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Garantierte Mindestbandbreite


27.10.2011 19:00 - Gestartet von DenSch
Also... irgendwie ist zumindest das Gesetz ja irgendwie... witzlos.

Ich als Betreiber würde dann einfach 384 kbit/sek als Mindestbandbreite garantieren. Bei allen Verträgen.

Somit ist das ein völlig witzloses Gesetz...
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[1] blubbla antwortet auf DenSch
27.10.2011 22:28
Ich als Betreiber würde dann einfach 384 kbit/sek als Mindestbandbreite garantieren. Bei allen Verträgen.

Somit ist das ein völlig witzloses Gesetz...

genau das selbe hab ich auch gesagt als vor monaten schon solch eine idee in den raum geworfen wurde. und ich könnte wetten das es so umgesetzt wird :)
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[1.1] Zündi antwortet auf blubbla
27.10.2011 23:02
Benutzer blubbla schrieb:
Ich als Betreiber würde dann einfach 384 kbit/sek als Mindestbandbreite garantieren. Bei allen Verträgen.

Somit ist das ein völlig witzloses Gesetz...

genau das selbe hab ich auch gesagt als vor monaten schon solch eine idee in den raum geworfen wurde. und ich könnte wetten das es so umgesetzt wird :)

Möglicherweise aber nicht bei allen Anbietern. Und eine höhere Mindestbandbreite anzubieten als die Konkurenz könnte durchaus ein Wettbewerbsvorteil sein. Bei Verträgen ohne Mindestlaufzeit oder wo man im 1. Monat ab Schaltung ohne Grund kündigen kann ist eine solche Mindestbandbreite allerdings nicht nötig, da man ja einfach den Anbieter wechseln kann, wenn der Anschluss zu langsam ist.
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[2] saintsimon antwortet auf DenSch
28.10.2011 04:06
Benutzer DenSch schrieb:
Also... irgendwie ist zumindest das Gesetz ja irgendwie... witzlos.

Ich als Betreiber würde dann einfach 384 kbit/sek als Mindestbandbreite garantieren. Bei allen Verträgen.

Somit ist das ein völlig witzloses Gesetz...

Es gibt also keinen Wettbewerb hierzulande und den Konkurrenten eines Anbieters würde es niemals einfallen, mit höherer garantierter Mindestbandbreite Kunden anzulocken? Für Dich unvorstellbar? Noch nie beobachtet?

Du als Betrieber wärst ein Pleitekandidat mangels Geschäftstüchtigkeit.
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[2.1] DenSch antwortet auf saintsimon
28.10.2011 09:32
Naja, im mobilen Internet gibt es auch ein Haufen Wettbewerb.

Trotzdem wird überall nur mit bis zu geworben.


Im übrigen fällt mir grad ein, das es schon garantierte Geschwindigkeiten quasi im Festnetz gibt. Bei 6000 z.b. Heißt es bei Vodafone, das es 3000-6000 sind...
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[3] JoRi antwortet auf DenSch
29.10.2011 11:47
Die Abgeordneten hatten ja auch nur ein paar Stunden vorher den Gesetzestext erhalten. Da ist wohl vieles nicht durchdacht. Der Bundesrat muss da wohl noch einiges korrigieren.


Benutzer DenSch schrieb:
Also... irgendwie ist zumindest das Gesetz ja irgendwie... witzlos.

Ich als Betreiber würde dann einfach 384 kbit/sek als Mindestbandbreite garantieren. Bei allen Verträgen.

Somit ist das ein völlig witzloses Gesetz...
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[3.1] spaghettimonster antwortet auf JoRi
29.10.2011 16:40
Benutzer JoRi schrieb:
Die Abgeordneten hatten ja auch nur ein paar Stunden vorher den Gesetzestext erhalten. Da ist wohl vieles nicht durchdacht.

Na ja, der Wirtschafsausschuss hat ja Monate darüber gebrütet. Die Nicht-Fachpolitiker checken das eh nicht bzw. sind zu faul sich einzuarbeiten und geben und dackeln bei der Abstimmung blind ihrer Fraktion hinterher, das ist auch bei anderen Gesetzen so, wenn mehr Zeit ist. Außerdem ist die Vorlage nicht komplett neu, sondern sie ändert nur einiges am Regierungsentwurf vom Mai.
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[4] helmut-wk antwortet auf DenSch
05.11.2011 09:13
Benutzer DenSch schrieb:
Also... irgendwie ist zumindest das Gesetz ja irgendwie... witzlos.

Ich als Betreiber würde dann einfach 384 kbit/sek als Mindestbandbreite garantieren. Bei allen Verträgen.


Öh, also im Artikel steht:
>> Um welche Bandbreite es bei den Universaldiensten ginge, wurde
>> offengelassen, nur Werte zwischen zwei und sechs Megabit pro Sekunde
>> waren immer wieder zu hören.

Das heißt doch: im Gesetz wird eine Mindestbandbreite stehen, wie hoch die sein wird macht die Opposition zur Verhandlungssache, ofder sie ist sich selbst noch nicht ganz einig.

Somit ist das ein völlig witzloses Gesetz...

Offenbar war es witzlos, dass du den Artikel gelesen hast.
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[4.1] DenSch antwortet auf helmut-wk
05.11.2011 10:01
Natürlich habe ich alles verstanden was dort in dem Text steht.

Ich habe nur weiter gedacht als du so wie es scheint.
Auch wenn das Gesetzt sagen wir 2000 als Mindestbandbreite vorschreibt.

Was glaubst du passiert bei den Gebieten wo nur dsl light oder gerade so 2000 anliegt?
Kein anbieter wird da dann mindestens 2000 garantieren weil es technisch gar nicht geht.

Wäre ich Anbieter, würde ich in diesen Gegenden kein DSL mehr anbieten, wegen dem Gesetz.

Kurzum: wenn es so kommt wiebich mir zusammen spinnt, werden die weißen Flecken noch grösser.
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[4.1.1] helmut-wk antwortet auf DenSch
05.11.2011 12:19
Benutzer DenSch schrieb:
Was glaubst du passiert bei den Gebieten wo nur dsl light oder gerade so 2000 anliegt?

Da wird gemäß Gesetz das Netz (im allgemeinsten Sinn des Wortes, ob nun DSL, LTE oder sonst was) ausgebaut, so dass die Mindestbandbreite zustande kommt.

Wobei ich jetzt nicht weiß, wie das Prozedere nach den Vorstellungen der Opposition sein soll. die Konditionen der LTE-Versteigerung erlauben ja jetzt schon, Anbieter in die Pflicht zu nehmen und sie zu verdonnern, gefälligst die Mindestbandbreite in Gebiet X sicherzustellen. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Staat Ausschreibungen zu entsprechenden Projekten veröffentlicht und die Kosten übernimmt.
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[4.1.1.1] DenSch antwortet auf helmut-wk
05.11.2011 12:38
Benutzer helmut-wk schrieb:
Benutzer DenSch schrieb:
Was glaubst du passiert bei den Gebieten wo nur dsl light oder gerade so 2000 anliegt?

Da wird gemäß Gesetz das Netz (im allgemeinsten Sinn des Wortes, ob nun DSL, LTE oder sonst was) ausgebaut, so dass die Mindestbandbreite zustande kommt.

Im Ernst, du glaubst das auch nicht wirklich oder? Bevor die (hundert)tausende in den Ausbau stecken nur um die Mindestbandbreite zu garantieren, streichen die die Gebiete lieder aus der Vermarktung.
Verständlich.



Wobei ich jetzt nicht weiß, wie das Prozedere nach den Vorstellungen der Opposition sein soll. die Konditionen der LTE-Versteigerung erlauben ja jetzt schon, Anbieter in die Pflicht zu nehmen und sie zu verdonnern, gefälligst die Mindestbandbreite in Gebiet X sicherzustellen. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Staat Ausschreibungen zu entsprechenden Projekten veröffentlicht und die Kosten übernimmt.


MIt dem LTE kam ja was ganz neus was es noch nirgends gab. Da war es relativ leicht, vorzuschreiben wo man erst ausbauen muss bevor man an die Filet Stükchen geht.

Beim bestehenden DSL wäre es der Todesstoß für alle, wenn die Regierung vorschreibt, ihr müsst ab sofort erst überall Mindestes Bandbreite X anbieten um in den Städten weiter vermarkten zu dürfen.

Eher letztere Aussage von dir denke ich wird kommen, abwarten.


Das Gesetz mit dem Mindestbandbreiten ist wie auf Kies gefurzt.
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[4.1.1.1.1] helmut-wk antwortet auf DenSch
05.11.2011 13:50
Benutzer DenSch schrieb:
Da wird gemäß Gesetz das Netz (im allgemeinsten Sinn des Wortes, ob nun DSL, LTE oder sonst was) ausgebaut, so dass die Mindestbandbreite zustande kommt.

Im Ernst, du glaubst das auch nicht wirklich oder? Bevor die (hundert)tausende in den Ausbau stecken nur um die Mindestbandbreite zu garantieren, streichen die die Gebiete lieder aus der Vermarktung.
Verständlich.

Versteh dein Problem nicht.

1.: Schon heute ist es so, dass wenn du ein Haus baust, du Anspruch auf Anschlüsse hast, nämlich Trinkwasser, Strom und Telefon (letzteres stammt noch aus der Zeit des analogen Telefonnetzes der Bundespost). In Zukunft soll der Anpsruch auf beiden Breitbandanschluss dazu kommen.

2.: Wenn so ein gesetzlicher Anspruch besteht, muss der realisiert werden, und wenn sich die Anbieter weigern, verstoßen sie gegen das Gesetz. Das Baurecht verhindert schon, dass jeder seine Hütte einfach in die Pampa setzen darf und dann Anspruch auf Anschlüsse hat.

Beim bestehenden DSL wäre es der Todesstoß für alle, wenn die Regierung vorschreibt, ihr müsst ab sofort erst überall Mindestes Bandbreite X anbieten um in den Städten weiter vermarkten zu dürfen.

Es muss ja nicht sein, dass jeder Anbieter zwingend überall anbietet. Entweder gibt es einen Anbieter, der die Grundversorgung garantieren muss (das dürfte dann wohl die Bundespost, ähh Telekom sein), oder das wird regional aufgeteilt. Z.B. indem überall, wo es noch kein ausreichendes Breitband gibt, ein Auftrag vergeben wird (der den Staat entsprechend was kostet), oder nur die Marktführer in die Pflicht genommen werden, die dann auch noch gegenseitig absprechen dürfen, dass in einer bestimmten Region nur einer ausbaut (also entsprechende Verträge aufsetzen dürfen, die die "weißen Flecken" aufteilen).
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[4.1.1.1.1.1] DenSch antwortet auf helmut-wk
05.11.2011 16:37
Benutzer helmut-wk schrieb:


Versteh dein Problem nicht.

1.: Schon heute ist es so, dass wenn du ein Haus baust, du Anspruch auf Anschlüsse hast, nämlich Trinkwasser, Strom und Telefon (letzteres stammt noch aus der Zeit des analogen Telefonnetzes der Bundespost). In Zukunft soll der Anpsruch auf beiden Breitbandanschluss dazu kommen.

Du weißt aber wer die "Erschließungskosten" trägt oder? Das ist weder das Wasserwerk, noch das E-Werk. Das trägt schön der bauherr...
Desweiteren ist es weitaus billiger, Wasser und Strom in die entferntesten Gegenden zu bringen, als Internet. Denn bei den ersten beiden spielt die Leitungslänge eine wesentlich geringere Rolle als bei einem DSL Anschluss.
Bei einem Telefonanschluss (reine Telefonie!) das gleiche. Da spielt die Leitungslänge fast keine wirkliche Rolle.



2.: Wenn so ein gesetzlicher Anspruch besteht, muss der realisiert werden, und wenn sich die Anbieter weigern, verstoßen sie gegen das Gesetz. Das Baurecht verhindert schon, dass jeder seine Hütte einfach in die Pampa setzen darf und dann Anspruch auf Anschlüsse hat.

Siehe oben. Wenn man Anspruch drauf hat, die erschließungsksoten aber 5 stellig sind, wird da keiner drauf bestehen.


Beim bestehenden DSL wäre es der Todesstoß für alle, wenn die Regierung vorschreibt, ihr müsst ab sofort erst überall Mindestes Bandbreite X anbieten um in den Städten weiter vermarkten zu dürfen.

Es muss ja nicht sein, dass jeder Anbieter zwingend überall anbietet. Entweder gibt es einen Anbieter, der die Grundversorgung garantieren muss (das dürfte dann wohl die Bundespost, ähh Telekom sein), oder das wird regional aufgeteilt. Z.B. indem überall, wo es noch kein ausreichendes Breitband gibt, ein Auftrag vergeben wird (der den Staat entsprechend was kostet), oder nur die Marktführer in die Pflicht genommen werden, die dann auch noch gegenseitig absprechen dürfen, dass in einer bestimmten Region nur einer ausbaut (also entsprechende Verträge aufsetzen dürfen, die die "weißen Flecken" aufteilen).

Das mit den Regionen ist ein nettes Spielzeug. Kann aber auch nach hinten losgehen. Wie bei den Kabelanbietern. Wettbewerb? Gibts nicht. Und wenn es den nicht gibt, kann derjenige, der vor Ort ist, fleißig die Preise diktieren. Bis ins unermessliche.
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[4.2] Ali.As antwortet auf helmut-wk
06.11.2011 11:57
Benutzer DenSch schrieb:
Also... irgendwie ist zumindest das Gesetz ja irgendwie... witzlos.

Ich als Betreiber würde dann einfach
384 kbit/sek als Mindestbandbreite garantieren. Bei allen Verträgen.

Benutzer helmut-wk schrieb:
Öh, also im Artikel steht:
>> Um welche Bandbreite es bei den
>> Universaldiensten ginge, wurde
>> offengelassen, nur Werte zwischen
>> zwei und sechs Megabit pro Sekunde
>> waren immer wieder zu hören.

Das heißt doch: im Gesetz wird eine
Mindestbandbreite stehen, wie hoch die sein wird macht die Opposition zur Verhandlungssache, ofder sie ist sich selbst noch nicht ganz einig.


Hallo Helmut,

Dein Zitat stammt aus dem Artikel
https://www.teltarif.de/tkg-novelle-folgen-...
vom 28.10.2011 und bezieht sich auf die Bandbreite beim UNIVERSALDIENST.

Dem Herrn DenSch ist allerdings wohl in der Zwischenzeit entfallen, daß sein Beitrag
https://www.teltarif.de/forum/s32838/14-1.html
auf den Artikel
https://www.teltarif.de/bundestag-tkg-novelle-...
vom 27.10.2011 reagierte und sich auf folgendes bezog:

| DSL-Anbieter müssen ihren Kunden künftig bei
| Vertragsabschluss eine Mindestgeschwindigkeit
| zusichern. Damit soll mit der TKG-Novelle die
| "bis-zu"-Problematik beseitigt werden, bei der
| Anschlüsse mit "bis zu 16 MBit/s" beworben
| werden, beim Kunden unter Umständen aber nur
| einstellige Datenraten ankommen.

Und das ist WAS ANDERES:
nämlich wenn sich Leute hier im Forum beschweren,
sie bezahlten doch den Tarif "DSL 16.000" bei Anbieter XY,
würden aber keine 16 MBit/s, sondern viel weniger Bandbreite geliefert bekommen.

Und ich find's gut, daß diese irreführenden Tarifbezeichnungen durch die TKG-Novelle endlich verboten werden (sollen):
denn wenn ich im Supermarkt einen Beutel Kartoffeln (2,5 kg) kaufe,
will ich ja auch nicht, daß da BIS ZU 2,5 kg drin sind,
sondern daß es MINDESTENS 2,5 kg sind!

_______________­__________­__________­_______________
Dieser Beitrag antwortet auf:
https://www.teltarif.de/forum/s32838/14-8.html
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[4.2.1] helmut-wk antwortet auf Ali.As
06.11.2011 17:38
Benutzer Ali.As schrieb:
Dein Zitat stammt aus dem Artikel
https://www.teltarif.de/tkg-novelle-folgen-... vom 28.10.2011 und bezieht sich auf die Bandbreite beim UNIVERSALDIENST.

Dem Herrn DenSch ist allerdings wohl in der Zwischenzeit entfallen, daß sein Beitrag
https://www.teltarif.de/forum/s32838/14-1.html
auf den Artikel
https://www.teltarif.de/bundestag-tkg-novelle-... vom 27.10.2011 reagierte...

Danke für den Hinweis, ich hatte beide Artikel gelesen und dann offenbar nicht sauber voneinander getrennt, zumal teltarif ja die Beiträge irgendwie merkwürdig gruppiert ...