Diskussionsforum
Menü

warum nicht ganz anders?


03.09.2009 11:00 - Gestartet von stefie-im-netz
einmal geändert am 03.09.2009 11:24
Hallo,
seit Jahren gibt es den Kampf um die Netzzugänge und wenn sich die Betreiber der einzelnen Netze "helfen" und gegenseitig ins jeweils andere Netz lassen, dann ist das doch gut.

Noch besser wäre es natürlich, wenn es so eine Art "TK-Netz GmbH" oder "TK-Netz-AG" geben würde, welche für alle Anbieter die gleichen Bedingungen schafft. Da alle Anbieter dann von dieser besagten Firma die Zugänge zu gleichen Konditionen mieten könnten und somit die Grundstruktur des Telekommunikationsnetzes von "Außen" gewährleistet wird.
Alle Firmen zahlen fleißig "Beiträge" an diese Firma und diese baut das gesamte TK-Netz in ganz Deutschland für alle aus.
Es wird keiner bevorzugt oder benachteiligt und alle haben die gleichen Voraussetzungen. Dann ist wirklich der Service und die eigene Preisgestaltung der Firmen dafür verantwortlich, ob die Firma Kunden hat, neue dazu bekommt oder irgendwann von der Konkurenz geschluckt wird.

In diesem Sinne

Stefan
Menü
[1] Micky34 antwortet auf stefie-im-netz
03.09.2009 14:32
Weil das nicht gewollt ist.

Von der Telekom ist das nicht gewollt, weil sie ihr Netz verlieren würde

Von den Privaten ist das nicht gewollt weil sie dann c2c zulassen müßten.

Die dritte Möglichkeit, keiner muß mehr C2C zulassen ist garantiert nicht von der Politik gewollt und wahrscheinlich auch nicht von den Privaten mit eigenem Netz, da die ja auch c2c anbieten.
Menü
[2] rainbow antwortet auf stefie-im-netz
17.09.2009 00:44
Benutzer stefie-im-netz schrieb:
... Noch besser wäre es natürlich, wenn es so eine Art "TK-Netz GmbH" oder "TK-Netz-AG" geben
würde, welche für alle Anbieter die gleichen Bedingungen schafft. ...

Ich bin entrüstet. ;-)
Du willst doch nicht etwa Gleichmacherei oder gar sozialistische Planwirtschaft? Das wäre ja vergleichbar mit der beinahe kommunistischen Forderung, die Anzahl der Krankenkassen (z.Z. über 200) deutlich zu verringern.
Ich fordere Freiheit. Jeder DSL-Anbieter soll seine eigenen Kabel und Verteilerkästen haben. ;-)
In diesem Sinne
mfg
Menü
[3] lucky2029 antwortet auf stefie-im-netz
17.09.2009 13:50
Ich denke auch das es gut wäre ein gemeinsames Netz für alle zu haben. Es macht nun mal Wirtschaftlich keinen Sinn das jeder Anbieter seine eigenen Kabel verlegt. Allerdings hätte man das damals bei der Marktöffnung direkt so machen müssen. Das damalige Netz welches jetzt der Telekom gehört wurde eh größtenteils durch unsere Steuern Finanziert, hätte also aus meiner Sicht ohne Probleme in einer unabhängigen Firma verbleiben können. Vergleichbar mit dem Streckennetz der Bahn, wo ich ja hoffe das wir endlich verstanden haben, das in solch einen Fall eine Privatisierung keinen Sinn macht.
Menü
[3.1] ezc antwortet auf lucky2029
04.12.2009 18:58
Benutzer lucky2029 schrieb:
Ich denke auch das es gut wäre ein gemeinsames Netz für alle zu haben. Es macht nun mal Wirtschaftlich keinen Sinn das jeder Anbieter seine eigenen Kabel verlegt. Allerdings hätte man das damals bei der Marktöffnung direkt so machen müssen.

Soweit ist die Argumentation nachvollziehbar ...

Das damalige Netz welches jetzt der Telekom gehört wurde eh größtenteils durch unsere Steuern Finanziert,

... aber das stimmt einfach nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Aus der Telefonsparte der Post wurde Geld abgezogen. Das ist doch auch der Grund, warum vor der Privatisierung die Gesprächspreise teurer waren als eigentlich notwendig.

hätte also aus meiner Sicht ohne Probleme in einer unabhängigen Firma verbleiben können.

Wäre evtl. trotzdem möglich gewesen.

Vergleichbar mit dem Streckennetz der Bahn, wo ich ja hoffe das wir endlich verstanden haben, das in solch einen Fall eine Privatisierung keinen Sinn macht.

Ja, so ganz vergleichbar ist es nicht, da hier wirklich große Summen aus Steuern hineingeflossen sind. Aber ob das den entscheidenden Unterschied macht?

Die Neutralität wäre sicher am besten gegeben, wenn man den Netzbetrieb ausgelagert hätte. Man hätte ihn evtl. nicht einmal privatisieren müssen. Aber diese Privatisierung war damals wohl allgemein (nicht nur in Deutschland!) politisches Ziel.

Zu einer Abtrennung des Netzbetriebs wäre ja trotzdem keine "Enteignung" nötig gewesen, lediglich eine Aufteilung bzw. "Zerschlagung".
Menü
[4] CyberTim antwortet auf stefie-im-netz
28.01.2010 21:34
Ich würde noch einen Schritt weiter gehen: Diese TK-Netz GmbH/AG wird ein staatliches Unternehmen. Warum staatlich? Ganz einfach: Die Infrastruktur gehört keinen privaten Unternehmen mehr. Sprich, wenn so ein privater Provider Pleite geht, muss er nicht mit Steuergeldern aufgefangen werden, nur um eine Grundversorgung sicher zu stellen. Ein weitere Vorteil wäre der, dass auch in ländlichen Gebieten ausgebaut wird, wo es sich betriebswirtschaftlich eigentlich nicht rechnert. Ein weiterer Vorteil wären Zusatzeinnahmen für den Staat.
Menü
[4.1] batrabbit antwortet auf CyberTim
29.01.2010 00:11
Benutzer CyberTim schrieb:

Ich würde noch einen Schritt weiter gehen: Diese TK-Netz GmbH/AG wird ein staatliches Unternehmen. Warum staatlich? Ganz einfach: Die Infrastruktur gehört keinen privaten Unternehmen mehr. Sprich, wenn so ein privater Provider Pleite geht, muss er nicht mit Steuergeldern aufgefangen werden, nur um eine Grundversorgung sicher zu stellen. Ein weitere Vorteil wäre der, dass auch in ländlichen Gebieten ausgebaut wird, wo es sich betriebswirtschaftlich eigentlich nicht rechnert. Ein weiterer Vorteil wären Zusatzeinnahmen für den Staat.

Über staatlich oder nicht lässt sich streiten, aber deine Be-
gründung ist lächerlich. Muss nicht mit Steuergeldern auf-
gefangen werden? Wovon denn sonst? Und wovon soll der Ausbau,
der "sich betriebswirtschaftlich eigentlich nicht rechnet",
bezahlt werden, wenn nicht von Steuergeldern?