Diskussionsforum
Menü

Nur mal so eine Idee


28.02.2011 12:02 - Gestartet von Michael Marx
Nur mal so eine Idee. Um nicht bis zum Nimmerleinstag auf die Umsetzung warten zu müssen, vielleicht dieser Ansatz.
1. Anrufe, die auf einem Sprachcomputer landen sollen müssen eine 01802er Nummer haben. Da kosten Anrufe eh nur eine Einheit.
2. Handyanrufe zu 01802er Nummern dürfen auch im Mobilfunk nur eine Minute (gem. eigenem Handytarif) kosten.
3. Die 120 Sekunden Lösung für alle anderen Nummern mit der Ansage nach ca. 100 Sek., daß noch kein freier Mitarbeiter bereit steht und der Anruf jetzt kostenpflichtig wird, es sei denn man legt umgehend auf. Keine Zwangsterennung, das nervt, wenn man bereit ist "ein paar Cent" zu zahlen.
Menü
[1] Beschder antwortet auf Michael Marx
28.02.2011 12:28
oder eine "normale" Festnetznummer und/oder eine 0800er Nummer.

Menü
[1.1] handytim antwortet auf Beschder
28.02.2011 12:38
Das Problem daran ist, dass wegen jedem kleinsten Mist die Hotline angerufen wird.

Es ist absolut ok, dass eine Hotline Geld kostet. Allerdings muss diese kompetent sein, das Problem auch wirklich lösen können und vernünftig erreichbar sein.

Die kostenlosen 120 Sekunden sind ein Witz. Ist doch klar, dass die Hotlines nun eine zusätzliche 120 Sekunden-Wartezeit einbauen, so dass die Hotline nur um 2 Minuten verzögert erreichbar ist.

Bei meinem letzten Hotline-Anruf hatte ich 20 Minuten Warteschleife und am Ende einen hilflosen Techniker, der das (vom Anbieter verursachte) Problem kaum verstand, aber schlimmer, nicht ansatzweise beheben konnte. Zum Glück habe ich eine 0800-Nummer genommen, normalerweise hat diese Hotline eine 01805-Nummer.
Menü
[1.1.1] Alles Gewäsch!
ToWo antwortet auf handytim
28.02.2011 14:06
Hi,

komischer Weise konnte es die SPARDA-Bank vor Jahren schon realisieren, dass die Kundenhotline erst kostenpflichtig wurde, wenn man zu einem Berater durchgestellt war. Die Wartezeit war kostenfrei. Warum soll das jetzt auf einmal nicht (mehr) funktionieren?!
Wenn man bei T-Mobile als Xtra-Kunde die Hotline anruft, dann wird diese auch erst kostenpflichtig, so bald man den Berater am Rohr hat.....
Es geht also!!!

Grüße
ToWo
Menü
[1.2] Einfach eine Festnetznummer...
Yannic-Phillip antwortet auf Beschder
28.02.2011 14:40
Warum machen die eigentlich so ein Theater. Die sollen einfach diese 0180 und 0900 Rufnummern für Hotlines abschaffen. Kann doch jeder eine normale Festnetznummer schalten und die Kosten für seinen Kundenservice in seine Preise kalkulieren. 1&1 hat es vorgemacht und es funktioniert super. Da häng ich mich auch mal 5 Minuten in die Warteschleife und mach den Lautsprecher an. Da gibt es manchmal sogar noch gute Musik ;o)
Menü
[1.2.1] Frankyyy antwortet auf Yannic-Phillip
28.02.2011 15:48
Benutzer Yannic-Phillip schrieb:
Warum machen die eigentlich so ein Theater. Die sollen einfach diese 0180 und 0900 Rufnummern für Hotlines abschaffen. Kann doch jeder eine normale Festnetznummer schalten und die Kosten für seinen Kundenservice in seine Preise kalkulieren. 1&1 hat es vorgemacht und es funktioniert super. Da häng ich mich auch mal 5 Minuten in die Warteschleife und mach den Lautsprecher an. Da gibt es manchmal sogar noch gute Musik ;o)

Sehe ich ganz genau so. Wieder eine normale Festnetznummer und es ist (im Prinzip) eh kostenfrei, da fast jeder ja eine Flatrate hat. Die Lösung. Aber nein, es muß ja auch damit "verdient" werden.
Menü
[1.2.1.1] Schlötti antwortet auf Frankyyy
01.03.2011 10:39
Benutzer Frankyyy schrieb:
Benutzer Yannic-Phillip schrieb:
Warum machen die eigentlich so ein Theater. Die sollen einfach diese 0180 und 0900 Rufnummern für Hotlines abschaffen. Kann doch jeder eine normale Festnetznummer schalten und die Kosten für seinen Kundenservice in seine Preise kalkulieren. 1&1 hat es vorgemacht und es funktioniert super. Da häng ich mich auch mal 5 Minuten in die Warteschleife und mach den Lautsprecher an. Da gibt es manchmal sogar noch gute Musik ;o)

Sehe ich ganz genau so. Wieder eine normale Festnetznummer und es ist (im Prinzip) eh kostenfrei, da fast jeder ja eine Flatrate hat. Die Lösung. Aber nein, es muß ja auch damit "verdient" werden.

Leider ist es nicht so, dass die Anbieter primär mit Hotlines Geld verdienen wollen. Der wichtigste Grund für kostenpflichtige Hotlines ist eine deutliche Anhebung der Hemmschwelle jetzt zum Telefonhörer zu greifen um die Hotline zu kontaktieren.
Bei gleichbleibender Produktqualität kann sich das Anrufaufkommen bei einer Umstellung schlagartig mal verdoppeln, weil wegen jedem Mist angerufen wird. Und das ist der wahre Grund für kostenpflichtige Hotlines, die verdienten Cents sind ein Mitnahmeeffekt, decken die Kosten jedoch bei weitem nicht.
Menü
[1.2.1.1.1] mersawi antwortet auf Schlötti
01.03.2011 11:18
so ein blöder Quatsch...
Hotlines mit denen Geld verdient wird sind reine Abzocke bzw da soll irgendwas refinanziert werden...
Wenn das so wäre wie du sagst warum haben dann z.B. Vodafone oder o2 oder Telekom gratis HL ?
Alles bloß Ausreden und dummes Geqatsche.
Aber mein Geld bekommen die nicht...
Menü
[1.2.1.1.1.1] Schlötti antwortet auf mersawi
01.03.2011 11:36
Benutzer mersawi schrieb:
so ein blöder Quatsch...
Hotlines mit denen Geld verdient wird sind reine Abzocke bzw da soll irgendwas refinanziert werden...
Wenn das so wäre wie du sagst warum haben dann z.B. Vodafone oder o2 oder Telekom gratis HL ?
Alles bloß Ausreden und dummes Geqatsche.
Aber mein Geld bekommen die nicht...

Offensichtlich hast du absolut keine Ahnung von den Hintergründen und was eine Hotline kostet. Du betrachtest das Ganze nur aus Kundensicht.

Selbstverständlich sind kostenpflichtige Hotlines für den Kunden teuer. Jede Telefonminute mit einem Agenten kostet dem angerufenen Unternehmen jedoch immens viel Geld (ca. Faktor 100). Das heißt also, dass jeder vermiedene Hotlineanruf bares Geld den Anbietern spart (dem Kunden gleichzeitig zwar auch), den Gewinn also steigert (nicht schmälert, wie du es sagst).
==> Kostenlose Hotline verursacht immense Mehrkosten, da nicht nur die Hotlinegebühren wegfallen (vll 1 % der realen Kosten, die Unternehmensintern anfallen), sondern das Anrufaufkommen förmlich explodiert.

Warum manche Anbieter es kostenlos machen, andere nicht? Ganz einfach. Der Part für Kundenhotlines ist in der Gesamtkalkulation bei weitem höher angesetzt, als bei Angeboten mit kostenpflichter Hotline.

==> Anbieter würden es gerne kostenlos machen, wenn dadurch nicht gleich die Bude mit sinnlosen Anrufen überrannt werden würde.
Menü
[1.2.1.1.1.1.1] mersawi antwortet auf Schlötti
01.03.2011 11:43
Du hast Recht ich habe in der Tat kaum Ahnung von alle dem...
Aber,verkaufe ich ein Produkt dann setze ich den Preis des Produktes so an das ich nach Abzug aller Kosten wenigstens nicht Pleite gehe.
Tue ich das nicht ist davon auszugehen das ich genug Geld in der Rückhand habe um das entstehende Defizit aufzufangen.
Kann ich das nicht muß ich eben den Preis für das Produkt anheben bis der Breakeven erreicht ist wo ich Gewinn machen kann.
Sollte mein Produkt dann nicht gekauft werden bin ich eben unwürdig.
Aber die Hotlines in die Kalkulation mit einzubeziehen ist kurz sichtig und wird sich auf Dauer rechnen.
Und das mit Recht.
Also ich sage es noch mal Anbieter mit Hotlines welche Geld kosten gehören weg vom Markt...
Und Tschüß
Menü
[1.2.1.1.1.1.1.1] handytim antwortet auf mersawi
01.03.2011 13:35
Benutzer mersawi schrieb:
Aber,verkaufe ich ein Produkt dann setze ich den Preis des Produktes so an das ich nach Abzug aller Kosten wenigstens nicht Pleite gehe.

Das heißt die Produkte müssen teurer werden weil manche Dödel wegen jedem kleinsten Peeep die Hotline anrufen und nerven müssen statt in die Bedienungsanleitung zu schauen?


Also ich sage es noch mal Anbieter mit Hotlines welche Geld kosten gehören weg vom Markt...

Und somit akzeptierst Du teurere Produkte und finanzierst damit die (absolut vermeidbaren) Hotlineanrufe einiger Intelligenzbolzen?
Menü
[1.2.1.1.1.1.1.1.1] KM_unbekannt antwortet auf handytim
01.03.2011 14:59
Warum nutzt man nicht das ISDN-Merkmal Konferenz? Dann weiß man, wann gewartet werden muss.

Beispiel:
1. Man ruft die Hotline an und wartet, dass jemand rangeht. (kostenlos) weiter mit 2.
2. Anruf wird angenommen und eine Verbindung ist aufgebaut. (kostet) weiter mit 3. oder mit 5.
3. Anruf muss weitergeleitet werden, ein neuer Konferenzteilnehmer wird angerufen und man wartet, dass jemand rangeht. (kostenlos) weiter mit 4.
4. Geht der neue Konferenzteilnehmer ran, wird die alte Verbindung getrennt und aus der Konferenz wird wieder ein normales Gespräch. weiter mit 2.
5. Verbindung wird beendet.
Menü
[1.2.1.1.1.1.2] myselfme antwortet auf Schlötti
01.03.2011 21:29
Nach mitlerweile 51 Jahren Erfahrung mit Menschen allgemein und Deutschen im Speziellen (inkl mir selbst) wage ich mir zu behaupten:
NAHEZU JEDER BEHANDELT KOSTENFREIE LEISTUNGEN ALS HÄTTEN SIE KEINEN WERT. Sobald aber ein (geringer) Kostenbeitrag zu entrichten ist steigt die Wertschätzung.
Man schaue sich nur mal die kostenfreien WC´s in Kaufhäusern an - und dann die kostenpflichtigen an der Autobahn !
Und nach 6 Jahren im Call-Center bleib ich dabei: Eine 0800-Nr im Kundenservice ist die größte Strafe für einen Telefonisten ! Schon ab 3ct pro Minute wird man deutlich weniger angeschrien, beleidigt, bedroht oder von der Arbeit abgehalten.
Menü
[1.2.1.1.1.1.2.1] mersawi antwortet auf myselfme
02.03.2011 10:55
Tja was soll ich sagen...
Hättest ja auch was vernünftiges lernen können oder bei einem Anbieter arbeiten welche ein Top Produkt anbieten.
Da schreit dann kaum ein Kunde...
Menü
[1.2.1.1.1.1.2.1.1] spunk_ antwortet auf mersawi
02.03.2011 11:06
Benutzer mersawi schrieb:

Hättest ja auch was vernünftiges lernen können oder bei einem Anbieter arbeiten welche ein Top Produkt anbieten. Da schreit dann kaum ein Kunde...

meinst du speziell Telefonsex damit, oder wie?
Menü
[1.2.1.1.1.1.2.1.2] myselfme antwortet auf mersawi
02.03.2011 11:19
Benutzer mersawi schrieb:
Tja was soll ich sagen...
Hättest ja auch was vernünftiges lernen können oder bei einem Anbieter arbeiten welche ein Top Produkt anbieten. Da schreit dann kaum ein Kunde...

@mersawi: Ja, und genau solche Menschen wie Du einer zu seien scheinst, genauso supererfolgreiche Bildungshungrige sind es die meine Meinung manifestieren !
Du hast Fragen zu meiner Ausbildung ? Kein Geheimnis. Gute mittlere Reife 1977, dann Koch gelernt und mehrere Jahre als Küchenchef widerrum Azubis zum Erfolg geführt.
Aus gesundheitlichen und familiären Gründen dann Umschulung (selbst finanziert !) in den TelKom- und PC- Bereich.
Mittlerweile per Fernschule Abitur nachgemacht und selbständig im Dienstleistungsbereich. Dies so erfolgreich, dass ich Kunden wie wahrscheinlich Dich glücklicherweise nicht brauche :-)
Nun noch zu der verblebenden Frage: Was macht so einer wie ich in einem Call-Center ? Zeitliche Flexibilität geniessen und Erlentes festigen. Und der Hungerlohn ? Immer noch höher als in der Gastronomie !
Noch Fragen ?
Menü
[1.2.1.1.1.1.2.1.2.1] mersawi antwortet auf myselfme
02.03.2011 14:50
Oh sorry so genau wollte ich es gar nicht wissen.
Aber von Deiner Seite aus gesehen kann ich verstehen das Du so argumentierst.
Schön das Du so gebildet bist.
Ich kann leider nicht so viel vorweisen,ich schaue viel Serien und Filme während meiner Arbeit.
Aber das ist ja auch schon was.
Hin und wieder treffe ich mal ein oder mehr Entscheidungen die dann für manche Menschen bahnbrechend sein können (man achte auf den Terminus).
Wennste ,magst rufe ich Dich mal an.
Für welches Produkt biste denn am Start ?
Menü
[1.2.1.1.1.1.2.1.2.1.1] myselfme antwortet auf mersawi
05.03.2011 00:29
Stay cool. Ich hatte ja nur versucht auf Dein Statement besänftigend zu reagieren. Und die Geschichte mal aus der Sicht der Dienstleister darzustellen.
Argumente gibt es für Alles, sogar für den Verzehr von reichlich Bittermandeln...
Und meine Telefonnummer ? No, sorry. Ich arbeite ausschließlich lokal und für - wenn auch noch so nette - Telefonate außerhalb meines Jobs ist eher meine weibliche Family zuständig. Wenn ich nach meinem Job noch Bock auf Kommunikation habe, dann komme ich dieser Lust gern auch mal in meiner Stamm-Spelunke nach :-)
Aber wie gesagt: Gräm Dich nicht. Und ich bin keinen Deut besser seit dem Abi - erst recht nicht gebildeter. Man muss da hauptsächlich Dinge wissen, die man nie wieder anwenden kann. Ich kenne einige Haupt- und Sonderschüler die 10x schneller eine alltagstaugliche Lösung finden als ich...
Menü
[1.2.1.1.1.1.3] Hamal antwortet auf Schlötti
04.03.2011 22:14
Benutzer Schlötti schrieb:
Offensichtlich hast du absolut keine Ahnung von den Hintergründen und was eine Hotline kostet. Du betrachtest das Ganze nur aus Kundensicht.

Nachdem ich 12 Jahre in den USA gelebt habe und dort gesehen habe, dass diese kostenpflichtigen Hotlines absolut überflüssig sind (es gibt dort inzwischen eine Handvoll kostenlose Vorwahlen, da die 800 allein nicht mehr ausreicht), kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass die Kosten so hoch sind, dass sich deutsche Unternehmen den Luxus einer kostenlosen Hotline nicht leisten können. Eine kostenlose Hotline gehört zu einem Produkt wie die Garantie und die Gewährleistung (zu dieser Leistung werden deutsche Unternehmen ja zum Glück gesetzlich gezwungen, sonst würde hier sicherlich aus Kostengründen auch gekürzt). So etwas nennt man Service.

Die wirklichen Übeltäter sind aber nicht die Unternehmen, die nicht bereit sind, den notwendigen Service für ihr Produkt zu leisten, sondern die Anbieter dieser Hotline-Nummern, allen voran die Telekom, die diese Nummern ursprünglich mal eingeführt hat. Den Unternehmen wird vorgegaukelt, dass diese ortsnetzunabhängigen Nummern das Nonplusultra in Sachen Service seien. In Wirklichkeit verdienen die Anbieter solcher Nummern liebend gern mit, wenn Unternehmen oder deren Kunden Probleme haben.
Menü
[1.2.1.1.1.1.3.1] myselfme antwortet auf Hamal
05.03.2011 00:17
Ja, der Vergleich mit den USA ist gut, wirklich gut.
Da wird Service noch GROSS geschrieben, da ist der Kunde noch was wert !
Also her mit den Trinkgeldregelungen der USA, her mit den Taxes die (uns !) erst an der Kasse deutlich werden und her mit dem Zwang sich um Krankenversicherung, Altersvorsorge und das Überleben ohne Arbeit selbst kümmern zu müssen.
Nicht falsch verstehen, ich liebe die USA ! Ich halte es aber für mehr als falsch nur einzelne Fakten anzuführen um die Bedingungen in "D" pauschal für schlechter zu erklären.
Der Ami an sich weiß, der er erstmal selber denken und handeln muss. Der Ami hat oft 3 Jobs um Tel, Auto und Haus bezahlen zu können und der Ami sehnt sich oft nach den sozialen Regelungen die wir hier so haben.
Und Übrigens: In den skandinavischen Ländern zahlen die Menschen weit mehr Steuern. Und sie meckkern nicht mal...
Menü
[1.2.1.1.1.1.3.1.1] Hamal antwortet auf myselfme
05.03.2011 09:34
Benutzer myselfme schrieb:
Ja, der Vergleich mit den USA ist gut, wirklich gut.

Ja, es wäre gut, wenn sich mehr deutsche Unternehmen mit amerikansichen vergleichen würden. Aber ich verstehe, was du meinst.

Also her mit den Trinkgeldregelungen der USA, her mit den Taxes die (uns !) erst an der Kasse deutlich werden und her mit dem Zwang sich um Krankenversicherung, Altersvorsorge und das Überleben ohne Arbeit selbst kümmern zu müssen.

Stimmt, wenn einem vom Staat der Hintern gepudert wird, warum sollten es dann Unternehmen noch tun? Aber das ist eher eine Grundsatzdiskussion, die letztlich in einer gewaltigen Strukturreform des deutschen Umverteilungssystems enden muss. Irgendwann wird es soweit sein, dass selbst der letzte Politiker erkennen muss, dass Sozialismus, ähhm soziale Marktwirtschaft in der Form nicht finanzierbar ist. Aber das hat alles nichts mit den 0180-Nummern zu tun.

Der Ami an sich weiß, der er erstmal selber denken und handeln muss. Der Ami hat oft 3 Jobs um Tel, Auto und Haus bezahlen zu können und der Ami sehnt sich oft nach den sozialen Regelungen die wir hier so haben.

Genau das ist falsch. Der Ami will eben nicht das System haben, das wir hier haben. Es gibt kaum Amis, die Obamas Gesundheitsreform gut finden.

Und Übrigens: In den skandinavischen Ländern zahlen die Menschen weit mehr Steuern. Und sie meckkern nicht mal...

Stimmt, warum sollten Deutsche dann meckern, wenn sie als Beta-Tester von Produkten für die Fehlermeldungen, die sie an die entsprechenden Unternehmen absetzen wollen, auch noch zahlen müssen?

Was das US-Beispiel verdeutlichen soll, ist die einfache Tatsache, dass eine Hotline keineswegs das Produkt verteuern muss. Dort wird eben anders kalkuliert: ein zufriedener Kunde kauft mehr und kommt wieder, und höherer Umsatz bedeutet letztlich auch mehr Gewinn. Hier in Deutschland wird kleinlich auf den Deckungsbetrag jedes einzelnen verkauften Produkts geachtet, in USA eher auf den Gesamtgewinn. Die Devise dort ist "Think big!", während in Deutschland der kleinkarierte Buchhalter regiert.

Und wie gesagt, das Hauptübel an den 0180-Nummern sind nicht die Unternehmen, die diese Nummern für Hotlines nutzen, sondern die, die ihnen diese überteuerten Nummern und gleichzeitig ihren anderen Kunden Festnetzflatrates verkaufen. Dreister geht es kaum! Deshalb ist mein Haushalt beispielsweise telekomfrei!
Menü
[1.2.1.1.1.1.3.1.2] ippel antwortet auf myselfme
05.03.2011 13:13
Benutzer myselfme schrieb:
Also her mit den Trinkgeldregelungen der USA

Trinkgeld ist freiwillig. Und auch ich zahle hier in Deutschland bei passender Gelegenheit ein angemessenes Trinkgeld.

her mit den Taxes die (uns !) erst an der Kasse deutlich werden

Ja, bitte, sofort!!!!!!!! Dann merken die Leute endlich mal, was das Produkt wirklich kostet und was der Staat kassiert.

und her mit dem Zwang sich um Krankenversicherung, Altersvorsorge und das Überleben ohne Arbeit selbst kümmern zu müssen.

Wer soll sich bitte sonst darum kümmern? Ich bin ein erwachsender Mensch und bin für mein Leben selbst verantwortlich. Nur Kinder und geistig Behinderte brauchen einen Vormund.

Der Ami an sich weiß, der er erstmal selber denken und handeln muss.

Ja, und das ist gut so. Ich unterstütze alles, was auch in Deutschland dazu führt.

Und Übrigens: In den skandinavischen Ländern zahlen die Menschen weit mehr Steuern. Und sie meckkern nicht mal...

Die Israeliten wollten nach ihrer Flucht aus Ägypten auch ganz schnell wieder zurück in die Sklaverei als die ersten Probleme auftraten. Sie machten Mose bittere Vorwürfe und fanden die Sklaverei und den Pharao plötzlich ganz toll. Entwöhnt man Menschen plötzlich aus der Sklaverei, neigen sie dazu, sich diese wieder zurückzuwünschen.
Menü
[1.2.1.1.1.1.3.2] spunk_ antwortet auf Hamal
05.03.2011 13:29
Benutzer Hamal schrieb:

Hotline nicht leisten können. Eine kostenlose Hotline gehört zu einem Produkt wie die Garantie und die Gewährleistung (zu dieser Leistung werden deutsche Unternehmen ja zum Glück gesetzlich gezwungen, sonst würde hier sicherlich aus Kostengründen auch gekürzt).

Gewährlsitung ist Pflicht.
Garantie ist freiwillig.

es ist nichtmal Pflicht überhaupt eine Garantie anzubieten.
kommt etwa beim Apfel vom Markt vor: es wird vom produzenten keinerlei garantie angeboten.
auch Fahrzeughersteller bieten teilweise nur sehr geringe oder nur auf dem Papier toll klingende garantieleistungen an.
Menü
[1.2.1.1.1.1.3.3] Schlötti antwortet auf Hamal
07.03.2011 10:47
Benutzer Hamal schrieb:


Nachdem ich 12 Jahre in den USA gelebt habe und dort gesehen habe, dass diese kostenpflichtigen Hotlines absolut überflüssig sind (es gibt dort inzwischen eine Handvoll kostenlose Vorwahlen, da die 800 allein nicht mehr ausreicht), kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass die Kosten so hoch sind, dass sich deutsche Unternehmen den Luxus einer kostenlosen Hotline nicht leisten können. Eine kostenlose Hotline gehört zu einem Produkt wie die Garantie und die Gewährleistung (zu dieser Leistung werden deutsche Unternehmen ja zum Glück gesetzlich gezwungen, sonst würde hier sicherlich aus Kostengründen auch gekürzt). So etwas nennt man Service. [...]

So etwas nennt man Service. Korrekt. Und genau dieser Service wird in die Produktkalkulation eben mit eingerechnet - oder eben nicht. Verschiedene Zielgruppen, verschiedene Anbieter, verschiedene Produkte. Wer auf kostenlos besteht, sortiert dementsprechend aus.

Dennoch ändert sich nichts daran, dass durch jede Hotline hohe Kosten entstehen. Ein Unternehmen kauft CallCenter-Ressourcen i.d.R. extern ein. Und da wird dann jede Minute abgerechnet, die um ein Vielfaches die Einnahmen übersteigen, die mit 01805-Nr. generiert werden (einfach mal googlen, da bleiben nur ca. 6ct/min dem Anbieter übrig).

Und nochmal: ich möchte hier nicht bestreiten, dass eine kostenlose Hotline zum guten Service gehört. Ich besteh nur darauf, dass hier verstanden wird, dass das Betreiben einer Hotline dem Anbieter verdammt viel Geld kostet (auch kostenpflichtige) und zusätzlich bei kostenfreien noch die Anruferzahlen explodieren. Und das die Folge für den "schlechten Service" bzw. "Abzocke" der Anbieter ist - was eben falsch ist.
Menü
[1.2.1.1.1.1.3.3.1] Hamal antwortet auf Schlötti
07.03.2011 15:00
Benutzer Schlötti schrieb:
verdammt viel Geld kostet (auch kostenpflichtige) und zusätzlich bei kostenfreien noch die Anruferzahlen explodieren.
Kannst du das mal mit Zahlen belegen? Was verstehst du unter "verdammt viel"? Und warum sind dieselben Produkte in USA nicht teurer (sondern in Euro sogar deutlich preiswerter)?

Wie groß ist denn der Preisunterschied beim Outsourcing einer Hotline, wenn ich eine 0800-Nummer vorgebe im Vergleich zu einer 01805-Nummer?
Menü
[1.2.1.1.1.1.3.3.1.1] Schlötti antwortet auf Hamal
08.03.2011 19:12
Benutzer Hamal schrieb:
Kannst du das mal mit Zahlen belegen? Was verstehst du unter "verdammt viel"? Und warum sind dieselben Produkte in USA nicht teurer (sondern in Euro sogar deutlich preiswerter)?

Wie groß ist denn der Preisunterschied beim Outsourcing einer Hotline, wenn ich eine 0800-Nummer vorgebe im Vergleich zu einer 01805-Nummer?

Eine 0800-Nr kostet dem Anbieter pro angerufener Minute ca 4ct/min aus dem Festnetz, mobil ca20ct. Diese zahlen sind im internet einsehbar. Aber darum geht es ja nicht, man kann ja auch ne festnetznr bereitstellen, die ist ja quasi auch kostenlos.

Zahlen kann ich belegen, darf ich aber nicht. Aber als Anhaltspunkt: mehrere Euro/min, jedoch weniger als 10€.
Ein Beispiel: (als 1&1 kunde weiß ich das) wenn du da an der Hotlie bist, sagen sie es dir sogar direkt als Entschuldigung für die lange wartezeit, dass seit der Umstellung auf kostenlos über 30% mehr Anrufe eingehen.
Im Geschäftsbericht kann man dann auch lesen, dass extra Aufwendungen fur die kostenlose Hotline in millionenhöhe aufgebracht werden müssen.

Preise aus den USA darfst du nicht direkt umrechnen, da kostet alles weniger bzw die preismodelle an sich sind komplett anders als es hier ist.

Ich hoffe es hat weitergeholfen, mehr will ich dazu nicht mehr sagen :-)
Menü
[1.2.1.1.2] mikiscom antwortet auf Schlötti
02.03.2011 11:33

Leider ist es nicht so, dass die Anbieter primär mit Hotlines Geld verdienen wollen. Der wichtigste Grund für kostenpflichtige Hotlines ist eine deutliche Anhebung der Hemmschwelle jetzt zum Telefonhörer zu greifen um die Hotline zu kontaktieren.
Bei gleichbleibender Produktqualität kann sich das Anrufaufkommen bei einer Umstellung schlagartig mal verdoppeln, weil wegen jedem Mist angerufen wird. Und das ist der wahre Grund für kostenpflichtige Hotlines, die verdienten Cents sind ein Mitnahmeeffekt, decken die Kosten jedoch bei weitem nicht.

Und warum verlangen die Handyanbieter das Dreifache vom Festnetzpreis? Weil sie wissen, dass bei denen die wegen Problemen zum anrufen der Hotlines genötigt werden es auch in Kauf nehmen 42 cent pro Min zu zahlen.

Und ich kann mir nicht vorstellen das gelangweilte Leute bei der Hotline nach "Wie ist das Wetter heute bei euch so" fragen. Schon alleine das minutenlange Warten ist schon nervig. Das macht doch keiner freiwillig.
Menü
[1.2.1.1.2.1] Schlötti antwortet auf mikiscom
03.03.2011 22:07
Benutzer mikiscom schrieb:

Und warum verlangen die Handyanbieter das Dreifache vom Festnetzpreis? Weil sie wissen, dass bei denen die wegen Problemen zum anrufen der Hotlines genötigt werden es auch in Kauf nehmen 42 cent pro Min zu zahlen.
>

Das hat damit nichts zu tun. Im Mobilfunk kassiert einzig der Mobilfunkprovider kräftig ab. Die höheren Gebühren werden nicht an den Hotline-Betreiber weitergeleitet, dieser bekommt einen Fixbettrag pro Minute/Anruf - egal von wo aus der Anruf eingeht.

Der Angleich von Festnetz- und Mobilfunkkonditionen ist also ein gesondertes Thema.
Menü
[1.2.1.1.2.1.1] mikiscom antwortet auf Schlötti
04.03.2011 07:32
Benutzer Schlötti schrieb:
Benutzer mikiscom schrieb:

Und warum verlangen die Handyanbieter das Dreifache vom Festnetzpreis? Weil sie wissen, dass bei denen die wegen Problemen zum anrufen der Hotlines genötigt werden es auch in Kauf nehmen 42 cent pro Min zu zahlen.
>

Das hat damit nichts zu tun. Im Mobilfunk kassiert einzig der Mobilfunkprovider kräftig ab. Die höheren Gebühren werden nicht an den Hotline-Betreiber weitergeleitet, dieser bekommt einen Fixbettrag pro Minute/Anruf - egal von wo aus der Anruf eingeht.

Der Angleich von Festnetz- und Mobilfunkkonditionen ist also ein gesondertes Thema.

Das hatte ich ja so gemeint, dass die Mobilfunkanbieter die Gunst der Stunde (Nutzer muss wegen Problem Hotline anrufen) nutzen, um selbst noch ordentlich mit zu verdienen.

Hätten die Anbieter eine normale Telefonnummer, wären auch die Mobilfunkunternehmen "ärmer", auch wenn sie mit der Dienstleistung der Hotline selbst gar nix zu tun haben.
Menü
[1.2.2] mikiscom antwortet auf Yannic-Phillip
02.03.2011 11:27
Benutzer Yannic-Phillip schrieb:
Warum machen die eigentlich so ein Theater. Die sollen einfach diese 0180 und 0900 Rufnummern für Hotlines abschaffen. Kann doch jeder eine normale Festnetznummer schalten und die Kosten für seinen Kundenservice in seine Preise kalkulieren. 1&1 hat es vorgemacht und es funktioniert super. Da häng ich mich auch mal 5 Minuten in die Warteschleife und mach den Lautsprecher an. Da gibt es manchmal sogar noch gute Musik ;o)


Genau! Macht viel weniger (finanziellen) Aufwand. Ggf. anfallende Zusatzkosten für die Callcenter-Mitarbeiter könnten im Preis enthalten sein, sofern hier kein Sondergewinn eingerechnet würde. Und wenn ein Unternehmen für seine Servicenummern normale Festnetznummern anbietet, war dies in der Vergangenheit für mich schon öfter ein Grund mich für dieses Unternehmen zu entscheiden auch wenn die eigentlichen Produkte nicht immer die günstigsten waren. Aber die kassierten nicht hintenrum.
Menü
[1.2.2.1] mersawi antwortet auf mikiscom
02.03.2011 14:45
Ich sage es noch mal alle Anbieter mit 0180 Nummern und oder ähnliche Nummern sind Abzocker...
Das hat übrigends auch heute unsere Verbraucher Ministerin auf WDR 2 gesagt...
Diese Anbieter will ich nicht !!!!
Und jeder der etwas anderes sagt ist doof
Menü
[1.2.2.1.1] handytim antwortet auf mersawi
02.03.2011 14:50
Benutzer mersawi schrieb:
Und jeder der etwas anderes sagt ist doof

Das lässt tief blicken.
Menü
[1.2.2.1.1.1] mersawi antwortet auf handytim
02.03.2011 15:09
ich weiß...!?
Menü
[1.2.2.1.1.2] Schlötti antwortet auf handytim
03.03.2011 22:19
Benutzer handytim schrieb:
Benutzer mersawi schrieb:
Und jeder der etwas anderes sagt ist doof

Das lässt tief blicken.

Ehm ja.
mersawi, Eigentor. Du hast ja in deinen Beiträgen zuvor schon angemerkt, keine Ahnung in dem Bereich zu haben. Das wurde hiermit nochmal schön bewiesen. Ich hab's ja schonmal gesagt. Der absolute Hauptgrund PRO kostenpflichter Hotline ist nicht im Geld verdienen (bzw abzocken) zu finden.