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Niemand braucht 200 MBit/s


04.05.2011 22:45 - Gestartet von sipuma
Dann sollte man voher mal die Leute fragen, ob sie das auch wollen. Kein Schwein braucht eine 200 MBit-Leitung und deshlab sind die Leute auch nicht bereit, soviel Geld dafür zu zahlen.
Man sollte sich lieber darauf konzentieren, Standard-DSL-Anschlüsse überall auszubauen.-
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[1] Maugsch antwortet auf sipuma
05.05.2011 06:24
Benutzer sipuma schrieb:
Dann sollte man voher mal die Leute fragen, ob sie das auch wollen. Kein Schwein braucht eine 200 MBit-Leitung und deshlab sind die Leute auch nicht bereit, soviel Geld dafür zu zahlen.
Man sollte sich lieber darauf konzentieren, Standard-DSL-Anschlüsse überall auszubauen.-

Also ich würd schon gern einen 200 oder auch wenigstens 100MBit/s-Anschluß nutzen ... leider gehen hier bei mir in der Stadt nicht mal 50MBit/s
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[1.1] rotella antwortet auf Maugsch
05.05.2011 09:51
Benutzer Maugsch schrieb:

Also ich würd schon gern einen 200 oder auch wenigstens 100MBit/s-Anschluß nutzen

Wozu? TV empfange ich über SAT und das kostenlos, ansonsten sind die meisten Webserver so langsam, dass du schon bei 16000 die Leitung nicht ausnutzen kannst.
Und dabei wohne ich in einem Stadtteil, in dem die Telekom diese 200 Mbps-Glasanschlüsse anbieten wird...
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[2] darcduck antwortet auf sipuma
05.05.2011 11:23
Benutzer sipuma schrieb:
Dann sollte man voher mal die Leute fragen, ob sie das auch wollen. Kein Schwein braucht eine 200 MBit-Leitung und deshlab sind die Leute auch nicht bereit, soviel Geld dafür zu zahlen.
Man sollte sich lieber darauf konzentieren, Standard-DSL-Anschlüsse überall auszubauen.-
Das Problem dabei ist, es ist wohl fats egal ob du heute einen DSL Anschluss der grad nur 1MBit liefert zu einem 16er ausbaust, VDSL ausbaust oder doch auch FTTH umsteigst. Es sind immer irgendwelche Baumassnahmen notwendig. Im Falle von DSL16K oder VDSL muss man möglicherweise nur neue Outdoor-DSLAM Kästen aufstellen, aber auch diese aktive Technik will gewartet werden. Wenn die Telekom nun also irgendwo den Bagger rausholt, dann wird halt gleich überlegt ob FTTH nicht sinnvoller ist, weil das ist eine Investition die Momentan Stand der Technik darstellt.

Stell dir vor jemand würde heute ein Dorf mit DSL 1MBit erschliessen. Da würden die meisten drüber lachen, denn das bekommt man mittlerweile auch über die "Lustschnittstelle" und gerade die Videoangebote im Netz lassen sich damit nur gering aufgelöst nutzen. Aus Sicht der Telekommunikationunternehmen muss eine Investion doch sicher 5 eher 10 Jahre ohne weitere Baumassnahmen überstehen, d.h. auch in 8 Jahren noch den Bedürfnissen genügen.

1996 ging bei mir die "Internetzeit" mit AOL los. Modem war die einzige Möglichkeit.
Zu Studienzeiten (um 2000 rum) hatte ich glücklicherweise schon einen richtigen Netzwerkanschluss mit 10MBit. Den allerdings haben sich mehrere HUNDERT Studenten in der Aussenanbindung geteilt über 500 kbit bin ich da selten gekommen.
2004-2006 habe ich tatsächlich mit der Funklösung surf@home von O2 überbrückt und war dann sehr glücklich als ich 2006-2008 auf DSL 6000 umsteigen konnte.
Nach Umzug leider wieder nur Funk - diesmal WiMAX.
Seit 2009 endlich wieder DSL 6000 und klar das reicht mir im Moment. Aber wie ich gut an meiner Historie sehe, gehen die Ansprüche rasant noch oben.

Fazit: 50-100 MBit würde ich heute wahrscheinlich nicht buchen, aber in 2-3 Jahren vermutlich schon. Wenn ich könnte würde ich vor allem den Upload von 600 kbit auf min. 2 MBit aufstocken. Und spätestens seit Maxdome und Co. direkt und ohne weitere Zusatzgeräte auf dem Fernseher nutzbar sind, wird auch VideoOnDemand sich langsam aber stetig verbreiten. Und will man dann HD schauen, sind 6MBit schon hart an der Grenze. Ich merk es mit gelegentlichen kurzen Aussetzern (1-2 mal für 1-2 Sekunden pro 30 Min. Serie)

Ich kann also durchaus verstehen, wenn heute vorranging das Augenmerk auf VDSL oder FTTH liegt, wobei ich VDSL nur als "Übergangsprodukt" sehe. Und ich hoffe ganz stark, dass die Tkoms heute nicht mehr den Fehler machen, bei neuen Hausanschlüsse nur Kupfer zu verlegen. Entweder beides oder nur FTTH sollte die Devise sein, auch wenn das drumrum (also die Anbindung zur Vermittlungsstelle) noch nicht FTTH tauglich ist.
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[3] für_Dagegen antwortet auf sipuma
08.05.2011 14:34
ach ne ?
Wenn man CloudComputing, online Festplatte/Backup wirklich machen will, sind 50-Mbit/s -symmetrisch- eignetlich nötig !!!!!!!!!!!
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[3.1] Maugsch antwortet auf für_Dagegen
08.05.2011 14:44

einmal geändert am 08.05.2011 14:45
Benutzer für_Dagegen schrieb:
ach ne ?
Wenn man CloudComputing, online Festplatte/Backup wirklich machen will, sind 50-Mbit/s -symmetrisch- eignetlich nötig !!!!!!!!!!!


Genau so seh ich das eben auch ... kommt ja vorallem auch auf den upload an ....


Im übrigen .... Leute, denkt mal 10 Jahre zurück ....

Wo standen wir denn damals in puncto Geschwindigkeit bei INet und Datentransfer?

Und nun überlegt mal, wie es wohl IN 10 Jahren sein wird?

~~~~~~~~~~~~~~~~~~­~~~~~~~~~~­~~~~~~~~~~­~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Es bleibt doch nichts wie es ist ...

Die Entwicklung geht weiter!
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[3.1.1] alexander-kraus antwortet auf Maugsch
08.05.2011 15:05
Benutzer Maugsch schrieb:

Und nun überlegt mal, wie es wohl IN 10 Jahren sein wird?

~~~~~~~~~~~~~~~~~~­~~~~~~~~~~­~~~~~~~~~~­~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Es bleibt doch nichts wie es ist ...

Die Entwicklung geht weiter!

Sicherlich - Nur wird in den Städten eher noch eine 10. Leitung in der selben Straße vergraben, statt mal auf dem Land für Chancengleichheit zu sorgen.

Brauchen wir diese Entwiicklung wirklich, oder wäre es mal sinnvoll bei 50 Mbit "Stopp" zu sagen, und mal dort auszubauen, wo man diesen 50 Mbit noch weit hinterher hinkt?

Ich sehe die "Geschwindigkeits-Schere" zwischen Stadt und Land immer weiter aufgehen, statt zu.
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[3.1.1.1] myselfme antwortet auf alexander-kraus
08.05.2011 18:27
Die Schere Stadt / Land geht auch in anderen Bereichen weiter auseinander. Lohnentwicklung, Wohnkosten, Lebenserwartung, Kriminalität und Arbeitplatzauswahl.
Also positiv wie negativ. Wer alles nur vom Guten haben will sollte möglichst wenig meckern. Damit er wenigstens nach dem Tode ins Paradies kommt :-)
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[3.1.1.1.1] alexander-kraus antwortet auf myselfme
08.05.2011 18:59
Benutzer myselfme schrieb:
Die Schere Stadt / Land geht auch in anderen Bereichen weiter auseinander. Lohnentwicklung, Wohnkosten, Lebenserwartung, Kriminalität und Arbeitplatzauswahl.
Also positiv wie negativ. Wer alles nur vom Guten haben will sollte möglichst wenig meckern. Damit er wenigstens nach dem Tode ins Paradies kommt :-)

Ich sage ja nicht dass man in der Stadt nicht einen gewisssen Vorteil gegenüber der dünnerbesiedelten ländlichen Gegenden haben darf, aber wenn die Schere zu weit offen ist, dann schafft das Unmut. - Ich meine damit, die einen prahlen mit 100 Mbit in Downstream, die anderen können sich freuen, wenn sie 3% davon, nämlich 3 Mbit haben. - Das ist mehr wie ein "Stadt-Land-Gefälle". - Ich glaube jedenfalls nicht daran, dass diese Schere 97% Leistung ausmachen sollte.

Ich wohne auch auf dem Land, und arbeite in der Stadt. - Wo ist das Problem?
Ausserdem komme ich als Ungläubiger maximal in die Hölle. - Was mir aber auch dann egal ist.
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[3.1.2] rotella antwortet auf Maugsch
08.05.2011 18:49
Benutzer Maugsch schrieb:

Und nun überlegt mal, wie es wohl IN 10 Jahren sein wird?

Na, ich dachte wir reden über die heutigen Notwendigkeiten, denn die Telekom will ja jetzt ihr Glas an den Mann bringen.
Welcher Bedarf in 10 Jahren besteht, da kann man nur spekulieren. Wenn man behauptet, er liege höher als heute, liegt man sicherlich nicht falsch.
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[3.1.2.1] Maugsch antwortet auf rotella
08.05.2011 18:52
Benutzer rotella schrieb:
Benutzer Maugsch schrieb:

Und nun überlegt mal, wie es wohl IN 10 Jahren sein wird?

Na, ich dachte wir reden über die heutigen Notwendigkeiten, denn die Telekom will ja jetzt ihr Glas an den Mann bringen. Welcher Bedarf in 10 Jahren besteht, da kann man nur spekulieren. Wenn man behauptet, er liege höher als heute, liegt man sicherlich nicht falsch.

Tja .... bisher wurde aber wohl immer vorher was ausgebaut, bevor es nutzbar wurde ...

Sollte man das jetzt plötzlich ändern müssen?
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[3.1.2.1.1] rotella antwortet auf Maugsch
08.05.2011 19:03
Benutzer Maugsch schrieb:

Tja .... bisher wurde aber wohl immer vorher was ausgebaut, bevor es nutzbar wurde ...

Sollte man das jetzt plötzlich ändern müssen?

Natürlich nicht, aber es nützt ja auch nichts, wenn die Telekom heute Milliarden verbuddelt und die Kunden (in der Masse) erst in 10 Jahre bereit wären, den Glasfaseraufpreis auch zu zahlen.
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[3.1.2.1.1.1] darcduck antwortet auf rotella
09.05.2011 15:22
Benutzer rotella schrieb:
Natürlich nicht, aber es nützt ja auch nichts, wenn die Telekom heute Milliarden verbuddelt und die Kunden (in der Masse) erst in 10 Jahre bereit wären, den Glasfaseraufpreis auch zu zahlen.

Aber die Kunden sind vermutlich eher bereit wenn die Wahl zwischen Modem / DSL Light oder Glasfaser besteht.

Einfache Rechnung für die Telekom:
Variante 1: Alles bleibt wie es ist:
0 Investitionskosten
Telefonanschluss - eigenen Kosten Betrieb = vielleicht ~5€ Überschuss

Variante 2: DSL 6000 Ausbau
X€ Pro Anschluss DSL-Technik z.b. neue Outdoor Kästen, teilweise Strassen aufbuddeln
Vermietung TAL: 10€?
IP-Bitstrom: 20€ - Eigene Kosten -> 10-15€?
Eigenverstrieb ... 10-15€?
Also vielleicht so 5-10€ Mehreinnahmen pro Anschluss, damit muss dann der Ausbau finanziert werden

Variante 3: Glassfaser Ausbau
Y€ Pro Anschluss - komplett in jedes Haus neu Glasfaser verlegen
Vermietung TAL: nicht möglich
IP Bitstrom: eventuell
Eigenvertrieb zu 50€ oder mehr - eigenen Kosten -> 25€?
vielleicht so 15-20€ Mehreinnahmen zu nur Telefonanschluss. Damit rechnet sich der Glasfaserausbau gegenüber Nur DSL Ausbau sobald die Kosten dafür nicht mehr wesentlich darüber liegen.

Und für den Anbieter muss sich diese Rechnung auch in 5 Jahren noch lohnen, also liegt die Entscheidung bei Variante 3 oder gar nicht ausbauen (Variante 1) und Preissenkungen für Variante 3 abzuwarten.



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[4] niknuk antwortet auf sipuma
08.02.2012 19:48
Benutzer sipuma schrieb:

Dann sollte man voher mal die Leute fragen, ob sie das auch wollen. Kein Schwein braucht eine 200 MBit-Leitung

Aber vielleicht gibt es Schweine, die an 50 MBit/s Upstream-Bandbreite interessiert sind. Dafür gibt es bereits eine Menge Anwendungen. Cloud Computing ist nur eine davon.

Abgesehen davon: die Leute werden ja gefragt. Deswegen gibt es ja die Vorvermarktung.

und deshlab sind die Leute auch nicht bereit, soviel Geld dafür zu zahlen.

Ich finde 44,95 Euro/Monat für einen 100-MBit-Anschluss nicht teuer. Der Kunde bekommt 100 MBit/s zum gleichen Preis wie bisher 50 MBit/s (Call&Surf Comfort mit VDSL 50). Das halte ich für fair.

Gruß

niknuk
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[5] kein Mensch braucht mehr als 640 KByte
Fred_EM antwortet auf sipuma
08.02.2012 21:50

Heute habe ich 8 GigaByte DRAM im PC, die Taktgeschwindikeit wird in GigaHertz gemessen.

Oooops, wie ist denn das passiert?

Na ja, kann ja mal vorkommen.

Wenn man heute Leitungen verlegt, dann sollte es schon Glasfaser sein.
Ob man da einen Seidenfaden verlegt, verdrillte Kupferleitungen oder Glasfaser, der bauliche Aufwand dürfte recht ähnlich sein.

Bei Glasfaser ist auch kein Übersprechen bekannt, die Leitungen an sich können viel länger sein.
DSL Kupferleitungen sind immer Problem-behaftet. In Städten stören sie sich gegenseitig, in kleineren Siedlungen oder Stadtteilen sind sie zu kurz, die Dämpfungen sind zu groß, beim Nutzer kommt nicht genug Bandbreite an.

Ich habe 50 MBit VDSL mit Entertain. Zwei HD Sender gleichzeitig nimmt der Media Reciever gleichzeitig auf, leider kannich dann nicht mehr einen dritten Kanal ansehen.

Heute reden wir über läppisches 1080i Fernsehen, in ein paar Jahren reden wir über 4k.

Auch die Ping-Zeiten verbessern sich mit höherer Bandbreite, und der Upload verbessert sich dramatisch.

Also, wen ich mir das so recht überlege, einem 200 MBit- Anschluss würde ich zeichnen, einen akzeptablen Preis vorausgestzt.