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Was erwarten wir?


22.06.2011 16:42 - Gestartet von Telly
einmal geändert am 22.06.2011 16:45
Ich weiß, dass ich mich jetzt nicht gerade beliebt mache. Doch so sehr ich die Aufregung und Enttäuschung verstehen kann. Eines muss ich mal loswerden.

Die Aufregung kann ja nur deshalb so groß sein, weil man mit den Konditionen im Großen und Ganzen bisher zufrieden war. Folglich ist also ohne Zweifel, dass o2 im Vergleich zu den anderen großen Anbietern eben günstiger ist/war.

Da das also nun so ist, ist es auch logisch, dass o2 jetzt eben an der Preisschraube dreht. Wir haben uns alle gefreut, dass die EU die Roamingpreise beschränkt hat und die IC-Gebühren ebenfalls limitiert sind.

Das verursacht bei allen Netzbetreibern große Umsatzverluste. Und das trifft denjenigen zuerst, der bisher über die Preise am Markt agierte.

Mit Preissenkungen habe ich jedenfalls nicht mehr gerechnet. Auch wenn die meisten hier dachten, es geht immer nur runter mit den Preisen.

o2 macht den Anfang und die anderen werden entsprechend nachziehen. Da bin ich mir sicher.

Telly

Edit: Mich stört daher nicht, DASS o2 die Konditionen anpasst; sondern WIE sie es macht. Ungefragt für Bestandskunden Romingoptionen buchen etc.; das gehört sich nicht!

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[1] niveaulos antwortet auf Telly
22.06.2011 16:56
Mit Preissenkungen habe ich jedenfalls nicht mehr gerechnet. Auch wenn die meisten hier dachten, es geht immer nur runter mit den Preisen.

o2 macht den Anfang und die anderen werden entsprechend nachziehen. Da bin ich mir sicher.

Das bezeifle ich. Die anderen stecken aus meiner Sicht nicht in dem Dilema in dem o2 steckt. VDF & TMO haben ohnehin recht hohe Preise und damit eine solide Kostenstruktur die satte Gewinne abwirft. E-Plus hingegen kann sich auch weiterhin Tiefpreise erlauben, denn zum einen dürfte es relativ geringe Netz- und Investitionskosten haben. Ausserdem hat E+ aufgrund seiner Flatratepolitik eher einen hohen Anteil an abgehenden Telefonaten - profitiert also vom sinkenden Interconnect sogar, weil es weniger an die anderen drei Betreiber abdrücken muss. o2 hingegen hat bislang von den Einnahmen des Interconnect wohl wie hier oft vermutet wurde und anhand diverser Faktoren ablesbar war stark profitiert - und verdient durch deren Absenkung auch an der Front nun weniger.

Ich sehe im aktuellen Verhalten eher zwei Dinge, die spezifisch nur auf o2 bezogen sind: Zum einen ist das Geschäftsmodell (Qualität, hohe Marketingskosten fürs Image und gleichzeitig niedrige Preise) in der Form auf Dauer schlecht angelegt und problematisch - zum anderen hat man einen Mutterkonzern der offenbar deutlich höhere Renditen sehen will als bislang.

Edit: Mich stört daher nicht, DASS o2 die Konditionen anpasst; sondern WIE sie es macht. Ungefragt für Bestandskunden Romingoptionen buchen etc.; das gehört sich nicht!

Das ist das für mich entscheidende. Die einzelnen Anpassungen sind ärgerlich in preislicher hinsicht aber nicht wirklich dramatisch. Die Art und Weise wie o2 aber agiert führt dazu, dass dieser Anbieter bei mir jedweden Kredit an Seriösität verspielt. Und das ist für mich elementare Grundlage einer Geschäftsbeziehung. Ich mag keine Firmen bei denen ich das Gefühl habe, hintenrum über den Tisch gezogen zu werden. Die meide ich. Und das wird o2 in meinem Fall demnächst spüren, ich bin dann nämlich mal tschüss!
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[1.1] Hallenser antwortet auf niveaulos
22.06.2011 17:04
BE-Plus hingegen kann sich auch weiterhin Tiefpreise
erlauben, denn zum einen dürfte es relativ geringe Netz- und Investitionskosten haben.

Das einzige was E+ gegenüber den Mitbewerbern an Kosten nicht hat,sind die Lizenzgebühren für den 800 MHZ Bereich und deren Ausbauverpflichtung für LTE.Ansonsten investiert man bei E+ seit einiger Zeit umfassend ins UMTS Netz.Die ersten Städte mit HSPA+ sind schon am Netz.
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[1.2] Telly antwortet auf niveaulos
22.06.2011 17:12
o2 macht den Anfang und die anderen werden entsprechend nachziehen. Da bin ich mir sicher.

Das bezeifle ich. Die anderen stecken aus meiner Sicht nicht in dem Dilema in dem o2 steckt. VDF & TMO haben ohnehin recht hohe Preise und damit eine solide Kostenstruktur die satte Gewinne abwirft.

Ich stimme Dir voll zu. Doch wenn Aldi die Preise erhöht, dann macht der Supermarkt um die Ecke das auch. Die Preisdifferenz war bisher beim vorhandenen und zahlenden Kunden kein Problem - es wird auch in Zukunft keins sein.

Das erleben wir an Tankstellen jeden Tag.

Telly
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[2] koelli antwortet auf Telly
22.06.2011 18:33

einmal geändert am 22.06.2011 18:36
Benutzer Telly schrieb:
o2 macht den Anfang und die anderen werden entsprechend nachziehen. Da bin ich mir sicher.

Das ist ja das Schlimme:
Wenn es um das Verschlechtern von Konditionen geht, ziehen die Firmen sofort der Konkurrenz hinterher.
(Aktuelles Beispiel: ALLE Eigenmarken-Limos von Rewe bis Aldi kosten plötzlich 6 Cent mehr...)

Geht es aber um Verbesserungen, dauert es ewig, bis ein Mitbewerber auch nachzieht und so beim Kunden positiv auffällt.
(Wie lang hat es gedauert, bis es nach E-Plus auch bei anderen Netzbetreibern eine kostenlose Mailbox gab??
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[2.1] x13 antwortet auf koelli
22.06.2011 23:35
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer Telly schrieb:
o2 macht den Anfang und die anderen werden entsprechend nachziehen. Da bin ich mir sicher.

Das ist ja das Schlimme:
Wenn es um das Verschlechtern von Konditionen geht, ziehen die Firmen sofort der Konkurrenz hinterher.
(Aktuelles Beispiel: ALLE Eigenmarken-Limos von Rewe bis Aldi kosten plötzlich 6 Cent mehr...)

Wie heißt noch diese Behörde, die in einigen Jahren ggf. feststellt, es gäbe ggf. einen Verdacht der preislichen Absprache?!
Fängt der Name dieser Behörde mit einem "K" an?