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Wie kommt es eigentlich...


06.08.2010 01:11 - Gestartet von niknuk
...dass bei Call by Call und Internet by Call immer wieder Abrechnungsfehler passieren, während die Anschlussbetreiber selbst vergleichsweise selten falsch abrechnen? Letzteres beweist doch, dass ein fehlerfreies Inkasso von Telefon- und Internetkosten durchaus möglich ist. Man könnte fast glauben, die Falschabrechnungen werden als Mittel zur kurzfristigen Kapitalbeschaffung missbraucht, zumal in der Regel zu Ungunsten des Kunden und nur selten zu Ungunsten des Anbieters falsch abgerechnet wird (würde es sich wirklich um zufällige und unabsichtliche Fehler handeln, müssten Abweichungen in beiden Richtungen ungefähr gleich häufig vorkommen).

Hoffentlich kommt der Tag bald, an dem by Call-Dienste nicht mehr notwendig sind und sich kein Kunde mehr mit Falschabrechungen herumschlagen muss. Irgendwann dürfte die Telekom auch ihre marktbeherrschende Stellung verloren haben und kann dann nicht mehr von der BNetzA dazu gezwungen werden, Call by Call zuzulassen. Dann ist Ende Gelände für die schwarzen Schafe im by Call-Gewerbe (leider auch für die weißen, aber das lässt sich wohl nicht vermeiden).

Gruß

niknuk
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[1] ger1294 antwortet auf niknuk
02.07.2011 10:03
Sagen wir es so, das gehört mit zum Geschäftsmodell dieser Betreiber. 80% der Kunden merken es nicht (v.a. wenn die Preissprünge gering sind) und somit kann man mit unterhalb des Kostenniveaus liegenden Lockvogel-Angeboten die Kunden ködern, dann aber etwas anderes abrechnen. Auf einer Call By Call Abrechnung wird es ja auch schön verschleiert, es steht meist nur da z.B. 01026 Auslandsverbindungen x,xx Euro. Es steht weder die Anzahl der Minuten noch der Minutenpreis dabei. Wer rechnet denn schon mit dem EVN jedes einzelne Gespräch nach ???

Die Hoffnung, dass die Telekom ihre Marktbeherrschende Stellung verliert, habe ich leider nicht. Zum einen durch das auch noch legalisierte aggressive Marketing der Telekom (die nun einmal jeden Ihrer Bestandskunden auch im Analogbereich mit aggressiver Werbung bombardieren darf) und inzwischen im ländlichen Bereich geringe Preisunterschiede, zum anderen werden seit längerer Zeit keine HVT mehr von Mitbewerbern ausgebaut und in einigen Marktsegmenten kann kein Wettbewerber überhaupt etwas anbieten, z.B. Anlagenanschlüsse auf dem land, reine Analoganschlüsse ohne DSL, da die Technik nicht vorhanden ist oder durch die TAL-Miete das Anbieten eines solchen Anschlusses unwirtschaftlich ist.

Ich persönlich fand CbC schon vor 9 Jahren Mist und bin deshalb als einer der ersten 20 Kunden in unserem Ort zum Anbieter M-net gewechselt, als sie gerade ausgebaut hatten.

Ich hoffe aber, dass sich mit dem zunehmenden Ausbau von xDSL (ADSL, VDSL), Glasfaser und LTE/UMTS zumindest das Thema mit Schmalband-Interneteinwahl bald erledigt hat.