Diskussionsforum
  • 08.06.2011 18:15
    garfield schreibt

    Maximal 2 Jahre - WOW!

    Zitat:
    "Geht es nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung, dann dürfen Telekommunikationsunternehmen für ihre Festnetz-, Mobilfunk- und Internetanschlüsse künftig nur noch Verträge anbieten, die maximal zwei Jahre laufen."

    Wow! Donnerwetter! Wie viele Verträge dieser Art gibt es denn heute, die länger laufen?

    Noch mehr solcher "Verbesserungen"? Ach ja, der teuren Dudelmusik der Warteschleifen wird nun eine Begrüßung duch den Sprachcomputer vorangestellt (damit weiterhin berechnet werden darf). Na, wenn das keine "Verbesserung" ist!

    Das ist ja alles mindestens so "mutig", wie die BNA gegen den Missbrauch der 0900-light - Verzeihung - 0180er Nummern sowie gegen Telefonwerbung und den am Telefon ungewollt abgeschlossenen Verträgen "eingeschritten" ist.
    Wer würde schon auf die Idee kommen, solche Verträge erst nach schriftlicher Bestätigung gelten zu lassen. Das wäre ja viel zu einfach und viel zu wirkungsvoll.
  • 08.06.2011 21:17
    koelli antwortet auf garfield
    Benutzer garfield schrieb:
    > Wow! Donnerwetter! Wie viele Verträge dieser Art gibt es denn
    >
    heute, die länger laufen?

    In Österreich gibt es im Mobilfunk teilweise auch 36 Monatsverträge.

    Ich finde es tatsächlich keine Verbesserung, dass die Verbraucherschützer verlangen, dass Firmen nur noch 12 Monatsverträge anbieten sollen.
    Denn das Resultat dürfte allen klar sein: Steigende Kosten oder höhere Anschlusspreise und weniger Subventionen z.B. bei Modems.
  • 08.06.2011 21:36
    garfield antwortet auf koelli
    Benutzer koelli schrieb:
    > Benutzer garfield schrieb:
    > > Wow! Donnerwetter! Wie viele Verträge dieser Art gibt es denn
    > >
    heute, die länger laufen?
    >
    > In Österreich gibt es im Mobilfunk teilweise auch 36
    >
    Monatsverträge.

    Wär für mich zwar nichts, aber ich habe gehört, dass das Preisniveau im Mobilfunk dort generell niedriger sein soll als hierzulande. Da findet das mancher wohl akzeptabel (falls die Anbieter auch Bestandskunden von Angeboten oder Preissenkungen profitieren lassen, wäre das auch ok).

    >
    > Ich finde es tatsächlich keine Verbesserung, dass die
    >
    Verbraucherschützer verlangen, dass Firmen nur noch 12
    >
    Monatsverträge anbieten sollen.
    > Denn das Resultat dürfte allen klar sein: Steigende Kosten oder
    >
    höhere Anschlusspreise und weniger Subventionen z.B. bei
    >
    Modems.

    Nun, das schafft Alice sogar, bevor es eine solche Vorgabe überhaupt gibt, wie die Meldung vom Montag zeigt.
    Da eine solche eventuelle Vorgabe alle gleichermaßen trifft, wird sich das Preisniveau auch entsprechend dem Wettbewerb einpegeln.

    Ich halte es für nicht zeitgemäß, dass allerorten Flexibilität gepredigt wird, aber die Telekommunikationsanbieter die Kunden in immer länger laufenden Verträgen festbinden wollen. Dass sie sich damit selber ein Bein stellen, weil Kunden, die ZU ihnen wechseln wollen, genauso gebunden sind, wie sie die eigenen festhalten, kommt noch hinzu.
    Und Kunden statt durch preisliche oder Service-Attraktivität durch lange Verträge an sich zu binden, spricht auch nicht gerade für diese Anbieter.

    Dass kürzere Verträge durch ein Aufgeld in vernünftigem Rahmen ausgeglichen werden, ist doch in Ordnung. Aber 1 Jahr sollte wirklich die Obergrenze sein.
  • 08.06.2011 22:59
    koelli antwortet auf garfield
    Benutzer garfield schrieb:
    >
    > Dass kürzere Verträge durch ein Aufgeld in vernünftigem Rahmen
    >
    ausgeglichen werden, ist doch in Ordnung. Aber 1 Jahr sollte
    >
    wirklich die Obergrenze sein.

    2 Jahresverträge gibt es ja nun schon seit Jahren und wir leben (gut) damit. Und wer nicht kündigt, dessen Vertrag verlängert sich ja anschließend auch nur noch jeweils um ein Jahr.

    Für mich persönlich waren z.B. die flexiblen Alice-Verträge nie eine Option, da man im Gegenzug entweder weniger Gutschriften oder höhere Anschlusskosten hatte.

    Und die Freiheit, jederzeit kündigen zu können, hätte ich aus meiner Sicht auch nicht ausgenutzt, da der Preis für DSL nunmal mehr oder weniger gleich geblieben ist, in den letzten Jahren.
    Aber jeder, wie er will.
  • 09.06.2011 09:41
    garfield antwortet auf koelli
    Benutzer koelli schrieb:
    > 2 Jahresverträge gibt es ja nun schon seit Jahren

    Und das ist ein Grund, warum Leute, die sich an sowas stoßen, solche Langläufer akzeptieren sollten?

    > und wir leben (gut) damit.

    Wer ist "wir"? Es gibt einige, darunter meine Wenigkeit, denen sowas nicht in die Tüte kommt. Sehe ich auch gar nicht ein.
    Wenn schon nach Flexibilität geschrieen wird, dann bitte auch für alle.
    Natürlich gab es auch bisher schon Verträge mit kürzeren Laufzeiten. Da man die aber an einer Hand abzählen konnte, ist die Auswahl natürlich nicht zufriedenstellend.

    > Und wer nicht kündigt, dessen Vertrag verlängert
    >
    sich ja anschließend auch nur noch jeweils um ein Jahr.

    Ich bin inzwischen auch mehr als 2 Jahre bei meinem Anbieter (mit von vornherein 1-jähriger Vertragslaufzeit). Aber das, weil ich mit ihm zufrieden bin und nicht, weil ich es musste.
    Und so sollte es doch eigentlich sein, oder?

    > Für mich persönlich waren z.B. die flexiblen Alice-Verträge nie
    >
    eine Option, da man im Gegenzug entweder weniger Gutschriften
    >
    oder höhere Anschlusskosten hatte.

    Ist doch in Ordnung. Ich beschwere mich ja auch nicht über (angemessene) Mehrkosten oder Nichtanspruch auf bestimmte Vergünstigungen bei kürzeren Vertragslaufzeiten.
    Freie Hardware zieht sowie nur noch in den seltensten Fällen, da ähnlich wie beim Handy, wohl inzwischen die meisten selber auf die Jagd nach ihrer Wunschhardware gehen.

    > Und die Freiheit, jederzeit kündigen zu können, hätte ich aus
    >
    meiner Sicht auch nicht ausgenutzt, da der Preis für DSL nunmal
    >
    mehr oder weniger gleich geblieben ist, in den letzten Jahren.
    >
    Aber jeder, wie er will.

    Ebent! :-)
    Aber um dieses schöne Prinzip leben zu können, müsste auch die Auswahl für die, welche es eben anders wollen, auch da sein.
    Und übrigens: Der Preis ist nicht alles, oder doch?
  • 09.06.2011 12:59
    einmal geändert am 09.06.2011 13:00
    koelli antwortet auf garfield
    Benutzer garfield schrieb:
    > Ich bin inzwischen auch mehr als 2 Jahre bei meinem Anbieter
    >
    (mit von vornherein 1-jähriger Vertragslaufzeit). Aber das,
    >
    weil ich mit ihm zufrieden bin und nicht, weil ich es musste.

    Genau das meine ich. Du bist also doch länger als ein Jahr bei dem Anbieter geblieben. Aber durch die kurze Vertragslaufzeit sind dir Mehrkosten entstanden, bzw. du hast weniger Rabatte/Subventionen erhalten.

    Nicht falsch verstehen: Natürlich soll es auch weiterhin Verträge mit kurzen Laufzeiten geben. Aber solche mit 24 Monaten sollen weiter im Programm bleiben und nicht abgeschafft werden, wie es offenbar die "Verbraucherschützer" fordern.

    > Freie Hardware zieht sowie nur noch in den seltensten Fällen,
    >
    da ähnlich wie beim Handy, wohl inzwischen die meisten selber
    >
    auf die Jagd nach ihrer Wunschhardware gehen.

    Was glaubst du wohl, warum 1&1 so erfolgreich ist? Weil man da eine FritzBox gratis zum Vertrag dazu bekommt.
    Und wenn ich eh vorhabe, den Anbieter länger als 12 Monate zu behalten, weil er einen guten Preis bietet, warum sollte ich dann auf ein gratis Modem verzichten?

    > Und übrigens: Der Preis ist nicht alles, oder doch?

    Doch.
    Denn Probleme kann es überall geben. Also kann ich gleich den günstigsten Abieter nehmen.
  • 09.06.2011 15:46
    garfield antwortet auf koelli
    Benutzer koelli schrieb:

    > Genau das meine ich. Du bist also doch länger als ein Jahr bei
    >
    dem Anbieter geblieben. Aber durch die kurze Vertragslaufzeit
    >
    sind dir Mehrkosten entstanden, bzw. du hast weniger
    >
    Rabatte/Subventionen erhalten.

    Nö, weil es nunmal in einer Region nur einen Kabelanbieter gibt. Außerdem war der Preis nicht das allein entscheidende - Du erinnerst Dich?


    > Nicht falsch verstehen: Natürlich soll es auch weiterhin
    >
    Verträge mit kurzen Laufzeiten geben. Aber solche mit 24
    >
    Monaten sollen weiter im Programm bleiben und nicht abgeschafft
    >
    werden, wie es offenbar die "Verbraucherschützer" fordern.

    Nun, wenn es nur noch maximal Ein-Jahresverträge gibt, spielt sich der Wettbewerb eben auf dieser Ebene statt der zwei-Jahresebene ab, das ist alles. Und da die Anbieter ja nicht nach einem Jahr ohne Kunden dastehen, sondern ggf nur die Fluktuation höher ist, spricht auch nichts für eine Preiserhöhung beim Übergang auf Einjahresverträge. Der Preis wird durch den Markt bestimmt, weniger durch die Laufzeit.

    > Was glaubst du wohl, warum 1&1 so erfolgreich ist? Weil man da
    >
    eine FritzBox gratis zum Vertrag dazu bekommt.

    Sind sie denn so erfolgreich? Wenn ich hier lese, was manche Kunden über die Truppe schreiben, habe ich eher den Eindruck, dass die es vorziehen, sich ihre Fritzbox selber zu kaufen, so wie ich.

    > Und wenn ich eh vorhabe, den Anbieter länger als 12 Monate zu
    >
    behalten, weil er einen guten Preis bietet, warum sollte ich
    >
    dann auf ein gratis Modem verzichten?

    Ja, DANN natürlich nicht. Aber wer weiß denn am Anfang, ob er nach einem Jahr noch zufrieden mit dem Anbieter ist?

    > > Und übrigens: Der Preis ist nicht alles, oder doch?
    >
    > Doch.
    Also bei mir nicht.

    > Denn Probleme kann es überall geben. Also kann ich gleich den
    >
    günstigsten Abieter nehmen.
    KANN ist nicht gleich IST. Es gibt durchaus Unterschiede bei den Anbietern. Und wie gesagt, mancher schaut eben nicht nur auf den Preis.