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Schon komisch ...


14.11.2000 23:40 - Gestartet von chaefie
... das grenzt ja schon fast an Ironie. Als noch andere Betreiber Flatrates anbieteten, gab es meines wissen nach keine Überlastungen der normalen Telefonleitungen, oder konnte irgendwer nicht mehr telefonieren ???
Nachdem quasi die gesamte Flatratekundschaft dann unter T-Online&AOL aufgeteilt wurde, weil sich die "kleineren Unternehmen" eine solche Flat nicht leisten konnten, funktioniert das ganze natürlich blendend. Nur komisch ist, dass wenn es noch weitere Mitbewerber geben würde, dass dann auch automatisch die Zahl der Flatkunden "explodiert" ...

Chaefie

PS: Außerdem gehen doch heutzutage noch fast alle über die Telefonleitung online, egal ob Flat oder nicht. Nur weil man ne Flat hat, heißt das nicht, dass auf einmal alle Kunden ständig online sind.

PPS:Wie schaft das eigentlich die Telekom sonntags mit ihrem XXL Tarif ??? Da dürfte es ja wohl auch einige "Engpässe" geben oder ? Ich nutze nämlich dies auch ganz gut aus, allerdings hatte ich sonntags immer ein Freizeichen, obwohl die meisten ISDN-Kunden eine Sonntagsflat haben .....
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[1] Timo antwortet auf chaefie
15.11.2000 21:26
Benutzer chaefie schrieb:

Nur komisch ist, dass wenn es noch weitere Mitbewerber geben würde, dass dann auch automatisch die Zahl der Flatkunden "explodiert" ...

Nicht die Zahl der Mitbewerber, sondern der Preisrutsch würde die Zahl der Flatratekunden explodieren lassen. Denn die Konkurrenten werden bestimmt nicht mehr als 49 DM für eine Flatrate verlangen.


PS: Außerdem gehen doch heutzutage noch fast alle über die Telefonleitung online, egal ob Flat oder nicht. Nur weil man ne Flat hat, heißt das nicht, dass auf einmal alle Kunden ständig online sind.

Je länger die Telekom die Großhandelsflat rauszögert, desto mehr Leute haben einen TDSL-Anschluß. Dadurch wird also ein ständig steigender Teil der Internetverbindungen aus dem Sprachnetz rausgenommen.
Das Flatratesterben hat gezeigt, daß ein durchschnittlicher Nutzer mit einer Flatrate über 100 Stunden im Monat online ist. Niemand käme auf die Idee auch nur annähernd soviel zu telefonieren.

PPS:Wie schaft das eigentlich die Telekom sonntags mit ihrem XXL Tarif ??? Da dürfte es ja wohl auch einige "Engpässe" geben oder ? Ich nutze nämlich dies auch ganz gut aus, allerdings hatte ich sonntags immer ein Freizeichen, obwohl die meisten ISDN-Kunden eine Sonntagsflat haben .....

Die Telekom hat Werktags um 11 Uhr die größte Auslastung des Netzes (sogenannter Peak). Da um diese Uhrzeit nur wenige Privatkunden telefonieren, werden es wohl die Geschäftskunden sein, die das Netz am stärksten nutzen. Dadurch sind am Sonntag natürlich jede Menge Ressourcen frei. Vielleicht kann die Telekom ja eine Off-Peak-Großhandels-Flatrate durchsetzen.
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[1.1] RE: ..dsl ja oder nein + keine bundesweite flate!
vickyc antwortet auf Timo
15.11.2000 22:53
hi timo,

eine nebenzeit flat wäre schon hoch interessant für den privatkundenmarkt, ist auch am wahrscheinlichsten - wenn man fair wäre, nur kippt dann dummerweise die angeführte argumentation der überlastung - zb im revier zwischen 18 und 21 uhr.
dumme sache, sozusagen die eigenen möglichen argumente verbaut :-) haben sich da die rosaroten.

natürlich gebe ich dir auch recht, dass dsl sinnvoller ist, als das tknetz zu belasten und die vermittlungsstellen udn jetzt gehts eben los, dass ich dir einerseits recht gebe und andererseits deine argumente (die ja richtig sind) zerpflücke) :-)

++++++++++++++++++++++++++++++

- du sagst switche belastet - richtig, wäre schwachsinn
- du sagst nur den eigenen provider anwählen - richtig ist sinnvoll

- und da kommen sie wieder die vielen kleinen regionalen ECHTEN internetserviceprovider, die dem kunden mehrwert bringen und dem markt
- und die abzocker und abstauber der nation, die möchtegern-verbindungsnetzbetreiber die am lautesten schreien, die keinen einzigen pfennig irgendwo verbuddelt haben, die seit fast 3 jahren den deutschen tk-markt ruinieren - gehen leer aus, es sei denn sie sind das 1.mal in der deutschen tk-geschichte bereit etwas mehr geld auszugeben, als für nen billigen telesswitch, den es im ramschladen um die ecke für nen appel und nen ei gibt.

++++++++++++++++++++++++++++++

also mein vorschlag:

- großhandelsflat ja über kupfer, bekoppelt an kilometer zum kunden (einzugsgebiet)
- voraussetzung eigene ports

- es steht allen grossen isps frei in jeder relevanten stadt sich eigene ports zu schaffen um zb bundesweit auftreten zu können

- viag, uunet u.a. haben die besten voraussetzungen dazu

+++++++++++++++++++++++++

was ich ablehne:

- pop in 069 oder 040 und da schleifen wir jetzt mal alle verbindungen (ala 01051 oder tele2 im telefondienst), quer durch die republik hin und kassieren mal schön ohne kaum was zu bezahlen

++++++++++++++++++++++++++++

freue mich auf eure vorschläge (auch wenn die regtp unsere vorschläge nicht erhören wird) :-)

gruss
vicky

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[1.1.1] Vicky ist auch nicht mehr, was sie mal war
Timo antwortet auf vickyc
16.11.2000 01:52
Benutzer vickyc schrieb:

- und die abzocker und abstauber der nation, die möchtegern-verbindungsnetzbetreiber die am lautesten schreien, die keinen einzigen pfennig irgendwo verbuddelt haben, die seit fast 3 jahren den deutschen tk-markt ruinieren - gehen leer aus, es sei denn sie sind das 1.mal in der deutschen tk-geschichte bereit etwas mehr geld auszugeben, als für nen billigen telesswitch, den es im ramschladen um die ecke für nen appel und nen ei gibt.

Du verkennst die Situation auf dem Markt vollkommen. Einfacher Beweis dafür, daß du falsch liegst: Alle Provider haben über die 1,9 Pfennig geheult. 1,9 Pfennig sind es aber nur, wenn man viele PoI (Point of Interconnection) hat. Ich schätze die meisten der Verbindungsnetzbetreiber haben weit über 50, manche auch über 100. So ein PoI kostet mehr als eine Millionen DM, also etwas mehr als ein Appel (80 Pf) und ein Ei (20 Pf). Das beläuft sich an Investitionen nur für die Zusammenschaltung mit der Telekom auf ca. 100 Millionen. Ginge es wirklich nur um einen Standort, dann würden die Anbieter 5 Pf/min an die Telekom bezahlen.
Es gibt auch die Möglichkeit ohne Investitionen Anbieter zu werden und zwar als Reseller eines anderen Anbieters, der dann durch die Reseller die Investitionen finanziert. Das bekannteste Beispiel ist wohl NGI, die alle Leistungen von der Telekom bezogen haben und jetzt bei Mediaways sind. Mediaways bietet keinen eigenen Zugang an, sondern vertreibt die eigenen Resourcen nur über Reseller.
Also bitte stets drauf achten, daß du sauber zwischen Verbindungsnetzbetreiber und Reseller unterscheidest.

also mein vorschlag:

- großhandelsflat ja über kupfer, bekoppelt an kilometer zum kunden (einzugsgebiet)
- voraussetzung eigene ports

Natürlich eigene Ports, die muss aber auch jetzt schon jeder Netzbetreiber haben.

- es steht allen grossen isps frei in jeder relevanten stadt sich eigene ports zu schaffen um zb bundesweit auftreten zu können

Haben die natürlich schon lange. Reseller sind dabei wirtschaftlich sehr sinnvoll, denn Deutschland braucht einfach nicht 100 voneinander unabhängige Backbones.

- viag, uunet u.a. haben die besten voraussetzungen dazu

Mediaways hat die besten Voraussetzungen.

was ich ablehne:

- pop in 069 oder 040 und da schleifen wir jetzt mal alle verbindungen (ala 01051 oder tele2 im telefondienst), quer durch die republik hin und kassieren mal schön ohne kaum was zu bezahlen

Völliger Quatsch! Wenn 01051 alle Gespräche über 040 routet, dann tun die das im eigenen Netz! "Eigen" nicht weil sie es gebaut haben, sondern weil sie Miete für die Leitungen zahlen. Siehe dazu oben das 1,9 Pfennig-Argument.

freue mich auf eure vorschläge (auch wenn die regtp unsere vorschläge nicht erhören wird) :-)

Kein Wunder, daß die nicht auf dich hören. Die Vertreter der Telekom sind zwar unehrlich, dafür aber kompetent. Der Wille zu diskutieren alleine reicht nicht aus.
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[1.1.1.1] Orlando antwortet auf Timo
16.11.2000 02:29
Benutzer Timo schrieb:
Völliger Quatsch! Wenn 01051 alle Gespräche über 040 routet, dann tun die das im eigenen Netz! "Eigen" nicht weil sie es gebaut haben, sondern weil sie Miete für die Leitungen zahlen.
Leider zahlen diese Anbieter nur das, was ihnen der Schutzzaun der "Regulierungsbehörde" bietet, und nicht das, was der Bau der Leitungen wirklich gekostet hat und was er Wert ist. Hübsch billig allemal.

Orlando

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[1.1.1.1.1] RE: Vicky ist auch nicht mehr, was sie mal war - Bedenke, daß...
Mr. Magoo antwortet auf Orlando
16.11.2000 09:30
Der Deutsche Telekom gehört gar nichts !!!
Das Netz wurden mit den Steuergeldern aufgebaut und das Telefonieren sollte für jeden erschwinglich sein, ob arm oder reich. Direkt nach der Privatisierung (Teilprivatisierung - der Staat behielt zunächst immerhin 51 % der Aktien) stiegen die Preise ins Unermäßliche. Ich meine damit zuerst die Taktung bei den Ortsgesprächen.
Die Preiserhöhung bei den Ferngesprächen wäre sinnlos gewesen. Die Preise waren schon sowieso viel zu hoch.
Die Konkurrenz hat das telefonieren wieder "sozialer" gemacht und den Weg für alle Internetbenutzer, die keine Lust haben irgendwelche Jahresverträge mit Grundgebühr abzuschließen, frei gegeben. Wenn jemand behauptet, daß der Dt. Telekom schlecht geht, der muß wohl nicht ganz dicht sein. Wofür zahlt man eigentlich fast 25 DM?, wieso müssen Vieltelefonierer auf Aktiv Plus (10 DM) zurückgreifen?
Wie kommt die Anschlußgebühr (100 DM) zustande? Die Leitungen sind ja da und das Freischalten erfolgt oft per Computer.
Mr. Magoo
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[1.1.1.1.1.1] bodo_wunderlich antwortet auf Mr. Magoo
16.11.2000 10:27
Benutzer Mr. Magoo schrieb:

Der Deutsche Telekom gehört gar nichts !!!

Oh doch !

Das Netz wurden mit den Steuergeldern aufgebaut

NEIN, das ist absoluter Blödsinn. (Und was das Gebiet der ehem. Post der DDR betrifft, konnte die DTAG die Leitungen nach "Übernahme" zum größten Teil eh nicht mehr verwenden ...)

Wenn jemand behauptet, daß der Dt. Telekom schlecht geht, der muß wohl nicht ganz dicht sein. Wofür zahlt man eigentlich fast 25 DM?, wieso müssen Vieltelefonierer auf Aktiv Plus (10 DM) zurückgreifen?

Die 25,- DM rechnen sich für die Telekom nicht.

Aktiv plus war vom Markt so gewollt worden.

Wie kommt die Anschlußgebühr (100 DM) zustande? Die Leitungen sind ja da und das Freischalten erfolgt oft per Computer.

Oft ... Aber nur der geringste Teil kann ohne technischen Aufwand am Computer geschaltet werden. der Rest wird noch von Hand geschaltet.

Und die 100,86 DM sind auch nicht 100% kostendeckend.

Ciao,

Bodo
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[1.1.1.1.1.1.1] RE: Kosten pro Anschluß (War: RE: Vicky...)
kuschi antwortet auf bodo_wunderlich
16.11.2000 12:23
Hallo Bodo,

kannst du deine Aussagen präzisieren???
Mich würde einmal ehrlich mal interessieren, wieviel so ein Anschluß tatsächlich pro Monat kostet, bzw. wieviel ein neuer Anschluß kostet.

kuschi
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[1.1.1.1.1.1.2] Mr. Magoo antwortet auf bodo_wunderlich
16.11.2000 13:01
Lieber Bodo
Deiner Meinung nach arbeitet die DTAG nicht kostendeckend.
Wo kommen eigentlich die GEWINNE her? Ich will damit eigentlich sagen, daß die Telekimmunikationsbranche das lukrativste Geschäft ist. Wenn man noch dazu erwähnt, daß die DTAG ein Monopolist im Ortsbereich ist, dh. alle Gespräche, die durch das Festnetz abgewickelt werden, landen schließlich bei der DTAG. Somit sind die Interconnectgebühren fällig ! Du siehst also, egal was man tut, die DTAG verdient immer mit.
Mr. Magoo
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[1.1.1.1.1.1.2.1] bodo_wunderlich antwortet auf Mr. Magoo
16.11.2000 13:14
Benutzer Mr. Magoo schrieb:

Deiner Meinung nach arbeitet die DTAG nicht kostendeckend.

Nein, ich sagte nur, daß die 25,- bzw. 100,86 DM nicht wirklich kostendeckend sind.

Wo kommen eigentlich die GEWINNE her?

Gesprächsgebühren machen's.

... noch dazu erwähnt, daß die DTAG ein Monopolist im Ortsbereich ist ...

WENN damit WIRKLICH soviel Geld gemacht werden könnte, hätten auch 01051 und Co. Komplettanschlüsse (und nicht nur ARCOR und Co. in den Großstädten) ...

Ciao,

Bodo
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[1.1.1.1.1.1.2.1.1] Vicky ist auch nicht mehr, was sie mal war - Bedenke, daß...
Mr. Magoo antwortet auf bodo_wunderlich
17.11.2000 09:27
Hast Du schon mal von unverbrauchten Takteinheiten gehört ?
Während ein Gespräch in die USA ca. 9Pf kostet, kostet ein Gespräch im Citibereich 8PF (theoretisch) In Wirklichkeit kostet es 12Pf. Du brauchst einfach "Hallo" sagen und schon sind die 12Pf weg!
Mr. Magoo
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[1.1.1.1.1.2] stschulze antwortet auf Mr. Magoo
03.12.2000 16:39
Benutzer Mr. Magoo schrieb:

Der Deutsche Telekom gehört gar nichts !!! Das Netz wurden mit den Steuergeldern aufgebaut und das Telefonieren sollte

du schreibst ziemlich Unfug. früher mal wurde es von Steurgeldern bezahlt.

Seitdem sind ein paar Jahre rum, die Telekom privatisiert. Seitdem wurden x-Milliarden neu investiert. Gehören diese Milliaren Deiner Meinung nach auch der Allgemeinheit?

Nach Deiner Argumentation müsste die Telekom auf alle Zeiten an alle die kein eigenes Netz aufbauen wollen, alles weiterreichen.

Glaubst Du, so gibt es mal wirkliche Innovationen, was wirklich neues, wenn jeder nur ein Reseller der T. sein will?

Denk mal darüber nach.

Grüße
Stefan
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[1.1.1.1.1.2.1] +491785538754 antwortet auf stschulze
03.12.2000 17:17
Benutzer stschulze schrieb:

Benutzer Mr. Magoo schrieb:

Der Deutsche Telekom gehört gar nichts !!! Das Netz wurden mit den Steuergeldern aufgebaut und das Telefonieren
sollte

du schreibst ziemlich Unfug. früher mal wurde es von Steurgeldern bezahlt.

Seitdem sind ein paar Jahre rum, die Telekom privatisiert. Seitdem wurden x-Milliarden neu investiert. Gehören diese Milliaren Deiner Meinung nach auch der Allgemeinheit?

Nach Deiner Argumentation müsste die Telekom auf alle Zeiten an alle die kein eigenes Netz aufbauen wollen, alles weiterreichen.

Glaubst Du, so gibt es mal wirkliche Innovationen, was wirklich neues, wenn jeder nur ein Reseller der T. sein will?

Denk mal darüber nach.

Grüße
Stefan


Hallo allerseits,

Um zu dem Thema zurück zu kommen, das die Entscheidung über Flaterate oder nicht nur in den Händen der Telekom liegen soll da sind wir uns wohl alle einig. Das ist es nicht.
Andererseits soll sie auch noch Gewinne erzielen. Bei dem Preis sicher nur Volumenabhängig.

Gruß

+491785538754
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[1.1.1.1.2] vickyc antwortet auf Orlando
16.11.2000 10:16
hi orlando,

dass ist u.a. eine meiner aussagen die ich damit zum ausdruck bringen wollte.
wir hatten gestern abend eine wertediskussion in unserem freundeskreis und da liegt genau der hase begraben - diese verbindungsnetzbetreiber

TIMO ich weis sehr wohl was ein echter und ehrlicher reseller und was ein scheinreseller ist -

schaffen keine realen werte.

gruss
vicky
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[1.1.1.2] RE: Timo ist auch nicht mehr, was sie mal war :-)
vickyc antwortet auf Timo
16.11.2000 10:13
hi timo,

schade eigentlich das du witz und ironie nicht mehr herauslesen kannst :-(.

zum fachlichen nehme ich nachher stellung, wenn mittagspause ist :-)

und bitte, ich greife dich nicht persönlich an, tu du das auch nicht. ok?


gruss
vicky
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[1.1.1.3] RE: POI und Kosten (war: Vicky ....)
Kai Petzke antwortet auf Timo
16.11.2000 11:43
Hallo Timo,


Titel wie: "Vicky ist auch nicht mehr das, was sie mal war" müssen wirklich nicht sein! Sachliche Diskussion ist auch ohne persönliche Angriffe möglich!


Benutzer Timo schrieb:


Du verkennst die Situation auf dem Markt vollkommen. Einfacher Beweis dafür, daß du falsch liegst: Alle Provider haben über die 1,9 Pfennig geheult.

Wirklich?

1,9 Pfennig sind es aber nur, wenn man viele PoI (Point of Interconnection) hat. Ich schätze die meisten der Verbindungsnetzbetreiber haben weit über 50

Viele haben genau 24, das ist nämlich die Zahl der überregionalen Weitervermittlungsstellen der DTAG. Wirklich jedes Ortsnetz gehen nur die allerwenigsten Verbindungsnetzbetreiber an.

>, manche auch über 100. So ein PoI kostet mehr als eine Millionen DM,

Wieder falsch. Ein guter Telefon-Switch kostet über eine Million. Ein solcher Switch kann mehrere POI versorgen.

Zwischen dem POI und dem Switch wird dann einfach eine selber verlegte oder eine Mietleitung geschaltet. Mietleitungen sind in Deutschland nicht reguliert, werden von der DTAG also auf keinen Fall zu billig verkauft.


also etwas mehr als ein Appel (80 Pf) und ein Ei (20 Pf). Das beläuft sich an Investitionen nur für die Zusammenschaltung mit der Telekom auf ca. 100 Millionen.

Die Summe ist - wie gesagt - zu hoch.

Ginge es wirklich nur um einen Standort, dann würden die Anbieter 5 Pf/min an die Telekom bezahlen.

Es sind zur Zeit zur Hauptzeit 5,18 Pfennig (brutto) pro Leitungsabschnitt. Daman zwei davon braucht, macht das über 10 Pfennig, wenn man zweimal ein Ferngespräch bei der Telekom "einkaufen" muss.

Es gibt auch die Möglichkeit ohne Investitionen Anbieter zu werden und zwar als Reseller eines anderen Anbieters, der dann durch die Reseller die Investitionen finanziert. Das bekannteste Beispiel ist wohl NGI, die alle Leistungen von der Telekom bezogen haben und jetzt bei Mediaways sind. Mediaways bietet keinen eigenen Zugang an, sondern vertreibt die eigenen Resourcen nur über Reseller.
Also bitte stets drauf achten, daß du sauber zwischen Verbindungsnetzbetreiber und Reseller unterscheidest.



Kai
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[1.1.1.3.1] Timo antwortet auf Kai Petzke
16.11.2000 20:16
Benutzer Kai Petzke schrieb:

Hallo Timo,


Titel wie: "Vicky ist auch nicht mehr das, was sie mal war" müssen wirklich nicht sein! Sachliche Diskussion ist auch ohne persönliche Angriffe möglich!


Konnt ich mir einfach nicht verkneifen, als ich den Blödsinn gelesen habe.


Benutzer Timo schrieb:


Du verkennst die Situation auf dem Markt vollkommen. Einfacher Beweis
dafür,
daß du falsch liegst: Alle Provider haben über die 1,9 Pfennig geheult.

Wirklich?

1,9 Pfennig sind es aber nur, wenn man viele PoI (Point of Interconnection) hat. Ich schätze die meisten der Verbindungsnetzbetreiber haben weit
über
50

Viele haben genau 24, das ist nämlich die Zahl der überregionalen Weitervermittlungsstellen der DTAG. Wirklich jedes Ortsnetz gehen nur die allerwenigsten Verbindungsnetzbetreiber an.

Noch ist nicht jedes Ortsnetz notwendig, sondern ein hoher Anteil, derjenigen Kunden, die man zum City-Tarif erreichen kann. Würde Tele2 (einer dieser böse VNB) lediglich 24 PoIs betreiben, würden von den 6 Pfennig bei den meisten Kunden 2*0,0292 DM an IC-Gebühren abgehen (Regio 50). Das brachte mich auf die Idee, das es mehr PoI sein müssen.
Einigen wir uns darauf, daß die kleinen Anbieter 24 PoI haben und die aktiven Großen deutlich mehr? Zwei Zahlen habe ich gefunden: Arcor hat über 90 PoI und Mediaways 270.

>, manche auch über 100. So ein PoI kostet mehr als eine Millionen DM,

Wieder falsch. Ein guter Telefon-Switch kostet über eine Million. Ein solcher Switch kann mehrere POI versorgen.

Zwischen dem POI und dem Switch wird dann einfach eine selber verlegte oder eine Mietleitung geschaltet. Mietleitungen sind in Deutschland nicht reguliert, werden von der DTAG also auf keinen Fall zu billig verkauft.

Es gibt Wettbewerb auf dem Markt der Mietleitungen und es existiert immer die Alternative, selber Kabel zu verbuddeln, was die Preise für Mietleitungen nach oben begrenzt.

also etwas mehr als ein Appel (80 Pf) und ein Ei (20 Pf). Das beläuft
sich
an Investitionen nur für die Zusammenschaltung mit der Telekom auf
ca.
100 Millionen.

Die Summe ist - wie gesagt - zu hoch.

Ich kann meine Aussagen nicht beweisen. Du scheinst da Insiderwissen zu haben, sonst würdest du kaum so selbsicher auftreten. Also nehme ich an, daß du recht hast.

Ginge es wirklich nur um einen Standort, dann würden die Anbieter 5 Pf/min an die Telekom bezahlen.

Es sind zur Zeit zur Hauptzeit 5,18 Pfennig (brutto) pro Leitungsabschnitt. Daman zwei davon braucht, macht das über 10 Pfennig, wenn man zweimal ein Ferngespräch bei der Telekom "einkaufen" muss.

Siehe das Thema der Diskussion: Internetflatrate. Da geht es also um Internetverbindungen, für die nur einmal IC-Gebühren fällig werden.

Aber völlig unabhängig davon, ob ein PoI teuer ist oder nicht und ob ein Verbindungsnetzbetreiber mehr als 24 PoI besitzt, ist es doch so, daß er Leistungen erbringt. Der VNB sorgt für die Verbindung zwischen den PoI, stellt Verbindungen zu ausländischen Netzen her, erfasst die Rechnungsdaten, erstellt Rechnungen, kümmert sich um die Fragen seiner Kunden. Wenn Vicky da etwas gegen hat, dann sollte man vielleicht nur noch Citycarrier als Konkurrenten der Telekom zulassen und Call-by-Call und Preselection wieder abschaffen.
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[1.1.1.3.1.1] RE: POI und Kosten (Kai) an Timo.....
vickyc antwortet auf Timo
16.11.2000 21:11
hi timo,

dein letztes argument unterstütze ich zu 100%.
genau das ist der punkt und deswegen gibt es in den usa einen funktionierenden und qualitativ hochwertigen markt für tk- und internetdienste, da die zerschlagung von att genauso gelaufen ist in den ersten jahren.
es war ein interesse auf seiten der gesellschaften da ECHTE REALE infrastruktur zu schaffen, zu verbuddeln oder wie auch immer.....weil sie planungssicherheit hatten und auch gewinne erzielen konnten in ihrer region.

att blieben nur die fernstrecken - quasi ein rumpf ohne beine und arme.

ALLE WAREN GEGENSEITIG AUFEINANDER ANGEWIESEN.
keiner konnte ohne den anderen was machen.
sie waren ALLE gezwungen sich zusammen zusetzen und FAIR zu verhandeln.
begreifst du den unterschied, oder willst du dich heute absichtlich dumm stellen?


du lieferst selbst die argumente für das was ich sage - allerdings habe ich eher den eindruck aus unwissenheit und zufall.


du machst schon wieder einen fehler!!!
mediaways hat 270 POP's NICHT 270 POI's.
kennst du überhaupt den unterschied???
sorry, aber langsam werd ich giftig :-(

höre auf äpfel und birnen zu vergleichen, oder informiere dich vorher bitte richtig.


gruss
vicky


ps: falls es die anderen nerven sollte, wir können gerne per email weitermachen: vc@x21.de
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[1.1.2] Timo antwortet auf vickyc
16.11.2000 02:07
Mein Vorschlag:

Bei der Interconnection im Festnetz bleibt alles wie es ist bzw. für den kommenden Sommer beschlossen ist.
Die TDSL-Plattform wird jedem zugänglich gemacht:

Notwendig ist ein direkter Anschluß im Ortsverteiler.
Dadurch sind die Tarife gering (1 Pf/Min) und es gibt eine Flatrate für etwa 20 DM netto. In Übereinstimmung mit den Bestimmungen zur Interconnection sollte die Zahl dieser Knoten auf 450 festgelegt werden. Wenn also AOL, Mediaways und UUnet jeweils 450 PoI aufgebaut haben, können sie (bzw. ihre Reseller) Flatrates für alle Kunden anbieten, die einen TDSL-Anschluß haben.
Auch kleine ISP, die durch den Anschluß einiger Knoten regionalen Zugang haben, hätten damit eine Chance.

Der Kunde muß dann den TDSL-Anschluß bezahlen (20 DM) und zusätzlich die Flatrate. Die Flatrate würde 49 DM kosten, wenn die Unternehmen Geld verdienen wollten. Realistisch wären aber 29 DM, weil Gewinne nicht so wichtig sind, wenn nur der Umsatz stimmt. ;-)
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[2] junkerkill antwortet auf chaefie
16.11.2000 09:47
Hi,

schon komisch, ich persönlich habe da so meine Telefonschwierigkeiten die sich laut Auskunft der Telekom auf die Netzüberlastung "... bei uns auf dem Land" zurückführen lassen. Diese Probleme sind etwa im Juli2000 konkret geworden. Wann ging das doch mit der Flatrate so richtig los??? Sind da nicht doch irgendwelche Gemeinsamkeiten???


Wenn jemand pro Minute für einen Internetzugang zahlen muss, liegt dies doch in der Natur des Otto-Normal-Verbrauchers, dass dieser nicht unnötig eine Verbindung offen hält. Da aber eine Flatrate dazu ermutigt nicht auf solche banalen Dinge zu achten, wird natürlich ein Telefonnetz um ein Vielfaches mehr belastet.

Es gilt also auch über solche Dinge nachzudenken, bevor man voreilig der Telekom die ganze Schuld in die Schuhe schiebt.

Gruss Junker

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[2.1] chaefie antwortet auf junkerkill
03.12.2000 21:09
Benutzer junkerkill schrieb:

Hi,

schon komisch, ich persönlich habe da so meine Telefonschwierigkeiten die sich laut Auskunft der Telekom auf die Netzüberlastung "... bei uns auf dem Land" zurückführen lassen. Diese Probleme sind etwa im Juli2000 konkret geworden. Wann ging das doch mit der Flatrate so richtig los??? Sind da nicht doch irgendwelche Gemeinsamkeiten???

Das müßte man von einer unabhängigen Instanz begutachten lassen. Das die Konkurrenz mit Flatrates Leitungen belegt (hat), ist klar. Ich denke, dassdie Telekom als Monopolist im Ortsbereich dazu verpflichtet ist, die Netze der Konkurrenz bereitzustellen (sie bekommt ja dafür Geld) und ggf. auszubauen.



Wenn jemand pro Minute für einen Internetzugang zahlen muss, liegt dies doch in der Natur des Otto-Normal-Verbrauchers, dass dieser nicht unnötig eine Verbindung offen hält. Da aber eine Flatrate dazu ermutigt nicht auf solche banalen Dinge zu achten, wird natürlich ein Telefonnetz um ein Vielfaches mehr belastet.

Das is eigentlich kein Arguement, denn wenn ich nicht online bin, schalte ich den Computer aus, oder läßt Du dann deinen Rechner Tag&Nacht laufen? Klar manchmal mag das vorkommen (z.B: bei großen Downloads), aber das is doch nicht die Regel oder ?

Es gilt also auch über solche Dinge nachzudenken, bevor man voreilig der Telekom die ganze Schuld in die Schuhe schiebt.

Das ist wahr ... ;-)

Gruß
Chaefie