Diskussionsforum
  • 18.03.2011 15:39
    Ummagumma schreibt

    Kostenlose Warteschleife kann Anrufer teuer zu stehen kommen

    Der kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf, der unter anderem die Einführung einer für Anrufer kostenlosen Warteschleife vorsieht, stößt vielerorts auf Unverständnis und Kritik.

    Nach dem derzeitigen Entwurf sollen Warteschleifen grundsätzlich nur dann zulässig sein, wenn der Anrufer eine entgeldfreie oder eine ortsgebundene Telefonnummer wählt. Weiterhin zulässig sind demnach Warteschleifen auch noch, wenn der Anruf zu einem Festpreis erfolgt oder wenn eine Rufnummer für mobile Dienste genutzt wird. Ebenfalls erlaubt bleibt eine Warteschleife dann, wenn der Angerufene die Kosten für die Warteschleife vollständig trägt, soweit nicht aus dem Ausland angerufen wird.

    Zur Realisierung in einer Übergangsphase soll eine verzögerte Verbindung von 2 Minuten eingeführt werden. In dieser Zeit des Rufaufbaus sollen netzbasierte Warteschleifen für kostenpflichtige Servicenummern eingesetzt werden. Da eine tatsächliche Verbindung so nicht zustande kommt, sind diese zwei Minuten für den Anrufer kostenfrei. Wenn der Entwurf nicht geändert wird, müssten die Anrufe nach zwei Minuten abgebrochen werden, wenn in dieser Zeit kein Agent zur Verfügung steht. Da stellt sich natürlich die Frage, ob dem Anrufer nun die kostenlose zwei Minuten wichtiger sind als die Chance, etwas später jemanden zu erreichen. Wird der Anrufversuch nach zwei Minuten immer wieder abgebrochen, dann kann es sehr mühsam werden, tatsächlich einen Ansprechpartner zu bekommen. Auf jeden Fall würde der Kundenservice erheblich darunter leiden.