    Dazu gibt es dann add-ons, die hier nicht weiter diskutiert werden sollten, da sie illegal sind, aber aufgrund der rechtlichen Einschränkungen von Nutzern ohne große Skrupel benutzt werden. Von den Torrent-Börsen oder File-Hostern, die immer mehr Ebooks im Programm haben ganz zu schweigen.

    Es ist inzwischen (auch ganz legal) gelungen, durch eine Ergänzung der Firmware den Kindle Store auf dem Sony Reader voll funktionsfähig zu installieren und dessen Produkte zu lesen. Also die Entscheidung pro oder contra Amazon ist so nicht mehr nötig.

    Was lernen wir daraus? Die Formate sind tatsächlich weitgehend austauschbar. DRM oder andere Schutzmechanismen lassen sich aushebeln, wenn auch nicht unbedingt legal. Aber Bücher darf man weitergeben, eBooks nicht - ein Umstand, der nicht gerade zur Gesetzestreue anstiftet.

    Es wäre nur schade, wenn schließlich auch die Verleger den Bach runter gehen, weil sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben und wie die Musikindustrie auf ein überkommenes Vertriebssystem mit Gängelung setzen. Noch haben sie Zeit aufzuwachen.... aber nicht mehr lange, dann weiß jeder, wie man DRM oder azw aushebelt.

    So sehr ich als "freier Bürger" gegen ACTA und Co. bin, bleibt dennoch das Problem, wie die Rechteinhaber (also Autoren, Verteiber usw.) für ihre Musik, Filme und nun auch Bücher fair entschädigt werden sollen. Der momentane Zustand: Wer die Kniffe kennt: hört, guckt oder liest für lau - die anderen zahlen; ist ja auch keine gute Lösung.
  • 19.03.2012 10:23
    ElaHü antwortet auf wolfbln
    Benutzer wolfbln schrieb:
    > Die Entscheidung epub (Sony, Kobo usw.)
    >
    oder mobi (nur Amazon/Kindle) ist auch nicht mehr so schlimm.
    >
    Es gibt inzwischen legale Software (Calibre), die die
    >
    jeweiligen Dateien umwandelt, auch in pdf - völlig legal,
    >
    soweit sie nicht geschützt sind.

    Wie groß ist denn der Anteil der eBooks,die nicht kopiergeschützt sind? Bei den Epubs liegt der Anteil wohl unter 20 % (z.B. bei Libreka 43163 von 262994 ebooks = 16,6%), bei Amazon kann ich nur schätzen, ich denke unter 10, eher 5% eBooks ohne Kopierschutz.
    Der überwiegende Teil hat Kopierschutz und darf somit nicht legal konvertiert werden.

    >
    > Dazu gibt es dann add-ons, die hier nicht weiter diskutiert
    >
    werden sollten, da sie illegal sind, aber aufgrund der
    >
    rechtlichen Einschränkungen von Nutzern ohne große Skrupel
    >
    benutzt werden. Von den Torrent-Börsen oder File-Hostern, die
    >
    immer mehr Ebooks im Programm haben ganz zu schweigen.
    >
    > Es ist inzwischen (auch ganz legal) gelungen, durch eine
    >
    Ergänzung der Firmware den Kindle Store auf dem Sony Reader
    >
    voll funktionsfähig zu installieren und dessen Produkte zu
    >
    lesen. Also die Entscheidung pro oder contra Amazon ist so
    >
    nicht mehr nötig.

    Soweit ich weiß geht das nur beim Sony, wenn man diesen rootet und damit seine Garantie aufs Spiel setzt. Bei anderen ePub- Readern kann man nicht rooten.
  • 19.03.2012 13:01
    Lt. Spock antwortet auf ElaHü
    DRM bei ebooks ist so oder so ein Witz. Es ist auch nicht notwendig das DRM durch illegale Manipulationen der Datei zu entfernen.

    Was man braucht ist ein Ebook-Reader mit einer zeitlich einstellbaren Umblätterfunktion, eine billige Webcam und ein OCR-Programm. Damit kann man dann ganz legal ohne Umgehung des DRM sich das Ebook kopieren. Noch einfacher ist es wenn man den Reader gleich auf dem PC hat und praktisch den Bildschirm per OCR scannt. Die Neuerstellung des Ebooks besorgt man dann mit Calibre.

    Das wäre dann vergleichbar mit der Software Tunebite, welche ja auch legale Kopien von geschützten CDs durch abspielen und erneutes Aufnehmen erstellen kann. Tunebites nutze ich mit Napster so schon legal seit vielen Jahren.
  • 23.03.2012 07:31
    helmut-wk antwortet auf Lt. Spock
    Klar illegal
    Benutzer Lt. Spock schrieb:
    > DRM bei ebooks ist so oder so ein Witz. Es ist auch nicht
    >
    notwendig das DRM durch illegale Manipulationen der Datei zu
    >
    entfernen.
    >
    Es sind nicht die "Manipulationen der Datei" verboten, sondern das Umgehen des Kopierschutzes. Wenn du eine Methode gefunden hast, den zu umgehen, ohne die Datei zu manipulieren, ist das auch verboten.

    > Das wäre dann vergleichbar mit der Software Tunebite,
    >
    Ist natürlich entsprechend ebenfalls verboten, weil damit ein Kopierschutz umgangen wird. Nicht das Programm an sich, sondern der von dir beschriebene Trick.

    Papierkopien sind auch nicht unbegrenzt erlaubt. Noten dürfen sviw überhaupt nicht kopiert, sondern nur per Hand (!) abgeschrieben werden. Bei Texten wirds kompliziert, das zu erläutern überlasse ich besser einem Juristen ;)

    Nötig wäre ein Kopierschutz, der es erlaubt, ein E-Book (Musikstück etc.) zu verschenken, indem beim verschenken automatisch (z.B. per Datenbank im Internet) die alten Rechte widerrufen werden. Womit dann die normale Weitergabe problemlos legal ist, und Kopieren nur mit Umgehen-Tricks möglich sind, die deutlich illegal sind.

    Ich hab auch schon mal mit Hilfe von legaler Software den Kopierschutz eines PDF-Dokuments umgangen, ca. 10 Zeilen daraus kopiert (was mit Kopierschutz nicht ging), um das in einem Forum zu zitieren (Abtippen war mir zu mühsam), und dann die Kopie gelöscht. Streng juristisch gesehen illegal, aber hallo? ne Papierkopie der beiden Seiten, in denen das Zitat enthalten war, wär legal gewesen! Abtippen ebenfalls.
  • 07.02.2013 12:57
    sabeck antwortet auf helmut-wk
    Je länger ich hier das lese, umso mehr wird mir klar, dass uns die Content-Industrie mit ihrem eBook-Krams ganz gewaltig an der Nase herumführt.
    Mag ja sein, dass man Kopierschutze knacken kann - und so das altbekannte Katz- und Maussspiel mit der Contentindustrie beginnt. Ich glaube auch, dass die Industrie dieses Spiel auch geradezu befeuert mit ihren Gängelungen, die sie den Kunden aufzwingt.

    Aber ist das nicht toll?
    Ein Buch aus Papier kann man ganz einfach und umproblematisch kopieren (am Fotokopierer), und das ist sogar legal. Beim Kauf eines Kopierers entrichtet man eine entsprechende Abgabe, mit der das abgegolten ist.
    Sicher ist das einiger Aufwand, ein ganzes Buch zu fotokopieren, aber es geht, und man muss dazu auch keinen kopierschutz umgehen, weil es gar keinen gibt.

    Leute, merkt Ihr eigentlich nicht, wie wir uns mit diesem tollen elektronischen Kram der Willkür der Content-Industrie immer weiter aussetzen? Wir lassen uns von denen total vera....schen - und machen das sogar mit.

    Beispiel? Ein gebrauchtes Buch aus Papier darf ich jederzeit weiterverkaufen (Flohmarkt, eBay usw.). Versuch das mal mit einem eBook - da wird es keine drei Tage dauern, bis man eine Abmahnung oder den Staatsanwalt im Haus hat.
    Ist doch schräg!

    Nee, eBooks will ich nicht. Nicht unter diesen Bedingungen.
  • 05.04.2012 09:48
    einmal geändert am 05.04.2012 09:48
    skycab antwortet auf sabeck
    Benutzer sabeck schrieb:
    > Ich werde unter den gegebenen Bedingungen NIEMALS eBooks
    >
    kaufen. Die Bedingungen, die die Verlage diktieren, sind
    >
    einfach indiskutabel. Ich möchte ein Buch verleihen, ausleihen,
    >
    verkaufen, verschenken und auch (foto-)kopieren können. Mit
    >
    Papierbüchern geht das. Wenn ich ein Buch kaufe, möchte ich
    >
    darüber frei verfügen können. Mit einem Buch aus Papier geht
    >
    das, bei einem eBook nicht. Ich möchte ein Buch anonym und ohne
    >
    Wasserzeichen kaufen können, ich möchte ein Buch überall mit
    >
    hin nehmen können.
    > Außerdem - Bei aller technischer Begeisterung: Ein Buch aus
    >
    Papier braucht keinen Strom, man kann es überall lesen, und das
    >
    auch noch in 10, 20 oder 100 Jahren. eBooks sind aus meiner
    >
    Sicht eine technische Spielerei, die angesichts des paranoiden
    >
    Verhaltens der Rechteinhaber gegenüber ihren Kunden für mich
    >
    eine Totgeburt ist. Oder anders ausgedrückt: Ich lass mich von
    >
    dieser Industrie nicht an der Nase herumführen. Ebensowenig wie
    >
    von der Musik-, Film- oder Softwareindustrie.
    > Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Aber wir erleben ja
    >
    gerade bei ACTA & Co., wie die Lobbyarbeit der Content
    >
    Industrie beim Gesetzgeber aussieht, und dass Nutzerinteressen
    >
    da überhaupt nicht auf dem Programm stehen. Solch einer
    >
    Industrie, die mich als Nutzer im Grunde gar nicht ernst nimmt
    >
    und mich nur als rechtlose Melkkuh betrachtet, bekommt von mir
    >
    keinen Euro! Nicht einen!

    Einfach konservatives Gedankengut - nichts Besonderes.

    Ebooks sollten günstiger sein als Bücher und sind es auch oft.
    Dann kann man verschmerzen, dass man über die Texte nicht genauso frei verfügen kann wie bei gedruckten Büchern.

    Ich empfinde eBooks als sinnvolle Ergänzung für meine Bibliothek. Aber nicht als Ersatz. Allein schon weil es viele Bücher nicht als eBook gibt.
    Mit eBooks lese ich nun noch deutlich mehr als früher, da ich stets Unmengen an Lesestoff bei mir habe.

    Außerdem gibt es ja auch diverse kostenlose Bücher als wahren Vorteil von eBooks. Denn Drucken kostet immer Geld und ist bei eBooks nicht erforderlich. Auf einem eReader kann man komfortabel und ermüdungsfrei lesen.
  • 29.08.2014 14:07
    cassiel antwortet auf sabeck
    Das kann ich zu 100% unterschreiben. Ich betrachte es als seit über 20 Jahren als meine Pflicht diese Unterhaltungsmafia zu boykottieren wo immer es geht. Das hatte auch zur Folge, dass mein Interesse an deren Kommerz-Produkten signifikant gesunken ist. Das ist angesichts des Informations- und Unterhaltungsoverkill auch nicht verwunderlich. Es gibt inzwischen mehr als genug gute und freie Inhalte im Netz bzw. alternative und wesentlich interessantere Beschäftigungs- und Entspannungsmöglichkeiten für die Freizeit, die einen passiven Konsum von Produkten der Unterhaltungsindustrie absolut entbehrlich machen. Und gegen schönes Wetter ist selbst das Internet unattraktiv.
  • 04.09.2014 10:06
    Christian_Wien antwortet auf sabeck
    Benutzer sabeck schrieb:
    > Ich werde unter den gegebenen Bedingungen NIEMALS eBooks
    >
    kaufen. Die Bedingungen, die die Verlage diktieren, sind
    >
    einfach indiskutabel. Ich möchte ein Buch verleihen, ausleihen,
    >
    verkaufen, verschenken und auch (foto-)kopieren können. Mit
    >
    Papierbüchern geht das. Wenn ich ein Buch kaufe, möchte ich
    >
    darüber frei verfügen können. Mit einem Buch aus Papier geht
    >
    das, bei einem eBook nicht. Ich möchte ein Buch anonym und ohne
    >
    Wasserzeichen kaufen können, ich möchte ein Buch überall mit
    >
    hin nehmen können.
    > Außerdem - Bei aller technischer Begeisterung: Ein Buch aus
    >
    Papier braucht keinen Strom, man kann es überall lesen, und das
    >
    auch noch in 10, 20 oder 100 Jahren. eBooks sind aus meiner
    >
    Sicht eine technische Spielerei, die angesichts des paranoiden
    >
    Verhaltens der Rechteinhaber gegenüber ihren Kunden für mich
    >
    eine Totgeburt ist. Oder anders ausgedrückt: Ich lass mich von
    >
    dieser Industrie nicht an der Nase herumführen. Ebensowenig wie
    >
    von der Musik-, Film- oder Softwareindustrie.
    > Kundenfreundlichkeit sieht anders aus. Aber wir erleben ja
    >
    gerade bei ACTA & Co., wie die Lobbyarbeit der Content
    >
    Industrie beim Gesetzgeber aussieht, und dass Nutzerinteressen
    >
    da überhaupt nicht auf dem Programm stehen. Solch einer
    >
    Industrie, die mich als Nutzer im Grunde gar nicht ernst nimmt
    >
    und mich nur als rechtlose Melkkuh betrachtet, bekommt von mir
    >
    keinen Euro! Nicht einen!


    Richtig erkannt.
    Die Verkäufer von E-Books glauben - genauso wie die Rechteverwertungsmafia der Musik- & Videoindustrie - die Kunden mit Online-"Angeboten" ködern zu können, welche für eine sehr reduzierte Leistung (MP3s statt CD/DVD samt Booklet) oder die Gängelung mit DRM samt Zwang zur Installation von Lizenzzertifikaten, proprietärer Software, eingebauter Verfallszeit oder Abhängigkeit von der Erreichbarkeit der Lizenzserver, etc. fast den gleichen Preis verlangen, wie das vollwertige und nicht eingeschränkte Produkt kostet.
    Das ist für mich ebenfalls völlig unakzeptabel.
    Ein E-Book nur unwesentlich billiger als der Preis für ein gebundenes und daher uneingeschränkt nutz- und auch weiterverkaufbares Buch können sich die Anbieter dorthin schieben, wo es immer finster ist - genauso wie Download-"Angebote" von € ~1,-- pro MP3, wo die Songs eines Albums in etwa den gleichen Preis kosten wie das gepreßte Album samt CD und Booklet.
    Für wenig oder keine Leistung viel kassieren wird von mir boykottiert.
    Da sind dann legale (und auch kostenlos nutzbare) Angebote wie Spotify & Co zum privaten Aufzeichnen die bessere und billigere Alternative.