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IP Adr aufgebraucht


03.02.2011 19:12 - Gestartet von koelli
Wenn die IP-Adressen nach altem Standard nun aufgebraucht sind, aber IPv& erst Ende des Jahres kommt, was bedeutet das?
Kann man jetzt etwa bis Ende 2011 keine neuen Domains mehr anmelden?
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[1] GrößterNehmer antwortet auf koelli
03.02.2011 23:16
Nein, der Titel des Beitrags ist etwas reißerisch formuliert. Alle möglichen IPv4-Adressen wurden an Landesregistrare, Internetprovider,... vergeben. Diese haben aber auch noch Adressen, die sich nicht vergeben haben (also nicht benutzen). Bevor der verbleibende Vorrat aufgebraucht ist, sollten wir alle IPv6-fähig sein.

Gruß
GrößterNehmer
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[2] DenSch antwortet auf koelli
03.02.2011 23:42
Benutzer koelli schrieb:
Wenn die IP-Adressen nach altem Standard nun aufgebraucht sind, aber IPv& erst Ende des Jahres kommt, was bedeutet das? Kann man jetzt etwa bis Ende 2011 keine neuen Domains mehr anmelden?

Datt bedeutet, INTERNET IST ALLE !

Gibt ab sofort nur noch Internet zum Megapreis von 199,90€ im Monat für den Anschluss plus 1€ die Minute, wo man surfen will.
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[3] Albi aus Kiel antwortet auf koelli
04.02.2011 07:40
Nein,

Domains können weiterhin neu hinzukommen. Ein Server für das Internet kann sehr viele Domains 'gleichzeitig' verwalten. Eine Domain mehr oder weniger macht da keinen Unterschied.

Es geht hier um die Zuteilung von IP-Adressen für neue Unternehmen, wie Domain-Server oder DSL-Anbieter.

Wenn Du eine neue Firma aufmachst und DSL-Anschlüsse vermarten willst, müssen die Kunden während der DSL-Sitzung eine eindeutige IP-Adresse aus Deinem Fundus bekommen. Dazu benötigst Du erst mal einen Satz (sagen wir mal 32768 Stück) IP-Adressen, die Du dynamisch an die angemeldeten Kunden vergeben kannst.

Und hier ist die Knappheit: Das Kontingent ist begrenzt auf 4,3 Milliarden Adressen (2 hoch 32). Von denen sind aber noch einige abzuziehen, weil die anders vergeben sind:
1 x 16,7 Millionen mit 10.*.*.*
1 x 16,7 Millionen mit 127.*.*.*
16 x 16,7 Millionen mit 224.*.*.* bis 239.*.*.*

sowie kleiner Häppchen wie 192.168.*.* ...

Was jetzt passiert ist:
die IANA hällt alles zusammen und arbeitet mit 5 Gesellschaften zusammen, die die Erdteile repräsentieren. Diese haben nun alle einen letzten Schlag von 16,7 Millionen Adressen bekommen, um sie dort auf Anfrage zu verteilen. Die IANA hat nun aber keine mehr, sollten weitere dort angefragt werden. Früher war das möglich, nun nicht mehr.

Das soll der Artikel ausdrücken.
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[3.1] PeterOZ antwortet auf Albi aus Kiel
04.02.2011 11:24
Benutzer Albi aus Kiel schrieb:
Und hier ist die Knappheit: Das Kontingent ist begrenzt auf 4,3 Milliarden Adressen (2 hoch 32). Von denen sind aber noch einige abzuziehen, weil die anders vergeben sind:
1 x 16,7 Millionen mit 10.*.*.*
1 x 16,7 Millionen mit 127.*.*.*
16 x 16,7 Millionen mit 224.*.*.* bis 239.*.*.*

sowie kleiner Häppchen wie 192.168.*.* ...

Klär mich mal auf:
Was ist 10.*.*.* > 127.*.*.* > 224.*.*.* bis 239.*.*.*

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[3.1.1] fishhead antwortet auf PeterOZ
04.02.2011 11:28
http://tools.ietf.org/html/rfc3330
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[3.1.2] Albi aus Kiel antwortet auf PeterOZ
04.02.2011 12:44
Benutzer PeterOZ schrieb:
Klär mich mal auf: Was ist 10.*.*.* > 127.*.*.* > 224.*.*.* bis 239.*.*.*
>

Mal auf Deutsch und vereinfacht:
Jede jetzige Internet-Adresse besteht aus 4 Byte. Ein Byte kann Werte von 0 bis 255 annehmen, als 256 verschiedene Werte. Die 256 ergibt sich aus 2 hoch 8, da ein Byte aus 8 Bits besteht und jedes Bit zwei verschiedene Werte annehmen kann.

Zur Zeit kommunizieren die meisten Rechner in der Adressierung IPv4. Dort sieht eine Adresse beispielsweise wie folgt aus: 86.103.214.99 . Es sind vier Zahlen wie oben angegeben. Aufgrund dieser IP-Adresse (IPv4) kann ermittelt werden, wo der Rechner steht oder genauer gesagt, wie Datenpakete zu ihm geschickt werden können. Das heißt, es gibt einer Art weltweites Telefonbuch, welches anhand der Angabe einer IPv4 Adresse erkennen kann, wie ein Datenpaket zu diesem Rechner kommt. (siehe: www.utrace.de)

Die Angabe 10.*.*.* soll bedeuten, dass die Adressen, deren erstes Byte / erste Zahl den Wert 10 hat, nicht zum globalen (weltweiten) Adressierungsraum zählt. Diese und auch die anderen obigen Adressen sind aus dem weltweiten Adressierungsraum herausgelöst worden.

Das ist so, wie bei den Telefonvorwahlen in Deutschland. Anhand der Vorwahl 0611 ist zu erkennen, dass der Anschluss in Wiesbaden liegt. Es gibt dort aber auch Ausnahmen wie 0700, 0800, 0900, 015.. etc. Diese Vorwahlen haben eine andere Bedeutung so wie die Internet-Adressen, welche mit 10, 127, 224-239 .. anfangen.

Ich hoffe, dass das ich Deine Frage verständlich genug beantwortet habe. Falls ich das Thema / Problem nicht getroffen habe, frag' doch mal nach.
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[3.1.2.1] TheLittle antwortet auf Albi aus Kiel
05.05.2011 22:23
ich möchte noch erwähnen, dass das B-Netz 172.16 - 172.32 auch privat sind.

also entsprechend:
10/8
172.16/12
192.168/16

127/8

siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/IP-Adresse


aber sonst ist dieses Thema -IP_Adresse- für normale Nutzer, die nur surfen wollen, total uninteressant.

Aber das Thema: Kann ich keine Domains mehr kaufen? ist recht simpel: wenn man schon heute eine Domain über die IP erreicht werden möchte, geht das schon gar nicht mehr, weil wegen ganz vielen Clusters auch nicht mehr möglich ...

Beispiel: du hast eine Mailadresse bei web.de, nutzt pop3.web.de und smtp.web.de ... dahinter verbirgt sich ja auch nicht -ein- Rechner ... sondern wieder eine Appliance und mehrere Clusters ... etc. Aber um das INternet in der technischen Geschichte zu verstehen, sollte man sich div. Wiki-Artikel durchlesen.

Grüße