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Tagesschau vs. Springer


22.12.2009 13:50 - Gestartet von WrMulf
Zitat Springer-Sprecherin Fels:
"Es handelt sich hierbei um eine nicht tolerierbare Marktverzerrung. Die privaten Verlage, darunter auch unser Haus, versuchen derzeit, Qualitätsjournalismus im Netz durch den Aufbau von Bezahlmodellen zu finanzieren mit dem Ziel, die Geschäftsgrundlage für Qualitätsjournalismus in der digitalen Zukunft zu sichern und auch dauerhaft Meinungsvielfalt zu gewährleisten."

Ich glaube nicht, dass "Qualitätsjournalismus" sich vor Konkurrenz fürchten muss, sondern sollte sich im Gegenzug durch Konkurrenz angespornt fühlen, noch besser zu werden. Ob ich das Wort "Qualitätsjournalismus" allerdings sofort mit "Axel Springer" verknüpfe steht auf einem anderen Blatt...

Gruß,
WrMulf
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[1] ippel antwortet auf WrMulf
23.12.2009 07:38
Benutzer WrMulf schrieb:
Ich glaube nicht, dass "Qualitätsjournalismus" sich vor Konkurrenz fürchten muss,

Darum geht es doch gar nicht. Hier tritt ein staatlicher Sender (schon der Begriff an sich ist ein Witz), der mit Steuergeldern finanziert wird, in Wettbewerb mit dem freien Markt. Und das ist glücklicherweise verfassungsrechtlich höchst bedenklich.

Ippel
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[1.1] Heldenolli antwortet auf ippel
23.12.2009 13:30
Wo ist das denn bedenklich?
Die Tagesschau ist seit einer Ewigkeit im Web vertreten und auch eine speziell auf Smartphones zugeschnittene Seite gibts schon lange.
Die IphoneApp wird das Angebot ja nicht wirklich erweitern, sondern den Zugriff auf die Informationen lediglich bequemer machen.
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[1.1.1] ippel antwortet auf Heldenolli
23.12.2009 21:14
Der Staat (in Form von durch Steuern finanzierten staatlichen Sendern) hat sich nicht am Markt zu beteiligen. Wenn jemand ein App für den Tagesschau-Zugriff braucht, soll er sich eines programmieren oder warten, bis ein kostenloser oder kommerzieller Anbieter ein solches bereitstellt.

Ippel
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[1.1.1.1] coolio01 antwortet auf ippel
23.12.2009 21:19
Benutzer ippel schrieb:
Der Staat (in Form von durch Steuern finanzierten staatlichen Sendern) hat sich nicht am Markt zu beteiligen.


Deswegen haben wir ja auch einen öffentlichrechtlichen Rundfunk , der nicht durch Steuergelder sondern durch Rundfunkgebühren finanziert wird.

Coolio
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[1.1.1.1.1] ippel antwortet auf coolio01
23.12.2009 22:38
Rundfunkgebühren sind nichts weiter als ein anderer Name für Steuern. Steuern sind nicht-zweckgebundene Zwangsabgaben. GEZ-Gebühren sind ebenfalls Zwangsabgaben und nicht-zweckgebunden. Sie fließen einfach den Rundfunksendern nach einem Verteilschlüssel zu.

Über die Höhe von Steuern befinden Abgeordnete der jeweils zuständigen Parlamente. Über die Höhe der GEZ-Gebühren ebenfalls, weil die Landesparlamente dem jeweiligen Staatsvertrag zustimmen müssen.

Staatliche Sender sidn ein Witz einer längst untergegangenen Zeit. Es gibt auch keine GEZ-Gebühr/Steuer für Zeitungen, Bücher, Brötchen oder T-Shirts.

Ippel
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[1.1.1.1.1.1] sipuma antwortet auf ippel
25.12.2009 09:27
Ich bin auch dafür, die GEZ-Gebühr abzuschaffen. Sollen sich die Sender wie die privaten selber finanzieren. Für den Schund wie Florian Silbereisen muss man auch noch bezahlen. Frechheit.

Der Witz dabei ist aber, das ich mir dennoch Werbung bei den ÖR anschauen muss, das ärgert mich noch am meisten. Auch wenn es nicht in dem Umfang ist, wie bei den privaten.
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[1.1.1.1.1.1.1] Telly antwortet auf sipuma
28.12.2009 20:46
Der Witz dabei ist aber, das ich mir dennoch Werbung bei den ÖR anschauen muss, das ärgert mich noch am meisten. Auch wenn es nicht in dem Umfang ist, wie bei den privaten.

Das was die ARD bzw. das ZDF an einem Tag an Werbung senden - nämlich 20 Minuten; sendet RTL in weniger als 2 Stunden.

Telly