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Spiegel Online nicht dabei - kein Wunder!


06.07.2010 13:20 - Gestartet von garfield
Dass SpOn bei Flattr nicht mitmacht, verwundert mich nicht.
Genauso wenig, dass der"Freitag", die "taz" und das "Bildblog" dabei sind (apropos: ich wünschte mir, so mancher Leser würde mal letzteres mit "unser täglich B-Zeitung" verwechseln).

Denn was in dem Beitrag nicht erwähnt wurde:
Genauso wie eingehende Spenden Lob für die jeweiligen Beiträge bedeuten, sind ausbleibende Zahlungen ein Zeichen dafür, dass man mit dem Beitrag eben nicht auf große Resonanz gestoßen ist.
Und eine magere Bilanz könnte bei einem Medium, dass ganz oben mitspielen will, schon für einiges Nachdenken sorgen - aber vielleicht will man ja beim ehemaligen(!) "Sturmgeschütz der Demokratie" und heutigen Focus-Abklatsch gerade DAS nicht.
Dabei muss doch wohl keiner den Spendenstand veröffentlichen.

Und die Kritik von Sascha Lobo kann ich auch nicht nachvollziehen. Autoren würden schon beim Schreiben darauf zielen, auf diese Weise möglichst viel Geld zu verdienen.
Als ob es in der heutigen Medienwelt anders läuft. "Du willst es, Du kriegst es".
Was ist daran falsch, wenn mich der Autor mit seinem Beitrag erfreut und mich in meiner Meinung bestärkt?
Dafür geht sein Beitrag eben GENAU DESWEGEN einem anderen Leser gegen den Strich.
Der wiederum "flattr't" dann eben bei einem anderen Autor, der von MIR keine müde Puseratze sehen würde.
Ich habe auch nichts dagegen, wenn "unser täglich B-Zeitung" auf diese Art "geadelt" wird. Wer für sowas freiwillig bezahlt, dem würde ich sogar unbedingt zu möglichst hohen Spenden raten.

Und der nächste Kritikpunkt ist nun völlig irre.
"Nur wer selbst spendet, kann Geld bekommen." Wieso das? Da muss Flattr wohl in diesem Beitrag falsch oder unvollständig beschrieben worden sein.
Denn wie Autoren und Leser sich gegenseitig Geld zuschieben, kann ich nicht erkennen.

Und wie man ernsthaft Werbung als angemessene Einnahmequelle für ein unabhängiges Medium bezeichnen kann, will mir schon gar nicht in den Kopf.
Aber vermutlich tue ich Herrn Lobo unrecht. Schließlich spielt ja die Unabhängigkeit in seiner Kritik am Flatt'r-Konzept keine Rolle.
Ebensowenig wie bei unseren "Qualitätsmedien". Denn in welchen Teufelskreis die durch die Verlagerung des Finanzierungsschwerpunktes geraten sind, kann man tagtäglich erleben.
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[1] slang2000 antwortet auf garfield
06.07.2010 15:00
Also es ist schon so, dass man auch nur etwas erhält, wenn man selber was ausgibt, hier gibt es auch eine ausführliche Erklärung im Blog von Stefan Niggemeier:

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/flattr/
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[1.1] garfield antwortet auf slang2000
06.07.2010 15:47
Benutzer slang2000 schrieb:
Also es ist schon so, dass man auch nur etwas erhält, wenn man selber was ausgibt, hier gibt es auch eine ausführliche Erklärung im Blog von Stefan Niggemeier:

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/flattr/
Sorry, aber dort steht auch nur:
"Da man mit Flattr nur Geld verdienen kann, wenn man selbst auch Geld ausgibt"
Es wird aber nicht erklärt, WIESO das so ist.
Und vor allem aus wessen Sicht.

Ich als Leser will doch überhaupt kein Geld verdienen, sondern damit meine Anerkennung für einen Beitrag ausdrücken.
Und was den anderen Part, den Autor und Empfänger betrifft, wieso muss der Geld ausgeben?
Vermutlich kostet die Mitgliedschaft als Zahlungsempfänger etwas. Aber irgendeine Art "Provision" gibt es doch wohl bei allen Bezahldiensten. Schließlich kann wohl auch Flattr das nicht als Hobby betreiben.

Auch ist mir die Logik des Autors Niggemeier nicht so recht verständlich. In dem Beitrag wird Flattr überwiegend kritisch betrachtet, um dann am Schluss fröhlich anzukündigen, er sei ab jetzt auch dabei.

Und wieder einmal der Kritikpunkt, dort würden nur Beträge hin- und hergeschoben.
Und zwar auf Grund der Annahme, dass ein "Großteil derjenigen, die bei Flattr mitmachen, selbst Blogger oder Online-Produzenten (wären)".
Wieso eigentlich? Lesen die Blogger ihre Artikel nur gegenseitig? Gibt es keine anderen Leser?

Das einzige, allerdings wesentliche, was mich an Flattr - als Leser - stört, ist, dass man wohl monatlich einen festen Betrag auf den Kopp haut - hauen muss - und damit festlegen MUSS, zwischen welchen Angeboten der aufgeteilt wird.
Das ist für mich nicht akzeptabel. Ich will spenden, WANN ich will und auch festlegen, WER WIEVIEL bekommt und das nicht auf Grund einer Aufteilung.
Denn so wie es ist, habe ich zwangsweise ein monatliches Spendenvolumen. Und wenn mir nun in einem Monat GAR KEIN Beitrag eine Spende wert ist, oder nur einer, der aber wiederum nicht den Monatsgesamtbetrag?
Ja, ich weiß, dann würde es komplizierter, aber so, wie es momentan ist, werde ich damit - als Leser - nicht warm.