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Wo bleiben die Verbraucherschützer?


01.10.2000 13:48 - Gestartet von holgermd
Mit welcher Berechtigung werden die Verkäufe eingeschränkt?
Es gibt genug Geräte. Es gibt genug Karten. Ein Kunde hat mit einem zweiten (Prepaid-)Vertrag(!) die gleichen Pflichten wie mit dem ersten. Warum soll man jemanden die zweite Karte verwehren? Weil man Geräte subventioniert? Vielleicht sollten sich die Betreiber da etwas anderes einfallen lassen.
Das jetzige Modell erinnert etwas an Bezugsscheine für Lebensmittel zu Kriegszeiten, das muß doch echt nicht sein.

grüße,
Holger
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[1] tk-baby antwortet auf holgermd
01.10.2000 14:25
Das ist aber überall üblich. Du kannst in einem Supermarkt auch nicht alle Colapaletten aufkaufen - da heisst es immer "in haushaltsüblicher Menge".

Bei den Handies ist das Problem dabei, dass die subventionierten Dinger billig gekauft und dann bei Ebay & Co. vertickt werden. Logisch, dass man dem versucht dem Treiben einen Riegel vorzuschieben. Korrekt wäre eine zeitliche Sperre, finde ich. Zum Beispiel einen Pre-paid Käufer für 12 Monate für weitere Bundlekäufe zu sperren.

Eine weitere Idee wäre es, die Handies nur als "vermietet" zu deklarieren. Rückgabepflicht nach ... Monaten. Wer keine geldgeilen Absichten hat, sollte damit auch gut fahren können.
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[2] Die Verbraucherschützer haben wichtigeres zu tun!
atrejuu antwortet auf holgermd
01.10.2000 14:26
>Benutzer holgermd schrieb:

Mit welcher Berechtigung werden die Verkäufe eingeschränkt? Es gibt genug Geräte. Es gibt genug Karten. Ein Kunde hat mit einem zweiten (Prepaid-)Vertrag(!) die gleichen Pflichten wie mit dem ersten. Warum soll man jemanden die zweite Karte verwehren? Weil man Geräte subventioniert? Vielleicht sollten sich die Betreiber da etwas anderes einfallen lassen. Das jetzige Modell erinnert etwas an Bezugsscheine für Lebensmittel zu Kriegszeiten, das muß doch echt nicht sein.


Hallo Holger,

dass Du Dich über sowas aufregen kannst?
Wozu brauchst Du denn zwei Mobil-Telefone
vom gleichen Netzanbieter?

Ich kann die Netzbetreiber schon verstehen.
Wenn die ersten 15 Monate vergangen sind
seit dem Start dieser Prepaid-Pakete-Schwemme,
werden eine ganze Reihe von Karteileichen bei den
Betreibern deaktiviert werden, weil kein
neues Guthaben aufgeladen wurde und man
nur auf das Gerät scharf war ;-)

Das macht sich dann aber auch
verdammt schlecht in der Statistik,
denn dann könnte es sein, dass
auf einmal die Zahl der Kunden im
abgelaufenen Monat abgenommen hat.
Oder sehe ich das falsch?

Ausserdem haben die Netzbetreiber nichts
zu verschenken, schon gar nicht nach der
UMTS-Auktion :-)

In anderen Ländern werden Mobiltelefone
in keinster Weise - oder nur selten -
subventioniert, etwa in Italien.
Und trotzdem boomt das Geschäft mit den
Quasselknochen dort, die Preise für
Gespräche mit Guthabenkarten sind dort
weitaus niedriger, auch wenn man eine
eventuelle Subventionierung mit
einkalkulieren würde.
24 Monate sich an einen Anbieter zu
binden, ist dort einfach nicht mehr
IN :-)

Was bei uns als Lieblingsnummer rund um die
Uhr 39 Pfennig kostet und als "superschmal"
beworben wird, ist in Italien schon für
9 - "NEUN" - Pfennig zu haben, bei
Guthabenkarten wohlgemerkt.

Um zum Ausgangspunkt zurück zu kommen:
Manche Leute können eben den Hals nicht
voll kriegen.
Das Forum über das kostenlos Handy von
IHS bzw. Super 24 lebt im Grossen und
Ganzen nur davon, dass man sich über die
dortigen Unzulänglichkeiten aufregt.

Wären alle schlauer und würden direkt
beim Netzbetreiber abschliessen, wäre
die ganze Aufregung weg. Und das Geld,
was man dafür mehr ausgibt, erspart einem
doch eine ganze Menge an Ärger...
siehe Kommentare von LEXY :-)

Einen schönen Tag noch

Atrejuu
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[2.1] mac123 antwortet auf atrejuu
01.10.2000 14:43
Benutzer atrejuu schrieb:
Wären alle schlauer und würden direkt beim Netzbetreiber abschliessen, wäre
die ganze Aufregung weg. Und das Geld,
was man dafür mehr ausgibt, erspart einem
doch eine ganze Menge an Ärger...
siehe Kommentare von LEXY :-)

also im nachhinein bin ich froh nicht bei viag direkt sondern bei einem händler gekauft zu haben. bei problemen bekomme ich den nämlich sofort zu fassen und muss mich nicht stundenlang mit inkompetenten hotlines rumärgern - das ist (rechnet man den aufwand mal in arbeitszeit) nämlich wirklich teuer.
schönen gruß
mac123
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[2.1.1] SpaceRat antwortet auf mac123
01.10.2000 19:29
Benutzer mac123 schrieb:

Wären alle schlauer und würden direkt beim Netzbetreiber abschliessen, wäre
also im nachhinein bin ich froh nicht bei viag direkt > sondern bei einem

"Beim Netzbetreiber direkt" heißt ja nicht, daß man nach Potsdam oder Bayern fährt, um bei E+ oder E2 einen Vertrag persönlich abzuschließen, sondern halt einfach nur nicht bei einem Provider wie Debitel, Mobilcom, Super24, Telepassport, D-Plus usw.
Das hat mehrere Gründe:
a.) Die meisten Provider haben kostenpflichtige Hotlines,
die Netzbetreiber hingegen allesamt kostenlose Hotlines (Außer bei PrePaid)
b.) bei Providerverträgen wird oft mit den augenscheinlichen
Minutenpreisen gelockt und dann mit versteckten Gebühren
abgezockt (Gebühren für's Roaming, höhere Mahngebühren, teurere SMS, weißdergeierwas)
c.) Nur beim Netzbetreiber kann ich sicher sein, jede Preissenkung mitzubekommen.
d.) Provider sperren gerne mal das Betreiberlogo, damit man ja nicht das "D1 Telekom/Telepassport" durch einen Playboy-Bunny austauschen kann.