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Kein Wunder....


11.11.2011 14:50 - Gestartet von ger1294
Dass Telefonica in Spanien Kunden verliert, ist kein Wunder. Es liegt an der Netztopologie. In einer Stadt der Größe von Augsburg (20 Vermittlungsstellen) gibt es eine einzige Vermittlungsstelle, dadurch entsprechend beschissene DSL-BAndbreiten in den Neubausiedlungen. Die meisten Spanier nutzen deshalb Internet über TV-Kabel. Von Outdoor-DSLAM's oder VDSL keine Spur.... Und die Preise sind im europäischen Vergleich zum davonlaufen: 47,06 € mtl. für Analog + DSL 6000 + Telefon/Internet Flat.
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[1] wolfbln antwortet auf ger1294
12.11.2011 15:34
Es ist nicht nur die Festnetzsparte der Telefónica die in Spanien Probleme hat, sondern auch die Mobilfunktochter "movistar".
Zwar hat sie immer noch das beste Netz in der Abdeckung und die meisten Kunden, aber die laufen wg. der Krise und den höheren Preisen ihnen davon.
Ende 2010 hatte movistar 21,5 Mio. Kunden, was einen Marktanteil von 42% ausmacht. Dahinter folgt Vodafone mit 15 Mio. Die beiden kleinen konnten insbesondere durch besseren Netzausbau und aggressive Vermarktung Terrain aufholen.
Bei Orange sind inzwischen fast alle Discounter untergekommen und auch Yoigo, die nur ein 3G-Netz haben, konnten mächtig aufholen. Hatte Yoigo 2010 nur 2 Mio Kunden (= 4%), planen sie 2015 mit 10% Marktanteil.
Und dies bei einem gesättigten Markt, der sich wegen der Krise um ca. 5% verringern wird. Telefónica muss sich warm anziehen und hoffen, dass O2 und Lateinamerika weiter so gut laufen.