Diskussionsforum
  • 01.02.2009 21:39
    mungojerrie schreibt

    Compact Flash

    Sehr interessant finde ich, dass solche Standard-Schlampereien vor allem bei Massenprodukten vorkommen. Bei Digitalkameras habe ich bisher immer darauf geachtet, Modelle mit Compact Flash zu kaufen. Der Standard hat zwar indirekt ebenfalls Grössenbeschränkungen enthalten, ist jedoch auf- und abwärtskompatibel.

    Die einzig tatsächliche Grenze ist die Fähigkeit FAT16 oder FAT32 verarbeiten zu können. Ältere Kameras beherrschen nur FAT16 und haben deswegen ein Limit von 2 GByte. Jedoch kann ich meine alte 32 MByte CF Karte heute noch überall lesen und sogar eine aktuelle EOS kann auf sie schreiben; wenn auch nur wenige Bilder und die relativ langsam.

    Der SD Standard ist dagegen eine Katastrophe. Selbst teure Auto-Navisysteme machen da Probleme. So mancher VAG Festeinbau kann SDs mit mehr als 2 Gbyte nicht verarbeiten, da er SDHC eben nicht beherrscht. Damit disqualifiziert sich dieser Standard eigentlich für jede sinnvolle Nutzung. Wieso standardisiere ich eigentlich, wenn ich nach einem Jahr es wieder wegwerfen kann? Dann kommen wir ja wirklich in eine Wegwergesellschaft. Früher haben wir einfache Dinge weggeworfen, bald werfen wir ganze Autos weg, weil nach einem Jahr der Fehlerspeicher nicht mehr gelesen werden kann...

    Mungojerrie
  • 03.02.2009 02:49
    jos antwortet auf mungojerrie
    SD / SDHC / CF
    Ich stimme Dir grundsätzlich zu, ein paar kleine Ergänzungen von mir:

    FAT16 Partitionen sind auch mit >2 GB möglich, nur nicht mit Windows-Bordmitteln. Z.B. Navigon-Navigationssysteme arbeiten mit FAT16 übrigens erheblich schneller als mit FAT32, deshalb ist FAT16 oft sinnvoll.

    Es gibt auch viele Geräte, die bei CF-Karten Größenlimits haben (unabhängig vom o.g. Filesystem).

    Es gibt übrigens auch SD (ohne HC) Karten, mit >2 GB. Die sind zwar nicht standardkonform, funktionieren aber in vielen Geräten, die kein SDHC verstehen (eine 4 GB Karte ohne HC kostet meist 1-2 EUR mehr als eine SDHC).