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technische Realisation?


12.10.2000 16:46 - Gestartet von joneit
Mal eine kurze Zwischenfrage: Wie soll der Gebuehrenimpuls eigentlich realisiert werden, wenn doch die Takte und Taktpreise so unterschiedlich sind? Schliesslich erwarten herkoemmliche Geraete doch einfach nur einen Impuls, der ihnen sagt, dass eine Einheit vorbei ist...

Werden die neuen Anbieter jetzt einen Telekom-aehnlichen Impuls simulieren (Also wenn z.B. 12 Pf vorbei sind)? Von Kostenkontrolle kann dann wohl keine Rede sein, besonders wenn der Anbieter selbst mit einem eigenen Einheitensystem arbeitet (Wie die Citykom MS, soweit ich weiss...)

Tobias
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[1] ziemann antwortet auf joneit
12.10.2000 20:10
Benutzer joneit schrieb:

Mal eine kurze Zwischenfrage: Wie soll der Gebuehrenimpuls eigentlich realisiert werden, wenn doch die Takte und Taktpreise so unterschiedlich sind? Schliesslich erwarten herkoemmliche Geraete doch einfach nur einen Impuls, der ihnen sagt, dass eine Einheit vorbei ist...

Das eingesetzte Verfahren übermittelt den Preis als Euro-Cent pro Zeiteinheit. D.h. prinzipiell ist eine sekundengenaue Tarifierung damit möglich. Da aber 16 kHz bei analog und AOC bei ISDN z.Zt. noch den 12 Pfg.-Taktimpuls realisieren, entsteht bei der Umrechnung in der Ortsvermittlungsstelle eine Ungenauigkeit zwischen 0 Pfg. und max. 12 Pfg.
Wenn der Provider (z.B. DTAG) eine "Sekundenabrechnung" als AOC-Variante anbieten würde, so wäre die Information also genau.

Werden die neuen Anbieter jetzt einen Telekom-aehnlichen Impuls simulieren (Also wenn z.B. 12 Pf vorbei sind)? Von Kostenkontrolle kann dann wohl keine Rede sein, besonders wenn der Anbieter selbst mit einem eigenen Einheitensystem arbeitet (Wie die Citykom MS, soweit ich weiss...)
>

Wie oben gesagt, ist das Verfahren pro Gespräch mit einem Fehler von kleiner 12 Pfg. belastet. Die erscheint mir aber vertretbar.

Tobias
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[1.1] Mikey.09 antwortet auf ziemann
20.10.2000 18:29
Benutzer ziemann schrieb:


Wie oben gesagt, ist das Verfahren pro Gespräch mit einem Fehler von kleiner 12 Pfg. belastet. Die erscheint mir aber vertretbar.

Bei Minutenpreisen ab ca. 3 Pf/min wäre das ein Fehler von bis zu 4 Minuten! Und das soll vertretbar sein?
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[2] StefanN antwortet auf joneit
12.10.2000 23:51
Benutzer joneit schrieb:

Mal eine kurze Zwischenfrage: Wie soll der Gebuehrenimpuls eigentlich realisiert werden, wenn doch die Takte und Taktpreise so unterschiedlich sind? Schliesslich erwarten herkoemmliche Geraete doch einfach nur einen Impuls, der ihnen sagt, dass eine Einheit vorbei ist...

Werden die neuen Anbieter jetzt einen Telekom-aehnlichen Impuls simulieren (Also wenn z.B. 12 Pf vorbei sind)? Von Kostenkontrolle kann dann wohl keine Rede sein, besonders wenn der Anbieter selbst mit einem eigenen Einheitensystem arbeitet (Wie die Citykom MS, soweit ich weiss...)

Tobias

Genau das frage ich mich auch schon die ganze Zeit. Das kann doch eigentlich mit einem bisherigen, "alten" Telefon gar nicht vernünftig funktionieren bei den vielen unterschiedlichen Minutenpreisen und Taktungen (Minutentakt bzw. Sekundentakt). Bei meinem analogen Telefon "Baujahr" 1995, kann ich eine Gebühreneinheit (z. B. 0,12 Pf.) einprogrammieren. Der Gebührenzähler addiert dann bei jedem übermittelten Gebührenimpuls (bislang ja nur von der Telekom) 12 Pfennig. Nach meinem Wissen hat doch der Gebührenzähler bei allen bisher hergestellten Telefonen so funktioniert, oder irre ich mich da??? Ich habe übrigens auch T-Net 100 seit ca. 1 Monat. Von der Telekom wurde mir gesagt, daß der Gebührenzähler die Gespräche weiterhin genau so anzeigt wie vorher (12-Pfennig-Taktung), dieses würde sich aber wahrscheinlich bald ändern.
Der neue Gebührenimpuls kann demnach ja meiner Meinung nach nur richtig mit neuen Telefonen oder Zusatzgeräten angezeigt werden, alles andere kann man ja wohl vergessen.
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[2.1] RE: technische Realisation? (StefanN)
www.luebeck-sh.de antwortet auf StefanN
13.10.2000 06:16
RE: Genau das frage ich mich auch schon die ganze Zeit. Das kann doch eigentlich mit einem bisherigen, "alten" Telefon gar nicht vernünftig funktionieren bei den vielen unterschiedlichen Minutenpreisen und Taktungen (Minutentakt bzw. Sekundentakt). Bei meinem analogen Telefon "Baujahr" 1995, kann ich eine Gebühreneinheit (z. B. 0,12 Pf.) einprogrammieren. Der Gebührenzähler addiert dann bei jedem übermittelten Gebührenimpuls (bislang ja nur von der Telekom) 12 Pfennig.

Diesen Gebührenzähler habe ich auch. Man bekommt sie auf dem Flohmarkt für DM 3,- immer noch zu kaufen.

Sollte der eingebaute "Taschenrechner" nicht aktuell sein, schalte ich einfach auf die Impulsanzeige um. Dann muss ich selbst ausrechnen, was das Gespräch gekostet hat. Die jetzt eingestellten 12 Pfennige sind ja auch nur ein Rundungswert.

Mein Gebührenanzeiger kann zusätzlich die Zeit zwischen zwei Impulsen messen. Dann zeigt er genau an, wann der nächste Impuls kommt. Das funktioniert bei 0180 Nummern und bei Orstgesprächen sehr gut.



Reiner


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[2.2] tjacobs antwortet auf StefanN
13.10.2000 10:25
Der neue Gebührenimpuls kann demnach ja meiner Meinung nach nur richtig mit neuen Telefonen oder Zusatzgeräten angezeigt werden, alles andere kann man ja wohl vergessen.

... also mein Einheitenzähler zählt bei jedem
Impuls die mechanische Anzeige um eins hoch. Dann weiss
man ganz genau, wieviele Einheiten man vertelefoniert hat
(evtl. muss man anschliessend noch herausfingen, was
eine Einheit kostet, aber dafür ist ein "Einheitenzähler"
ja nicht verantwortlich).
-tjacobs
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[2.2.1] StefanN antwortet auf tjacobs
13.10.2000 15:54
Benutzer tjacobs schrieb:

Der neue Gebührenimpuls kann demnach ja meiner Meinung nach nur richtig mit neuen Telefonen oder Zusatzgeräten angezeigt werden, alles andere kann man ja wohl vergessen.

... also mein Einheitenzähler zählt bei jedem Impuls die mechanische Anzeige um eins hoch. Dann weiss man ganz genau, wieviele Einheiten man vertelefoniert hat (evtl. muss man anschliessend noch herausfingen, was eine Einheit kostet, aber dafür ist ein "Einheitenzähler" ja nicht verantwortlich).
-tjacobs

Das ist natürlich auch eine Idee, ich glaube, ich kann das bei meinem Telefon auch so einprogrammieren. Hauptsache, die Gebührenimpulse werden von jedem Anbieter richtig übermittelt. Trotzdem ist das natürlich relativ umständlich, wenn man sich selber jedesmal den Gesprächspreis ausrechnen muß. Außerdem müsste man dann ja selber die einzelnen Gespräche notieren, um die bisher aufgelaufene Gesamtsumme rauszukriegen. Aber es wird doch hoffentlich bald Telefone/Zusatzgeräte geben, die einem diese Arbeit abnehmen.
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[2.2.2] tk-baby antwortet auf tjacobs
20.10.2000 18:36
... also mein Einheitenzähler zählt bei jedem Impuls die mechanische Anzeige um eins hoch. Dann weiss man ganz genau, wieviele Einheiten man vertelefoniert hat (evtl. muss man anschliessend noch herausfingen, was eine Einheit kostet, aber dafür ist ein "Einheitenzähler" ja nicht verantwortlich).

Das wird aber bei Anbietern mit Sekundentakt lustig, da dann je Takt 1/60 des jeweiligen Betrages fällig sind - oder es wird wirklich ein Standardimpuls nach jeweils 10 oder 12 Pfennig geschickt.

Übrigens hat auch BigT unterschiedliche Takte und Preise (Ort 12Pf/Takt, Fern 6Pf/Min).

Was hier fehlt, ist definitiv ein komplett neues System - was natürlich wieder mit teuren neuen Geräten für den Anwender verbunden ist.

Besser fände ich es, wenn JEDER Anbieter die Rechnung seinen Kunden online und tagesaktuell zugänglich machen würde!