Diskussionsforum
Menü

Und warum geht so was nicht innerhalb der EU?


02.08.2011 10:21 - Gestartet von CBS
einmal geändert am 02.08.2011 10:22
Der Titel spricht es schon an: Warum geht so ein Tarif nicht innerhalb der der EU? Warum wird hier weiterhin mit tollsten Akrobatiken versucht, den hier im Vergleich sogar noch ungünstigen EU Tarif zu umgehen? Selbst direkte Nachbarländer wie die Schweiz werden hier noch zum teuren Ausland außerhalb des EU Tarifs.
Menü
[1] niveaulos antwortet auf CBS
02.08.2011 10:35
Benutzer CBS schrieb:
Der Titel spricht es schon an: Warum geht so ein Tarif nicht innerhalb der der EU? Warum wird hier weiterhin mit tollsten Akrobatiken versucht, den hier im Vergleich sogar noch ungünstigen EU Tarif zu umgehen? Selbst direkte Nachbarländer wie die Schweiz werden hier noch zum teuren Ausland außerhalb des EU Tarifs.

Den Traum von vernünftigen Telefonieangeboten innerhalb Europas habe ich schon vor Jahren aufgegeben und mich mit Notlösungen wie diversen SIM-Karten abgefunden. Offene Grenzen, einheitliches Europa - aber wenn ich nur mal auf die blöde Idee komme, zum Einkaufen über die niederländische Grenze zu fahren oder am Wochenende mal ein Freund in Luxemburg oder Brüssel besuche dann komme ich mir vor wie in der telefontechnischen Steinzeit - und das obwohl eine Reise nach Berlin oder München wesentlich weiter wäre, da gelten dann aber absurderweise die selben Preise wie zuhause. 100km nach Westen hingegen werden fette Aufpreise fällig. Es ist einfach nur traurig.
Menü
[1.1] bholmer antwortet auf niveaulos
02.08.2011 16:32
Benutzer niveaulos schrieb:
>...aber wenn ich nur mal auf die blöde Idee
komme, zum Einkaufen über die niederländische Grenze zu fahren oder am Wochenende mal ein Freund in Luxemburg oder Brüssel besuche dann komme ich mir vor wie in der telefontechnischen Steinzeit - und das obwohl eine Reise nach Berlin oder München wesentlich weiter wäre, da gelten dann aber absurderweise die selben Preise wie zuhause. 100km nach Westen hingegen werden fette Aufpreise fällig. Es ist einfach nur traurig.

Es ist keine "telefontechnische" Steinzeit sondern eine abrechnungstechnische. Technisch dürften die Kosten nur ein Bruchteil dessen betragen, was berechnet oder reguliert wird.

Solange die Telefonnetzbetreiber versuchen sich eine goldene Nase zu verdienen insoweit sie gelassen werden wird sich nichts ändern. Eigentlich ist es eine Schande, dass die EU die Preise regulieren müssen und sich kein gesunder Markt ausbildet, der sich selbst reguliert durch Angebot und Nachfrage.

Man sieht es an den Nicht-EU Preisen. Das sind einfach Phantasiepreise, die der Kunde bezahlen muss. Es gibt keinen technischen Grund warum ein Gespräch mit einer roamenden SIM-Karte teurer sein muss als mit einer inländischen Prepaidkarte. Ich wundere mich immer noch, warum viele Netzbetreiber von dem Kuchen nichts abhaben wollen. Türk Telekom zeigt doch, was Gespräche wirklich kosten.

Bert
Menü
[2] TripleNine antwortet auf CBS
02.08.2011 12:39

Der Titel spricht es schon an: Warum geht so ein Tarif nicht innerhalb der der EU?
Meine Thesen:

- Der Markt will es. Einwohner mit türkischen Wurzeln scheinen dazu zu neigen, auch in Deutschland heimatnahe Gefilde zu bevorzugen, es stellt quasi einen Kaufgrund dar. Es darf zwar Kritik in Form "Parallelgesellschaften" geäußert werden, allerdings geht es hier einfach um Umsatz und die Wege der Neukundengewinnung.

- Bei türkischen Teilnehmern ist das Thema durch die hohen Roamingkosten bei herkömmlichen Angeboten wahrscheinlich mit recht hohem Potential versehen, da viele sicherlich bereits am Flughafen oder an der Tankstelle ihre türkische Prepaid-Karte gekauft haben. Der Eu-Tarif scheint genau an der Grenze zur Bequemlichkeit zu sein.

- Hier geht es um Gebietsausbau. Dieser wird dann von europäischen Kunden subventioniert. Es stellt sich dazu die Frage, wie wichtig eine solche Kundengruppe angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland werden wird. Keine schlechte Idee also, sich dafür zu rüsten.

Marketingtechnisch ist dies meiner Meinung eine gute Entscheidung.