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...Paid Content wird floppen...


14.08.2009 15:17 - Gestartet von MobileMan
Niemand kann den Verlagen verübeln, dass sie irgendwie die Verluste im Print-Geschäft kompensieren wollen. Doch werden die Nutzer am PC und Smartphone dazu bereit sein, für News und Unterhaltung zu zahlen? Ich bezweifele, dass dieses Konzept in der Breite aufgeht und sich zu einem lukrativen Geschäft für die Verlage entwickeln wird. Aufgrund der "Umsonst"-Mentalität der User dürfte es schwierig sein, kostenpflichtige Angebote erfolgreich im Markt zu implementieren.
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[1] DSLonly antwortet auf MobileMan
14.08.2009 15:50
Seh ich genauso, Paid Content kann nur funktionieren, wenn alle Anbieter mitmachen. Daran glaube ich aber nicht. Die User haben eine Mentalität, mit der sich kein Geld im Internet verdienen lässt.
Gruß dslonly per Arcor NGN
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[1.1] Mario1 antwortet auf DSLonly
15.08.2009 09:32
das wird auf jeden Fall floppen. Man sieht es ja bei Premiere/Sky, die Deutschen sind nicht bereit für sowas Geld auszugeben. Sky hat nur durch die Bundesliga diese Abonnentenzahl.

Außerdem gibt es in Sachen Nachrichten für das Smartphone z.B. http://mobil.tagesschau.de/, dass dieses Angebot kostenpflichtig wird glaube ich ja nicht wirklich.
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[1.1.1] DSLonly antwortet auf Mario1
15.08.2009 12:05
Benutzer Mario1 schrieb:

Außerdem gibt es in Sachen Nachrichten für das Smartphone z.B. http://mobil.tagesschau.de/, dass dieses Angebot kostenpflichtig wird glaube ich ja nicht wirklich.
Dieses Angebot ist ja schon kostenpflichtig;-), es kostet 18 wenn du einen Fernseher und Radio/PC hast und wird über die GEZ eingezogen.
gruß dslonly
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[1.1.1.1] batrabbit antwortet auf DSLonly
16.08.2009 05:58
Benutzer DSLonly schrieb:
Benutzer Mario1 schrieb:

Außerdem gibt es in Sachen Nachrichten für das Smartphone z.B. http://mobil.tagesschau.de/, dass dieses Angebot kostenpflichtig wird glaube ich ja nicht wirklich.
Dieses Angebot ist ja schon kostenpflichtig;-), es kostet 18 wenn du einen Fernseher und Radio/PC hast und wird über die GEZ eingezogen.

Und wenn du keinen Fernseher hast (oder anmeldestest), kostet es
"nur" noch knapp sechs Euro im Monat. Denn für ein Internet-
fähiges Handy gilt die "Radio"-GEZ.
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[2] Christian_Wien antwortet auf MobileMan
16.08.2009 13:55
Benutzer MobileMan schrieb:
Niemand kann den Verlagen verübeln, ... Ich bezweifele, dass dieses Konzept ...aufgeht ... Aufgrund der"Umsonst"-Mentalität der User ...


Richtig erkannt.
Der Zeitgeist im Mediengeschäft - die Rechteverwertungsmafia zeigt es ja bestens vor - geht verstärkt dahin, daß der (dumme) Konsument für eine Leistung erheblich mehr zahlen soll als bisher, ohne einen entsprechenden Mehrwert - meist sogar einen Minderwert - dafür zu erhalten.

Die Musikindustrie bietet "großzügig" Downloadangebote an, die meist DRM-verseucht sind und dabei fast gleich viel wie z.B. die CD im Handel kosten.
Bei Kauf der CD habe ich aber den Datenträger, das Booklet etc. inkludiert, beim Download hingegen nicht.
Und dann wundern sich diese Anbieter, wenn der Konsument sich nicht für blöd verkaufen läßt und solche "Angebote" links liegen läßt.

Das Gleiche versuchen nun die Medienkonzerne:
Warum sollte ich für eine Onlineversion einer Zeitung etc. bezahlen und wenn, dann wohl kaum wesentlich billiger als die Printausgabe?
Da kann ich mir gleich die Printausgabe kaufen und habe dann dadurch einen Mehrwert, weil ich dann die Zeitung nicht nur am PC daheim oder im Büro, sondern auch unterwegs im Zug etc. lesen kann.

Das neuzeitliche Motto lautet - ganz wie bei den Banken und Konzernen, die auf Kosten der Steuerzahler und Arbeitnehmer in der selbst (mit-)verursachten Krise ihre Gewinne steigern wollen:
"Probieren wird man es ja wohl dürfen.
Kostet ja nichts und wenn es doch durchgeht, dann haben wir schon gewonnen."
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[2.1] Assistent antwortet auf Christian_Wien
01.10.2009 12:08
Das Gleiche versuchen nun die Medienkonzerne:
Warum sollte ich für eine Onlineversion einer Zeitung etc. bezahlen und wenn, dann wohl kaum wesentlich billiger als die Printausgabe?
Da kann ich mir gleich die Printausgabe kaufen und habe dann dadurch einen Mehrwert, weil ich dann die Zeitung nicht nur am PC daheim oder im Büro, sondern auch unterwegs im Zug etc. lesen kann.

weil die Onlineversion genau dann und dort, wo Du sie kaufen willst verfügbar ist.

als die ersten Handys auf den Markt kamen, mit denen man sms auch versenden konnte, war das auch kostenlos. und man kann heute noch kostenlos sms verschicken. email oder instant messaging ist deutlich günstiger und trotzdem werden Milliarden sms weltweit verschickt.

als die ersten Handys auf den Markt kamen, auf die man eigene Klingeltöne laden konnte, war das auch kostenlos. und ist heute noch kostenlos möglich....

Menschen sind bequem und bezahlen wenns einfach einfach ist.
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[2.1.1] Christian_Wien antwortet auf Assistent
01.10.2009 14:25
Benutzer Assistent schrieb:


weil die Onlineversion genau dann und dort, wo Du sie kaufen willst verfügbar ist.


Natürlich gibt es Menschen, die allein aus dem Gesichtspunkt der reinen Verfügbarkeit solche Angebote wahrnehmen.
Ob sich damit ein Massenmarkt erschließen läßt würde ich doch sehr bezweifeln.

als die ersten Handys auf den Markt kamen, mit denen man sms auch versenden konnte, war das auch kostenlos. und man kann heute noch kostenlos sms verschicken. email oder instant messaging ist deutlich günstiger und trotzdem werden Milliarden sms weltweit verschickt.

SMS-Versand vom Handy aus war nie (offiziell) kostenlos.
Zu den Anfangszeiten des Mobilfunks konnte man aber über fremde, ausländische SMS-Zentralen mitunter eine Zeitlang SMS kostenlos versenden, bis diese entweder die Annahme von Fremdkunden verweigert haben oder die versandten SMS dem Heimatnetzbetreiber (und dieser dann dem Kunden) via Roaming berechnet haben.

Daß Milliarden SMS versandt werden ist in der Tat ein Kuriosum.
Allerdings ist darunter ein erheblicher Anteil an kostenlosen SMS, welche über Inklusivpakete in den monatlichen Mobilfunkgebühren enthalten sind bzw. welche teilweise (noch) kostenlos bzw. viel billiger (und bequemer) übers Internet versandt werden können.

Außerdem sind SMS z.B. beim Urlaub in Nicht-EU-Ländern, wo saftige Roaminggebühren von mehreren Euro pro Minute anfallen würden und für technische Anwendungen (z.B. für Statusinformationen, Störungsmeldungen und zur Fernsteuerung von Anlagen) ebenfalls sinnvoll einsetzbar.




als die ersten Handys auf den Markt kamen, auf die man eigene Klingeltöne laden konnte, war das auch kostenlos. und ist heute noch kostenlos möglich....

Kostenlos war und ist es noch immer möglich - allerdings nur, wenn man weiß wie:
Nämlich, wenn du dir das MP3- oder Soundfile vom PC via Kabel oder Bluetooth auf das Handy lädst.
Unbedarfte Kunden oder jene, wo die Möglichkeit via Bluetooth durch Branding vom Netzbetreiber gesperrt wurde (weil dieser ja an den Datendiensten sehr gut verdient und daher haben will, daß diese genutzt werden) hingegen laden Klingeltöne via MMS bzw. GPRS-Datenverbindung aufs Handy und zahlen dafür saftige Gebühren.
Zusätzlich kommen noch Kosten für den Klingeltonanbieter (welche oft noch dazu als laufende, kostenpflichtige Abos gestaltet sind, die vom Kunden explizit - und mit gebührenpflichtiger SMS - gekündigt werden müssen) hinzu.


Menschen sind bequem und bezahlen wenns einfach einfach ist.

Es gibt sicher einen bestimmten Anteil solcher Menschen, doch bezweifle ich, ob sich daraus ein Massenmarkt aufbauen läßt.
Viel mehr - darunter auch ich - wollen nämlich NICHT für jeden Furz extra bezahlen, noch dazu, wenn es vergleichbare Angebote auch gratis gibt.
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[3] GrößterNehmer antwortet auf MobileMan
02.10.2009 17:48
Benutzer MobileMan schrieb:
Aufgrund der "Umsonst"-Mentalität der User dürfte es schwierig sein, kostenpflichtige Angebote erfolgreich im Markt zu implementieren.
Es ist sicherlich möglich erfolgreich kostenpflichtige Inhalte auf diese Weise zu vermarkten. Wie im Artikel geschrieben, muss nur der entsprechende Mehrwert für den Nutzer vorhanden sein. Das können z.B. Inhalte sein, die man nicht kostenlos oder nicht in vergleichbarer Qualität kostenlos bekommt. Oder es ist viel einfacher, schneller und zuverlässiger als kostenlose inhalte. Ob das gerade auf Zeitungsartikel zutrifft ist tatsächlich fraglich. Aber z.B. immer die aktuellsten Börsenkurse vor anderen Leuten zu haben ist sicherlich für Manche sehr interessant. Es ist ja auch kein Geheimnis, dass viele Autohändler gutes Geld für "Premium-Zugänge" bei mobile.de und Co bezahlen und dadurch die besten Neuangebote schneller kriegen als der normale Nutzer. Es hängt also alles von der Attraktivität der Inhalte und der Größe der potentiellen Nutzergruppe ab.

Gruß
GrößterNehmer