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Neukunden, die nicht sorgfältig...


11.09.2008 23:56 - Gestartet von niknuk
... alle Informationen während des Online-Bestellprozesses durchlesen, übersehen leicht, dass sie unter Umständen nicht den gewünschten Anschluss, sondern einen VoIP-Frickelanschluss bestellen und dabei obendrein einen 24-Monats-Knebelvertrag abschließen, aus dem sie selbst dann nicht mehr ohne weiteres herauskommen, wenn sie das Recht dazu hätten.

Diese ganze Fritzbox-Hype und die hunderttausendste AVM-Typvariante gehen mir am Ar*** vorbei. Ich stöpsel mein Telefon oder beliebige andere Endgeräte direkt in die TAE-Dose (oder genauer: in den ISDN-NTBA) und gut ist. Und mein "HomeServer" steht in meinem Arbeitszimmer, ist mit Gigabit-Ethernet angebunden (wann kommt der 1.000.000 kbit/s-DSL-Anschluss von 1&1?) und verfügt über satte 1 Terabyte Speicherkapazität. Die kann ich außerdem jederzeit erweitern, wenn mir danach ist. Ich könnte den Rechner aber auch morgen verschrotten, wenn ich ihn nicht mehr bräuchte. Kein Knebelvertrag hindert mich daran.

Gruß

niknuk
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[1] ger1294 antwortet auf niknuk
12.09.2008 04:10

einmal geändert am 12.09.2008 04:13
Hallo,

nicht jeder hat aber die Möglichkeit dazu, zu einem Wettbewerber zu wechseln und die von dir genannte Anschlussmöglichkeit zu nutzen, da insbesondere gerade durch diese billigen Vorleistungsprodukte wie IP Bitstream und Resale DSL nur wenige Kilometer außerhalb der Großstädte außer Telekom kein technischer Anbieter verfügbar ist.

Die Telekom bietet ebenfalls nur Knebelverträge an, und ist in einigen Sachen mittlerweile hier in Südbayern sogar noch schlechter als 1&1 geworden, bei deutlich teureren Preisen. Wieso sollte man das also nehmen.

Ich selbst bevorzuge auch deine Lösung, da ich aus beruflichen Gründen auf einen echten ISDN Anschluss angewiesen bin, zum Glück habe ich die Möglichkeit gehabt, zum bayerischen Regionalanbieter M-Net zu wechseln, da dieser auch an meinem Wohnort, ca. 20 km westlich von München, verfügbar ist.

Mit der 1&1 Internettelefonie habe ich hier in Bayern in ländlichen Regionen (Leitungen von T-Com) ansonsten recht gute Erfahrungen gemacht. Ich hatte bisher nur 1-2 Kunden, die tatsächlich Probleme mit der Sprachqualität hatten, ohne dass dies durch Boxreset oder einen Hardwaretausch zu beheben gewesen wäre. Dem stehen aber rund 100-150 zufriedene Anwender gegenüber. Die Telefonica Leitungen, welche in den Großstädten, wie auch in München, vertrieben werden, sind daher meiner Meinung nach ziemlich problematisch.

Bestellfehler, wie im Artikel beschrieben, kommen bei meinen Kunden nicht vor, da diese vor Beauftragung eine vernünftige Beratung und Bedarfsanalyse bekommen. In Zweifelsfällen empfehle ich dem Kunden immer die teurere Box, somit gab es hier noch nie Probleme. Von den Kunden, die sich nicht auskennen, aber glauben, alles zu wissen und sich hinterher auch bei mir über ihre Probleme beschweren, halte ich nichts. Diese sind an ihrer Misere selbst schuld und sollen den Mist dann auch selbst ausbaden oder alternativ zahlen.
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[2] Rainer_Pauly antwortet auf niknuk
12.09.2008 07:13
Benutzer niknuk schrieb:
... alle Informationen während des Online-Bestellprozesses durchlesen, übersehen leicht, dass sie unter Umständen nicht den gewünschten Anschluss, sondern einen VoIP-Frickelanschluss bestellen und dabei obendrein einen 24-Monats-Knebelvertrag abschließen, aus dem sie selbst dann nicht mehr ohne weiteres herauskommen, wenn sie das Recht dazu hätten.

Diese ganze Fritzbox-Hype und die hunderttausendste AVM-Typvariante gehen mir am Ar*** vorbei. Ich stöpsel mein Telefon oder beliebige andere Endgeräte direkt in die TAE-Dose (oder genauer: in den ISDN-NTBA) und gut ist. Und mein "HomeServer" steht in meinem Arbeitszimmer, ist mit Gigabit-Ethernet angebunden (wann kommt der 1.000.000 kbit/s-DSL-Anschluss von 1&1?) und verfügt über satte 1 Terabyte Speicherkapazität. Die kann ich außerdem jederzeit erweitern, wenn mir danach ist. Ich könnte den Rechner aber auch morgen verschrotten, wenn ich ihn nicht mehr bräuchte.
Kein Knebelvertrag hindert mich daran.

Gruß

niknuk

tja.... jedem sein Ding, wie und was er macht...
allerdings hab ich gedacht, Sie wüssten was von technisch machbarem.

ADSL geht halt offiziell nur bis 16.000 , mit Kabel-Deutschland etc. auch bis 32.000 kbit/sec. Was im eigenen Netzwerk passiert, ist doch egal, ob mit 10Mbit oder 1 Gigabit... das liegt an einem selbst. Und kann auch nur inhouse genutzt werden. Der Anbindung ans Internet ist das egal. Schön, wenn man intern schnell sein kann und viel Platz hat, aber wen interessiert das ?


VOIP als kostengünstige Lösung (Flatrate) ist halt DSL Telefonie, die an der T-Com vorbeigeht. Wer dennoch den magenta Riesen reicher machen will... bitte, siehe oben.

Und:
egal welcher DSL Anbieter hier genannt wird, alle sind auf die technischen Voraussetzungen angewiesen, die die Telekom für die "letzte Meile" bereitstellt. Es sind nur wenige Gebiete vorhanden, die mit eigenen Leitungen versorgt werden. Verschwindend gering halt eben.

Und zum Thema des Beitrages:

Warum Technik einbauen, die nicht gebraucht wird ? Wenn AVM Fritzboxen baut, die individuellen Ansprüchen genügt, ist das doch gut. Nicht jeder hat die gleichen Wünsche, es fahren ja auch nicht alle den gleichen Auto-Typ.

Mit freundlichen Grüssen,

Rainer Pauly
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[2.1] niknuk antwortet auf Rainer_Pauly
12.09.2008 08:57
Benutzer Rainer_Pauly schrieb:

allerdings hab ich gedacht, Sie wüssten was von technisch machbarem.

Natürlich weiß ich, dass über DSL nicht mehr als 50 MBit/s gehen. Deshalb ist mein Homeserver ja auch nicht wie bei 1&1 über DSL angebunden, sondern über Gigabit-Ethernet. Von unterwegs kann ich trotzdem darauf zugreifen, dann allerdings wirklich nur mit der Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses, mit dem ich gerade online bin (bzw. mit der Upstream-Geschwindigkeit meines heimischen DSL-Anschlusses). In der Regel greife ich auf den Server aber lokal zu. Und für diesen Anwendungsfall ist es besser, wenn der Server bei mir zu Hause steht und nicht irgendwo in einem Rechenzentrum. Davon abgesehen, habe ich nicht nur schnelleren Zugriff auf den Server, sondern auch die volle Kontrolle darüber. Laut c't-Artikel soll es beim 1&1 HomeServer derzeit noch mit der Sicherheit und auch der Zuverlässigkeit erheblich hapern.

Was im eigenen Netzwerk passiert, ist doch egal,

Beim Zugriff auf einen Home Server ist das nicht egal.

Und kann auch nur inhouse genutzt werden.

Nein. Dyndns und SSH existieren.

VOIP als kostengünstige Lösung (Flatrate) ist halt DSL Telefonie, die an der T-Com vorbeigeht.

Im Falle von 1&1 tut sie das nicht. Da drückst du brav jeden Monat deine 12,50 Euro TAL-Miete an den rosa Riesen ab. Wirklich Telekom-frei telefoniert und surft man nur über Breitbandkabel oder Mobilfunk.

Wer dennoch den magenta Riesen reicher machen will... bitte, siehe oben.

Auf jeden Fall tut das jeder 1&1-Kunde.

Warum Technik einbauen, die nicht gebraucht wird ?

Eben. Deswegen werkelt hier eine ISDN-Telefonanlage (übrigens von AVM) ohne jede VoIP-Funktionalität. Das Teil hat 20 Euro bei Ebay gekostet. Dank konventionellem Festnetz statt VoIP-Gefrickel tuns bei mir auch billige Standardlösungen, ich brauche keine Spezialhardware. Und wenn mein DSL-Anschluss oder meinetwegen auch die Telefonanlage mal ausfällt, stöpsele ich mein Telefon direkt in den NTBA und telefoniere weiter. Der NGN-Kunde ist in diesem Fall gelackmeiert, denn er darf dann aufs Handy ausweichen.

Gruß

niknuk
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[2.1.1] Rainer_Pauly antwortet auf niknuk
12.09.2008 09:46
Benutzer niknuk schrieb:
Benutzer Rainer_Pauly schrieb:

allerdings hab ich gedacht, Sie wüssten was von technisch machbarem.

Natürlich weiß ich, dass über DSL nicht mehr als 50 MBit/s gehen. Deshalb ist mein Homeserver ja auch nicht wie bei 1&1 über DSL angebunden, sondern über Gigabit-Ethernet. Von unterwegs kann ich trotzdem darauf zugreifen, dann allerdings wirklich nur mit der Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses, mit dem ich gerade online bin (bzw. mit der Upstream-Geschwindigkeit meines heimischen DSL-Anschlusses). In der Regel greife ich auf den Server aber lokal zu. Und für diesen Anwendungsfall ist es besser, wenn der Server bei mir zu Hause steht und nicht irgendwo in einem Rechenzentrum. Davon abgesehen, habe ich nicht nur schnelleren Zugriff auf den Server, sondern auch die volle Kontrolle darüber. Laut c't-Artikel soll es beim 1&1 HomeServer derzeit noch mit der Sicherheit und auch der Zuverlässigkeit erheblich hapern.

Was im eigenen Netzwerk passiert, ist doch egal,

Beim Zugriff auf einen Home Server ist das nicht egal.

Und kann auch nur inhouse genutzt werden.

Nein. Dyndns und SSH existieren.

VOIP als kostengünstige Lösung (Flatrate) ist halt DSL Telefonie, die an der T-Com vorbeigeht.

Im Falle von 1&1 tut sie das nicht. Da drückst du brav jeden Monat deine 12,50 Euro TAL-Miete an den rosa Riesen ab. Wirklich Telekom-frei telefoniert und surft man nur über Breitbandkabel oder Mobilfunk.

Wer dennoch den magenta Riesen reicher machen will... bitte, siehe oben.

Auf jeden Fall tut das jeder 1&1-Kunde.

Warum Technik einbauen, die nicht gebraucht wird ?

Eben. Deswegen werkelt hier eine ISDN-Telefonanlage (übrigens von AVM) ohne jede VoIP-Funktionalität. Das Teil hat 20 Euro bei Ebay gekostet. Dank konventionellem Festnetz statt VoIP-Gefrickel tuns bei mir auch billige Standardlösungen, ich brauche keine Spezialhardware. Und wenn mein DSL-Anschluss oder meinetwegen auch die Telefonanlage mal ausfällt, stöpsele ich mein Telefon direkt in den NTBA und telefoniere weiter. Der NGN-Kunde ist in diesem Fall gelackmeiert, denn er darf dann aufs Handy ausweichen.

Gruß

niknuk


Naja ... warum einfach, wenn's kompliziert geht. Oder, mit anderen Worten, warum nicht das schreiben, was man meint?

Dann wäre von mir kein Kommentar gekommen. Den letztendlich gehts das ja alles wohl am Thema des Artikels vorbei.


Da gings nämlich darum, was 1&1 für eine Hardware anbietet und warum.

Ob das nützlich ist oder nicht, muss man wohl sicherlich für sich selbst entscheiden. Ich sehe wohl, daß ein reiner DSL Anschluss sowohl Vorteile wie auch Nachteile bietet. In jedem Fall ist es eine individuelle Entscheidung, die natürlich auch Einfluss auf die Wahl der entsprechende Hardware mit sich bringt.

Schlussendlich: Warum für etwas zahlen, was man nicht braucht?
Oder brauchen will? Ich kenne genügend Leute, die einfach nur den DSL Anschluss nutzen wollen, ob Telefonie dabei ist oder auch nicht.

Ich meine, das Angebot ist so vielfältig, dass man kaum noch durchblickt, wenn man als "normaler" Kunde anfängt, sich für diese Dinge zu interessieren. Da ist für jeden etwas dabei.

In jedem Fall gilt, einen Berater zu finden, der sich wirklich damit auskennt.

Mit freundlichen Grüssen

Rainer Pauly