Diskussionsforum
  • 14.12.2009 18:17
    RobbieG schreibt

    Wettbewerb der Postdienste - Alles wird ... schlechter

    Tach,

    Ein Sommertag 21.45 Uhr, es klingelt. "Hier ist Hermes mit einer Paketsendung für Sie..."
    Tür geöffnet, da stand ein Jüngling nicht sehr teuer gekleidet, nicht sehr gut ernährt, bat um eine Unterschrift auf seinem Gameboy und gab mir ein Päckchen. Dann fuhr er mit seinem verbeulten Privatwagen älteres Modell, schlechter Zustand davon, im Fenster ein Pappschild "Hermes".

    Was wäre gewesen, wenn ich nicht da gewesen wäre? Das Paket wäre nie angekommen. Nachfragen? Wo denn? Wann denn? Wie denn?

    Die gelben Briefkästen werden von Leuten geleert, die verblichene gelbe Autos fahren, Zettel im Fenster "Im Auftrag der Deutschen Post"...

    Das Auto von GLS - die Frau arbeitet schwer, wirkt immer müde und erschöpft, ihr Riesen-Auto voll bis unters Dach...

    Die Autos von UPS schick die Mitarbeiter in Uniform, aber ich denke, auch die wissen, was sie am Tagesende gerarbeitet haben.

    Was hat uns die Liberalisierung der Postdienste gebracht?
    Mehr Konkurrenz von Firmen, die Jux-Löhne zahlen, sonst lohnt es für die nicht.
    Weniger Poststellen, weil immer mehr geschlossen oder zu unmöglichen Zeiten geöffnet sind... Sonst lohnt es nicht.

    Schöne neue Welt...

    Wunderts einen, daß immer mehr Leute e-mails schicken?

  • 14.12.2009 23:40
    rainbow antwortet auf RobbieG
    Benutzer RobbieG schrieb:
    > ...
    > Das Auto von GLS - die Frau arbeitet schwer, wirkt immer müde
    >
    und erschöpft, ihr Riesen-Auto voll bis unters Dach...
    > ...
    > Was hat uns die Liberalisierung der Postdienste gebracht?
    >
    Mehr Konkurrenz von Firmen, die Jux-Löhne zahlen, sonst lohnt
    >
    es für die nicht.
    > Weniger Poststellen, weil immer mehr geschlossen oder zu
    >
    unmöglichen Zeiten geöffnet sind... Sonst lohnt es nicht.

    Mir tun die Menschen leid. Einige hetzen im Laufschritt von Tür zu Tür.
    Als der Standardbrief noch 20 Pfg. (innerstädtisch 10 Pfg.) kostete, bekamen wir täglich ZWEIMAL Post in die Wohnung hinein, auch wenn es die 3. Etage oder höher war.
    Im kleinsten Ort gab es ein PostAMT, später eine PostSTELLE, jetzt bei uns wie anderswo gar nichts mehr.
    Wer profitiert vom technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte?
  • 26.07.2010 16:50
    tombik antwortet auf rainbow
    Benutzer rainbow schrieb:
    > Benutzer RobbieG schrieb:
    >
    Wer profitiert vom technischen Fortschritt der letzten
    >
    Jahrzehnte?

    Das ist doch ein allgemeiner Trend:
    jeglicher Fortschritt führt zu mehr Arbeit für den Verbraucher, jeglicher Gewinn dadurch landet bei den Unternehmen.
    Wir machen Online-Banking, wir drucken unsere Tickets selber aus, wir teilen den Zählerstand online mit, meine 72-jährige Mutter wird am Überweisungsautomaten allein gelassen, null Service, nur noch Mehrwertnummern, die das Fünkchen Gerechtigkeit "Flatrate" im Keime ersticken... etc etc etc...alles, was irgendwie der Kunde selber machen kann, soll er selber machen. Wir verlieren Zeit, wir haben mehr Arbeit, nur die Kohle..die geht zum Unternehmen.
    Dadurch verschwinden Arbeitsplätze, riesige Einsparpotentiale entstehen und alles wird trotzdem noch teurer.

    Wir sind alle so dämlich, dass es schon quietscht.

    Einmal, einmal im Leben möchte ich lesen:
    Liebe Kunden!
    Da wir den Bereich XY mit Ihrer Hilfe personell entlasten konnten, wird unser Produkt ABC ab morgen 20% billiger, da wir eine Unmenge an Personalkosten sparen.

    Aber darauf werde ich genauso lange warten - nämlich für immer - wie auf eine Pressemitteilung der z.B. Firma Logitech:
    Liebe Kunden!
    Da unsere Mäuse jetzt von chinesischen Billigstarbeitern zusammengeschraubt werden, die statt 15 nur 2 Euro die Stunde verdienen, kostet die neue MX 1000 SuperBlaster ab morgen statt 59,99 nur 9,99!!

    In diesem unserem System profitiert immer! nur die eine Seite, nie die andere.

    Und deshalb habe ich dafür nur noch Verachtung über.

  • 27.07.2010 00:03
    rainbow antwortet auf tombik
    Benutzer tombik schrieb:
    > ...
    > Das ist doch ein allgemeiner Trend:
    > jeglicher Fortschritt führt zu mehr Arbeit für den Verbraucher,
    >
    jeglicher Gewinn dadurch landet bei den Unternehmen.
    >
    ...
    > Dadurch verschwinden Arbeitsplätze, riesige Einsparpotentiale
    >
    entstehen und alles wird trotzdem noch teurer.
    > ...
    > In diesem unserem System profitiert immer! nur die eine Seite,
    >
    nie die andere.
    >
    > Und deshalb habe ich dafür nur noch Verachtung über.

    Vielen Dank für diesen Beitrag. So denke und empfinde ich auch.
    Leider durfte ich hier nur sehr wenig zitieren.
  • 14.12.2009 23:43
    mvm antwortet auf RobbieG
    Benutzer RobbieG schrieb:
    > Was hat uns die Liberalisierung der Postdienste gebracht?
    >
    Mehr Konkurrenz von Firmen, die Jux-Löhne zahlen, sonst lohnt
    >
    es für die nicht.
    > Weniger Poststellen, weil immer mehr geschlossen oder zu
    >
    unmöglichen Zeiten geöffnet sind... Sonst lohnt es nicht.
    >
    > Schöne neue Welt...
    >

    Poststellen werden nicht weniger, da der Service in einer Trinkhatte oder anderen Geschäften intigriert wird. Die machen den Service nebenbei. Gut bezahlte Arbeitspläte bei der Post fallen weg. Der Umsatz des Geschäftes das den Postdienst übernimmt steigt minnimal. Die Geschäfte geben sich damit zufrieden in der Hoffnung, das die Kunden bei ihnen nur mehr einkaufen.

    Aber das ist der Trend. Geiz ist geil. Es gibt bestimmt schon Internetforen, wo der Billigste Anbieter umworben wird. Dann wird die Post noch als abz*cker dargestellt, weil sie überteuerte Preise nehmen. Das führt dazu, das die Post das bestehende (teure) Personal rauswirft und billige Arbeitspläte einstellt um beim Preiskampf dabeizusein...

    Gewinner wird der Axel Springer-Verlag sein, der in SEINER Bildzeitung wirbt das Mindestlöhne falsch sind, und das bei SEINER Pin-Gruppe ausnutzen wollte...

    Bild dir seine Meinung, das es besser ist für die hälfte arbeiten zu gehen...

    > Schöne neue Welt...
  • 16.12.2009 23:55
    GrößterNehmer antwortet auf RobbieG
    Benutzer RobbieG schrieb:
    > Was hat uns die Liberalisierung der Postdienste gebracht?
    >
    Mehr Konkurrenz von Firmen, die Jux-Löhne zahlen, sonst lohnt
    >
    es für die nicht.
    > Weniger Poststellen, weil immer mehr geschlossen oder zu
    >
    unmöglichen Zeiten geöffnet sind... Sonst lohnt es nicht.

    Hab vorhin ein riesiges Plakat der Post gesehen: blah blah blah, Deutsche Post immer nahe am Kunden, blah blah blah, 1500 neue Postfilialen eröffnet...

    Hab mich auch gefragt, wo die sein sollen. Für mich zwar kein Problem, da ich nicht oft mit der Post verschicke und mit dem Auto unterwegs auch schnell mal an einer weiter entfernteren Filiale anhalten kann, aber für ältere Leute ist für den Weg "zur Post" sicher etwas Zeit einzuplanen. Positiv zu bemerken ist allerdings, dass die wenigen größeren Fililen zumindest länger geöffnet sind als früher.

    Gruß
    GrößterNehmer
  • 26.12.2009 12:28
    Ed antwortet auf RobbieG
    Benutzer RobbieG schrieb:
    > Tach,
    >
    > Ein Sommertag 21.45 Uhr, es klingelt. "Hier ist Hermes mit
    >
    einer Paketsendung für Sie..."
    > Tür geöffnet, da stand ein Jüngling nicht sehr teuer gekleidet,
    >
    nicht sehr gut ernährt, bat um eine Unterschrift auf seinem
    >
    Gameboy und gab mir ein Päckchen. Dann fuhr er mit seinem
    >
    verbeulten Privatwagen älteres Modell, schlechter Zustand
    >
    davon, im Fenster ein Pappschild "Hermes".
    >
    > Was wäre gewesen, wenn ich nicht da gewesen wäre? Das Paket
    >
    wäre nie angekommen. Nachfragen? Wo denn? Wann denn? Wie denn?

    Warum sollte er nachfragen? Karte in den Briefkasten und Du kannst es dann 30km entfernt in der Zentrale im Gewerbegebiet Kleinkleckersdorf abholen.


    > Was hat uns die Liberalisierung der Postdienste gebracht?
    >
    Mehr Konkurrenz von Firmen, die Jux-Löhne zahlen, sonst lohnt
    >
    es für die nicht.
    > Weniger Poststellen, weil immer mehr geschlossen oder zu
    >
    unmöglichen Zeiten geöffnet sind... Sonst lohnt es nicht.

    Tja das ist das Ergebnis von Geiz-ist-geil.
    Und natürlich das eine Postfiliale früher genug zu tun hatte, heute gibt es 4 Filialen von Paketdiensten die alle nicht genug zu tun haben.

    > Schöne neue Welt...
    >
    > Wunderts einen, daß immer mehr Leute e-mails schicken?

    Also hier mußt Du Brief und Paket unterscheiden. Beim Brief geht es meist um den Textinhalt, bei den Paketen um die verschickte Sache. Deine neue PC-Hardware kannst Du nicht per Mail schicken. :-)
    Die Verdrängung von Briefen durch die eMail hat nur wenig mit der Anzahl der Postfilialen zu tun, Hauptsache es gibt genug Briefkästen. Es ist einfach das Ergebnis der höheren Geschwindigkeit und vor allem des Preisvorteils. Selbst wenn ein Brief nur 1Ct kosten würde würde man eine eMail senden, nicht zuletzt weil man oft eh am PC tippt und das versenden bequemer als das ausdrucken ist.

    Grüße

    Ed
  • 28.12.2009 20:24
    papaboy antwortet auf Ed
    Benutzer Ed schrieb:

    > Warum sollte er nachfragen? Karte in den Briefkasten und

    er kommt noch mal. Nicht wie die Post. Da wird eher mal die Karte schnell in den Briefkasten gesteckt. Wie du dann an dein Pakett kommst ist ja dein Problem.

    > Die Verdrängung von Briefen durch die eMail hat nur wenig mit
    >
    der Anzahl der Postfilialen zu tun, Hauptsache es gibt genug
    >
    Briefkästen. Es ist einfach das Ergebnis der höheren
    >
    Geschwindigkeit und vor allem des Preisvorteils. Selbst wenn
    >
    ein Brief nur 1Ct kosten würde würde man eine eMail senden,
    >
    nicht zuletzt weil man oft eh am PC tippt und das versenden
    >
    bequemer als das ausdrucken ist.

    Ich glaube nicht, dass es im Privaten Bereich da wirklich so eine Verdrängung gekommen ist. Wer schreibt schon groß Briefe? Schnell mal Telefonieren oder eine SMS ist einfacher und schneller. Es sind eher die Firmen die sparen. Heute darf man sich seine Rechnung in irgendeinem "geschützten Kunden-Bereich" abholen. Manchmal erhält man nicht einmal eine Benachrichtigung das es eine neue Rechnung gibt.

    Es wird an Papier, Druckkosten, Personal und Porto gespart.

    Auf der anderen Seite wird immer mehr Online eingekauft. Die Ware muss aber auch zum Kunden. Also geht zwar der Teil der
    Briefe zurück. Auf der anderen Seite wächst der Teil der Pakete. Die defekte, falsch gesendete oder nicht den Vorstellungen entsprechende Ware muss auch wieder zurück.
  • 02.01.2010 16:02
    Ed antwortet auf papaboy
    Benutzer papaboy schrieb:
    > Benutzer Ed schrieb:
    >
    > > Die Verdrängung von Briefen durch die eMail hat nur wenig mit
    > >
    der Anzahl der Postfilialen zu tun, Hauptsache es gibt genug
    > >
    Briefkästen. Es ist einfach das Ergebnis der höheren
    > >
    Geschwindigkeit und vor allem des Preisvorteils. Selbst wenn
    > >
    ein Brief nur 1Ct kosten würde würde man eine eMail senden,
    > >
    nicht zuletzt weil man oft eh am PC tippt und das versenden
    > >
    bequemer als das ausdrucken ist.
    >
    > Ich glaube nicht, dass es im Privaten Bereich da wirklich so
    >
    eine Verdrängung gekommen ist. Wer schreibt schon groß Briefe?
    >
    Schnell mal Telefonieren oder eine SMS ist einfacher und
    >
    schneller.

    Sicherlich ist das Briefaufkommen im Privatbereich rückläufig seit es das Telefon für jedermann gibt. Natürlich gibt es noch ein paar Fans von Briefen und irgendwie muß ich sagen das eine Urlaubsansichtskarte (sofern man sowas mag) irgendwie etwas anderes ist als eine eMail zu erhalten.

    > Es sind eher die Firmen die sparen. Heute darf man
    >
    sich seine Rechnung in irgendeinem "geschützten
    >
    Kunden-Bereich" abholen. Manchmal erhält man nicht einmal
    >
    eine Benachrichtigung das es eine neue Rechnung gibt.

    Das sir natürlich ungünstig, aver ich kenne das eigentlich nur mit Benachrichtigungsemail. Klar die ist nicht geschützt deshalb muß man sich da noch einloggen. Spart aber auch wirklich viel Geld so eine Rechnung online bereitzustellen statt sie auszudrucken und zu verschicken.


    > Auf der anderen Seite wird immer mehr Online eingekauft. Die
    >
    Ware muss aber auch zum Kunden. Also geht zwar der Teil der
    >
    Briefe zurück. Auf der anderen Seite wächst der Teil der
    >
    Pakete. Die defekte, falsch gesendete oder nicht den
    >
    Vorstellungen entsprechende Ware muss auch wieder zurück.

    Da wird es noch ein Wachstum geben, allerdings dürfte das beschränkt sein weil man eben doch gern vor dem Kauf etwas in die Hand nehmen möchte und das Produkt dann gleich mitnehmen will. Und wenn der Onlinehandel zu stark wird wird der Handel vor Ort sicher mit Beratungsgebühren oder ähnlichem kontern, die haben auch keine Lust von jedem Teil eine Vorführstück zu kaufen und dann noch einen Verkäufer zu bezahlen damit der Kunde am Ende nach Hause geht und online bestellt.
  • 15.07.2010 12:37
    mobilfalke antwortet auf papaboy
    Benutzer papaboy schrieb:
    >
    >
    > >
    >
    > Ich glaube nicht, dass es im Privaten Bereich da wirklich so
    >
    eine Verdrängung gekommen ist. Wer schreibt schon groß Briefe?
    >
    Schnell mal Telefonieren oder eine SMS ist einfacher und
    >
    schneller. Es sind eher die Firmen die sparen. Heute darf man
    >
    sich seine Rechnung in irgendeinem "geschützten
    >
    Kunden-Bereich" abholen. Manchmal erhält man nicht einmal
    >
    eine Benachrichtigung das es eine neue Rechnung gibt.


    Wie Rechnung Online bei der Telekom.Die speisen einen mit 5 einmalig ab,und sparen Papier und Porto dauerhaft.Das hatte ich mal für ein Jahr mit gemacht.Danach hatte ich wieder auf die gute alte Papierrechnung umgestellt.
    >
    >
  • 15.07.2010 13:12
    Telly antwortet auf mobilfalke
    > Wie Rechnung Online bei der Telekom.Die speisen einen mit 5
    >
    einmalig ab,und sparen Papier und Porto dauerhaft.Das hatte ich
    >
    mal für ein Jahr mit gemacht.Danach hatte ich wieder auf die
    >
    gute alte Papierrechnung umgestellt.

    Ach; das geht? Wie lange ist man denn bei einer einmaligen Gutschrift an die Online-Rechnung gebunden?

    Solange die nur (ich kenne nur) 10 Euro Gutschrift geben, mache ich es nicht.

    Im Gegenteil.

    Meine Rechnung beträgt dank Call by Call monatlich bis 22 Euro (inkl. Grundgebühr). Rechnung kostet 1,10 Euro Porto! Das ist soviel, weil ich viele Call by Call-Anbieter nutze und die Rechnung sich auf mindestens 4 Blätter verteilt. Die Rechnung weiterhin per Post zu bekommen, ist eine bewusste Entscheidung von mir, weil ich es nicht einsehe, für eine Einmal-Gutschrift nur 10 Euro zu bekommen. Da ist die monatlich ausgedruckte und per Post zugeschickte Rechnung jedesmal eine kleine Genugtuung.

    Telly

  • 07.07.2010 13:11
    netzwerg antwortet auf RobbieG
    "Die gelben Briefkästen werden von Leuten geleert, die verblichene gelbe Autos fahren, Zettel im Fenster "Im Auftrag der Deutschen Post"..."

    Bei uns werden die Briefkästen der Post sogar schon von Autos mit polnischen Kennzeichen geleert, "im Auftrag der Deutschen Post". Deutsche Postkasten-Leerer sind wohl mittlerweile zu teuer geworden.
  • 08.07.2010 08:08
    MarcoK antwortet auf netzwerg
    > Bei uns werden die Briefkästen der Post sogar schon von Autos
    >
    mit polnischen Kennzeichen geleert, "im Auftrag der
    >
    Deutschen Post". Deutsche Postkasten-Leerer sind wohl
    >
    mittlerweile zu teuer geworden.


    Kann ich ganz und gar nicht bestätigen.

    Hier fährt der Postkasten-Entleerer mit einem Taxi odr besser gesagt wird gefahren. Von Kasten und zu Kasten. Taxifahrer wartet direkt an der Strasse, PKE rennt zum Postkasten, entleert diesen, zurück ins Taxi und alles wieder von vorne ^^.

    Natürlich haben die einen Pauschalpreis mit dem Taxiunternehmen gemacht... trotzdem sicher höher als das Post-eigene Fahrzeug zu nehmen ;)

  • 08.07.2010 11:11
    Telly antwortet auf MarcoK
    > Hier fährt der Postkasten-Entleerer mit einem Taxi odr besser
    >
    gesagt wird gefahren. Von Kasten und zu Kasten.

    Ist das wirklich Dein Ernst? Wie oft hast Du es schon beobachtet? Hab sowas noch nie gehört - und sorry - aber ich kann das noch nicht glauben.

    Telly
  • 13.07.2010 03:03
    d.c.n antwortet auf Telly
    doch, gibt's - aber nicht ganz so extrem wie's sich liest...

    Der Taxiunternehmer macht einen Vertrag mit der Post und faehrt fuer $weniggeld diese Leerungstouren, oder auch umgekehrt die Briefe morgens zu den stellen, an denen sich der Zusteller sein Fahrrad wieder vollmacht.

    Das ist kein "Posteinsammler", da hatte der Taxler lediglich 'nen Beifaqhrer...

    Und Taxi ist da noch am serioesesten, wenn ich an den Gemuese-T3 denke oder (kein Witz!) den Leichenwagen...
  • 13.07.2010 12:01
    Telly antwortet auf d.c.n
    > Und Taxi ist da noch am serioesesten, wenn ich an den
    >
    Gemuese-T3 denke oder (kein Witz!) den Leichenwagen...

    Ich weiß leider nicht, was Du meinst :-(

    Telly
  • 18.07.2010 21:42
    d.c.n antwortet auf Telly
    Benutzer Telly schrieb:
    > > Und Taxi ist da noch am serioesesten, wenn ich an den
    > >
    Gemuese-T3 denke oder (kein Witz!) den Leichenwagen...
    >
    > Ich weiß leider nicht, was Du meinst :-(

    diese Fahrten werden auch von allen anderen moeglichen (und unmoeglichen) 'Transportunternehmen' durchgefuehrt, die Post gibt an alles moegliche ab. Ob nun der suedlaendische Gemuesedealer, der zwishen Grossmarkt und Biomuellanlage mal eben die Post faehrt, oder auch (kein Witz, war wohl aber 'ne Ausnahme wg. firmeninternem 'Fahrzeugtausch') mit'm Leichenwagen (der natuerlich ohne Beiladung ;))
  • 14.07.2010 14:03
    MarcoK antwortet auf d.c.n
    > Und Taxi ist da noch am serioesesten, wenn ich an den
    >
    Gemuese-T3 denke oder (kein Witz!) den Leichenwagen...

    Hahahaha...

    erinnert mich an Hermes... Pakete werden hier von "selbstständigen Hausmeister-Diensten" eingesammelt. Vollkommen verdreckte Wagen (eigentlich weiss... aber da noch nie gereinigt fast schwarz)... scheint Hermes nicht zu interessieren. Damals machten sich Unternehmen noch Gedanken um sowas... heute geht es wohl um jeden Cent.
  • 14.07.2010 14:01
    MarcoK antwortet auf Telly
    > > Hier fährt der Postkasten-Entleerer mit einem Taxi odr besser
    > >
    gesagt wird gefahren. Von Kasten und zu Kasten.
    >
    > Ist das wirklich Dein Ernst? Wie oft hast Du es schon
    >
    beobachtet?

    Jeden Tag. Ist ein älterer Post"beamter". Die werden sicher nen Vertrag mit dem Taxiunternehmen haben.. trotzdem für mich nicht nachvollziehbar, wenn genug Postwagen zur Verfügung stehen.

    Anfang 2000 fuhren auch noch welche mit dem Fahrrad... aber das ist lange Vergangenheit... hm... sollte mich mal bei der Post bewerben *g*

  • 15.07.2010 00:07
    Real Emu antwortet auf MarcoK
    Tja, früher waren das tatsächlich Beamte. Staatsbedienstete. Unser aller Angestellte, wenn man so will. Die wurden sogar vereidigt, auch auf das Postgeheimnis. Da gab es in fast jedem noch so kleinen Marktflecken oder Stadtteil mindestens ein Post-Amt, und der Postbeamte im Zustellungsdienst kam an Werktagen auch schon mal morgens UND nachmittags ins Haus, wenn es sein musste auch bis in das oberste Stockwerk ohne Lift. Die Briefe wurden von vielen fleißigen Händen in Postämtern, Verteilzentren und in Bahnwaggons (!) per Hand sortiert. Viele, viele Menschen hatten ihren Arbeitsplatz bei der Post. Die Laufzeit der Briefe war nicht länger als heute, wo immer weniger Menschen und immer mehr Maschinen bei der Post (und nicht nur dort) arbeiten.
    Nein nein, früher war nicht alles besser. Aber manches eben auch beileibe nicht schlechter.
  • 15.07.2010 00:27
    Telly antwortet auf Real Emu
    > Nein nein, früher war nicht alles besser. Aber manches eben
    >
    auch beileibe nicht schlechter.

    Früher war die Deutsche Bundespost aber auch immer defizitär :-(

    Telly
  • 16.07.2010 12:13
    Tom_Richter antwortet auf Telly
    Benutzer Telly schrieb:
    > Früher war die Deutsche Bundespost aber auch immer defizitär
    >
    :-(

    Ja und? Schulen sind auch immer defizitär.

    Das war damals eine politische Entscheidung, erstens mehr Service bieten zu wollen als heute (jedenfalls was die Anzahl der Postämter angeht) und zweitens einen Teil der Kosten hierfür nicht auf die Nutzer, sondern auf alle Steuerzahler umzulegen.

    Man hätte damals, da die Nutzer keine Alternative hatten, auch durch Portoerhöhungen die gesamten Kosten auf die Nutzer umlegen können - bei gleicher durchschnittlicher Belastung des steuerzahlenden Postkunden wäre die Post schlagartig nicht mehr defizitär gewesen.

    Mir wäre es jedenfalls lieber, ich würde etwas mehr zahlen, egal ob Porto oder Steuer, und dafür wäre der Weg zum nächsten Postamt nicht so weit.

    Tom
  • 19.07.2010 18:12
    base station antwortet auf Tom_Richter
    Benutzer Tom_Richter schrieb:
    > Benutzer Telly schrieb:
    > > Früher war die Deutsche Bundespost aber auch immer defizitär
    > >
    :-(
    >
    > Ja und? Schulen sind auch immer defizitär.
    >
    > zweitens einen Teil der Kosten
    >
    hierfür nicht auf die Nutzer, sondern auf alle Steuerzahler
    >
    umzulegen.

    Der Steuerzahler hat nie für die POST bezahlt, denn die POST war ein Sondervermögen des Bundes. Gezahlt haben die Telefonkunden (besser Antragsteller). Außer Telex und Rundfunkübertragung waren alle anderen Dienste defizitär. Z.b. bei BTx nur 10% Kostendeckung.


    > Man hätte damals, da die Nutzer keine Alternative hatten, auch
    >
    durch Portoerhöhungen die gesamten Kosten auf die Nutzer
    >
    umlegen können - bei gleicher durchschnittlicher Belastung des
    >
    steuerzahlenden Postkunden wäre die Post schlagartig nicht
    >
    mehr
    > defizitär gewesen.
    >
    > Mir wäre es jedenfalls lieber, ich würde etwas mehr zahlen,
    >
    egal ob Porto oder Steuer, und dafür wäre der Weg zum nächsten
    >
    Postamt nicht so weit.

    Die POST hat damals so funktioniert wie die DDR. Sind Sie froh, daß die POST privatisiert wurde.

    Sie würden mehr zahlen als heute. Flatrate fürs Telefon und Internet gäbe es nicht wenn die POST als Beamtenzirkus weitergeführt worden wäre.

    Die Privatisierung hat für alle Vorteile gebracht, auch für die Postbeamten, denn die wurden teilweise mit 40 in die Pension geschickt nachdem sie vorher noch schnell zum Laufbahnende befördert wurden.
  • 29.07.2010 22:38
    Finio antwortet auf base station
    Benutzer base station schrieb:

    > Die Privatisierung hat für alle Vorteile gebracht, auch für die
    >
    Postbeamten, denn die wurden teilweise mit 40 in die Pension
    >
    geschickt nachdem sie vorher noch schnell zum Laufbahnende
    >
    befördert wurden.

    Und dafür muss der Steuerzahler auch in Zukunft geradestehen, während die privatisierte Post sich über die Kosten dafür keine Gedanken machen muss. Gut gelöst ... oder?