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alice-dsl.de vs. easybell.de


04.05.2011 08:14 - Gestartet von IMHO
einmal geändert am 04.05.2011 08:19
Ich möchte im Zusammenhang mit der Anpreisung der O2-Mobil-Flat bei Alice auf die Konkurrenz easybell verweisen:
Backbone ebenfalls Telefonica. VoIP statt NGN, somit kein IAD notwendig, freie Auswahl des Routers.
DSL-Flat 21,95 (bei Alice 24,90) Doppelflat 24,95 (bei Alice 29,90)
Und die Verbindungen zum Mobilfunk kosten bei easybell 9,8ct/min statt 22ct/min bei Alice!
Dass easybell keine interne Flat, z.B. vom DSL-Anschluß zum Handy der eigenen Marke anbietet, kann dabei je nach Nutzungsverhalten verkraftet werden.

Bei den höherpreisigen Angebotspaketen, welche die Kombination mit dem Mobilfunk umfassen, ist allerdings zu beachten, dass Alice mit O2 und Easybell mit E+ kooperieren.
Ich hatte mich gerade gestern mit den Unterschieden dieser Anbieter beschäftigt und werde mit meinem Handy, allen Preisvorteilen zum Trotze, im D-Netz bleiben.
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[1] Melvis antwortet auf IMHO
04.05.2011 08:27

Benutzer IMHO schrieb:
Ich möchte im Zusammenhang mit der Anpreisung der O2-Mobil-Flat bei Alice auf die Konkurrenz easybell verweisen:

Gute Idee, aber leider nur eingeschränkt verfügbar :( Alice/O2 kann man ja auch in Gebieten nutzen, wo O2 keine eigenen Leitungen besitzt.

easybell hingegen nicht: "Das günstige Angebot der easybell basiert auf dem Netz der Telefonica O2 , die ca. 80% der deutschen Haushalte für DSL erschlossen hat. Vermutlich wohnen Sie außerhalb des Telefonica Ausbaugebietes."

Würde also nur Telekom-Telefonanschluss + easybell DSL Flatrate bleiben.. aber das ist dann zusammen teurer als bei der Telekom selbst.
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[1.1] namorico antwortet auf Melvis
04.05.2011 08:30
Ich habe letzte Woche meine Alice-Bestellung storniert und werde zu easybell wechseln.
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[1.2] IMHO antwortet auf Melvis
04.05.2011 08:42
Benutzer Melvis schrieb:

Gute Idee, aber leider nur eingeschränkt verfügbar... ...Vermutlich wohnen Sie außerhalb des Telefonica Ausbaugebietes."

Schade, war mir garnicht aufgefallen, da ich für eine Whg in einer Großstadt suchte.
Immerhin bietet easybell aber auch nette VoIP-Tarife, die sich dann auch unabhängig vom Telefonica-Backbone auf dem flachen Land nutzen lassen.
Sofern man nicht gerade in einen Alice-IAD reinbeisst. :)

Übrigens verlangt Alice für eine Doppelflat außerhalb des Telefonica Ausbaugebietes 34,90 und bietet die only-DSL-Flat (Alice light) dort garnicht an.
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[1.2.1] HaPeMü antwortet auf IMHO
04.05.2011 14:39
Ich bin auch gerade erst von 1&1 zu easybell gewechselt. Alice war insofern eine Alternative, dass sie auch keine MVLZ anbieten, jedoch war das Angebot von easybell wesentlich attraktiver:
-Geringere Minutenpreise
-Langfristig günstigere Grundgebühr
-Echtes VOIP, kein NGN und man kriegt alle Zugangsdaten
Der Wechsel lief reibungslos. Ich kann easybell bisher nur weiterempfehlen.
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[1.2.1.1] Halina antwortet auf HaPeMü
04.05.2011 16:14

Bei Alice hättest du kein VOIP, eher echten Festnetzanschluß. Es sei denn, du wohnst in einem Kaff
Halina

Benutzer HaPeMü schrieb:
Ich bin auch gerade erst von 1&1 zu easybell gewechselt. Alice war insofern eine Alternative, dass sie auch keine MVLZ anbieten, jedoch war das Angebot von easybell wesentlich attraktiver:
-Geringere Minutenpreise
-Langfristig günstigere Grundgebühr -Echtes VOIP, kein NGN und man kriegt alle Zugangsdaten Der Wechsel lief reibungslos. Ich kann easybell bisher nur weiterempfehlen.
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[1.2.1.1.1] HaPeMü antwortet auf Halina
04.05.2011 17:35
Benutzer Halina schrieb:

Bei Alice hättest du kein VOIP, eher echten Festnetzanschluß.

ich sehe gerade, dass Du recht hast. Bei Alice findet man immer so viele widersprüchliche Aussagen. Aber ein klassischer Telefonanschluss bietet mir ja auch nicht den Komfort, meine Festnetznummer auf meinem Smartphone einrichten zu können. Da finde ich jetzt bei einem klassischen analogen Anschluss nicht mehr so viele Vorteile
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[1.2.1.1.2] namorico antwortet auf Halina
04.05.2011 17:36
Falsch!
Ich wohne in Berlin Mitte und bekomme nur NGN. Den Alice-Auftrag habe ich storniert und werde zu easybell gehen.
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[1.2.1.1.3] IMHO antwortet auf Halina
04.05.2011 17:49
Benutzer Halina schrieb:

Bei Alice hättest du kein VOIP, eher echten Festnetzanschluß.
Es sei denn, du wohnst in einem Kaff
Halina

Das halte ich ja für ein absolut unhaltbares Gerücht. Ich erinere mich waage, dass Hansenet vor Jahren aufgehört hat, außerhalb der Region Hamburg irgendwelche Festnetzanschlüsse zu schalten.
Und zuletzt, aber da lasse ich mich gerne korrigieren, haben sie auch in Hamburg nur noch NGN geschaltet.
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[1.2.1.1.3.1] namorico antwortet auf IMHO
04.05.2011 18:13
Ich glaube, diese Aussage stimmt. In Berlin würde ich auch nur NGN bekommen.
Benutzer IMHO schrieb:
Und zuletzt, aber da lasse ich mich gerne korrigieren, haben
sie auch in Hamburg nur noch NGN geschaltet.
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[1.2.1.1.3.2] niknuk antwortet auf IMHO
05.05.2011 15:02

einmal geändert am 05.05.2011 15:04
Benutzer IMHO schrieb:

Benutzer Halina schrieb:

Bei Alice hättest du kein VOIP, eher echten Festnetzanschluß.
Es sei denn, du wohnst in einem Kaff
Halina

Das halte ich ja für ein absolut unhaltbares Gerücht. Ich erinere mich waage, dass Hansenet vor Jahren aufgehört hat, außerhalb der Region Hamburg irgendwelche Festnetzanschlüsse zu schalten.
Und zuletzt, aber da lasse ich mich gerne korrigieren, haben sie auch in Hamburg nur noch NGN geschaltet.

Dann möchte ich das mal korrigieren: vor wenigen Wochen hat mein neuer Nachbar in Berlin einen Alice-Anschluss bestellt und echtes Festnetz bekommen. Auch in anderen Städten (z. B. Stuttgart und München) kenne ich diverse Alice-Kunden, die echte Festnetzanschlüsse haben. Insgesamt gibt es bundesweit ca. 150 Städte und Ballungsgebiete, die mit konventioneller Vermittlungstechnik von Alice erschlossen sind und in denen man nach wie vor echte Festnetzanschlüsse bekommt. Ich selbst habe natürlich auch einen solchen (Standort: Berlin), allerdings schon seit mehreren Jahren. Besagter Nachbar beweist aber, dass man auch heute noch echte Festnetzanschlüsse bekommt, und zwar auch außerhalb Hamburgs. Auch einer meiner Bekannten in München hat seinen Alice-Anschluss vor weniger als einem Jahr bekommen, und auch er hat echtes Festnetz. Auch in Hamburg werden nach wie vor echte Festnetzanschlüsse geschaltet. Ausnahme: VDSL-Anschlüsse (Alice Speed). Die basieren ausnahmslos auf Telefonica-Technik und sind daher überall NGN-Anschlüsse, also auch im Hansenet-Ausbaugebiet.

Halinas Aussage ist aber dennoch mit Vorsicht zu genießen: Das Hansenet-Ausbaugebiet ist zwar relativ groß, es gibt aber auch viele größere Städte, die nicht dazugehören. D. h. es kann durchaus auch in größeren Städten passieren, dass man von Alice nur NGN bekommt.

Grundsätzlich stimmt es aber, dass der Ausbau mit konventioneller Vermittlungstechnik schon vor Jahren gestoppt wurde. Allerdings sind in den bereits erschlossenen Gebieten immer noch Kapazitäten frei, so dass dort nach wie vor konventionelle Anschlüsse geschaltet werden. 'namorico' hat allerdings das Pech, in einem Glasfasergebiet (OPAL) zu wohnen. Dort kann traditionell nur die Telekom echte Festnetzanschlüsse bereitstellen. Alle anderen DSL-Anbieter müssen auf die Telekom als Vorleister zurückgreifen, weswegen man von der Telekom-Konkurrenz in OPAL-Gebieten nur NGN bekommt. Das gilt auch dann, wenn das OPAL-Gebiet wie z. B. in Berlin mitten im Hansenet-Ausbaugebiet liegen sollte. Da Easybell im Gegensatz zu Alice und anderen DSL-Anbietern nicht mit der Telekom zusammenarbeitet, besteht Grund zur Befürchtung, dass 'namoricos' Easybell-Bestellung in die Binsen geht.

Man kann übrigens sehr einfach testen, ob man bei Alice echtes Festnetz oder NGN bekommt: im Rahmen der DSL-Verfügbarkeitsprüfung erscheint irgendwann ein Hinweis, ob die Fernsehflatrate genutzt werden kann oder nicht. Wenn die Fernsehflat verfügbar ist, bekommt man echtes Festnetz (Alice TV funktioniert derzeit nur im Hansenet-Ausbaugebiet). Ist sie nicht verfügbar, ist entweder die zu erwartende DSL-Bandbreite zu niedrig oder man bekommt NGN (an NGN-Anschlüssen gibt es noch keine Fernsehflatrate).

Gruß

niknuk
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[1.2.1.1.3.2.1] namorico antwortet auf niknuk
17.05.2011 06:30

einmal geändert am 17.05.2011 06:34
1. Ich habe meine Alice-Bestellung erfolgreich storniert.
Ich habe spaßhalber eine neue Verfügbarkeitsanfrage getestet und jetzt wird mir angezeigt, dass die Fernsehflat verfügbar ist. Wie kann das sein? Die Hotline (Chat) meint, sie haben keine Möglichkeit, die verfügbare Anschlussart zu prüfen. Ich steh' auf dem Schlauch.

2. Ich bin im Moment bei 1&1. Es sind also auch andere Internetanbieter außer Telekom an meiner Adresse möglich. easybell hat mir im Rahmen der Breitbandgarantie 10 Mbit/s garantiert.
Benutzer niknuk schrieb: Man kann übrigens sehr einfach testen, ob man bei Alice echtes Festnetz oder NGN bekommt: im Rahmen der DSL-Verfügbarkeitsprüfung erscheint irgendwann ein Hinweis, ob die Fernsehflatrate genutzt werden kann oder nicht. Wenn die Fernsehflat verfügbar ist, bekommt man echtes Festnetz (Alice TV funktioniert derzeit nur im Hansenet-Ausbaugebiet). Ist sie nicht verfügbar, ist entweder die zu erwartende DSL-Bandbreite zu niedrig oder man bekommt NGN (an NGN-Anschlüssen gibt es noch keine Fernsehflatrate).

Gruß

niknuk
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[2] oeder antwortet auf IMHO
05.05.2011 02:36
Benutzer IMHO schrieb:
...
Und die Verbindungen zum Mobilfunk kosten bei easybell 9,8ct/min statt 22ct/min bei Alice!

Mobilfunkverbindungen bietet Easybell auch in einem ANDEREN VoIP-Tarif an für nur 6,9ct/min Mo-Fr und 2,9ct/min Sa/So, also die selben Preise wie CallByCall von denen gelten. Dieser VoIP-Tarif ist dann auch (unglücklicherweise) unter CallByCall zu finden unter "Für Wechselkunden". Ich habe den Tarif und bin voll zufrieden!


Gruß
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[2.1] ronfein antwortet auf oeder
05.05.2011 08:12
Danke für den Hinweis. :-)
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[3] niknuk antwortet auf IMHO
05.05.2011 14:40
Benutzer IMHO schrieb:

Ich möchte im Zusammenhang mit der Anpreisung der O2-Mobil-Flat bei Alice auf die Konkurrenz easybell verweisen: Backbone ebenfalls Telefonica.

Wer zufällig in einem noch von Hansenet erschlossenen Gebiet wohnt (bundesweit ca. 150 Städte und Ballungsgebiete), der legt bestimmt keinen Wert auf VoIP über DSL, sondern bevorzugt echtes Festnetz ;-) Und genau das bekommt man bei Easybell nicht, wohl aber bei Alice (im genannten Ausbaugebiet). Wenn also Easybell überhaupt eine Konkurrenz zu Alice darstellt, dann nur außerhalb des Ausbaugebiets.

VoIP statt NGN, somit kein IAD notwendig, freie Auswahl des Routers.

Die freie Gerätewahl ist ein Vorteil. Nachteilig ist allerdings, dass Internet- und VoIP-Daten über die gleiche Verbindung laufen und nicht so wie bei "echtem" NGN über getrennte Verbindungen (PVCs). Letzteres erlaubt providerseitig die Verwendung eines eigenen Netzes für die Telefonie, was sich positiv auf die Verbindungsqualität auswirkt. Und das ist dann auch einer der Gründe dafür, dass das Alice-Angebot etwas teurer ist. Ein weiterer Grund ist der, dass bei Alice mehr Inklusivleistungen enthalten sind, z. B. eine Mobilfunkoption mit kostenloser Community-Flat.

Und die Verbindungen zum Mobilfunk kosten bei easybell 9,8ct/min statt 22ct/min bei Alice!

Man kann ja zusätzlich zum Alice Festnetzanschluss noch einen VoIP-Drittanbieter nutzen, z. B. Personal VoIP (grundgebührfrei). Da kosten Gespräche zum Mobilfunk 10,5 Cent/Minute bei sekundengenauer Abrechnung. Wer zusätzlich zum Alice Festnetzanschluss noch einen O2-Postpaid-Vertrag hat, kann die Alice/O2-Community Flat buchen. Damit telefoniert man zumindest ins O2-Netz gratis.

Dass easybell keine interne Flat, z.B. vom DSL-Anschluß zum Handy der eigenen Marke anbietet, kann dabei je nach Nutzungsverhalten verkraftet werden.

Stimmt, die Auswahl des richtigen Tarifs ist immer auch eine Frage des Nutzungsverhaltens.

Gruß

niknuk
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[3.1] IMHO antwortet auf niknuk
05.05.2011 15:21
Benutzer niknuk schrieb:
Wer zufällig in einem noch von Hansenet erschlossenen Gebiet wohnt (bundesweit ca. 150 Städte und Ballungsgebiete), der

Wo sind die denn? Ich gebe Dir in deiner Argumentation gerne Recht. Andererseits in den Nicht-Hansenet-Gebieten ist Alice mit Zwangs IAD doch nicht der Renner. Wenn ich dort über einen Anderen Anbieter zum Mobilfunk telefonieren will, hänge ich mir eine Fritzbox hinter den Alice IAD - geht's noch?

Die freie Gerätewahl ist ein Vorteil.
Eben

...................­..........­.........Nachteilig ist allerdings, dass Internet- und VoIP-Daten über die gleiche Verbindung laufen und nicht so wie bei "echtem" NGN über getrennte Verbindungen (PVCs). Letzteres erlaubt providerseitig die Verwendung eines eigenen Netzes für die Telefonie, was sich positiv auf die Verbindungsqualität auswirkt.

theoretisch! Nur theoretisch! Die Qualitätsnachteile durch schlechte IAD-Boxen waren am Anfang der Alicevermarktung legendär. Das wurde zum ersten Mal durch die abgesperrten FritzBoxen, die als Alice-IAD mitgegeben wurden besser. Zusammenfassend ist NGN etwas theoretisch gutes, praktisch wird die VoIP-Gesprächsqualität aber maßgeblich vom VoIP-Router bestimmt, selbst dann, wenn die Gesprächsdaten als NGN-VoIP über separate Leitungen bzw. separate Kanäle transportiert werden.

Und die Verbindungen zum Mobilfunk kosten bei easybell 9,8ct/min statt 22ct/min bei Alice!
Man kann ja zusätzlich zum Alice Festnetzanschluss noch einen VoIP-Drittanbieter nutzen, z. B. Personal VoIP (grundgebührfrei). Da kosten Gespräche zum Mobilfunk 10,5 Cent/Minute bei sekundengenauer Abrechnung.
Streiten wir jetzt um den Unterschied 10,5 1/1 gegenüber 9,8 60/60? Übrigens bietet easybell als "Tarif 010010" bis 6,9ct 60/60 mit Tarifgarantie bis Jahresende. Es gibt immer irgendwelche billigeren Fremdanbieter. Jedoch finde ich es von Easybell einfach fair, bereits im Komplettanschluß einen vernünftigen Mobilfunktarif mitzugeben und nicht mit den "billigen Festnetztarif" zu werben und sich anschließend das Geld vom Kunden über die Mobilfunkanrufe zu holen.

Wenn meine Mobilfunk-Gesprächspartner über alle Netze verteilt sind, gibt es Tricks und Tipps, wie ich Flatrates in einzelne Mobilfunknetze preisgünstig geschaltet bekomme. Aber irgendwann muß ich doch Mobilfunkgespräche bezahlen. Es ist günstig wenn die Partnerin von der Flat profitiert, aber für alle anderen Gespräche 22ct/min statt 9,8ct zu zahlen? Soviel kann ich mit einer einzelnen Mobilfunkflat kaum wiedereinsparen.

Gruß

niknuk

Ja von mir auch Grüße
IMHO

P.S. In Nürnberg-Innenstadt gab es bereits vor Jahren kein Festnetzanschluß, nur NGN.
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[3.1.1] niknuk antwortet auf IMHO
05.05.2011 16:33
Benutzer IMHO schrieb:

Benutzer niknuk schrieb:
Wer zufällig in einem noch von Hansenet erschlossenen Gebiet wohnt (bundesweit ca. 150 Städte und Ballungsgebiete), der

Wo sind die denn?

Eine vollständige Liste habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden. Hier ist zumindest eine kleine Auswahl:
http://www.digitalfernsehen.de/news_221824.html

Die Liste enthält bei weitem nicht jede Stadt, in der es konventionelle Alice-Anschlüsse gibt, denn zum einen zeigt sie den Stand von 2007 und zum anderen geht es bei dieser Liste primär um Alice TV. Das war zu dieser Zeit nicht an allen konventionellen Anschlüssen verfügbar. Mittlerweile ist das aber der Fall, denn im Gegensatz zum Ausbau mit konventioneller Vermittlungstechnik wurde der Ausbau der TV-Versorgung nicht gestoppt. Heute wäre die Liste also bedeutend länger. Du kannst ja mal googeln, vielleicht hast du mehr Erfolg. Als Suchbegriffe schlage ich eine Auswahl von Städtenamen in besagter Liste in Verbindung mit "Hansenet" oder "Alice" vor.

Andererseits in den Nicht-Hansenet-Gebieten ist Alice mit Zwangs IAD doch nicht der Renner.

NGN ist m. E. grundsätzlich nicht der Renner, egal ob mit Zwangs-IAD oder nicht.

Die Qualitätsnachteile durch schlechte IAD-Boxen waren am Anfang der Alicevermarktung legendär.

Inzwischen sind die Beschwerden aber deutlich zurückgegangen. Über Macken bei Alice NGN beklagen sich zwar immer noch einige Leute, es sind inzwischen aber nicht mehr als bei NGN-Anschlüssen anderer Anbieter.

Streiten wir jetzt um den Unterschied 10,5 1/1 gegenüber 9,8 60/60?

Nein. Ich wollte nur darlegen, dass auch Alice-Kunden für deutlich weniger als 22 Cent/Minute zum Mobilfunk telefonieren können, wenn sie einen VoIP-Drittanbieter nutzen.

P.S. In Nürnberg-Innenstadt gab es bereits vor Jahren kein Festnetzanschluß, nur NGN.

Ich habe ja auch ausdrücklich geschrieben, dass konventionelles Festnetz von Alice nicht in jeder Großstadt verfügbar ist. Es ist allerdings in weit mehr Städten als nur in Hamburg verfügbar und es werden auch bis heute noch konventionelle Alice-Anschlüsse geschaltet.

Gruß

niknuk
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[3.2] HaPeMü antwortet auf niknuk
05.05.2011 22:00

einmal geändert am 05.05.2011 22:05
Benutzer niknuk schrieb:

Wer zufällig in einem noch von Hansenet erschlossenen Gebiet wohnt (bundesweit ca. 150 Städte und Ballungsgebiete), der legt bestimmt keinen Wert auf VoIP über DSL, sondern bevorzugt echtes Festnetz ;-)

Warum sollte man unbedingt einen klassischen Telefonanschluss ohne Online-Verwaltung etc. bevorzugen. VOIP ist insgesamt flexibler und bietet mehr Funktionen. Das häufige Argument, dass die klassischen Anschlüsse auch bei einem Stromausfall funktionieren, stimmt wohl bei all den DECT-Telefonen kaum noch. Das klassische Festnetz ist sicherlich noch insgesamt zuverlässiger, aber auch da hat VOIP erheblich aufgeholt. Bei einer ordentlichen Leitung und einem ordentlichen Router gibt es auch keine Probleme in der Sprachqualität (außer bei 1&1 NGN)

Die freie Gerätewahl ist ein Vorteil. Nachteilig ist allerdings, dass Internet- und VoIP-Daten über die gleiche Verbindung laufen und nicht so wie bei "echtem" NGN über getrennte Verbindungen (PVCs). Letzteres erlaubt providerseitig die Verwendung eines eigenen Netzes für die Telefonie, was sich positiv auf die Verbindungsqualität auswirkt.

Jeder moderne Router räumt VOIP-Telefonaten dank QoS die Bandbreite frei, die sie brauchen. Andere Verbindungen werden notfalls ausgebremst. Bei NGN wird die Bandbreite des PVC die ganze Zeit reserviert, also auch wenn man gar nicht telefoniert. Und das ist bei mir die meiste Zeit der Fall. Ich vermute auch eher, dass die separate virtuelle (!) Verbindung bei NGN-Anschlüssen nur eingerichtet wird, um eine nomadische Nutzung des Telefonanschlusses zu verhindern. Es geht darum, dass die Flatrate nur von dem einen Standpunkt aus genutzt wird. Von daher müsste Alice eigentlich sogar billiger sein als easybell, wo man die Festnetz-Flat auch mit dem VOIP Client seines Smartphones von überall aus nutzen kann.

Ein weiterer Grund ist der, dass bei Alice mehr Inklusivleistungen enthalten sind, z. B. eine Mobilfunkoption mit kostenloser Community-Flat.

Die Alice-interne Flat ist ja ein nettes Gimmick, aber wer nutzt denn ernsthaft eine Alice-Sim in seinem Handy?

Stimmt, die Auswahl des richtigen Tarifs ist immer auch eine Frage des Nutzungsverhaltens.

Stimmt, aber für mich spricht da das Meiste eindeutig für easybell

Auch viele Grüße
Hans-Peter
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[3.2.1] niknuk antwortet auf HaPeMü
06.05.2011 08:04
Benutzer HaPeMü schrieb:

Warum sollte man unbedingt einen klassischen Telefonanschluss ohne Online-Verwaltung etc. bevorzugen.

Das habe ich schon ausführlich geschrieben. Davon abgesehen, kann man auch konventionelle Anschlüsse online verwalten, mit der passenden Hardware per Fernwartung sogar dann, wenn der Telefonanbieter keine Online-Verwaltung vorsieht.

VOIP ist insgesamt flexibler und bietet mehr Funktionen.

Es spricht ja nichts dagegen, konventionelles Festnetz und VoIP zu kombinieren. Das ist ohnehin empfehlenswert, denn VoIP vom Drittanbieter ersetzt auch Call by Call, welches bei Telekom-Konkurrenten ja bekanntlich nicht funktioniert.

Das klassische Festnetz ist sicherlich noch insgesamt zuverlässiger, aber auch da hat VOIP erheblich aufgeholt.

Es wird aber nie die Zuverlässigkeit von konventionellem Festnetz erreichen, weil für das Funktionieren von VoIP mehr Voraussetzungen erfüllt sein müssen als für das Funktionieren von konventionellem Festnetz. Beispielsweise braucht VoIP nicht nur eine funktionsfähige Leitung, sondern auch eine funktionierende DSL-Verbindung (Sync), eine funktionierende PPPoE-Verbindung, eine funktionierende Anmeldung beim SIP-Server, funktionierende Gateways, Nameserver, Router und Backbones etc. pp. All das ist für das Funktionieren eines konventionellen Anschlusses irrelevant.

Bei einer ordentlichen Leitung und einem ordentlichen Router gibt es auch keine Probleme in der Sprachqualität (außer bei 1&1 NGN)

Ein Router hat nur den Traffic beim Teilnehmer unter Kontrolle. Den ganzen restlichen Weg der Pakete kann er nicht kontrollieren. Das gilt auch für QoS, weswegen es grundsätzlich besser ist, Internet und Telefonie über verschiedene Netze und Netzzugänge abzuwickeln.

Jeder moderne Router räumt VOIP-Telefonaten dank QoS die Bandbreite frei, die sie brauchen. Andere Verbindungen werden notfalls ausgebremst.

Das gilt nur für die DSL-Strecke. Leider besteht eine VoIP-Verbindung aber nicht nur aus einer DSL-Strecke.

Bei NGN wird die Bandbreite des PVC die ganze Zeit reserviert, also auch wenn man gar nicht telefoniert.

Noch ein Argument für einen konventionellen Anschluss ;-)

Und das ist bei mir die meiste Zeit der Fall. Ich vermute auch eher, dass die separate virtuelle (!) Verbindung bei NGN-Anschlüssen nur eingerichtet wird, um eine nomadische Nutzung des Telefonanschlusses zu verhindern.

Nein. Es geht darum, die Netze zu trennen. Neben besserem QoS hat das auch noch andere Vorteile, beispielsweise den der Missbrauchs- und Abhörsicherheit. Außerdem ist die Übertragung weniger von externen Infrastrukturen abhängig. Beispielsweise konnten 1&1-Kunden während des DENIC-Nameserver-Ausfalls im letzten Jahr nicht telefonieren. Wegen der fehlenden Namensauflösung waren die 1&1 SIP-Server nicht erreichbar. Lt. Aussage eines Alice-Mitarbeiters spielte dieser Ausfall dank eines vom Internet unabhängigen Netzes bei Alice NGN keine Rolle.

Die Alice-interne Flat ist ja ein nettes Gimmick, aber wer nutzt denn ernsthaft eine Alice-Sim in seinem Handy?

Hier sind 3 Alice-SIMs im Einsatz. Allein durch die Community-Flat sparen wir mindestens 10 Euro Handykosten im Monat. Auf 2 der 3 SIMs ist eine mobile Datenflat mit 300 MB ungedrosseltem Volumen aufgebucht. Die kostet 6,90 Euro/Monat pro SIM. Derartige Tarife sind anderswo in der Regel deutlich teurer. Auch mit dem 3. Handy wird das mobile Internet genutzt, allerdings in einem so geringen Umfang, dass sich die mobile Datenflat nicht lohnt. Daher kostet hier die mobile Internetnutzung gar nichts, denn 30 MB/Monat sind bei jeder Alice-SIM kostenlos enthalten. Weiterhin hat Alice im Gegensatz zu den meisten anderen Mobilfunkanbietern nichts gegen Tethering und die Nutzung von VoIP und Instant Messaging. Die SIMs können auch in beliebigen Geräten verwendet werden, man bekommt nicht vorgeschrieben, ob man sie ins Handy oder in einen UMTS-Stick steckt. Davon abgesehen, muss man ja nicht unbedingt eine Alice-SIM verwenden, um in den Genuss der Community-Flat zu kommen. Eine O2-Postpaid-SIM in Verbindung mit der Alice-/O2-Community Flat tut's auch.

Ich wüsste jedenfalls nicht, was pauschal gegen eine Alice-SIM spricht. Auch die Qualität des O2-Netzes wurde in den letzten Jahren drastisch verbessert. O2 hat nicht mehr das Frickelnetz wie noch vor 2 Jahren. Natürlich sind die Minutenpreise bei Alice Mobile höher als beim Discounter. Unterm Strich zählt aber der durchschnittliche Minutenpreis, also der Gesamtpreis geteilt durch die Anzahl der vertelefonierten Minuten. Und je nach Anteil der Alice-internen Gespräche kann dieser durchschnittliche Minutenpreis auf einen Betrag sinken, bei dem kein Mobilfunk-Discounter mehr mithalten kann.

Gruß

niknuk
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[3.3] darcduck antwortet auf niknuk
06.06.2011 18:17
Benutzer niknuk schrieb:
Man kann ja zusätzlich zum Alice Festnetzanschluss noch einen VoIP-Drittanbieter nutzen, z. B. Personal VoIP (grundgebührfrei). Da kosten Gespräche zum Mobilfunk 10,5 Cent/Minute bei sekundengenauer Abrechnung.
Jupp sofern man personal-voip.de am router einrichtet funktioniert es auch prima, allerdings war ich bei meinen Versuchen VoIP am Smartphone zu nutzen mit diesem VoIP Provider gescheitert. Native Client von Gingerbread, Sipdroid, ... nie habe ich meinen Gesprächspartner gehört.

Gleiche Einrichtung mit easybell - und siehe da alles prima :-) Insofern kann ich easybell auch nur empfehlen, weil es in der Tat ein VoIP Provider ist, der günstige Tarife hat UND überall funktioniert - was man von NGN nicht behaupten kann.

Wie stark die Sprachqualität vom Router abhängt ist mir seit etwa 2 Monaten auch endlich klar. Die Fritzbox mag nämlich nicht mehr richtig. Es rauscht, pfiept und knackt und selbst nach Einschicken zu AVM hat sich das nur ca. 1 Tag lang gebessert. Dagegen ist jedes VoIP Gespräch vom Smartphone über UMTS abgewickelt zur Zeit um Welten besser.
Der Flaschenhals ist also Erfahrungsgemäss die letzte Meile, dahinter funktioniert "Best Effort" gut genug um Telefongespräche sauber abzuwickeln.
Auch ich gehe daher davon aus, NGN ist nur ein Mittelchen der Telefonprovider um dem Nutzer ein Nutzungsverhalten aufzuzwängen. Festnetz-Flatrate nur zu Hause nutzen und im Router am besten gar keine alternativen VoIP Anbieter erlauben so glauben die Anbieter die Umsätze zu maximieren - wenn sie sich da mal nicht täuschen ...




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[3.3.1] HaPeMü antwortet auf darcduck
07.06.2011 16:22
Danke für den Hinweis zur easybell App. Ich hab sie auch auf meinem Androiden installiert und jetzt habe ich die Festnetznummer meines easybell-Komplettanschlusses immer dabei. Funktioniert einwandfrei. Noch ein sehr gutes Argument für VoIP statt NGN.
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[3.3.1.1] darcduck antwortet auf HaPeMü
07.06.2011 17:06
Benutzer HaPeMü schrieb:
Danke für den Hinweis zur easybell App. Ich hab sie auch auf meinem Androiden installiert und jetzt habe ich die Festnetznummer meines easybell-Komplettanschlusses immer dabei. Funktioniert einwandfrei. Noch ein sehr gutes Argument für VoIP statt NGN.
Hu - staun - nein, wusst gar nicht, dass es eine Easybell App gibt. Ist vielleicht auch nur ein SipDroid Clone.

In der Tat nutze ich den native Client von Gingerbread (im WLAN) und SipDroid (unterwegs bei UMTS verfügbarkeit im O2 Netz) nur nun halt mit easybell.

Aber danke für den Hinweis auf die Easybell App. Werd ich mir mal anschauen, vielleicht bietet die noch ein paar sinnvolle Zusatzoptionenen (z.b. angezeigte Rufnummer setzen).
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[3.3.2] bholmer antwortet auf darcduck
08.06.2011 09:14
Ich habe seit mehreren Jahren einen Lidl-Carpo VoIP Anschluss,der dann von Easybell aufgekauft wurde.
Seitdem telefoniere ich abgehend fast nur noch üebr Easybell. Vor einem halben Jahr habe ich dann an meinem Telekom Analoganschluss eine Easybell DSL Flat aufschalten lassen, da die Telekom mir maximal 3000 schalten wollte. Easybell gab mir eine Garantie von 11000 und ich habe durchgehend eine Geaschwindigkeit von ca. 15000 kbit/s down und 1000 up.
Seit ein paar Tagen habe ich dann noch eine CallbyCall VoIP Nummer geschaltet um von den noch günstigern Minutenpreisen zu profitieren.
Diese liegen für Anrufe ins Mobilfunknetz zur Zeit als Aktion bei 3,9 Cent/min.
Auch der Normalpreis von knapp 10 Cent ist schon ganz ok gewesen.
Alle Anbieter, die noch 19 Cent o.ä. pro Minute nehmen, wie viele Kabelanbieter oder auch 1&1 ohne Mobilgrundgebühr, sind bei den heutigen Interconnect-Entgelten einfach indiskutabel.

Wenn ich zu Hause anrufe von der Arbeit aus, rufe ich immer auf der VoIP Nummer an, allein um die Qualität zu testen. Ich kann sagen, dass die Sprachqualität fast immer Festnetzqualität hat.
Die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ist Spitze. Einmal konfiguriert und keine Probleme.

Wenn das weiter so gut läuft, werde ich wohl bald auf den Festnetzanschluss verzichten können.

Bert