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Wenigsten einer, der den Computerbildquatsch ...


19.02.2009 17:26 - Gestartet von meiner79
... mal auseinander nimmt und das ganze etwas relativiert.
Erwähnenswert wäre bei Hansenet noch, das bei Nutzung vom HomeTV und gleichzeitigem Test, natürlich Bandbreite für HomeTV verloren geht.

Zusätzlich noch das häufig das TCP Receive Window schuld ist. Dies kommt im Normalfall erst bei einer Leitung grösser als 6000 zum tragen. Da Hansenet quasi nur noch 16000 schaltet und jeder mit XP und älter und ohne angepasstes Receive Window diese nicht erreicht. Klar gibts die bei anderen auch, nur wird dort bei einem 6000er Vertrag auch 6000 ausgewählt, was das Ergebnis weiter verzehrt.
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[1] spaghettimonster antwortet auf meiner79
19.02.2009 21:13

4x geändert, zuletzt am 19.02.2009 21:25
Benutzer meiner79 schrieb:
... mal auseinander nimmt und das ganze etwas relativiert.

Na ja.

Zusätzlich noch das häufig das TCP Receive Window schuld ist.

Ja. Der Test dürfte unter anderem auch dadurch beeinflusst worden sein, dass zB über USB meist niedrigere Geschwindigkeiten rauskommen als per LAN, von WLAN und Hintergrundprogrammen ganz zu schweigen, was der Testserver aber nicht merkt. Vor allem: Davon abgesehen, dass diese Web-Speedtests generell wenig aussagekräftig sind, weil sie vom nicht immer gleichen, individuellen Weg der Daten und der Anbindung des Testservers abhängen, ist mir gerade der CB-Test in der Vergangenheit im Besonderen als ungenau und auch im Vergleich zu anderen Web-Tests als relativ wechselhaft aufgefallen. Auch Teltarif spricht das an ("Denn die Kunden greifen in aller Regel auf den gleichen Server zu. Das würde erklären, warum CB gerade in den Abendstunden Einbrüche auf den DSL-Leitungen verzeichnet haben will.") Da wäre ich nicht so sicher, dass alle deutschen Provider abends gleichmäßig überlastet sein sollen, eher schon der CB-Server.

Hat CB diese Messungen außerdem in der letzten Zeit durchgeführt, ohne darauf hinzuweisen? Ich habe da öfter gemessen und einfach irgendeinen Provider angeklickt, weil es mir nicht wichtig war. Ich nehme nicht an, dass ich das als einziger so gemacht habe. Viele wissen gar nicht, wer ihr Provider oder erst recht ihr Tarif ist, was ich im Mobilfunk immer wieder feststelle, ganz zu schweigen von der Unterscheidung Netzanbieter und Provider. Ist ja für Nicht-Experten auch verständlich: Wenn ich mal aus der TK rausgehe, wüsste ich zB nicht ganz genau den Leistungsumfang meiner privaten Auslands-Krankenversicherung. Und so wird es den meisten mit TK auch gehen.

Schon Teltarif hat ja auf die Ungereimtheit hingewiesen, dass laut CB-Test 1&1 um 1,7 MBit anders abschneiden soll als GMX, obwohl beide, soweit ersichtlich, dieselbe Technik verwenden. Wenn sich aber die Ungenauigkeit in diesem Bereich bewegt, fällt der ganze Test in sich zusammen.

Ich habe den CB-Artikel nicht gelesen. In der TT-Zusammenfassung lese ich aber nichts von wichtigen Abhilfemaßnahmen wie SDSL und Rate adaptive mode. Auf die Annex-B-Problematik (Frequenzverschwendung) wird genauso wenig eingegangen wie darauf, dass die Telekom bis heute bei bis 6 MBit auf die alte und weniger resistente ADSL1-Technik statt wie die Konkurrenz auf ADSL2+ setzt.

Neu ist mir dagegen, dass Hansenets Siemens-Modem sich mit AVM-Routern nicht vertragen soll. Ich persönlich habe einschließlich Draytek bisher kein ADSL2+-Modem kennengelernt, das (auch an AVM) bessere Performance bringt als das Siemens Plus. Ich wüsste auch nicht, wie sowas technisch erklärbar sein sollte.

Was heißt überhaupt, die Geschwindigkeit würde von der versprochenen abweichen? Hat CB die AGB der Anbieter gelesen und rechtlich geprüft, was eigentlich versprochen wird? Und haben das auch alle unwissentlich getesteten Kunden gemacht? Wenn ich einen Anschluss namens DSL 16.000 buche, werden damit allein jedenfalls genauso wenig 16.000 KBit versprochen wie der Kauf von Axe den Axe-Effekt oder Red Bull Flügel verspricht. Ich kann doch ein Produkt nennen wie ich will und erwarte beim Kauf eines Golfs auch nicht, dass der Autohändler mir den persischen Golf überschreibt.

Sehr dubios, was Springer da wieder fabriziert hat. Und wie immer glauben es wahrscheinlich wieder alle ungeprüft. Wobei ich mir noch nicht im Klaren bin, welcher Anteil auf Teltarifs Wiedergabe entfällt.
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[1.1] myselfme antwortet auf spaghettimonster
19.02.2009 22:25
Und was mir in der ganzen Berichterstattung immer wieder fehlt, ist:
1) Der Hinweis, dass die beste Leistung immer nur an der Haupt-TAE anliegt. Und nicht mit einem x-Meter langen Billig-Kabel aus dem Baumarkt
2) Die nicht ganz unwichtige Info an den Kunden, dass er seine Bandbreite nicht bei mehr oder weniger zuverlässigen Angeboten im Internet testen muss, sondern sie weit zuverlässiger meist im Router ablesen kann. Und wenns dahinter langsamer wird, tja, dann ist wohl PC-Pflege angesagt (was allerdings z.T. schwer wird, wenn Kunden der CB folgen und Kaspersky neben dem Fritz-Startcenter verwenden oder ihren PC mit immer mehr Optimierungen komplett verkorkst haben.
3) Die Hausarbeiten an den Nutzer. Also mal Temps und Cookies löschen, Festplatte bereinigen und defragmentieren, Firmware auch mal aktualisieren oder schlichtweg einfach mal eMule vor dem Testen auszuschalten.
4) Die Meldung, dass vom HVT bis zur TAE (fast) immer noch die DTAG selber ihre Fehler produziert - zum Teil vielleicht sogar zur aktiven Kundengewinnung.
Ansonsten: ich habe nichts gegen die CB, im Gegenteil ich lese sie seit ihrem Erscheinen (als einziges Springer-Produkt). Hat aber meist berufliche Gründe. Positiv sollte man auf jeden Fall die leichtverständliche Sprache der CB sehen, einem Technikresidenten ist mit Heises Zeitungen auch nicht geholfen. Negativ ist die allgemeine Springer-Art, nach der Aufhetzen mehr Auflage schafft als objektive Information.
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[1.1.1] frost antwortet auf myselfme
20.02.2009 11:04

2) Die nicht ganz unwichtige Info an den Kunden, dass er seine Bandbreite nicht bei mehr oder weniger zuverlässigen Angeboten im Internet testen muss, sondern sie weit zuverlässiger meist im Router ablesen kann. Und wenns dahinter langsamer wird, tja, dann ist wohl PC-Pflege angesagt (

Genau das ist ja der Inhalt des DSL-Tests, der in der aktuellen Computerbild-Ausgabe besprochen wird: Hier wird das Tempo aus dem Router ausgelesen. Leider scheinen viele Leser hier aber das Heft und die Testsoftware selbst nicht zu kennen, sondern nur den normalen DSL-Test von computerbild.de. Der ist nützlich, aber in Kombination mit der Tempoangabe aus dem Router/Modem deutlich aussagekräftiger.

Wenns hinter dem Router langsamer wird, dann sollten Sie Ihren PC optimieren - deswegen gibt's in der Testsoftware auch einen Punkt "vor Optimierung" und "nach der Optimierung".
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[1.1.1.1] interessierter_Laie antwortet auf frost
20.02.2009 13:49
Benutzer frost schrieb:

Genau das ist ja der Inhalt des DSL-Tests, der in der aktuellen Computerbild-Ausgabe besprochen wird: Hier wird das Tempo aus dem Router ausgelesen. Leider scheinen viele Leser hier aber das Heft und die Testsoftware selbst nicht zu kennen, sondern nur den normalen DSL-Test von computerbild.de.

Der normale Test ist nicht sonderlich toll, speedtest.net finde ich persöhnlich deutlich besser.
Zudem sehe ich das Problem das die beiden Testmöglichkeiten bei CB nicht sinnvoll gegeneinander abgegrenzt sind.

Der ist nützlich, aber in Kombination mit der Tempoangabe aus dem Router/Modem deutlich aussagekräftiger.

Hier frage ich mich wie das bei unterschiedlichen Routern funktioniert? Bei der Fritzbox werden ja Leitungswerte angezeigt. Aber von anderen Routern kenne ich das nicht, zudem müssten diese Werte korrekterweise aus dem Modem ausgelesen werden (ja bei ner Fritz ist das das gleiche.)

Ich kenne den Artikel aus der CB nicht und kann nciht beurteilen ob der auf Einschränkungen bezüglich der verwendeten Hardware eingeht und den Test genauer beschreibt, das fehlt mir auf jeden Fall bei den Infos die z.B. bei stern tv zur Aufhetzung der DSL Nutzer verbreitet wurden.

Alice läuft als NGN häufig nicht problemlos, aber die Produktpalette wurde bei der Auswertung in keiner Weise berücksichtigt. Alice bietet nun mal nur die bis zu 16TSD Leitung, sollen Sie nun ein 6000er Produkt machen (zu gleichem Preis) nur damit CB zufrieden ist?
Das gleiche gilt für die Beschwerde über andere Anbieter die trotz der bis zu 16.000 Buchung nur 12.000 erhalten - die niedrigere Stufe wäre dann 6.000 also nur die Hälfte dessen was derzeit anliegt.

Mein Fazit:
Viel Lärm um Nichts!

anders sieht es aus wenn bis zu 16.000 geschaltete wird nur 4-5TSD beim Kunden ankommen und der Anbieter ein 6.000er Produkt im Portfolio hat. Aber mit solchen Fällen kann man halt keine Massenpanik auslösen.

Ein grober Richtwert was am eigenen Anschluss möglich sein könnte wäre während des Bestellprozesses jedoch fair.
Das ist aber voraussichtlich nicht so einfach möglich.
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[1.1.1.1.1] papaboy antwortet auf interessierter_Laie
21.02.2009 17:59
Benutzer interessierter_Laie schrieb:

Ein grober Richtwert was am eigenen Anschluss möglich sein könnte wäre während des Bestellprozesses jedoch fair. Das ist aber voraussichtlich nicht so einfach möglich.

Das ist ja auch vorher nicht zu sagen. Einen "Durchschnittswert" gibt es nicht.

3Km entfernt von der Vermittlungsstelle?
Telefonnummer vom Nachban genommen und Telekom DSL-Verfügbarkeitstest durchgeführt: DSL3000 kann angeboten werden.
Ich habe mich für Alice entschieden und meine Verbindung liegt zwischen 11000 und 12000.

Auch wenn es nicht die "bis zu 16000" voll sind. Aber 11000 sind doch auch voll OK und wann nutzt man eigentlich die volle Bandbreite auch aus? Oft hat man beim Download dann nur die Geschwindigkeit wie beim 3000er DSL, weil der Server selbst so überlastet ist, oder die Leitung dorthin.
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[1.1.1.1.2] stefeise antwortet auf interessierter_Laie
22.02.2009 00:50
Benutzer interessierter_Laie schrieb:
(...)
Ein grober Richtwert was am eigenen Anschluss möglich sein könnte wäre während des Bestellprozesses jedoch fair. Das ist aber voraussichtlich nicht so einfach möglich.


Dies war seinerzeit bei mir von Alice während des Bestellprozesses durchgeführt worden, bzw. wurde von mir per Chat durchgeführt.

Eine Mind.Geschw. von 4400 kbit/s wurde mir zugesagt und auch eingehalten.
Darüber hinaus erhielt ich auf Anfrage auch 512 kbit/s Upload, wobei die T-Com dies noch extra berechnete.

Inzwischen bin ich bei 8000/800 angelangt, während meine Nachbarn bei der Telekom immer noch "nur" mit 3072/368 abgespeisst werden;
und diejenigen, die das Pech haben 50 m weiter zu wohnen, erhalten gar nur 2000er DSL......
dabei gibt es das Produkt 3000er DSL bei T-Home gar nicht mehr, es muss ein 6000er Produkt bestellt werden, was aber überhaupt nicht geliefert werden kann!!!
[Call & Surf mit DSL 6000 (mit bis zu 3072 kbit/s möglich)]

Ach ja, 1u1 hat ja besser abgeschnitten wie Alice.....
Mein Nachbar unter mir ist bei 1u1, und bekommt mit seiner 3DSL-Variante, die eigentlich für 16000er DSL ausgelegt ist, gerade mal 2000er DSL mit Upload von 192 kbit/s.....ohne Worte
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[1.1.1.2] meiner79 antwortet auf frost
22.02.2009 13:29
Benutzer frost schrieb:


Genau das ist ja der Inhalt des DSL-Tests, der in der aktuellen Computerbild-Ausgabe besprochen wird: Hier wird das Tempo aus dem Router ausgelesen. Leider scheinen viele Leser hier aber das Heft und die Testsoftware selbst nicht zu kennen, sondern nur den normalen DSL-Test von computerbild.de. Der ist nützlich, aber in Kombination mit der Tempoangabe aus dem Router/Modem deutlich aussagekräftiger.

Wenns hinter dem Router langsamer wird, dann sollten Sie Ihren PC optimieren - deswegen gibt's in der Testsoftware auch einen Punkt "vor Optimierung" und "nach der Optimierung".


Ich denke mal nicht das die Software das Modem ausliest.
Zum einem sind die bei Alice nicht ohne weiteres zugänglich. Zum anderem sind es meisstens nur Modems. Wenn der Endkunde dort nen Router hinterklemmt, würd ich ja gern mal wissen wie die Software, ohne weitere Konfigs am Router, dann die Werte am Modem ausliest. Ohne die Software gesehen zu haben, behaupte ich das er nichts anderes macht als ne Geschwindigkeitsmessung.
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[1.1.1.2.1] interessierter_Laie antwortet auf meiner79
23.02.2009 10:35
Benutzer meiner79 schrieb:

Ich denke mal nicht das die Software das Modem ausliest. Zum einem sind die bei Alice nicht ohne weiteres zugänglich. Zum anderem sind es meisstens nur Modems. Wenn der Endkunde dort nen Router hinterklemmt, würd ich ja gern mal wissen wie die Software, ohne weitere Konfigs am Router, dann die Werte am Modem ausliest. Ohne die Software gesehen zu haben, behaupte ich das er nichts anderes macht als ne Geschwindigkeitsmessung.

Ja so siehts aus. Die Leitungswerte muss man per Hand eintragen - Eingabefehler vorprogrammiert, aber das kann CB bestimmt herausfiltern;) und hat damit ABSOLUT KORREKTE Werte für Ihren Anschiss verwendet.
Absolut unseriös!
Aber eigentlich ist es besser als wenn massenhaft Routerzugangsdaten abgefragt würden.