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Kinder und Computer


12.10.2000 00:00 - Gestartet von Fedra
Kinder bekommen zuwenig Unterricht mit Internet und Computer, Kinder ohne Computer sind unterpreviligiert und haben schlechtere Chancen. Jedes Klassenzimmer soll mit Rechnern vollgestopft werden. So immer wieder der Tenor solcher Meldungen, die oft genug nur von den Herstellern lanciert werden.

Alles Mumpitz, wie ich meine.

Die heute im Berufsleben stehenden sind das beste Beispiel dafür, daß man die dort meist erforderliche Bedienung der Standard-Software mühelos auch ohne Schule erlernen kann, wenn man das denn braucht.

Wo das Internet allerdings heute wirklich gebraucht wird, hat mir noch niemand deutlich machen können.
Nicht umsonst gehen die Geschäfte all jener hier schlecht, die was anderes machen, als die Maschinerie selbst am Laufen zu halten.

Streicht man alle Luftblasen und Zukunftsträume ist und bleibt das hier vorerst eine Subkultur und es ist die Frage, ob das je anders wird. Die Zahlen über die Nutzer des Internet sind ebensolche Luftschlösser. Das ständige Gerede in den Medien verführt viele sich einzuschalten, die meisten sind nach 8 Wochen wieder weg.

Fernsehen ist einfachere Unterhaltung. Und die moderne Art des Radiobastlertums, die heute mit Computer und Internet daherkommt, ist immer nur eine Sache von Minderheiten.
(Auch wenn man es anders glaubt, weil die Journalisten jetzt mitspielen)

In den Schulen jedenfalls gibt es bei ständig sich verdichtendem Wissensbedarf wichtigeres zu lernen, als die Bedienung einer Software, die alle paar Monate geändert wird, oder die in wenigen Jahren eh niemand mehr braucht, weil sie durch neueres ersetzt ist.

Es wird auch nie genug Geld geben, um alle Schulen immer mit den gerade aktuellen Rechnern zu versorgen.
Das wäre vielleicht den Herstellern recht, sicher würde das Geld aber für wichtige(re) Dinge fehlen!

Fedra