Diskussionsforum
  • 27.07.2010 15:48
    fidelo79 schreibt

    Sommerloch?

    Sorry, aber mehr fällt mir zu diesem Artikel nicht ein!

    Bei der Internetseite "internet-trotz-schulden.de" handelt es sich um eine Website wie es viele hunderte im Web gibt. Jemand möchte durch die Vermittlung von DSL Internetzugängen als Affiliate Partner Geld verdienen.

    Dabei von Ausgrenzung zu sprechen, finde ich schon sehr überzogen. Abgesehen davon finde ich auch moralisch nichts Verwerfliches an dem Seitentitel. In der Werbung wird grundsätzlich übertrieben, da ist diese Variante meines Erachtens noch sehr harmlos.

    Ich finde es gibt interessantere Themen für teltarif, als sich auf die Website eines "Feierabend-Webmasters" zu stürzen, der damit vielleicht ein paar Euro nebenbei verdient. Sie aber stellen ihn hier fast wie einen Betrüger an den Pranger, was definitiv zu dick aufgetragen ist!
  • 27.07.2010 16:47
    tgklau antwortet auf fidelo79
    Bin ganz Deiner Meinung. Es wird mit Selbstverständlichkeiten geworben, Nachteile entstehen auch niemandem.
    Man muss weder zum Lachen noch zum Heulen in den Keller gehen.
  • 27.07.2010 16:51
    Oldenburg76 antwortet auf tgklau
    RE: Berechtigte Kritik an Webseite
    Benutzer tgklau schrieb:
    > Es wird mit Selbstverständlichkeiten
    >
    geworben, Nachteile entstehen auch niemandem.

    Dann hätte wohl kaum ein Internetanbieter wie Kabel Dtl. seine Konsequenzen gezogen, so wie im Artikel beschrieben.
  • 27.07.2010 17:02
    Telly antwortet auf Oldenburg76
    > Dann hätte wohl kaum ein Internetanbieter wie Kabel Dtl. seine
    >
    Konsequenzen gezogen, so wie im Artikel beschrieben.

    Tja. Keine Schufa-Anfrage (wohl aus Kostengründen) zu machen ist das eine. Menschen mit Schufa-Einträgen aber zur Zielgruppe zu definieren ist dann aber was ganz anderes.

    Ist doch klar, dass sie die Konsequenzen daraus ziehen. Die Konkurrenz wird dies sicherlich auch tun, sobald ihnen die Sache "klargeworden" ist.

    Telly
  • 27.07.2010 20:11
    spaghettimonster antwortet auf Telly
    Benutzer Telly schrieb:
    > Keine Schufa-Anfrage (wohl aus Kostengründen) zu machen
    >
    ist das eine. Menschen mit Schufa-Einträgen aber zur Zielgruppe
    >
    zu definieren ist dann aber was ganz anderes.

    Wieso nicht, auch das ist ein Markt. Ich habe z.B. überhaupt keine Bonitätsprobleme und bevorzuge aus Datenschutzgründen trotzdem auskunfteienfreie Anbieter. Wo keine Daten sind, können auch keine missbraucht und weiterverkauft werden.

    Außerdem wird der Wert von Schufa-Bonitätsdaten weithin überschätzt; meine letzte Selbstauskunft ergab eine Fehlerquote von > 40%, zum Teil waren die Daten auch ohne ausreichende Rechtsgrundlage, also rechtswidrig übermittelt worden, was ich der Schufa auch nachweisen konnte. Das deckt sich mit einer Schufa-Studie des Bundesverbraucherministeriums von 2009, die sogar auf eine Fehlerquote von 45% kam (http://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/638114/publicationFile/36111/Scoring.pdf). Und für diesen Unsinn von Daten-Striptease, dessen Trefferquote leicht über der eines Roulettspiels liegt, soll ich als Kunde auch Geld bezahlen (der Anbieter reicht die Kosten ja weiter)? Eher nicht.

    Allerdings ist davor zu warnen, den Blick auf die Schufa zu versteifen. Die Schufa ist eine von vielen Wirtschaftsauskunfteien, wenn auch die größte. Weitere große sind z.B. Infoscore, Accumio, Bürgel, Creditreform oder Deltavista. Dort sind die Daten ausweislich meiner Selbstauskunft teils noch haarsträubender. Eine davon (weiß den Namen nicht mehr) gab z.B. zu, keinerlei Daten über mich gespeichert zu haben, berechnete aber trotzdem auf Basis ausdrücklich nicht existenter Daten einen Score-Wert, der meine Kreditausfallwa­hrscheinlichkeit widerspiegeln soll. In einem anderen Fall wurde zugegeben, dass Geo-Daten (Anschrift) zur Score-Berechnung verwendet würden, was seit mindestens 8 Jahren verboten ist.

    - Übrigens stimmt es nicht mehr, dass Hansenet keine Schufa-Klausel mehr hat. Spätestens seit 2009 kooperiert das Unternehmen mit der Schufa, wie jeder den AGB entnehmen kann. Wie internet-trotz-schulden.de zu gegenteiligen Informationen kommt, ist mir nicht klar.

    - Bei der Telekom stimmt die Nichtkooperation mit der Schufa nur bedingt. Im Festnetzbereich wird mit Infoscore, Creditreform und Accumio zusammengearbeitet, im Mobilfunkbereich auch mit Schufa und Bürgel (siehe Anlage zu den Datenschutzhinweisen bei Vertragsabschluss).

    - Bei 1&1 stimmt es ausweislich der AGB zwar, dass eine Schufa-Auskunft nur bei Mobilfunkverträgen eingeholt wird (hat man bei diesen Komplettdingern überhaupt eine Wahlmöglichkeit?), im Übrigen werden aber - Vorsicht - Bonitätsauskünfte bei Infoscore eingeholt. Ob dem Kunden das im Einzelfall was hilft - wer weiß.
  • 27.07.2010 20:28
    Telly antwortet auf spaghettimonster
    Benutzer spaghettimonster schrieb:
    > Benutzer Telly schrieb:
    > > Keine Schufa-Anfrage (wohl aus Kostengründen) zu machen
    > >
    ist das eine. Menschen mit Schufa-Einträgen aber zur Zielgruppe
    > >
    zu definieren ist dann aber was ganz anderes.
    >
    > Wieso nicht, auch das ist ein Markt.

    Du hast mich nicht ganz verstanden. Die Zielgruppe der Telekommunikationsfirmen sind mit Sicherheit nicht Menschen, die Bonitätsprobleme haben.

    Natürlich gibt es auch Menschen wie Dich, die scheinbar ohne Not ebenfalls die Prämisse haben, einen Anbieter ohne Bonitätsprüfung vorzuziehen. Doch wie Du selbst ja schon anführst, ist mir eine Schufa-Abfrage lieber, als wenn jemand deren Konkurrenz zu Infos heranzieht. Bei der Schufa weiß ich, dass alles okay ist, da ich es selbst über "meine Schufa" unter regelmäßiger Aufsicht habe.

    Aber ich kann und werde mich nicht mit all den anderen Unternehmen beschäftigen. Und ich werde auch nicht den Dienst der Schufa in Anspruch nehmen, dass diese für mich dort Daten einholen. Nachher landen deren Falschinformationen dann auch noch in der Schufa-Auskunft. Nee - kein Bedarf.

    Telly
  • 27.07.2010 21:18
    spaghettimonster antwortet auf Telly
    Benutzer Telly schrieb:
    > Die Zielgruppe der
    >
    Telekommunikationsfirmen sind mit Sicherheit nicht Menschen,
    >
    die Bonitätsprobleme haben.

    Och - viele Prepaid- und Postpaid-Telcos verdienen mit solchen Kunden gutes Geld. Und nur, weil die Schufa Jahre lang nicht checkt, dass ein Kunde wegen ausgeschlagener Erbschaft für einen fremden Kredit nicht haftet (solche Fälle sind in der Studie des Bundesverbraucherministeriums dokumentiert), hat er deshalb noch lange keine schlechte Bonität.

    > Bei der Schufa weiß ich,
    >
    dass alles okay ist, da ich es selbst über "meine
    >
    Schufa" unter regelmäßiger Aufsicht habe.

    Super, da verdient die Schufa gleich doppelt, indem sie dir deine eigenen Daten verkauft, obwohl sie lt. § 34 BDSG einmal jährlich kostenlos Auskunft erteilen muss. Außerdem hat sie durch den Lastschrifteinzug deine genaue Bankverbindung und kann gemeinsam mit ihren Vertragspartnern künftige Transaktionen, die ihr darunter bekannt werden, schön zuordnen und Verhaltensprofile erstellen.
  • 27.07.2010 21:43
    einmal geändert am 27.07.2010 21:49
    Telly antwortet auf spaghettimonster
    Benutzer spaghettimonster schrieb:
    > Benutzer Telly schrieb:
    > > Die Zielgruppe der
    > >
    Telekommunikationsfirmen sind mit Sicherheit nicht Menschen,
    > >
    die Bonitätsprobleme haben.
    >
    > Och - viele Prepaid- und Postpaid-Telcos verdienen mit solchen
    >
    Kunden gutes Geld.

    Prepaidangebote sollten jetzt hier nicht interessieren, oder? Schließlich zahlt man ja dort im voraus. Da brauchts ja keiner Bonitätsprüfung.

    Und was Postpaid angeht? Welcher Anbieter hat denn einen "überdurchschnittlichen" Anteil an "Schufabelasteten" Kunden? Also wer richtet sich explizit an diese Zielgruppe?

    Sollte es diese wirklich geben, unterstelle ich einfach mal, dass dort die Preise aber auch entsprechend "gepfeffert" sind. Schließlich wären die Kosten für Inkasso und Mahnwesen auch "überdurchschnittlich".

    > > Bei der Schufa weiß ich,
    > >
    dass alles okay ist, da ich es selbst über "meine
    > >
    Schufa" unter regelmäßiger Aufsicht habe.
    >
    > Super, da verdient die Schufa gleich doppelt, indem sie dir
    >
    deine eigenen Daten verkauft, obwohl sie lt. § 34 BDSG einmal
    >
    jährlich kostenlos Auskunft erteilen muss.

    Diese kostenlose Auskunftspflicht gibt es erst seit diesem Frühjahr. Außerdem habe ich gerne einmalig ca. 15 Euro bezahlt (mitlerweile um die 18 Euro). Ich "verbuche" sowas für mich als "notwendige Verwaltungskosten". Was ist schon ein einmaliger kleiner Betrag gegen die Ungewissheit, ob mit meinen Daten alles in Ordnung ist.

    > Außerdem hat sie
    >
    durch den Lastschrifteinzug deine genaue Bankverbindung und
    >
    kann gemeinsam mit ihren Vertragspartnern künftige
    >
    Transaktionen, die ihr darunter bekannt werden, schön zuordnen
    >
    und Verhaltensprofile erstellen.

    Gerade Banken melden jedes Konto an die Schufa. Somit sind der Schufa auch meine Bankverbindungen bekannt. Es bedarf dafür keiner Auffälligkeiten!

    Von daher verstehe ich Deine Aussage oben nicht. Sollte die Schufa mit den Daten wirklich solche "Dinge" vorhaben, könnte sie dies auch ohne meine Beantragung des Accounts machen. Und ich habe persönlich keine Anzeichen dafür, dass die Schufa sich wie beispielsweise Payback verhält. Bei letzterem ist bekannt, dass es dort um das Ausspähen von Kundengewohnheiten geht.

    Für mich ist die Schufa auch kein "Gegner". Ich sehe sie als "Freund". Sorge ich nämlich durch unauffälliges Verhalten dafür, dass meine Auskunft top bleibt, so habe ich im Geschäftsleben auch keine Nachteile zu befürchten, wenns um Handyverträge oder Darlehensaufnahme oder was auch immer geht.

    Telly
  • 27.07.2010 22:12
    Janine2202 antwortet auf Telly
    RE: Unberechtigte Kritik an Webseite
    > Sollte es diese wirklich geben, unterstelle ich einfach mal,
    >
    dass dort die Preise aber auch entsprechend
    >
    "gepfeffert" sind. Schließlich wären die Kosten für
    >
    Inkasso und Mahnwesen auch "überdurchschnittlich".
    Dann schaut doch mal auf http://www.pre-paid-dsl.de , dahinter steckt StarDSL die machen ganz klar werbung ohne schufa und bonität!!
  • 27.07.2010 22:20
    Telly antwortet auf Janine2202
    Benutzer Janine2202 schrieb:
    > > Sollte es diese wirklich geben, unterstelle ich einfach mal,
    > >
    dass dort die Preise aber auch entsprechend
    > >
    "gepfeffert" sind. Schließlich wären die Kosten für
    > >
    Inkasso und Mahnwesen auch "überdurchschnittlich".
    > Dann schaut doch mal auf http://www.pre-paid-dsl.de , dahinter
    >
    steckt StarDSL die machen ganz klar werbung ohne schufa und
    >
    bonität!!

    Hast Du meinen Beitrag gelesen und verstanden?

    Über Prepaid im Zusammenhang mit Bonitätsprüfung zu diskutieren macht keinen Sinn.

    Dein Zitat aus meinem Posting bezieht sich aber auf Postpaid.

    Telly
  • 27.07.2010 23:23
    spaghettimonster antwortet auf Telly
    Benutzer Telly schrieb:
    > Und was Postpaid angeht? Welcher Anbieter hat denn einen
    >
    "überdurchschnittlichen" Anteil an
    >
    "Schufabelasteten" Kunden?

    1. Was sagt denn "schufabelastet" bei 45% falschen Daten über die Bonität aus? Wenig.

    2. Wenn mir Anbieter X einen negativen Schufa-Eintrag reinknallt, weil ich einer falschen Rechnung widerspreche, was ohne gerichtliche Klärung verboten ist, habe ich dann eine schlechte Bonität und werde folglich Telefonrechnungen anderer Anbieter nicht bezahlen? Nein.

    3. Selbstverständlich kurvt auch bei Postpaid-Anbietern ein beträchtlicher Anteil an nach deiner Definition bonitätsschwachen Kunden herum. Das schon deshalb, weil viele Anbieter entweder gar nicht oder nur stichprobenhaft von der Schufa-Klausel Gebrauch machen und sich das in entsprechenden Kreisen natürlich rumspricht. Das ist auch ganz gut so, die Schufa muss nicht alles wissen und bestimmen. Wettbewerb ist auch in Sachen Auskunfteien gut für den Markt.

    > Also wer richtet sich explizit an diese Zielgruppe?

    Wenn irgendeine Mickerseite schufafreie Anbieter empfiehlt und sich darüber 5 Kunden anmelden, bringt das einen Anbieter kaum in eine Schieflage.

    Außerdem kann jeder Interessierte sowieso öffentlich in den AGB nachlesen, welche Anbieter in welchem Umfang mit Auskunfteien kooperieren, und danach gezielt auswählen. Wenn jemand das zusammenstellt, wenn auch meiner Ansicht nach etwas undifferenziert, ist dagegen nichts zu sagen. Wenn Teltarif zusammenstellt, welcher Anbieter keine Fixkosten erhebt und sich auch für Nullumsatzkunden eignet, dann ist das auch keine Zielgruppe, auf die viele Anbieter scharf sind, weil sie damit Verluste einfahren. Trotzdem erfreuen sich solche Schubladenkartenangebote absehbar großer Beliebtheit. Wenn die Anbieter das nicht wollen, müssen sie halt ihre Verträge ändern, nicht Teltarif darf so eine Zusammenstellung nicht veröffentlichen. Der Kunde oder die Presse sind doch nicht der verlängerte Arm der Anbieter! Da leidet wohl jemand am Stockholm-Syndrom. Das Leugnen der Interessengegensätze zwischen Konsument und Wirtschaft zugunsten einer großen Volksgemeinschaft ist vor 65 Jahren gescheitert.

    > Sollte es diese wirklich geben, unterstelle ich einfach mal,
    >
    dass dort die Preise aber auch entsprechend
    >
    "gepfeffert" sind. Schließlich wären die Kosten für
    >
    Inkasso und Mahnwesen auch "überdurchschnittlich".

    Alle Postpaid-Anbieter müssen einen gewissen Zahlungsausfall einpreisen, ob positive oder negative Schufaauskunft. Deine Annahme, dass ohne Schufa die Mehrheit oder ein großer Teil der Kunden betrügen oder sonst nicht zahlen würde, ist ein sehr misanthropisches und falsches Menschenbild. Anscheinend gehst du nur bei dir von Vertragstreue aus, bei anderen nicht. Beispielsweise ist Hansenet viele Jahre ohne Schufa & Co ausgekommen, waren die viel teurer als die Konkurrenz wegen hoher Zahlungsausfälle? Nein.

    > Gerade Banken melden jedes Konto an die Schufa.

    Viele Banken melden erstens überhaupt nichts (z.B. sind bei mir mehrere Girokonten selbst mit Maestrokarte gar nicht "aktenkundig"), bei reinen Guthabenkonten darf sogar gar nicht gemeldet werden; zweitens wenn, dann nicht die Kontonummer (jedenfalls bei mir). Wüsste auch nicht, was die Schufa und alle anfragenden Konkurrenzbanken, an die das beauskunftet wird, das angeht.

    > Sollte die
    >
    Schufa mit den Daten wirklich solche "Dinge"
    >
    vorhaben, könnte sie dies auch ohne meine Beantragung des
    >
    Accounts machen.

    Wenn deine dateninkontinenten Banken natürlich von sich aus alles melden und du offenbar auch dein informationelles Selbstbestimmungsrechts zugunsten wirtschaftlicher Interessen deines geglaubten "Freundes" Schufa weitgehend aufgegeben hast und dadurch bedingte Verhaltensanpassungen gern in Kauf nimmst, macht das in der Tat keinen großen Unterschied mehr. Da hast du Recht.
  • 28.07.2010 01:18
    Telly antwortet auf spaghettimonster
    Benutzer spaghettimonster schrieb:
    > Benutzer Telly schrieb:
    > > Und was Postpaid angeht? Welcher Anbieter hat denn einen
    > >
    "überdurchschnittlichen" Anteil an
    > >
    "Schufabelasteten" Kunden?
    >
    > 1. Was sagt denn "schufabelastet" bei 45% falschen
    >
    Daten über die Bonität aus? Wenig.

    So gesehen wäre jeder, der bei der Schufa namentlich bekannt ist, ja schon "belastet". Ich meine damit einfach die Gruppe derer, die eben bei einem Mobilfunkunternehmen wg. der Schufa-Einstufung keinen Vertrag mehr bekommt, wenn das Unternehmen halt die Schufa abfragt.

    > 2. Wenn mir Anbieter X einen negativen Schufa-Eintrag
    >
    reinknallt, weil ich einer falschen Rechnung widerspreche, was
    >
    ohne gerichtliche Klärung verboten ist, habe ich dann eine
    >
    schlechte Bonität und werde folglich Telefonrechnungen anderer
    >
    Anbieter nicht bezahlen? Nein.

    In dem Fall handelt es sich um einen falschen Eintrag. Das sowas passiert, ist normal und menschlich. Deshalb überprüfe ich ja meinen Status regelmäßig. Und falsche Einträge müssen auch gelöscht werden. Ich bin übrigens überrascht, wie wenig Vertragsverhältnisse überhaupt von mir dort vorliegen.

    > 3. Selbstverständlich kurvt auch bei Postpaid-Anbietern ein
    >
    beträchtlicher Anteil an nach deiner Definition
    >
    bonitätsschwachen Kunden herum...

    > Alle Postpaid-Anbieter müssen einen gewissen Zahlungsausfall
    >
    einpreisen, ob positive oder negative Schufaauskunft.

    Natürlich. Daher rede ich ja auch von "überdurchschnittlich". Und nenne mir bitte den Mobilfunkanbieter, der gezielt auf finanzschwache Kunden zugeht. Und ich meine jetzt Mobilfunkunternehmen und Provider. Nicht die vielen kleinen Websites, die ja nur gewisse Angebote zusammenstellen.

    > Wenn die
    >
    Anbieter das nicht wollen, müssen sie halt ihre Verträge
    >
    ändern, nicht Teltarif darf so eine Zusammenstellung nicht
    >
    veröffentlichen. Der Kunde oder die Presse sind doch nicht der
    >
    verlängerte Arm der Anbieter!

    Zustimmung!

    > Da leidet wohl jemand am Stockholm-Syndrom.

    Wer? Ich jedenfalls nicht.

    > Deine
    >
    Annahme, dass ohne Schufa die Mehrheit oder ein großer Teil der
    >
    Kunden betrügen oder sonst nicht zahlen würde, ist ein sehr
    >
    misanthropisches und falsches Menschenbild.

    Bitte, wo habe ich das angenommen?

    > Anscheinend gehst
    >
    du nur bei dir von Vertragstreue aus, bei anderen nicht.

    Woraus liest Du das?

    > Beispielsweise ist Hansenet viele Jahre ohne Schufa & Co
    >
    ausgekommen, waren die viel teurer als die Konkurrenz wegen
    >
    hoher Zahlungsausfälle? Nein.

    Dazu kann ich nix sagen! Ich kenne weder deren Tarife noch deren Nutzung der Schufa-Auskünfte. Die Frage zu Deinem Beispiel ist ja aber, ob das einer sehr großen Gruppe bekannt ist, dass man dort trotz negativer Schufa-Auskunft einen Vertrag bekommen hat. Nur dann wäre die entsprechende Kundenzahl ja "überdurchschnittlich"!

    > > Gerade Banken melden jedes Konto an die Schufa.
    >
    > Viele Banken melden erstens überhaupt nichts (z.B. sind bei mir
    >
    mehrere Girokonten selbst mit Maestrokarte gar nicht
    >
    "aktenkundig")

    Das könnte auch ein Fehler sein, der die 45 % erklärt ;-). Schließlich kann man nicht nur zuviel, sondern auch zuwenig melden.

    > Wenn deine dateninkontinenten Banken natürlich von sich aus
    >
    alles melden und du offenbar auch dein informationelles
    >
    Selbstbestimmungsrechts zugunsten wirtschaftlicher Interessen
    >
    deines geglaubten "Freundes" Schufa weitgehend
    >
    aufgegeben hast und dadurch bedingte Verhaltensanpassungen gern
    >
    in Kauf nimmst, macht das in der Tat keinen großen Unterschied
    >
    mehr. Da hast du Recht.

    Ich verstehe Dein Problem mit der Schufa nicht. Wo es hinführt, wenn beispielsweise Vermieter sich keine Auskünfte einholen, kann man immer wieder an den Fällen von Mietnomaden sehen.

    Dies ist jetzt nur ein einziges Beispiel. Ich finde es legitim, wenn mein Vertragspartner einzuschätzen versucht, ob ich meine Rechnungen wohl bezahlen werde oder nicht. Ein Geschäft besteht nunmal aus mindestens zwei Vertragspartnern und da versucht doch jeder vorher abzuklopfen, ob im Vorfeld schon besondere Risiken erkennbar sind.

    Mal weg von Auskunfteien. Würdest Du in einer Firma eine Beschäftigung aufnehmen, wo Du weißt, dass die ihre Leute unregelmäßig bezahlen oder bewusst falsch abrechnen?

    Zurück zu Schufa & Co. Natürlich ist eine gute Schufaauskunft keine Garantie dafür, dass auch in Zukunft alles klappt. Aber es schafft ein gewisses Vertrauen.

    Sorry. Aber das hat mit dem Stockholm-Syndrom nichts zu tun. Die Schufa ist nicht nur subjektiv kein "Täter" und ich nicht nur subjektiv kein "Opfer".

    Telly
  • 27.07.2010 17:07
    tsetaurus antwortet auf Oldenburg76
    Benutzer Oldenburg76 schrieb:
    > Benutzer tgklau schrieb:
    > > Es wird mit Selbstverständlichkeiten
    > >
    geworben, Nachteile entstehen auch niemandem.
    >
    > Dann hätte wohl kaum ein Internetanbieter wie Kabel Dtl. seine
    >
    Konsequenzen gezogen, so wie im Artikel beschrieben.

    Da kannst Du noch viele Webseiten finden, die nach einer Meldung an KD dann gesperrt werden. Hier verdient sich ein kleiner Webmaster etwas Geld und wird nun durch so einen Artikel eines großen Magazins in den Dreck gezogen und fast als Betrüger dargestellt. "Der Große tritt den Kleinen" ...

    Das hingegen teltarif mit seinem Magazin dsltarife.net ebenso an Affilinetprogrammen Geld verdient, wird nirgends erwähnt.
  • 27.07.2010 18:43
    MarcoK antwortet auf tsetaurus
    > Hier verdient sich ein kleiner Webmaster etwas Geld und wird nun
    >
    durch so einen Artikel eines großen Magazins in den Dreck gezogen
    >
    und fast als Betrüger dargestellt.

    "Etwas" ist relativ. Bis zu 100 Euro pro Vertragsabschluss (je nach Anbieter) sind keine Seltenheit.

    Aber wie schon jemand schrieb... solche Seiten gibt es zu tausenden im Netz. Warum gerade die winzigen raussuchen? Und wer sich auf SO einer Seite anmeldet... dem ist eh nicht mehr zu helfen.