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envacomposti schießt wieder


30.11.2009 21:28 - Gestartet von envacomposti
Hallole,

das envacom(p)lott überschlägt sich ja derzeit geradezu mit Nachrichten für seine treuen Kunden. Wir haben die Kündigung unseres Internetanschlusses ebenfalls letzte Woche erhalten und lassen uns das nicht gefallen. Hier der Schriftwechsel, der vielleicht die eine oder andere Anregung für ähnliche Betroffene bietet und Nichtbetroffene zum nachdenken anregt, ob sie sich einen solchen Provider tatsächlich antun möchten.

Hier unser Antwort zum Kündigungsschreiben von envacom (vorab versendet als E-Mail, dann ein Einschreiben mit Rückschein nachgeschoben)

Guten Tag,

zur Vorab-Kenntnisnahme der Wortlaut unseres Schreibens, das Ihnen Anfang nächster Woche noch per Einschreiben zugehen wird:

KD-Nr.: 4... / Kündigung unseres Internetanschlusses envacom DSL Premium One

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich schreibe im Namen und im Auftrag meiner Frau, die Inhaberin des o.g. Internetanschlusses ist.

Ihre Kündigung unseres Internetanschlusses, datiert vom 18.11.2009, ist am 24.11.2009 (!) bei uns eingegangen. Schon die Kurzfristigkeit Ihrer Aktion belegt (das Ende der Zusammenarbeit mit „freenet“, wussten Sie ja nicht erst seit voriger Woche), dass Sie darauf spekulieren, dass wir uns auf einen der neuen Tarife einlassen. Diese sind jedoch absolut nicht attraktiv, da wir oft und gerne die Call-by-Call-Möglichkeit unseres Telekomanschlusses (Stichwort Ausland) nutzen.

Diese Kündigung wird von uns nicht akzeptiert und wir erwarten, dass Sie uns auch zukünftig den Internetanschluss zu den abgeschlossenen Bedingungen bis mindestens zum Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit ermöglichen!!!

Ihre Kündigung hat absolut keine vertraglich oder gesetzlich festgelegten Grundlagen und das wissen Sie auch, andernfalls hätten Sie sich in Ihrem Schreiben darauf berufen! Dass Ihr Vorlieferant „freenet“ Sie „im Stich“ gelassen hat, ist für Sie vielleicht bedauerlich. Möglicherweise haben Sie es vergessen beim Vertragsabschluss mit „freenet“ entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Es ist natürlich auch denkbar, dass Sie von „freenet“ eine Ablösesumme erhalten haben könnten, mit der Sie „freenet“ regressfrei aus dem mit Ihnen bestehenden Vertragsverhältnis entlassen haben.

Wie dem auch sei: wir wehren uns dagegen zum Opfer dieser Transaktion(en) zu werden!!! Wir haben einen Vertrag mit Ihnen und haben bisher unseren Teil dazu erfüllt - auch in den mindestens 6 Wochen, in denen Sie nicht dazu in der Lage waren - oder dies zumindest vorgaben, uns den vertraglich vereinbarten Internetanschluss zur Verfügung zu stellen!

Ihre Firma bietet auch zukünftig DSL-Anschlüsse an, wie der mit der Kündigung versandte Werbeflyer dokumentiert. Von daher dürfte es Ihnen ein Leichtes sein auch den mit uns bestehenden Vertrag zu erfüllen!

Noch ein paar Anmerkungen zu Ihren neuesten DSL-Angeboten und zu Ihrem Kündigungsschreiben:

* Z.B. der Tarif „Alice fun“ schlägt Ihr bestes Angebot um Längen!
* Auf Ihrer Webseite und schon gar nicht in den Unterlagen aus dem Kündigungsschreiben ist absolut nichts zu den neuen Tarifen, Kosten für Auslandstelefonate, den AGBs etc. zu erfahren
* Gott sei Dank steht es uns „vollkommen frei, das neue Angebot anzunehmen“ - darauf dürfen Sie sicherlich vergeblich warten, was uns betrifft. „Wir freuen uns sehr, wenn wir Sie bisher überzeugen konnten und Sie weiterhin Vertrauen in envacom und in unsere Produkte setzen.“ Vorstehende Zitate in diesem Abschnitt sind aus dem envacom-Kündigungsschreiben. Haben Sie etwa einen Clown in Ihrem Team, der solch „lustige“ Sprüche klopfen kann? Envacom konnte in den letzten zwei Monaten weder überzeugen, noch irgendeine Art von Vertrauen in seine Dienstleistungen herstellen!!!

Sollte unser Internetzugang nach dem 30.11.2009 abgeschaltet sein und spätestens nach drei Tagen nicht wieder funktionieren, sehen wir uns dazu gezwungen, rechtliche Schritte gegen Ihr Unternehmen einzuleiten (Vertragserfüllung, Schadensersatzforderungen etc.).

Mit freundlichen Grüßen

envacomposti (natürlich habe ich mit meinem richtigen Namen unterschrieben)

Dann gabs - das erste Mal - eine E-Mail-Antwort vom envacom(p)lott (es wurde kürzlich schon mal hier bei teltarif gepostet), der Vollständigkeit halber zu meinem Beitrag hier nochmal:

Sehr geehrter Herr envacomposti (die haben natürlich meinen "richtigen" Namen verwendet ;-)),

wir bedauern, dass wir Ihnen mit unserer kurzfristigen Kündigung Unannehmlichkeiten bereitet haben.

Allerdings müssen wir auf der Kündigung bestehen, welche wir hiermit nochmals ausdrücklich aussprechen.

Die Leistung kann von uns aufgrund der Einstellung der Lieferung durch unseren Vorlieferanten nicht über den 30. November 2009 hinaus erbracht werden. Dies ist uns unmöglich. Wir haben alles in unseren Kräften Stehende unternommen, für Sie ein möglichst gleichwertiges und attraktives Ersatzangebot zu schaffen. Die Reaktionen unserer Kunden zeigen, dass wir richtig daran taten und dieses Ersatzangebot von der großen Mehrheit positiv angenommen wird.

Sollten Sie sich aufgrund der Vertragskündigung jedoch für einen neuen Anbieter entscheiden, bedauern wir, mit Ihnen einen guten Kunden verloren zu haben.

Wir würden uns daher freuen, wenn Sie unseren neuen Tarif „DSL komplett“ buchen. Weil wir bei der Umstellung auf die Leistungen der Deutschen Telekom AG angewiesen sind, können wir in diesem Zusammenhang leider keine Garantie dafür übernehmen, dass die Umstellung ohne vorübergehende Unterbrechung Ihrer DSL-Versorgung stattfindet. Wir werden aber im gemeinsamen Interesse alles daran setzen, für Sie die Umstellung so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Weitere Informationen zu unseren Produkten finden Sie online unter www.envacom.de

Mit freundlichen Grüßen
envacom Kundenservice

Jetzt meine Antwort, die ich vorhin per Mail verschickt habe und die ich morgen per Einschreiben mit Rückschein nochmals verschicken werde.

Sehr geehrtes Envacomp(l)ott!

ich schreibe dieses Schreiben wie immer namens und im Auftrag meiner Frau, die Inhaberin des besagten Envacom-Internet-Anschlusses ist, um den es seit Monaten in unserer äusserst einseitigen Korrespondenz geht.

Sie waren übrigens nicht einmal dazu in der Lage in der Anrede Ihrer heutigen e-Mail den Namen meiner Frau zu nennen, sondern sich direkt an mich, den Unterzeichnenden, gewandt. Von daher dürfte es rechtlich schon einmal irrelevant sein, dass Sie mir gegenüber kundtun, dass Sie Ihre Kündigung nochmals ausdrücklich aussprechen - dies als erstes und zunächst mal unabhängig von allen anderen rechtsrelevanten Umständen. Die erneute Kündigung sprechen Sie bitte schön noch einmal gegenüber meiner Frau aus, die mich bis zum jetzigen Zeitpunkt in keiner Weise dazu bevollmächtigt hat, irgendwelche rechtsverbindlichen Kündigungen in ihrem Namen anzunehmen.

Anschließend nehme ich - wie immer namens und im Auftrag meiner Frau - Stellung zu besagter e-Mail, die heute am 30.11.2009 gegen 15.30 Uhr ankam.

Nachdem Sie bisher in keinem einzigen Fall ausser automatisch generierten Eingangsbestätigungen auf unsere E-Mails geantwortet haben - übrigens ebensowenig wie auf die Einschreiben mit Rückschein, muss irgend etwas Besonderes Sie dazu bewogen haben, diese E-Mail (die sicherlich viele andere Ihrer bedauernswerten Kunden in genau der selben Form bekommen haben) ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt zu versenden:

Sie versuchen verzweifelt mit einem völlig unzulänglichen und unnützen Versuch irgendwelche Wogen zu glätten um möglichst viele Rechtsstreite zu verhindern. Offensichtlich geht Ihnen doch die Muffe!

Zitat aus Ihrem heutigen Schreiben: "wir bedauern, dass wir Ihnen mit unserer kurzfristigen Kündigung Unannehmlichkeiten bereitet haben.": das glauben Sie doch wohl selbst nicht, sie bedauern bis jetzt ja nicht einmal, dass Sie uns über mehr als 6 Wochen nicht erbrachte Dienstleistungen (sprich unsere Envacom-Internet-Verbindung) in Rechnung gestellt haben und nicht dazu in der Lage waren, dieses Geld wieder zurück zu erstatten oder sich wenigstens für die sogenannten "technischen Pannen" zu entschuldigen. Hierzu gehört allerdings auch eine gewisse Charakterstärke, die mutmasslich in Ihrem Unternehmen nicht zu finden sein dürfte, zumindest auf der Entscheiderebene.

Zitat aus Ihrem heutigen Schreiben: "Allerdings müssen wir auf der Kündigung bestehen, welche wir hiermit nochmals ausdrücklich aussprechen.". Wir haben Ihnen bereits mitgeteilt, dass diese Kündigung nicht akzeptiert wird. Sie wissen, was passiert, wenn der Anschluss, sollte er heute abgeschaltet werden, nach spätestens drei Tagen nicht wieder funktioniert. Sie handeln jenseits aller gesetzlichen sowie vertraglich vereinbarten Regelungen. Sonst hätten Sie die entsprechenden Bestimmungen benannt, die Sie zu diesem Verhalten ermächtigen würden. Ihr Geschäftsgebahren wird sich herumsprechen und viele davon abhalten sich der "Dienste" Ihres Hauses zu bedienen. Ich werde mir erlauben entsprechende "Empfehlungen" auszusprechen, wo und wann immer sich eine Gelegenheit dazu auftut!

Zitat aus Ihrem heutigen Schreiben: "Die Leistung kann von uns aufgrund der Einstellung der Lieferung durch unseren Vorlieferanten nicht über den 30. November 2009 hinaus erbracht werden. Dies ist uns unmöglich.": Hiermit wälzen Sie Ihr unternehmerisches Risiko ganz allein auf die betroffenen Kunden ab. Ausserdem bezweifle ich, dass Ihr Vorlieferant so kurzfristig hat kündigen können. Von daher wussten Sie von diesem Umstand schon länger und hätten ihre Kunden viel früher entsprechend informieren können, Ganz abgesehen davon, dass eine entsprechend Vertragsgestaltung mit Ihrem Vorlieferanten Ihr Unternehmen und vor allem Ihre Kunden ohne weiters abgesichert hätte! Weiterhin sind Sie nach wie vor dazu in der Lage DSL-Anschlüsse anzubieten, warum ist es Ihnen dann unmöglich die Leistung erbringen zu können?

Zitat aus Ihrem heutigen Schreiben: "Wir haben alles in unseren Kräften Stehende unternommen, für Sie ein möglichst gleichwertiges und attraktives Ersatzangebot zu schaffen." Ha, ha, was ist an dem Ersatzangebot gleichwertig oder gar attraktiv. Wenn man sich genau auf dem Markt umschaut, sehen Sie älter aus als andere Anbieter, die zudem noch für Seriösität und Zuverlässigkeit bekannt sind, zwei Merkmale, die Ihrem Unternehmen angesichts des Possenspiels, das Sie seit September mit Ihren Kunden angezettelt haben und immer noch betreiben, offenbar völlig abzugehen scheinen.

Zitat aus Ihrem heutigen Schreiben: "Die Reaktionen unserer Kunden zeigen, dass wir richtig daran taten und dieses Ersatzangebot von der großen Mehrheit positiv angenommen wird.": Mit Verlaub, das kann doch jeder behaupten. Es ist aus den einschlägigen Internetforen bekannt, dass viele schon im Vorfeld das Handtuch werfen mussten, weil sie dringend auf einen schnellen Internetzugang angewiesen sind oder eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden wollten. Diese dürften mittlerweile nicht mehr zu Ihren Kunden zählen. Die, die das "Ersatzangebot" angenommen haben, taten das viellecht um die Dauer einer drohende DSL-Funkstille möglichst gering zu halten, weil sie möglicherweise nicht unbedingt auf den Euro schauen müssen, eine schnelle Lösung wollten (die kurzfristigkeit Ihrer Kündigung hat hierfür bestimmt einen gewissen Handlungsdruck erzeugt), oder weil sie sich vielleicht sogar machtlos fühlten. Die Zahlen derer, die das "Ersatzangebot" akzeptierten und derer, die vorher abgesprungen sind oder derer, die sich nun darum bemühen auf dem Rechtsweg ihre Ansprüche durchzusetzen, würden mich interessieren. Die Veröffentlichung der Zahlen werden Sie sich sicherlich nicht trauen, falls doch, wird es wohl leider am Vertrauen fehlen Ihren Zahlen zu trauen.

Zitat aus Ihrem heutigen Schreiben: "Sollten Sie sich aufgrund der Vertragskündigung jedoch für einen neuen Anbieter entscheiden, bedauern wir, mit Ihnen einen guten Kunden verloren zu haben." Joi, endlich mal etwas, was man Ihnen unbesehen glauben kann!

Zitat aus Ihrem heutigen Schreiben: "Wir würden uns daher freuen, wenn Sie unseren neuen Tarif „DSL komplett“ buchen." Das kommt selbstverständlich nicht einmal geträumt in Frage!

Nun denn, ich grüße ebenfalls, allerdings unfreundlich, vielleicht sieht man sich ja gelegentlich in einem Gerichtssaal!

envacomposti (im Original naürlich auch mit meinem "richtigen" Namen versehen.



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[1] doerfeler antwortet auf envacomposti
30.11.2009 22:12
Naja, der Kündigung hatte ich mit ähnlicher Begründung widersprochen und daraufhin die gleiche Antwort per Mail erhalten.
Nun bin ich gespannt, ob morgen der Stecker gezogen wird.
Natürlich kann man sich weiterhin rumstreiten. Aber was soll das bringen? Wenn der Verein pleite ist bleibt man auch noch auf Kosten für Anwalt etc. sitzen, ruiniert sich die Nerven ;) und hat doch keinen DSL-Zugang. Schade, dass die Zeit des 4,99-Surfens vorbei ist, schade auch, dass es so ein jähes Ende ist. Tja, schön war die Zeit ...
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[2] kunde-bei-teltarif antwortet auf envacomposti
30.11.2009 22:33

einmal geändert am 30.11.2009 22:35
Weil wir bei der Umstellung auf die Leistungen der Deutschen Telekom AG angewiesen sind, können wir in diesem Zusammenhang leider keine Garantie dafür übernehmen


Heißt das, dass die Deutsche TELEKOM AG der neue Vorlieferant von envacom ist?

Dann bin ich mal gespannt, wie lange ich ohne DSL ab morgen bin.

Ich habe mich für eine neues Angebot bei envacom entschieden....



Noch 1 Stunde und 24 Minuten....
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[2.1] rmax antwortet auf kunde-bei-teltarif
30.11.2009 22:47

einmal geändert am 30.11.2009 22:48
Benutzer kunde-bei-teltarif schrieb:

Heißt das, dass die Deutsche TELEKOM AG der neue Vorlieferant von envacom ist?

Die Telekom ist zumindest als Lieferant für die Teilnehmeranschlußleitung fast immer mit im Boot.

Und für Envacom macht es sich natürlich gut, wenn man von der eigenen Unfähigkeit und Dreistigkeit ablenken und die Schuld für die Kündigung auf Freenet und für die Wartezeit bis zur Neuschaltung auf die Telekom schieben kann.

Die DSL-Technik soll beim neuen envacom-Angebot angeblich von QSC kommen. Das scheint mir aber auch das einzig gute daran zu sein.
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[2.2] Gauner antwortet auf kunde-bei-teltarif
30.11.2009 23:23
Ich finde es nicht gut, einfach Ja und Amen zu sagen, und die mit ihrer miesen Masche davon kommen zu lassen. Die Nerven, die es kostet sind momentan noch gering.

Und bleiben es auch: Alternativanbieter suchen, und die Rechnungen dann bei Envacom von einem Anwalt einklagen lassen.

Pleite gehen die schon nicht so schnell und die Rechtslage ist äußerst klar.
Insofern hast Du dann flüssig wieder DSL (bei nem anderen) und bekommst irgendwann dafür sogar noch die Kosten bis auf 4,99 EUR zurück.

Allemal besser, als die für ihr Verhalten auch noch zu belohnen, indem Du neuer Kunde wirst. Das kann ich nicht verstehen.