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Ich find´s gut


09.09.2010 14:48 - Gestartet von iPhone
einmal geändert am 09.09.2010 14:49
Ich finde in Deutschland ist das ziemlich gut gelöst: in den Mobilfunknetzen wird nach einem bestimmten Übetragungsvolumen die Geschwindigkeit gedrosselt. Also keine Mehrkosten. Das ist doch echt ne faire Lösung. Auch die neuen Vodafone LTE-Tarife sind so gestaltet. Ebenso auch 1&1, wo nach 100 GB auf 1 Mbit/s gedrosselt wird, das reicht immer noch dicke für die meisten Internetanwendungen.

Warum das im Ausland nicht genauso gemacht wird, versteh ich nicht. Bei AT&T USA wird alles ab 2 GB extra berechnet, und bei o2-DSL UK wird abgemahnt. Warum machen die sich das so schwer und bieten nicht einfach die "deutsche Lösung" an, sprich drosselt die Leitung?
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[1] sushiverweigerer antwortet auf iPhone
09.09.2010 15:10
Benutzer iPhone schrieb:
Ich finde in Deutschland ist das ziemlich gut gelöst: in den Mobilfunknetzen wird nach einem bestimmten Übetragungsvolumen die Geschwindigkeit gedrosselt. Also keine Mehrkosten. Das ist doch echt ne faire Lösung. Auch die neuen Vodafone LTE-Tarife sind so gestaltet. Ebenso auch 1&1, wo nach 100 GB auf 1 Mbit/s gedrosselt wird, das reicht immer noch dicke für die meisten Internetanwendungen.

1&1 drosselt nur bei diesem einen NEUEN DISCOUNTTARIF (19,99 für ne Doppelflat). Die anderen Tarife werden NICHT gedrosselt!

Und "gut" ist an einer Drosselung auch nichts.
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[2] c_h_apel antwortet auf iPhone
09.09.2010 15:24
Festnetz-ADSL mit voller (vertraglich vereinbarter) Geschwindigkeit wird in Spanien von Telefónica seit einem Jahr auf ein Datenvolumen von 20 GB/Monat beschränkt, davon sind auch viele "Altverträge" betroffen.

Der Kunde hat keine Möglichkeit, seinen eigenen Datenverbrauch nachzuvollziehen - er muß hierfür den Telefónica-Kundendienst auf der vom Festntez und aus den Mobilfunknetzen kostenfrei erreichbaren Nummer 1004 anrufen.

Bei Überschreiten der Schwelle von 20 GB wird die Downstream-Geschwindigkeit auf 128 kbps gedrosselt. Bis der nächste Abrechnungszyklus (monatlich, bei einigen Kunden noch zweimonatlich) beginnt.
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[2.1] koelli antwortet auf c_h_apel
09.09.2010 20:17
Benutzer c_h_apel schrieb:
Bei Überschreiten der Schwelle von 20 GB wird die Downstream-Geschwindigkeit auf 128 kbps gedrosselt.

Also 20 GB ist wirklich sehr knapp bemessen. Wieso kann sich ein Konzern wie Telefonica nicht mehr leisten, wenn selbst ne Firma wie 1&1 erst bei 100 GB Alarm schlägt?

Und in den USA gibt es tatsächlich keinen Festnetz-DSL-Anbieter, bei dem mehr als 2 GB inklusive sind???
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[2.1.1] hotte70 antwortet auf koelli
09.09.2010 20:30
Benutzer koelli schrieb:
Benutzer c_h_apel schrieb:
Bei Überschreiten der Schwelle von 20 GB wird die Downstream-Geschwindigkeit auf 128 kbps gedrosselt.

Also 20 GB ist wirklich sehr knapp bemessen. Wieso kann sich ein Konzern wie Telefonica nicht mehr leisten, wenn selbst ne Firma wie 1&1 erst bei 100 GB Alarm schlägt?

Und in den USA gibt es tatsächlich keinen Festnetz-DSL-Anbieter, bei dem mehr als 2 GB inklusive sind???


Also 20 GB finde ich auch ziemlich geizig. Ich bin täglich online aber downloade nur gelegentlich, dafür recht häufig Videostreams und VoIP. 20 GB habe ich so nach 2-3 Wochen schon erreicht.....100 GB ist da schon wesentlich großzügiger und sollte für eine angemessene Privatnutzung dicke ausreichen.
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[2.1.2] sushiverweigerer antwortet auf koelli
10.09.2010 05:56

Und in den USA gibt es tatsächlich keinen Festnetz-DSL-Anbieter, bei dem mehr als 2 GB inklusive sind???

Das ist wirklich sehr unglaubwürdig! Zumal der Wettbewerb dort sicher nicht kleiner ist als bei uns.
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[2.2] sushiverweigerer antwortet auf c_h_apel
10.09.2010 05:55

Der Kunde hat keine Möglichkeit, seinen eigenen Datenverbrauch nachzuvollziehen -

Wieso? Funktionieren in Spanien keine Fritzboxen? Meine sagt mir genau wann ist wie viele Daten "verbraucht" habe.
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[2.2.1] tele_snail antwortet auf sushiverweigerer
10.09.2010 10:02
Benutzer sushiverweigerer schrieb:

Der Kunde hat keine Möglichkeit, seinen eigenen Datenverbrauch nachzuvollziehen -

Wieso? Funktionieren in Spanien keine Fritzboxen? Meine sagt mir genau wann ist wie viele Daten "verbraucht" habe.

Die meisten Fritzboxen kannst Du sogar so konfigurieren, dass sie nach Erreichen eines bestimmten monatlichen Traffics die Verbindung trennen. Das habe ich ausgiebig genutzt, als ich noch einen Volumentarif mit hohen Kosten für den Over-Traffic hatte.
Jedenfalls ließe sich so auch eine Kündigung in den genannten Ländern vermeiden. Trotzdem finde ich eine Kündigung/Abschaltung bei Over-Traffic völlig überzogen und kundenunfreundlich. Wenn schon der monatliche Traffic beschränkt wird, sollte das durch eine Drosselung erfolgen bzw. der Kunde sollte die Möglichkeit bekommen, gegen einen angemessenen Aufpreis zusätzliches Volumen zu buchen.

Viele Grüße,

tele_snail
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[3] kfschalke antwortet auf iPhone
10.09.2010 08:39
Wieso Trafficbeschränkungen? Mal im ernst, da erzählen die Anbieter immer, wozu man hohe Bandbreiten braucht, wie z.B. Videostreams (Mediatheken, Vod, IPTV) oder Internetradio, bewerben Onlinespiele etc.
Zum reinen betrachten von website, email und onlinebanking langt auch ne 1000er Bandbreite aus.
Die Gefahr, die besteht, ist das Anbieter auch immer öfter mit eigenen Plattformen aktiv werden, die dann ggf. als Onnet-Nutzung nicht unter das Datenvolumen fallen. Dann läuft es nach dem Motto, nutze meine dienste, dann geht es. siehe hier z.B. auch VDSL der T-Com, mit IPTV kein Limit, ohne wird bei 100 GB oder so gedrosselt.
Ganz nebenbei wird hier auch die Tür für eine eigentlich nicht notwendige Datenspeicherung geöffnet. Wenn eine Flat eine flat ist, muss kein Volumen gespeichert werden, so ist allerdings eine Speicherung notwendig, da man ja im Zweifel nachweisen muss, dass das Volumen erreicht wurde. Und ob man dies möchte, steht wieder auf einen anderen Blatt.
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[3.1] mattes007 antwortet auf kfschalke
10.09.2010 16:32
Ich find es wirklich gut...das gedrosselt wird! Ja ich stehe dazu.

Warum?

Die Deutschen sind a) viel zu verwöhnt. Und wenn Du ein Mal verwöhnt bist und nimmst dann jemandem das Spielzeug weg, fängt er an zu schreien (sehe ich ja im Business...in der Firma).
b) Könnten wir locker ein Kernkraftwerk (in Europa) einsparen (-> PC`s bleiben nicht mehr stundenlang an und saugen am Netz).
c) Wird endlich nicht mehr illegal Musik und Filme downgeloadet.
d) ...und All-In-One Anschlüsse werden billiger.

Mal im Ernst: VoIP wird keiner der Anbieter jemanden zur Last legen, ebenso wenig IPTV. Aber wer kann mir mal bitte erklären, wie es möglich sein soll legal 20GB monatlich herunterzuladen?

Sollte Video-on-demand weiter auf dem Vormarsch sein, dann wird es voraussichtlich vom Provider angeboten und auch nicht dem Traffic zur Last gelegt.

Eine Drosselung der Geschwindigkeit könnte eine Lösung sein, um die Bandbreite in der Masse zu halten, aber meiner Meinung sollten diejenigen die mehr als 20GB (ohne VoIP und IPTV) auch entsprechend zur Kasse gebeten ...und die "Normalos" mit günstigen Anschlüssen belohnt werden.
Beispiel: 16er DSL für 15Euro inkl.20GB Datenvolumen (+Telefonflat)...jeder weitere 1GB kostet 2Euro. (VDSL 50 gäb es für 40Euro inkl.50GB...jeder weitere GB für 5Euro)

Was die Speicherung des Volumens angeht...wen kümmert es, denn die Provider speichern sowieso sämtliche Zugriffe von den Usern (Vorratsdatenspeicherung).

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[3.1.1] fishhead antwortet auf mattes007
10.09.2010 16:51
Benutzer mattes007 schrieb:
Aber wer kann mir mal bitte erklären, wie es möglich sein soll legal 20GB monatlich herunterzuladen?

Meinst du das ernst?
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[3.1.1.1] enbix antwortet auf fishhead
12.09.2010 04:03

einmal geändert am 12.09.2010 04:08
sowas von lächerlich.
Mit so einer beschränkung können die im mobilfunkbereich kommen aber 20gb beim DSL anschluss?
Ich bin jetzt zb auch seit 13 stunden online und hab seitdem schon 14 gb verbraucht,und wenn ich die nächsten tage von unitymedia die 64/5 leitung bekomme dürfte sich der traffic nochmal verdreifachen.
Vollkommen inakzeptabel in england, ich würde als o2 uk kunde direkt sonderkündigen,das sind läden auf die man keinen wert mehr legen braucht.
Dank dem artikel würde ich auch jetzt in deutschland jedem der einen DSL neuanschluss machen will von Alice,O2,1&1 abraten.

Braucht keiner!
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[3.1.2] Ali.As antwortet auf mattes007
12.09.2010 07:33
Benutzer mattes007 schrieb:
... Was die Speicherung des Volumens angeht...
wen kümmert es, denn die Provider speichern
sowieso sämtliche Zugriffe von den Usern (Vorratsdatenspeicherung).

Ach ja?
Das Bundesverfassungsgericht hat doch die Vorratsdatenspeicherung im März gekippt.
https://www.teltarif.de/bundesverfassung...

Wunderschönen guten Morgen, liebes Schlafmützchen! ;-)

_______________­__________­__________­_______________
Dieser Beitrag antwortet auf:
https://www.teltarif.de/forum/s40015/1-10.html
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[3.1.3] kfschalke antwortet auf mattes007
14.09.2010 11:06
Ohne Datenintensive Dienste braucht keiner VDSL oder 16.000. für reines website betrachten langt DSL 2000 locker aus.
Dienste wie You tube, mediatheken, maxdome etc brauchen die Bandbreite. Die Werbung für die schnellen anschlüsse versprechen Videostreaming in HD-qualität. Ein stream hat da schnell einige GB, also steigt das Datenvolumen.
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[3.1.3.1] bholmer antwortet auf kfschalke
02.10.2010 18:03
Bei der Telekom mag IPTV drin sein.

Aber z.B. wenn ich bei Provider XY meine Flatrate habe und über Maxdome Video schaue, wird das im Gegensatz zur Telekom mit IPTV Entertain als ganz normaler Traffic gezählt. Wenn man dies als Fernsehersatz nimmt und sich jeden abend einen Video reiziehn würde, erreicht man locker schwindelerregende Datenmengen.

Zur Zeit habe ich nur DSL 2000 und da macht Fernsehen nicht so richtig Spaß. Im Durchschnitt habe ich ohne Streaming aber mit VoIP Telefonie so 5-8 GB im Monat.

Betr. Drosselung bei Mobilfunk:

Irgendwie haben sich alle auf 64 kbit/s eingeschossen. Das ist schon ziemlich schmerzhaft. Drosselung auf UMTS- oder EDGE-Geschwindigkeit würde doch auch reichen.
Am liebsten wäre mir, wenn ich dann von mir aus Volumen "nachbuchen" könnte statt auf das Ende des Abrechnungszyklus zu warten.
Irgendwie führt das zu einem verrückten Nutzungsverhalten. Mit meinem Smartphone (z.Zt. 200 MB ungedrosseltes Volumen bei VF) experimentiere ich immer nur in den letzten 2 Tagen des Abrechnungszyklus, weil es dann ziemlich egal ist. Am Anfang spart man dann wieder. Das muss doch nicht sein.

Bert