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VoIP ist wegen niedriger Qualität nicht brauchbar für ernsthafte Anwendungen


07.11.2008 07:53 - Gestartet von Napster
VoIP ermöglicht zunächst einmal günstige Telefonverbindungen, weil die mit Interconnect- Kosten versehene "letzte Meile" mindestens 1x eingespart wird.

Machen wir uns aber nichts vor: Die Gesprächsqualität von VoIP am normalen DSL- Anschluß ist manchmal katastrophal, weil die Pakete nicht bevorzugt zum Empfänger geroutet werden.
Anders ist die Situation von VoIP von Carrier zu Carrier: Da gibt es Prioritäten, spezielle Router. Hier treten keine Verluste auf.

Mein Fazit und meine Erfahrung:
Die Gesprächsqualität eines "echten" Festnetzanschlusses ist 10x besser als bei Primitiv- VoIP am DSL- Anschluß.

Für ernsthafte Anwendungen ist Primitiv- VoIP ungeeignet.
In der Firma würden wir so einem Müll niemals nutzen!
Für billige private Gespräche reicht VoIP aber eventuell.


Napster

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[1] klaussc antwortet auf Napster
07.11.2008 08:11
Benutzer Napster schrieb:

Machen wir uns aber nichts vor: Die Gesprächsqualität von VoIP am normalen DSL- Anschluß ist manchmal katastrophal, weil die Pakete nicht bevorzugt zum Empfänger geroutet werden. Anders ist die Situation von VoIP von Carrier zu Carrier: Da gibt es Prioritäten, spezielle Router. Hier treten keine Verluste auf.

Was meinst Du damit?

Mein Fazit und meine Erfahrung:
Die Gesprächsqualität eines "echten" Festnetzanschlusses ist 10x besser als bei Primitiv- VoIP am DSL- Anschluß.

Jein, meine Erfahrung, es kommt auf die Qualität der DSL-Verbindung und der nachfolgenden Komponenten an.

Ich nutze die Arcor-VoIP-Nummern (SIP, nicht NGN) wenn beide Arcor-ISDN-Kanäle besetzt sind, die Qualität ist (bei mir) so gut, dass dies noch niemand in der Familie bemerkt hat (auch ich nicht). Lediglich wenn ein Fax (versehentlich) auf VoIP geroutet wird, geht es zwar meist durch, bricht aber auch gelegentlich ab und die Übertragung ist immer sehr schleppend.

Für ernsthafte Anwendungen ist Primitiv- VoIP ungeeignet. In der Firma würden wir so einem Müll niemals nutzen! Für billige private Gespräche reicht VoIP aber eventuell.

Allerdings gebe ich Dir hier recht, weil der Kunde keine Möglichkeit hat, die Qualität von VoIP ernsthaft zu beeinflussen, Spielereien an der VoIP-Hardware helfen da eher wenig.

Wenn die VoIP-Anbieter es wirklich ernst meinen, müssen sie über einen längeren Zeitraum beweisen, dass es keine Qualitätsprobleme mehr gibt. Bisher vertraue ich diesbezüglich lediglich Arcor und auch die alten (T-Backbone) Anschlüsse von UI scheinen brauchbar, einen 1und1 Komplett nehme ich ausdrücklich aus, da bekommen die Kunden hier in der Nachbarschaft teilweise nicht einmal ein "Amt".
Spätestens wenn ein 1und1 (T-Backbone) Kunde einen 1und1 Komplett (telefonica) Kunden anruft, läuft das Gespräch nur noch übers Internet und dann wars das eventuell auch schon wieder (auch für den 1und1-Telekom-Kunden)

Für mich kommt daher derzeit nur ISDN in Frage, alles Zukünftige wird sich zeigen.

Gruß
Klaus
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[1.1] chrispac antwortet auf klaussc
07.11.2008 08:49
Langweilige Argumente!

VoIP ist heute durchaus technisch ausgereift. Ich selbst nutze Carpo (telefonica Backbone) und das Ergebniss reicht für "billige private" Gespräche locker. Der Unterschied zu Festnetz ist für mich und meine Familie nicht bemerkbar. Ich sehe die Unterschiede in der Sprachqualität ohnehin eher in der verwendeten Hardware begründet. Wenn man sich ansieht welch billige Micro-/Lautsprechertechnik in einigen Geräten verarbeitet ist, so liegen dumpfe und unverständliche Gespräche weniger an der Übertragungstechnik.
In Zeiten in welchen viele ISDN Anbieter ihre Gespräche ab Vermittlungsstelle via VoIP (kosteneinsparung) weiterleiten, viele Menschen sich gar mit Mobilfunkflafrates und deren Qualität zufrieden geben und HDVoIP gar für eine höhere Übertragungs- und Frequenzbandbreite als ISDN sorgt ist es-so meine Meinung-unangebracht das ISDN Protokoll (welches schon bei der Einführung veraltet war) als einzig zuverlässige Möglichkeit der Sprachübermittlung zu sehen.

Lediglich bei der Faxübertragung hat ISDN die Nase vorne. Hier gleichen eben selbst die besten Standarts nicht die Leitungsvermittlung bei ISDN aus.
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[1.1.1] klaussc antwortet auf chrispac
07.11.2008 09:00
Benutzer chrispac schrieb:
Langweilige Argumente!

VoIP ist heute durchaus technisch ausgereift. Ich selbst nutze Carpo (telefonica Backbone) und das Ergebniss reicht für "billige private" Gespräche locker. Der Unterschied zu Festnetz ist für mich und meine Familie nicht bemerkbar. Ich sehe die Unterschiede in der Sprachqualität ohnehin eher in der verwendeten Hardware begründet.

Die Qualität (insbesondere eben die Signallaufzeit) ist der wichtige Parameter für die VoIP-Qualität, könnte man sich hier von Anbieterseite her auf "Mindeststandards" festlegen wäre das schon mal die halbe Miete, jede neue FRITZ-Box listet diese Werte je Gespräch auf...

Macht man aber nicht.

Jetzt rate mal warum?

Wie gesagt, bei mir läuft auch Carpo einwandfrei, aber es ist eben ein Glücksspiel.

Gruß
Klaus
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[1.1.1.1] oxmoxtatze antwortet auf klaussc
07.11.2008 16:38
Also ich weiß auch nicht.
Ich habe zu Hause nach meinem letzten Umzug mir überhaupt kein Telefon mehr geschaltet - nur noch einen reinen DSL-Anschluss.

Telefonisch keinerlei Probleme (Carpo) und auch das Fax, was inzwischen bei Sipgate geroutet wird ist ohne größere Probleme ... sowohl eingehend wie auch ausgehend (häufige Nutzung von bzw. zum Kindergarten zur Übermittlung von sowieso als gedrucktes Werk benötigten Texten.

Und dank der heutigen Handy-Welt habe ich sogar letztens mein normales Telefon (hing an FritzBox) in Rente geschickt und mache das jetzt über das heimische Netz mit meinem WLAN-fähigem Handy.

Und über letzteres lohnt sich voIP für mich jetzt noch gleich mehrfach - ich bin unter meiner normalen "Festnetz"nummer egal wo ich bin erreichbar (wenn mein Handy sich in ein WLAN einbuchen kann) ... das ist sowohl in der Geschäftsstelle meines VErbandes, bei mir zu Hause, bei der Familie, bei meiner Tante ... kurz überall da wo ich mich durchaus auch mal länger aufhalte ... definitiv gegeben.
Und diese Ortsunabhängigkeit ist in der Hinsicht optimal. Denn so haben sich die evtl. manchmal notwendigen Rückrufe wegen nichterreichbarkeit und landens auf der Handymailbox (dahin umgeletiet) doch recht stark reduziert.

voIP ... immer noch sehr gerne ... und an den normalen DSL-Anschlüssen von heute merkt man mit entsprechender Vermittlungshardware bzw. Bandbreite eigentlich nix davon.
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[1.1.1.1.1] myselfme antwortet auf oxmoxtatze
07.11.2008 19:20
@oxmoxtatze: Pfui, was fällt Dir denn ein ? Hier GUTE Erfahrungen zu posten - und auch noch Vorteile zu benennen ?!
Wette, man wird Dir unterstellen Mitarbeiter bei allen möglichen Anbietern zu sein (als wäre bei den "echten" CCA´s wie mitr noch ein zusätliches Denunzierungsentgeld auf der Abrechnung).
Von mir dafür: KLASSE !!! So ghets in die richtige Richtung. VoIP bietet mehr, ist flexibler und i.d.R. genauso zuverlässig wie das klassische Festnetz - nur eben günstiger.
Wenn ale die Vorteile erkennen werden sie auch versuchen Fehler bei der Einrichtung - durch Handbuchlesen - zu vermeiden. Und die Störqoute singt auf FestnetzNiveau !!!
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[1.1.1.1.2] rotella antwortet auf oxmoxtatze
08.11.2008 13:12
Benutzer oxmoxtatze schrieb:
Also ich weiß auch nicht. Ich habe zu Hause nach meinem letzten Umzug mir überhaupt kein Telefon mehr geschaltet - nur noch einen reinen DSL-Anschluss.

Telefonisch keinerlei Probleme (Carpo) und auch das Fax, was

Also gerade bei (Lidl-)Carpo funktioniert Faxen leider überhaupt nicht bei mir, während z.B. dus.net problemlos ist.

Und dank der heutigen Handy-Welt habe ich sogar letztens mein normales Telefon (hing an FritzBox) in Rente geschickt und mache das jetzt über das heimische Netz mit meinem WLAN-fähigem Handy.

Klar, wenn man sich an die schlechte Sprachqulität der Handys gewöhnt hat, ist ein VoIP-gespräch dagegen fast schon Hifi.

Ich habe solche Experminte auch gemacht und ja, es funktioniert, aber keinesfalls ein Ersatz für ein richtiges Telefon. Toll im Urlaub, wenn du ein kostenloses WLAN-Netz findest und für Ortsgesprächspreise deine Lieben anrufen kannst, aber durch die VoIP-bedingte hohe Latenz muss man sehr konzentriert sprechen, nichts für längere Telefonate.

Und über letzteres lohnt sich voIP für mich jetzt noch gleich mehrfach - ich bin unter meiner normalen "Festnetz"nummer egal wo ich bin erreichbar (wenn mein Handy sich in ein WLAN einbuchen kann) ... das ist sowohl in der Geschäftsstelle meines VErbandes, bei mir zu Hause, bei der Familie, bei meiner Tante ... kurz überall da wo ich mich durchaus auch mal länger aufhalte ... definitiv gegeben.

Dies ist der größste und eigentlich auch einzige Vorteil von VoIP, nämlich die räumliche und vertragliche Trennung von Rufnummer und Anschluss. Wo Internet vorhanden, da kann ich die Nummer nutzen, weltweit.

Und diese Ortsunabhängigkeit ist in der Hinsicht optimal. Denn so haben sich die evtl. manchmal notwendigen Rückrufe wegen nichterreichbarkeit und landens auf der Handymailbox (dahin umgeletiet) doch recht stark reduziert.

Wobei Handyanrufe inzwischen auch so billig geworden sind, dass es kostenmäßig nicht mehr so entscheidend ist.

voIP ... immer noch sehr gerne ... und an den normalen DSL-Anschlüssen von heute merkt man mit entsprechender Vermittlungshardware bzw. Bandbreite eigentlich nix davon.

Wie gesagt, wer sich an die schlechte Qualität der Handy netze gewöhnt hat. Sowohl qualitativ als auch vom Komfort liegt VoIP immer noch meilenweit hinter einem echten ISDN-Anschluss mit ISDN-Telefon. Mein Arcoranschluss mit ISDN kostet 34 EUR, ein reiner DSL-Anschluss bei einem anderen Anbieter wäre sicher billiger, aber für die bessere Qualität trinke ich dann lieber einen Cocktail weniger im Monat.
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[1.1.1.1.3] Napster antwortet auf oxmoxtatze
09.11.2008 19:29
Benutzer oxmoxtatze schrieb:
Handy.
Und über letzteres lohnt sich voIP für mich jetzt noch gleich mehrfach - ich bin unter meiner normalen "Festnetz"nummer egal wo ich bin erreichbar (wenn mein Handy sich in ein WLAN einbuchen kann)

Komisch:
Ich bin übers Handy unter einer normalen Festnetznummer überall dort erreichbar, wo ein GSM- Netz anliegt. Wenn ich nicht erreichbar sein möchte, schalte ich das Handy aus.

Wenn Du wegebn Erreichbarkeit über Festnetznummer auf (offenes) WLAN angewiesen bist, machst du etwas falsch.
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[1.1.1.1.3.1] jonasm antwortet auf Napster
09.11.2008 21:20
Benutzer Napster schrieb:
Komisch:
Ich bin übers Handy unter einer normalen Festnetznummer überall dort erreichbar, wo ein GSM- Netz anliegt.
Wie das? Über o2 und BwHz oder welche Möglichkeit nutzt du?
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[1.1.1.1.3.1.1] Napster antwortet auf jonasm
10.11.2008 09:13
Benutzer jonasm schrieb:
Wie das? Über o2 und BwHz oder welche Möglichkeit nutzt du?

Für Dich alleine ist sicher O2 BWHZ ideal.

Für eine Familie (z.B. Mann, Frau und große Tochter) oder auch allgemein lohnt sich die Edel- Version mit super Gesprächsqualität und super Netzabdeckung: Du mietest T-ISDN und leitest die Festnetznummer jedes Familienmitgliedes auf ein Congstar- Handy mit Festnetzflat um.
Dann buchst Du für T-ISDN noch die Option "Flatrate Festnetz zu D1" für monatlich 15€.
Da bist Du zwar bei Gesamtkosten von ca. 25€ (ISDN) + 15€ (Flatrate zu D1) + 3x10€ (3x Congstar mit Festnetz- Flatrate)= 70€ pro Monat.
Du hast aber damit das schafmäßige Angepflocktsein an ein lokales Festnetztelefon beendet, und Deine Bekannten rufen dich überall gern an, weil sie Festnetzpreise zahlen.
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[1.2] Napster antwortet auf klaussc
07.11.2008 09:18

einmal geändert am 07.11.2008 09:19
Benutzer klaussc schrieb:
Benutzer Napster schrieb:

Machen wir uns aber nichts vor: Die Gesprächsqualität von VoIP am normalen DSL- Anschluß ist manchmal katastrophal, weil die Pakete nicht bevorzugt zum Empfänger geroutet werden. Anders ist die Situation von VoIP von Carrier zu Carrier: Da gibt es Prioritäten, spezielle Router. Hier treten keine Verluste auf.

Was meinst Du damit?

Die Telefongesellschaften selber nutzen für den Transport der Gespräche über weite Strecken fast nur noch VoIP.
Da kommen aber spezielle Leitungen, festgelegtes Routing und spezielle Netzwerktechnik zum Einsatz, welche eine exzellente Qualität sichern.

Wenn Du als DSL- User mit VoIP telefonierst, werden die normalen Internet- Leitungen zur Übertragung benutzt. Und wenn eben bestimme Leitungen dicht sind, werden ein paar der Sprachpakete um die halbe Welt geroutet, und/oder kommen verzögert oder gar nicht beim anderen Gesprächspartner an. Dann ist das Gespräch verzerrt.

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